Quentin Quencher / 10.10.2018 / 11:00 / 16 / Seite ausdrucken

Vorsicht, wenn der Staat neue Begriffe kreiert

Wenn es um Abgaben geht, oder Steuern und Gebühren, so waren diejenigen, die kassieren wollen, in der Regel der Staat – aber auch Zwangsversicherungen – schon immer sehr kreativ diesen Vorgängen Namen zu geben der den wirklichen Charakter der Abgabe verschleiert. Der Arbeitgeberanteil zu den Sozialversicherungen ist eine solche Täuschung oder auch die staatliche Rentenversicherung, welche eigentlich keine Versicherung ist, sondern eine Abgabe für die heutigen Rentner.

Die Bezeichnung Arbeitgeberanteil ist besonders dreist, suggeriert diese doch, der Arbeitgeber würde den aus seiner Tasche zahlen, dabei ist dies eine reine Lohn- oder Gehaltszahlung. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen für Arbeitnehmer betrug, lt. statista.com, im Jahr 2012 rund 29.000 Euro. In Wirklichkeit, wenn der Arbeitgeberanteil mit eingerechnet wird, waren es rund 34.600 Euro. Prozentual ausgedrückt heißt dies, nicht rund 20 Prozent vom Brutto gehen für die Sozialkassen drauf, sondern 33 Prozent.

Der Arbeitgeberanteil fällt nur mit der Lohnzahlung an und hat nichts mit der sonstigen Kostenstruktur des Unternehmens zu tun, hier wird dann auch noch zwischen lohngebundenen und lohnabhängigen Gemeinkosten unterschieden, doch das brauchen wir nicht weiter zu vertiefen. Wichtig ist nur zu wissen: der Arbeitgeberanteil ist praktisch eine Lohnzahlung, die im Gesamtbrutto nicht auftaucht. Mit diesem simplen Trick ist es gelungen, zu verschleiern, wie viel die Arbeitnehmer tatsächlich bezahlen.

Immer wieder wird von den Linken in Diskussionen hervorgehoben, dass es zu einer ungerechten Entwicklung bezüglich der Beiträge zu den Sozialversicherungen gekommen sei. Arbeitgeberanteile wären nicht in dem gleichen Maße gestiegen wie die Arbeitnehmeranteile. Das ist hanebüchener Unsinn, weil der Arbeitgeberanteil im Grunde Bruttolohn ist, der halt bloß nicht als solcher gekennzeichnet ist. Wird der Arbeitgeberanteil erhöht, bedeutet dies nichts anderes, als dass noch mehr vom Brutto weg geht. Nicht mehr durchschnittlich 33 Prozent, sondern vielleicht dann 40 Prozent. Nur Sozialabgaben, dann kommen noch die Steuern.

Doch nicht nur der "Arbeitgeberanteil" ist so ein lügendes Wort, sieht man sich in gegenwärtigen Politik um, dann fallen sofort andere auf: Flüchtling, Demokratieabgabe – ach, egal was, immer wenn die Politik irgendwelche Wörter kreiert, sollten wir als Erstes danach schauen, welche Lüge sich dahinter verbirgt.

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Fischer Robert / 10.10.2018

Zufall. Gerade gelesen im Buch Psychologie d. Massen (G. le Bon) von 1895.  “Die Arbeit des Konsulaten und des Kaisertums bestand vor allen Dingen, Einrichtungen der Vergangenheit mit neuen Bezeichnungen zu versehen. Folglich die Ausdrücke, die im Sprachgebrauch der Massen verhasste Bilder hervorriefen, durch andere zu ersetzen, deren Neuheit das unmöglich macht. Die Taille wurde zur Grundsteuer, die Gabelle zur Salzsteuer, die Verbrauchssteuer zu indirekten Steuern und Zöllen, die Meister- und Zunfttaxe zur Gewerbesteuer. Eine der wichtigsten Aufgaben der Staatsmänner besteht also darin, die Dinge, die die Massen unter ihren alten Bezeichnungen verabscheuen, mit volkstümlichen oder wenigstens bedeutungslosen Namen zu taufen. Die Macht der Worte ist so groß, daß gut gewählte Bezeichnungen genügen, um den Massen die verhasstesten Dinge annehmbar zu machen”. Fazit- Was früher funktioniert hat, funktioniert auch heute noch bestens.

Donald R. Balken / 10.10.2018

Wie war das noch gleich? “Zeige mir einen Lügner und ich zeige dir einen Dieb.”

Martin Stumpp / 10.10.2018

Danke für die klaren Worte, dass es sich beim Arbeitgeberanteil um einen Lohn- bzw. Gehaltsbestandteil handelt, wenn auch einen der vom Staat festgelegt und nicht ausgehandelt wird. Besonders die Feststellung, dass es sich bei den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung um eine Abgabe und keinen Beitrag handelt hat dann Konsequenzen. Wenn diese Angabe nämlich nicht von allen Bürgern gleichermaßen erhoben wird, dann verstößt sie zwangsläufig gegen das Grundgesetz (denn einen einleuchtenden Grund dafür gibt es nicht) und die Menschenrechte. In diesem Fall sind die Paragraphen 1 und 2 des SGB VI nichtig und die Zwangsbeiträge rechtswidrig. Ist der Zwangsbeitrag aber rechtswidrig, erfüllt der zwangsweise Einzug der Beiträge den Straftatbestand des Raubes Paragraph 249 StGB (rechtswidrige Wegnahme einer fremden Sache unter Anwendung oder Androhung von Gewalt).

