
Am Hindukusch wurde asymmetrisch Krieg geführt, wie seit 70 Jahren üblich. Der II. Weltkrieg hatte jedem gezeigt, daß es Wahnsinn ist, den Amis in offener Feldschlacht begegnen zu wollen. Das konnten im Korea-Krieg ein letztes Mal die Chinesen leisten. Der Vietnamkrieg wurde deswegen häufig schon asymmetrisch geführt. In Afghanistan wird auch vom Autoren übersehen, daß die Stämme Afghanistans zivil gar keinen westlichen Lebensstil wollen. Die Mehrheit ist mit der Herrschaft der Taliban d’accord. Deswegen kämpfte auch fast niemand. Wenn Kämpfe stattfinden, handelt es sich um explizite Stammeskonflikte. Ähnliche Erfahrungen mußten die Amis schon vor über 200 Jahren machen, als man glaubte, über Britisch-Kanada herfallen zu müssen, weil man meinte, die Kanadier würden freiwillig us amerikanische Demokratie willkommen heißen. Dem war mitnichten so. Der Ukraine-Krieg ist seit dem Korea-Krieg der erste symmetrische Krieg, dessen Dimensionen, kein Politiker bisher begriffen hat.
@Peter K.: Ein Mann, ein Wort. Danke. Der Krieg der muslimischen Männer gegen Frauen und Mädchen hält an, Stichwort Kinderehen und finanziell-demographischer Jihäd. Das ist es auch, was den Kerlen dieser Welt am meisten stinkt am Westen. Sogar vielen Kerlen IM Westen selbst. Als Kontrapunkt empfehle ich die Lektüre von Märta Tikkanen: “Wie vergewaltige ich einen Mann”, um 1980, antiquarisch noch erhältlich. Hat damals ziemlich Furore gemacht, heute fast vergessen.
@ María José Blumen Das Bild der Ukraine, das in unseren Medien verbreitet wird, hat leider nichts mit der Realität zu tun. Die Ukraine war und ist eine zutiefst korrupte und zerrissene Gesellschaft. Ein großer Teil der westlichen Militärhilfen fließt in private Taschen und auf offshore Konten. Zelensky würde bei jedweden Zeichen einer Verhandlungsbereitschaft von den nationalistischen Kräften in der Ukraine liquidiert werden (vermutlich ein Hauptgrund für seinen abrupten Rückzug vom Verhandlungstisch 03/2021). Die hauptsächlich russisch stämmige Bevölkerung in der Ostukraine hat mit der Bevölkerung der Westukraine wenige ethnisch-kulturelle Gemeinsamkeiten. Das Bild der geknechteten, nach Freiheit und Glück lechzenden, geeinten ukrainischen Nation, die wie David gegen den Goliath Russland aufbegehrt, ist ein arges Zerrbild. Die Ukraine wurde gleichermaßen von den USA wie von den eigenen nationalistischen Kräften in ihr Verderben geschickt. Ohne diese beiden Kräfte wäre es vermutlich nie zum Einmarsch der Russen gekommen.
“Leider haben viele noch ein romantisches Russland-Bild”. Vielen Dank an Marc G. und und Günther H. P. So etwa sieht meine Antwort an Sie aus, @Marc M. Bin übrigens ein großer Freund von Atomwaffen, so gewaltig wie irgend möglich - das fördert das Denkvermögen auch beim Russen. Der hat es nämlich besonders nötig. Entweder wir werden alle halbwegs anständig oder wir fahren gemeinsam zur Hölle - auch wenn Sie das “komisch” finden.
