Viele CDU-Mitglieder haben für Schuldenbremse und Politikwechsel Wahlkampf gemacht, doch die Parteiführung steuert nun einen gegenteiligen Kurs. Den Unmut vieler Mitglieder bringt der Brief eines CDU-Stadtverbands auf den Punkt: "Wir fühlen uns betrogen".
Heute stimmt der Bundesrat über die Grundgesetzänderung für die Rekordschulden und die Erwähnung der "Klimaneutralität" als Finanzierungsziel ab. Die Zustimmung der Zweidrittelmehrheit gilt als ziemlich sicher. Einer, der das "Durchwinken" hätte verhindern können, Bayerns Freie-Wähler-Chef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, hatte bereits zwei Tage vor der Abstimmung im Bundesrat kapituliert, obwohl er seine inhaltliche Ablehnung des schwarzrotgrünen Schuldenplans weiterhin betont.
Doch hauptverantwortlich für diesen Beschluss sind vor allem CDU und CSU, denn sie haben im Wahlkampf das Gegenteil versprochen. Daran haben nicht nur viele Wähler geglaubt, sondern auch die eigenen Parteimitglieder. Was sagen die dazu?
"Wir fühlen uns von Ihnen betrogen und blicken mit noch größerer Sorge als zu Ampel-Zeiten in die Zukunft Deutschlands". So endet ein Brief, den der CDU-Stadtverband aus dem sächsischen Naunhof an den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz geschrieben hat. Geschrieben und vorab per E-Mail wurde der Brief am Tag vor der Bundestagsabstimmung, also am 17. März. Die Christdemokraten aus Naunhof gingen offenbar davon aus, dass es nicht genügend Abweichler unter ihren Parteifreunden im Bundestag geben würde, die gegen den neuen Kurs der Fraktions- und Parteiführung stimmen.
Aber sie geben eine Stimmung wieder, die sicher viele engagierte CDU-Mitglieder umtreibt. Gerade die, die in den Wochen des Wahlkampfs direkt und persönlich bei den Bürgern um Stimmen für die CDU warben, die den Einsatz ihrer Partei für einen Politikwechsel und gegen überbordende Neuverschuldung durch Schattenhaushalte versprachen. Die bekommen jetzt sicher viel Unschönes von CDU-Wählern zu hören, gerade in kleineren Städten und Orten, wo jeder jeden kennt, bzw. jeder die Engagierten kennt, die auf der Straße Wahlkampf gemacht haben.
Der Stadtverband Naunhof jedenfalls hat in seinem Brief an die Parteiführung, den wir hier dokumentieren, prägnant und deutlich gesagt, was er vom Merzschen Kurswechsel weg vom Politikwechsel hält:
"Wahlbetrug, Legislaturperiodentrickserei und Schuldenkanzler
Sehr geehrter Herr Bundesvorsitzender,
wir hier im CDU-Stadtverband Naunhof bei Leipzig waren jahrelang Ihre Unterstützer und haben mit Ihnen nach den teilweise problematischen Merkel-Jahren auf eine realistischere und erfolgreichere CDU-Politik gehofft. Auch Ihr energisches Eintreten Ende Januar 2025 für eine echte Migrationswende hat uns beeindruckt. Um so enttäuschter sind wir jetzt von Ihrer 180 Grad-Wende in der Finanzpolitik und die Übernahme links-grüner Positionen zum Schaden Deutschlands.
Im Wahlprogramm der CDU zur Bundestagswahl 2025 hieß es noch: Wir halten an der Schuldenbremse des Grundgesetzes fest, denn die Schulden von heute sind die Steuererhöhungen von morgen. Mit einer Reform würde man gegen die Generationengerechtigkeit verstoßen, weil unsere Kinder und Enkel mit Schulden belastet werden.
Stattdessen kommt jetzt ein XXL-Schuldenpaket, dass die Staatsverschuldung Deutschlands mit einem Schlag von bisher 2,5 Billionen EUR auf 3,5 Billionen EUR erhöhen wird. Die zusätzlichen Milliarden werden zum Ende aller Spar- und Endbürokratisierungsbemühungen führen, da künftig der finanzielle Druck entfällt. Bequeme Schulden statt unbequemer Reformen für Politiker, die nur an ihr eigenes Amt und die laufende Legislaturperiode denken. Die Staatsquote wird sich weiter erhöhen und die wirtschaftlichen Aktivitäten weiter erschweren, wie es z.B. die dramatische Erhöhung der Bauzinsen während der letzten Tage zeigt. Der weitere Niedergang Deutschlands ist vorprogrammiert.