Karla Kuhn / 10.10.2018

Ich bin sowieso der Meinung, daß die die GEAMTE LOHNSTEUER wegfallen müßte !WARUM muß ein Arbeitnehmer auf seinen zum Teil schwer erarbeitenden Lohn STEUERN zahlen ? Eine Steuer zwischen EIN und ZEHN Prozent, nicht von den Löhnen, sondern generell von allen Bürgern dieses Landes, zum Erhalt der Infrastruktur wäre angemessen. WIE die anderen Ausgaben bezahlt werden könnten ?  Der GESAMTE POLITAPPERAT könnte drastisch gestutzt werden, WOZU sollen über 700 Abgeordnete gut sein, wenn meistens die Hälfte nicht mal anwesend ist im Bundestag ? WOZU diese ganzen Staatssekretäre und wie sie alle heißen ? Eine KLEINE, EFFIZIENTE und vor ALLEM KOMPETENTE Mannschaft würde meiner Meinung nach völlig reichen, außer dem müßten die vielen Reisen wegfallen im Zeitalter der Digitalisierung kann man das alles digital erledigen. Nur zu besonderen Anläßen dürften die Politiker noch reisen, DAS wäre auch ein GROßER Anteil gegen die Luftverschmutzung, die zur Zeit vor allem die GRÜNEN,  wie eine Monstranz vor sich hertragen. Auch den unglaublich AUSUFERNDEN LOBBYISMUS muß die ROTE Karte gezeigt werden und schon haben wir wieder Millionen im Staatssäckel. Dazu kommen noch viele dieser “e.V. Organisationen”, die mit Steuermitteln in Millionenhöhe unterstützt werden. “Suchet, so werdet Ihr finden”, ich wette es gibt noch mehr solche “Vereinigungen”, die am Steuertropf hängen, die alle gestutzt werden müßten. Sozialhilfe bekommen nur noch Menschen, die WIRKLICH hilflos sind.  JUNGE und gesunde Menschen müssen JEDE ARBEIT annehmen. Auch bei sämtlichen Demos, egal von wem müßten die Kosten des Polizeischutzes aus EIGENER Tasche bezahlt werden !! Auch bei Fußballspielen.  Die Arbeitnehmer könnten mehr konsumieren, die jetzt armen Menschen müßten keine Flaschen mehr sammeln etc, ALLERDINGS könnten dann viele Menschen nicht mehr in der POLITIK “ARBEITEN” , denn die “Arbeitsplätze” wären nicht mehr vorhanden. Unterm Strich wäre es WESENTLICH gerechter als jetzt. Übrigens die GENDEREI muß weg!

beat schaller / 10.10.2018

Danke Herr Quencher für den Hinweis, der in dieser einfachen Form vielleicht dem Einen oder Anderen hilft, die Dinge zu sehen wie sie wirklich sind. Es sind genau diese Abgaben, die helfen die Dinge zu verschleiern und auch die die Unternehmen als (sozial) wirtschaftliches Element schon gar nicht zu erwähnen. Die Wirtschaft, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, müssen gemeinsam in einem- oder mehreren Märkten erfolgreich sein, damit sie sowohl die Löhne und Steuern bezahlen können. Dabei soll im Sinne des Fortbestandes der Unternehmen auch ein Gewinn erwirtschaftet werden. (Ohne einen solchen gibt es auch keine Steuern, keine Reserven für schlechte Zeiten oder für Entwicklungen). Genau in dem von Ihnen angeführten Beispiel kann sich jeder selber ausrechnen, wieweit die Schmerzgrenze bereits erreicht oder überschritten ist. Es gibt keine Steuereinnahmen, welche nicht von einem Mitarbeiter oder von einem Unternehmen erwirtschaftet wurde. Der Staat selbst produziert ausser Kosten gar nichts, genau so ist es mit den Äußerungen, dass der Staat für dieses oder jenes aufkommt. (Renten, Finanzierung von NGO’s, Entwicklungshilfe , Migration Schuldenwirtschaft , Staatenrettung usw. ) Die Staaten überwuchern sich ständig und das Volk blutet immer mehr aus.  Es ist tragisch, wenn man als Bürger dem Staat im heutigen Ausmass permanent misstrauen muss. Das rührt daher, dass der ganze Staatsapparat ohne Konkurrenz ist und dass er nur “Pleite” geht, wenn dafür ALLE ALLES verlieren. Offensichtlich scheint dieses Schiff ohne Kapitän und Mannschaft herum zu dümpeln, damit man auch keinen zur Verantwortung ziehen kann. b.schaller

Dietmar Blum / 10.10.2018

Wie wäre es, die “Infrastrukturabgabe” vulgo Maut, die “Demokratieabgabe” alias Zwangsgebühr des ÖR hinzuzufügen?

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