Es geht nicht darum, “Putin zu besiegen”. Er soll lediglich an der Vergewaltigung der UA gehindert werden, soll abhauen. Die UA ist souverän und entscheidet selbst, wohin sie sich orientieren will. Und sie kämpft selbst und lässt nicht kämpfen wie die Afghanen. Denen hat es nie gepasst, dass die Westler auch die Rechte der afghanischen Frauen gewahrt sehen wollten - DAS wollten die Männer dort auf keinen Fall. Sie wissen: Der beste Garant für den ungehemmten Zugriff auf Mädchen und Frauen sind die Taliban, die Schüler Allahs. Stichwort “Kinderehen”. Es wäre für die zehnfach überlegene afghanische Armee ein Leichtes gewesen, die Kerle von ihren Mopeds zu schießen - wenn sie gewollt hätte. Der Westen ist nicht gescheitert in A,. sondern die dortige Zivilgesellschaft; Verliererinnen sind die Frauen und Mädchen dort. Die Ukrainer hingegen bringen ihre Frauen und Kinder in Sicherheit, so gut es eben geht und kämpfen für die Freiheit von Männern und Frauen gleichermaßen. Somit sind die UA und A. nicht vergleichbar. Islam ist das weltweit beste Angebot für Männer, das beschissenste für Frauen und Mädchen. Das russische Angebot ist längst obsolet, selbst die Russen lehnen das ab. Deshalb ist das Militär dort derart pervers, wie es ist und Putin kann nur durch kriminelle Geheimdienste und Gewalt das russische Volk weiter ausrauben. Durch den Kontakt mit den Anrainern, vor allem mit Polen haben die Ukrainer gemerkt, was ihnen da droht. Bis zum Ende der SU haben sie selbst mitgemacht, das ist spätestens seit 2014 vorbei und wie ich hoffe irreversibel. Die Russen haben sich erneut geoutet, haben es mit allen ihren slawischen Nachbarn verdorben, wohl auch mit Belarus; die Weißrussen haben noch Angst vor Luka. Bin gespannt, was Kazakhstan macht. Ich glaube, selbst ein militärischer Sieg wird den Russen nichts mehr nützen, sie MÜSSEN endlich ein anständiges Land werden, Ansätze gibt es. Verhilft ihnen die UA dazu, umso besser auch für uns.
“Wie Russland diesen Krieg verlieren soll, wie Russland besiegt werden kann, sagt niemand” . Wozu das Offensichtliche ständig bramarbasieren ? Russland hat bereits verloren , indem es der Welt die Kombination aus minderwertiger Technik und unfähigem Personal darbietet . Rußland hat sich selbst besiegt . Die Maus , die brüllte ....
@Armin Reichert : “Alle in Deutschland lebenden Jungmohammedaner einberufen und nach Grundausbildung gegen die Taliban kämpfen lassen. Fahnenflüchtige lebenslang wegsperren. Win-Win Situation.” Na, wenigstens Sie verteidigen noch die “Werte des Westens.” Und darauf einen Düschrdeng.
Die Situation ist durchaus vergleichbar mit dem Afghanistan-Konflikt - allerdings mit dem Kampf der afghanischen Freischärler gegen die Sowjetunion 1979-1989. Damals hatte der Westen die Einheimischen mit Waffen und Know-How unterstützt, die Sowjets mußten schließlich abziehen. Heute unterstützt man die Ukrainer gegen die Russen mit Waffen und Know-How.—- Unterschiede: 1) + Es werden keine Freischärler, sondern eine reguläre Armee unterstützt. 2) + Es wird mit erheblich mehr finanziellem Aufwand Waffenhilfe geleistet. 3) - Seinerseits ist der russische militärische Aufwand erheblich stärker. 4) - Eine völlig andere Geographie, die Guerillataktiken in der Ukraine weniger effektiv machen. 5) + Eine bittere Nachgeschichte wie in Afghanistan, als man feststellen musste, den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben zu haben, ist diesesmal nicht zu befürchten.—- Nicht zu vergleichen ist der Ukraine-Konflikt mit dem Engagement des Westens in Afghanistan 2001-2019, als man einen vergleichsweise unbedeutenden, aber “gemäßigten” Warlord gegen die radikalen Taliban unterstützte. Das hatte eher Parallelen zum Vietnam-Krieg, nur von Anfang an noch viel aussichtsloser.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.