Wir dürfen Ihnen hier ganz deutlich sagen:
1. Wir halten dies für einen eklatanten Wahlbetrug, wie es ihn in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bisher noch nicht gegeben hat.
2. Die geplante Legislaturperiodentrickserei mit der Noch-Verabschiedung im alten abgewählten Bundestag ignoriert den Wählerwillen und delegitimiert die Demokratie.
3. Sie werden der größte Schuldenkanzler in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden, ein in unseren Augen sehr zweifelhafter Ruhm.
Im Ergebnis dürfte Ihre Kanzlerschaft schon vor deren Beginn gescheitert sein. Wir fühlen uns von Ihnen betrogen und blicken mit noch größerer Sorge als zu Ampel-Zeiten in die Zukunft Deutschlands.
Mit freundlichen Grüßen
CDU-Stadtverband Naunhof"
@Kristin Obertreis, was nützt es, wenn ein cDU Wahlkämpfer das erkannt hat und trotzdem keine Konsequenzen daraus zieht? Wenn er weiter die Menschen hinter die Fichte führt. Sind das nicht die Mitläufer, über die man so gerne berichtet, wenn sie aus der dunkelsten deutschen Zeit kommen?
Was für ein erbärmliches Geweine. Wer sich als CDU Wähler oder Mitglied jetzt ernsthaft hinstellt und sagt das habe man so nicht kommen sehen/nicht gewusst/nicht gewollt hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
„Rechtsextremismus – Ökologie von rechts – Obwohl das erste Naturschutzgesetz aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt: Die Nazis hatten keine Gesamtidee zum Schutz von Umwelt und Natur. Dennoch gibt es historisch gesehen Verbindungslinien zwischen Umweltschutz und Nationalsozialismus. Und auch heute finden sich ökologische Forderungen in Programmen rechtsextremer Parteien. “ bpb Bei den Grünen zum Beispiel. Daß die bpb nicht allzu tief graben will, liegt auf der Hand. Indes kommt sie nicht umhin, den grünen Sumpf unter „Rechtsextremismus“ abzulegen. Die Naturschutzgesetze der Nazis sind nach wie vor in Kraft. Die hatten ich an anderer Stelle erwähnt. / Die Grünen haben ihre Wurzeln bei den Nazis und Adolf Hitler. Das Internet vergißt nichts, nicht mal Sachen, die schon älter sind als das Internet. Joschka Fischer hält Vorträge vor Investmentbankern, Annalena Baerbock posiert mit George Soros und ist vom WEF zum YGL nominiert worden und die halbe Bande ist Gast bei den Bilderbergern gewesen.Windräder großflächig aufzustellen, war eine Idee des militanten Vegetariers und Nichtrauches Adolf Hitler. Bei den Grünen mischten auch alte Nazis mit. Gerade die grüne Überempfindlichkeit erregt Verdacht. / Der Ökologiebegriff hat einen sozialdearwinistischen Ursprung. „Für den Sozialdarwinismus ist die Definition von Ökologie, die Haeckel 1866 gegeben hat, grundlegend. Die Ökologie behandele danach die Beziehungen des Organismus zur ihn umgebenden Außenwelt, bestimme so die Existenzbedingungen des Organismus, an die er sich anzupassen habe. Der Sozialdarwinismus ist dann die Anwendung und Konkretisierung dieser allgemeinen Bestimmung auf den Menschen, dessen Existenzbedingungen und die von ihm zu erbringenden Anpassungsleistungen.“
Warum tritt dieser cDU Stadtverband nicht gemeinsam aus dieser betrügerischen Partei aus. Was hält diese Menschen in der cDU? Mit Gaunern und Betrügern würde ich mich nicht an einen Tisch setzen.
„Wir fühlen uns betrogen.“ Schreibt besser: „Wir wurden betrogen.“ Denn es ist kein Gefühl. Es ist die Wahrheit. Bittere Realität.
Aus Merz wird Schmerz wenn die SPD den „ Hoffenden“ nicht zum Kanzler wählt und ein Bündnis SPD – Grüne – Linke – einen Anderen zum Kanzler wählt , der dann mit einer Super-Finanzschulden – Ausstattung das Volk mit allerlei Wohltaten beglücken kann.
Gründet doch eine eCDU, eine echte CDU!