
Kriege gewinnen und irgendwelche „shithole countries“ besetzen war früher mal. Heutzutage geht es darum, ohne Verluste an eigenen Soldaten gigantische Umsätze mit Waffen zu erzielen. Und da ist der Krieg in der Ukraine doch ein riesiger Erfolg. Die Amerikaner kämpfen ohne eigene Verluste bis zum letzten Ukrainer. Machen gigantische Geschäfte und lassen den Spaß von ihren NATO-Vasallen bezahlen. Die USA gewinnen, alle anderen verlieren.
@Gerd Maar : “Russland wird in der Ukraine ein zweites Afghanistan erleben, da hat der Autor recht.” Absolut richtig. Die Russen haben nach 1945 noch keinen Krieg gewonnen, genau wie die USA. Aber sie haben auch nicht so viele geführt, wie die USA. Es geht nicht darum zu gewinnen. Der Sinn des Krieges, aus der Sicht derer, die ihn führen, ist die Zerstörung. In der Ukraine hat Herr Selenskij schon verteilt, wer den Wiederaufbau “finanzieren” darf. Wie kommt der auf die Idee, dass es einen Wiederaufbau geben wird? Die Kriegsfreunde stören sich daran, dass ein Land existiert, oder sie stören sich daran, dass der existiert, der es regiert. Der Sinn des Krieges ist erfüllt, wenn das Land oder der Herrscher weg ist, oder nicht mehr wieder zu erkennen. Der Wiederaufbau in Vietnam, Laos und Kambodia war ohne die USA. Der Wiederaufbau im Irak oder in Libyen wird am Sankt-Nimmerleins-Tag erwartet. Und der Wiederaufbau in Nordirland wird nur ohne die Briten erfolgreich sein können, in der Zukunft. Seit 100 Jahren und länger gibt es dort keine Zukunft neben der vom Besatzer diktierten Schimäre.
.... gibt es in Afghanistan ein in Teilen durchaus funktionierendes Gemeinwesen .... Der Ost-Westkonflikt nach 1945 bis 1989 war durch die reale Gefahr eines großen Anschlusskrieges geprägt. In solchen Zeiten tut man gut daran, die Umgebung so wahrzunehmen, wie sie ist, was auch auf beiden Seiten geschehen ist. Im Gegensatz dazu wurde nach 89-90 das Feinbild durch ein “Freundbild” ersetzt, juchheirassa, jetzt ist Alles in Butter und ich mal mir die Welt wie sie mir gefällt. Dies gilt m.M.n. für die ganze westliche Welt vor 89-90. Und weil ich ein so toller Gutmensch bin, glaube ich wirklich, daß es .... in Afghanistan ein in Teilen durchaus funktionierendes Gemeinwesen gibt. Leider haben unsere Politiker keine Ahnung von Regelungssystemen. Sonst wüssten sie, daß es stabile und nichtstabile Regelungssysteme gibt. Erstere finden nach einer äußeren Störung wieder von selbst in den stabilen Zustand zurück. Beispielsweise eine nach demokratischen Regeln funktionierende Marktwirtschaft. Wenn der “Stabilitätspunkt” korrumpiert ist, sprich mit Unsummen von Subventionen erkauft, wird dies nicht stattfinden. Bildlich : in einer nach oben offenen Parabel wird ein Kugel am Grund nach einer Auslenkung wieder durch Hin- und Herschwingen wieder dort zurückgelangen. Nicht so bei einer nach unten offenen Parabel. Die am höchsten Punkt befindliche Kugel - durch Subventionen dort gehalten - wird nach deren Wegfall unwiederbringlich herunterrollen. Unsere linksgrüne planungshörige Politnomenklatura sollte sich dies hinter die Ohren schreiben : Alle “Wenden”, die auf äußeren Subventionen gebaut sind, werden nach Versiegen der Geldströme wieder in einen ausgangsnahen Zustand zurückfallen.
Nach der Beendigung der Rezeption des Artikels und der Nähe seines Autors zur Psychologie kann der Umstand, daß der Westen Rußland nicht verstehen will, nicht stark genug hervorgehoben werden. Statt schlicht seiner politischen Führung zuzuhören, und das Gesagte zu verinnerlichen, wird der russische Präsident verschmäht, verunglimpft und verteufelt. Das wird über kurz oder lang auf den Westen zurückfallen. \\\ Beziehungsweise fällt es bereits. Großbritannien erlebt derzeit ein Pub-Sterben bislang unbekannten Ausmaßes. Verantwortlich hierfür sollen in erster Linie die seit 2022 gestiegenen Energiepreise sein. Was wohl jenseits des Kanals gleichermaßen wie hierzulande mit der selbstmörderischen Anti-Rußlandpolitik zusammenhängt, die die eigene Bevölkerung bei weitem stärker in Mitleidenschaft zieht, als es sich die russische auch nur vorzustellen vermag.
