In der kommenden Ausgabe von Indubio spricht Gerd Buurmann mit seinen Gästen über die Bauernproteste und deren gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Hintergründe.
Eine alte Bauernregel sagt: „Donnert es im Dezember gar, kommt viel Wind im nächsten Jahr.“ Tatsächlich donnerte es heftig, zuerst im Dezember 2023, als Landwirte in Deutschland auf die Straße gingen, und nun erneut: Die Proteste sind zurück, mit großem Nachdruck in Frankreich und wieder aufkeimend auch in Deutschland.
Aktuell blockieren französische Landwirte Straßen und liefern sich erbitterte Auseinandersetzungen um das umstrittene Mercosur-Abkommen sowie die Auswirkungen der europäischen Handelspolitik. Gleichzeitig haben Traktoren-Demonstrationen in Berlin die schwierige Lage der Landwirtschaft in Deutschland erneut ins Bewusstsein gerückt.
Wie groß ist die Wut der deutschen Landwirte? Was ist aus den Protesten geworden, und welche Rolle könnte die bevorstehende Bundestagswahl im Februar 2025 dabei spielen? Werden die Landwirte erneut auf die Straßen ziehen, und wie könnte dies die politische Landschaft beeinflussen?
Über diese und weitere Fragen spricht Gerd Buurmann mit seinen Gästen: Bernd Achgelis, Mutterkuhhalter und Schweißspezialist, Bernd Gast, Musiker und Landwirtsohn, sowie Anthony Lee, engagierter Landwirt und ehemaliger Polizist.
Sturm ist erst, wenn das Schaf keine Locken mehr hat.
Es wäre schön, wenn bei der Gelegenheit auch klargemacht werden könnte, gegen wen oder was die Bauern protestieren. Wenn sie mich auf dem Arbeitsweg oder dem Rückweg von der Arbeit über Stunden als Geisel nehmen, verfehlen sie möglicherweise das Ziel. Und das ist keine Phantasie. Das habe ich MEHRMALS erlebt. Das wäre so, als wenn die Entlassenen der Großkonzerne kurz vor der Ernte die Felder der Bauern verwüsten würden, um wieder eingestellt zu werden. Allzu unsinnige „Protest“-Aktionen gehen nach hinten los. Und gut gewollt ist der Feind von gut gemacht! Da haben wir uns noch gar nicht mit der Frage auseinander setzen können, wie begründet die Proteste sind, und sind schon als Feinde gebrandmarkt! Wer dazu meine Zustimmung erwartet, hat den Ochsen nicht brüllen gehört! Wer Respekt fordert, muss zuerst die Anderen respektieren. Sonst wird es nichts!