Gerd Buurmann / 28.01.2023 / 11:00 / Foto: achgut.com / 15 / Seite ausdrucken

Indubio morgen: Strafen im Covid-Koller

Statt verzweifelten Menschen mit Empathie zu begegnen, wurden sie während des Corona-Kollers wegen angeblichen Fehlverhaltens auch noch mit Strafen überzogen. Diese werden nach wie vor exekutiert. Darüber sprechen wir morgen bei Indubio.

Vor knapp drei Jahren wurden alle Bürger zum Wehrdienst gegen das Coronavirus zwangsverpflichtet. Wer sich nicht uniformierte und sich weigerte, die Masken der Hygiene anzulegen oder die Befehle zur Distanz zu exekutieren, galt als Deserteur, der die Truppenmoral schwächte und das Wohl und die Gesundheit des Volkes gefährdete. 

Es war eine Zeit der Diskriminierung. Für Monate durften ungeimpfte Menschen keine Theater, Gaststätten, Clubs, Stadien und andere Orte der Geselligkeit aufsuchen. Vielerorts ging die Empathie verloren. Dabei wäre Mitgefühl so wichtig gewesen, denn es gab Menschen, die in der Corona-Krise ihre Existenz verloren hatten, deren Beziehungen im Ausnahmezustand zugrunde gegangen waren und deren Kinder Depressionen bekommen hatten. 

Die Krise hat verzweifelte Personen hinterlassen, die nicht im Home Office Kuchen essen konnten, weil es ihnen schon am Brot mangelte. Wenn diese um ihren Alltag beraubte Menschen es wagten, die Coronaregeln zu brechen, wenn sie während der Ausgangssperre das Haus verließen, weil ihnen die Decke auf den Kopf fiel oder sich im Lockdown mit Freunden trafen und keine Maske trugen, wurden sie bestraft. Menschen, denen man mit Empathie hätte begegnen können, wurden mit Geldstrafen und öffentlichem Anprangern moralisch zurechtgewiesen, und das nicht selten von Leuten, die sich in der Krise weiterhin Wein leisten konnten. 

In den letzten drei Jahren ist viel Empathie verlorengegangen. Über die neue Realität zwischen Maskenpflicht und Impfdruck spricht Gerd Buurmann am Sonntag mit dem Achgut-Autor Felix Perrefort und den Juristen Annette Heinisch und Alexander Christ.

Foto: achgut.com

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

ricardo sanchis / 28.01.2023

Bei wem sollen sich die Verantwortlichen denn auch entschuldigen? Alle Ungeimpften sind doch inzwischen verstorben! Oder haben unsere Fachleute aus RKI und Gesundheitsministerium so wie öffentlich-rechtlichen Desinformationsfunk auch hier geirrt?

Johannes Schumann / 28.01.2023

Ich gehe heute nach über drei Jahren mal wieder ins Theater. Erst durften alle nicht, dann nur mit Maske, dann auch nur mit 2G. Ich bin gespannt, sowohl auf das Theaterstück als auch auf die morgige Ausgabe. Die Hauptverantwortlichen in Deutschland müssen vor deutschen Gerichten abgeurteilt werden. Ugur Sahin und Frau Türeci flüchten ja schon ins Vereinigte Königreich. Interessant ist, dass sie nicht in die USA gehen, wo doch die Bedingung für Biontech noch bessere wären. Aber die amerikanische Justiz ist unerbittlich und das wissen die auch. Da wird denen vorgerechnet, dass Biontech mehrere Millionen US-Amerikaner geschädigt haben. Und dann geht es für Jahrzehnte in den Bau. Die Amerikaner zeigen ja gerade, dass ihr Rechtsstaat viel besser funktioniert als unserer. Ein besseres Zeugnis kann es eigentlich nicht geben, als wenn das Staatsoberhaupt selbst Gegenstand von Ermittlungen ist. Wenn gegen Amtsvorgänger ermittelt wird (siehe Brasilien), dann hat das immer ein Geschmäckle. Aber gegen den amtierenden Präsidenten? Alle Achtung. Bei uns haben weder Merkel noch Scholz was zu fürchten, obwohl die auch ‘ne Menge auf dem Kerbholz haben. Für die USA würde ich mir eine kritische Aufarbeitung Hillary Clintons Privatmailnutzung für Amtszwecke wünschen. Damit hat sie als Außenministerin Sicherheitsmaßnahmen des Staates unterlaufen, den sie repräsentierte und amerikanischen Bürgern möglicherweise Schaden zugefügt.

