
Der Krieg in der Ukraine begann 2014. Rußland hat 2022 in diesen Krieg offen eingegriffen, da es sich als Schutzmacht der Russen in der Ukraine sieht.
Schaut man sich die aktuell maßgeblich beteiligten “Masterminds” hinter der aggressiven NATO Politik an (z.B. Blinken, Nuland, Stoltenberg - Biden dürfte keinerlei Entscheidungsbefugnisse haben), sehe ich sehr viel Ideologie, Größenwahn und Zynismus, aber sehr wenig Ratio und diplomatische Kompetenz. Die NATO (v.a. die Neocons in den USA) wollten den finalen Konflikt mit Russland - auf dem Boden der Ukraine und mit den Menschenleben der Ukrainer. Das Ziel war mal wieder ein Regimechange…diesmal ein ganz besonders fetter. Der Scherbenhaufen, den die NATO dabei anrichtet, wird auch ein ganz besonders fetter sein, gegenüber dem Vietnam und Afghanistan wie betrübliche Überbleibsel eines etwas aus dem Ruder gelaufenen Kindergeburtstags aussehen werden. Aber auch an dieser Stelle konnte man vor per proxy Kampfeseifer ja kaum an sich halten.
Der Hinweis auf SIGAR ( Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction ) scheint besonders wertvoll. Warum bringen wir keine regierungsfinanzierte, aber eigenständige und um Objektivität bemühte Kontrollinstanz auf die Beine, die auch bereit ist Klartextberichte zu schreiben ? Das nation-building in Afghanistan war sicher der historische Irrtum. In der Ukraine stellt sich das Problem anders. Das Land war in den letzten 20 Jahren nicht gut weitergekommen, weil seit den 90ern eine ausbeuterische Oligarchenclique den Staat zur Beute gemacht hat. Wir, der Westen, hat dies mit mehr als € 100 Mrd. zusätzlichen Krediten mitfinanziert, obwohl Jahr für Jahr klar war, dass aus der damit angeschobenen Wirtschaftstätigkeit immer nur eine kleine Clique wirklich profitiert, und sehr viel davon regelmäßig im westlichen Ausland investiert. Die Ukraine war vor dem Krieg eines der korruptesten Länder der Welt, und wird es auch nach dem Krieg sein. Dann aber in noch höherem Maße, wenn für die Mittelverwendung jeder Aufbauhilfe, und die Verwendung der dabei entstehenden Gewinne, keine international kontrollierte Transparenz hergestellt wird.
Ein auswärtiges Amt, das sich als Weltinnenpolitik definiert, das Kunstwerke aus einem Sklavenhalter-Staat als „Raubkunst“ an einen der korruptesten Saaten „zurückgibt“, kann man nicht ernst nehmen. In einem Interview in der NZZ sagt ein entfernter Verwandter des gestürzten Kaisers von Äthiopien, was ihn am meisten in Deutschland faszinierte: dass man nicht wie in Afrika zwischen Freund und Feind unterscheide, sondern zusätzlich die Kategorie „Gegner“ einführe. Aber im Deutschland des Jahres 2023 gibt es weder eine Freund-Feind-Erkennung noch eine Gegner-Klassifizierung. Aber „Wir“ wollen in einer multipolaren Welt - die eine Weltinnenpolitk für Blödsinn hält - ohne klare Orientierung Krieg führen. Das geht nur im größtten Freilicht-Irrenhaus der Welt: in Deutschland.
“Wie Russland diesen Krieg verlieren soll, wie Russland besiegt werden kann, sagt niemand. ” Es stellt ja auch kein Journalist bei laufender Kamera diese Frage an Frau Bärbock oder an die Weißkopfhyäne. Ebensowenig fragt einer, was mit der Krim und Donezk und vor allem den dort lebenden Menschen passieren soll.
Der achtjährige Granaten- und Raketenterror der ukrainischen Armee gegen die überwiegend russischsprachige Bevölkerung im Donbass sowie die Nichtbeachtung von Minsk I und II durch das Marionettenregime in Kiew sind ohne jeden Zweifel völkerrechtswidrig und rechtfertigen daher das Eingreifen der russischen Armee.
Es ist in diesem Konflikt leider, wie derzeit überall in Europa zu betrachten - die Einschätzungen werden exklusiv von Berufspolitikern zum Teil ohne jegliche Ausbildung oder Lebenserfahrung getätigt. Ich kenne Einige mittelständische Unternehmen, die vor dem Krieg in der Ukraine investiert haben (polnische und deutsche) - alle haben oder sind dabei zu versuchen ihren Schaden zu begrenzen und KEINER glaubt mehr daran, dass die Ukraine den Krieg gewinnen wird bzw. eine nach westlichen Vorstellungen Marktwirtschaft aufbauen wird. Natürlich präsentiert sich unser Märchenonkel in der Ukraine mit westlichen Konzernen, die Ihre Bereitschaft für Investitionen in den Wiederaufbau bekräftigen - so richtig dran glauben können diese daran aber auch nicht - weshalb sonst die “steuerfinanzierten” Versicherungen im Falle des Scheiterns. Ich sehe bereits Putins Grinsen und den Westen seine Wunden lecken - hinterher haben es dann angeblich alle geahnt.
Lehren aus der Geschichte zu ziehen, ist halt eine schwierige Kunst. Wenn dann noch eine Regierung gewählt wird, deren Kernkompetenzen ideologische Verbohrtheit und fachliche Ahnungsfreiheit (vorsichtig formuliert) zu sein scheinen, braucht man sich über die aktuellen Entwicklungen nicht zu wundern.
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