Das Scheitern in Afghanistan wäre vermeidbar gewesen, wenn man aus dem Desaster in Saigon auch nur minimal gelernt hätte. Ich habe mal einem Agenten des Tiefen Staates, der auf mich angesetzt war, um meine Gefährlichkeit zu dokumentieren (und damit versteckte Repression zu bemänteln), in einem Nebensatz gesagt, dass die USA aus Vietnam geflohen sind und mit Hubschraubern die letzten Statthalter ausgeflogen haben, unter Beschuss. Da ist der ganz wild geworden. Sowas darf man nicht sagen, sonst wird sofort behauptet, dass man ein verstockter Kommunist ist. Die einfache Wahrheit darf nicht gesagt werden, warum? Weil man sonst die selben Fehler nicht immer und immer wieder machen könnte. Diese Leute WOLLEN die Fehler immer wieder machen, weil sie kein anderes Globalkonzept haben. Das Imperium kann seit 100 Jahren nur durch Kriege existieren. Aber aus keinem Krieg (nicht aus den anfänglich gewonnenen, aber auch nicht aus den immer häufiger katastrophan verlorenen) will man eine Lehre ziehen. Es ist empörende intellektuelle Faulheit, weil die Leute, die mit der “Bestreitbarkeit” nach oben gespült worden sind, gar nichts anderes können. Eine “Neue Weltordnung” wäre sicher nötig, aber nicht so, wie sich das die Leute vorstellen, die seit 100 Jahren nur immer wieder ihre gescheiterten Schnapsideen doch noch zum Sieg führen wollen. Für die ist das Codewort “Neue Weltordnung” ein Begriff für ihre uralten Vorstellungen, die sie bis jetzt nicht verwirklichen konnten.
Vielen Dank, Herr Kloss. Dass man das in der DDR.1984 noch offen schreiben darf, ist schon ein Wunder. Aber es ist dringend nötig. Die Intransparenz der Geheimdienste, Think-Tanks und NGOs des Westens hat die Sitten verwildern lassen. Minderleister ohne Intelligenz wollen die “Intelligence” führen. Das kann nur scheitern. Aus der verständlichen Absicht, dass man sich bei illegalen und schmutzigen Geschäften nicht erwischen lassen soll (Bestreitbarkeit) ist ein Ritual geworden, das mit dem Geheimdienst-Begriff “Verschwörungstheorie” ins Absurde abgedriftet ist. Da ist kein Verstand mehr drin, nur noch Repression. Der dicke Sitzenbleiber, den es in jeder Schulklasse gab, und der alle Schandtaten und Gewaltausbrüche mit dem genölten “haa, stimmt doch gar nicht” bestritten hat, hatte da ein breites Einfallstor in die höchsten Positionen. Die logische Weiterentwicklung, und auch die einzige mögliche, ist das Wünschdirwas, das “ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt”. Alle Krisen und alle offenen Wunden des “Gemeinwesens” sind eine Folge mangelnder intellektueller Hygiene der Führungen. Und der Sitzenbleiber von damals hat jetzt Berater, ist vielleicht sogar schlank geworden, aber im Denkkastl klackert es noch laut, wie ausgerastete Zahnräder. Die haben gar keine Idee und deshalb kochen sie die vor 100 Jahren gescheiterten Konzepte wieder auf, weil sie glauben, dieses Mal klappt es. Nach einer zaghaften Öffnung gegenüber Kuba, z.B. wird nun wieder der Kurzwellensender der Kubaner gestört. Der Amerikaner soll nicht hören, was die sagen. Das ganze Canceln ist ja nur nötig, weil man sich von der Wahrheit so weit entfernt hat, dass es nur schief gehen kann. Die alten Strategieen von vor 100 Jahren überlagern und überdecken eine aktuelle Analyse der Situation, aber selbst das darf man nicht mehr laut sagen. Die sind gefangen in einer Zukunft, die vor 100 Jahren leider nicht eingetreten ist, trotz aller Kriege, aller Zerstörung und allen Leidens, das damit verursacht wurde.
In zeitlicher Nähe des US-amerikanischen Rückzugs aus Afghanistan – die größte Schmach in der US-Außenpolitik – präsentierte die Redaktion der US-Kabel-Newsshow „Tucker Carlson Tonight“ eine eindrucksvolle Zusammenstellung von US-Militärs wie auch -Politikern zu der Entwicklungen in Afghanistan. In jenen Redeausschnitten kam stets das gleiche Wort vor: „Progress“ – Fortschritt. Wahrscheinlich werden sich zukünftige Historiker wundern, wie die sogenannten westlichen Demokratien derart lange bestehen konnten, angesichts offenkundiger Unfähigkeit an ihrer politischen Spitze.\\\Auch hinsichtlich des aktuellen Rußland-Ukraine-Konflikts sind bereits jetzt die Fehleinschätzungen der US-Militärführung – namentlich General Mark Milley – unübersehbar. Der pensionierte Colonel Douglas Mcgregor bekundete kürzlich, wenn man eine realistische Beschreibung über einen militärischen Zustand haben wolle, müsse man sich an die Sergents, die Lieutenants und Captains wenden. Die Flagoffiziere seien dagegen zu stark politisiert.
Ich denke, der Hauptunterschied zwischen Ukrainern und Afghanen ist, das die einen nach westlichen Vorstellungen leben wollen und die anderen genau das nicht wollen.
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