Gerd Quallo / 28.01.2023

@Michael Schauberger “Ohne das Bewußtsein, daß unsere kapitalistische Lebensweise für solche Niedertracht verantwortlich ist, werden sich solche Dinge stets wiederholen.” Also Sozialismus? Oder Amish life? Hallo? Und wieso schließt Egoismus Empathie aus? Die Anthropologie beweist genau das Gegenteil.

K. Goldbaum / 28.01.2023

Herr Buurmann, auf den Antwortartikel von Pfizer bei Twitter: “Pfizer Responds to Research Claims” vom 27.01.2023, möchte ich hinweisen.

K. Goldbaum / 28.01.2023

Herr Buurmann, bitte sprechen Sie auch die neuesten Enthüllungen von “Project Veritas” an. Auch die Antwort darauf von “Pfizer”.

Michael Schauberger / 28.01.2023

Die Empathie ging nicht verloren, denn die, die man gerade in Krisenzeiten schmerzlich vermißte, war nie vorhanden. Es ist wie im Arbeitsleben: Solange alles “rund” läuft, hat man viele freundliche & höfliche Menschen um sich herum. Sobald aber die selbst gesteckten Vorgaben in Gefahr geraten, werden Menschen hektisch, panisch und ergehen sich in unüberlegtem Aktionismus, dessen Absicht die bewußte Ausbeutung Anderer ist, um die eigenen Ziele zu erreichen. Egoismus & Ellenbogenmentalität schließen Empathie & Nächstenliebe aus. Erstere sind dem Kapitalismus inhärent. Während “Corona” kamen die bewußte Panikschürung (“Panik-Papier” aus dem BMI) sowie die sanktionsbewehrte Konformitätseinforderung auf politischer, aber gerade auch auf medialer Ebene hinzu, die geeignet sind, die Menschen wie einen Hund à la Pawlow zu konditionieren. Sich diesen Maßnahmen bewußt zu widersetzen erforderte, nicht nur in den letzten 3 Jahren, sondern in Sachen Krieg auch heute, neben einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein und Zivilcourage auch eine große Portion Mut. Genau diese individuellen Qualitäten trainieren Staat, Bildung & Medien den Menschen seit Jahrzehnten ab. Übrig bleiben duckmäuserische Konformisten, die sich gerne auch als Denunziant geben. Besonders verheerend werden diese characterlichen Schwächen, wenn sie auf funktionellen Staatsposten wie der eines Richters oder Justizminister sitzen: da sperrt man auch schonmal Ärzte weg, die im Einklang mit dem hippokratischen Eid Maskenatteste für ihre Patienten ausstellten oder Lehrern verboten, Kinder mit Masken & Abstandsgebote zu mißhandeln. Viel Spaß bei der Ergründung, warum sich Menschen so asozial verhalten können. Ich für meinen Teil bin über diesen Punkt hinaus und fordere eine juristische Aufarbeitung, die diesen Namen im echten demokratischen Sinne verdient. Ohne das Bewußtsein, daß unsere kapitalistische Lebensweise für solche Niedertracht verantwortlich ist, werden sich solche Dinge stets wiederholen.

Jan Blank / 28.01.2023

Als ich im Winter 2019 von Corona und seinen disruptiven Wirkungen auf das Gesellschaftsgefüge hörte, sagte ich zu meinen Kindern, dass hier jetzt sowas auf uns zukäme, wie der Herbst 1989. Wende- usw. Jeder Generation stünde eben ab und zu mal ein Umbruch bevor. Habe meine Meinung revidiert : Es ist mehr ein neues 1933. Hätte ich vor 3 Jahren nie, nie, nie für möglich gehalten…......sorry.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen

Es wurden keine verwandten Themen gefunden.

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com