Von Andreas Zimmermann.
Seit Jahren tönt es, die weltweite Bevölkerung explodiere. Sie mag derzeit noch wachsen, aber mittelfristig ist ein Rückgang der Menschenzahl wahrscheinlich. Das sehen vorausschauende Leute wie Elon Musk und selbst die „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (OSZE) so.
Bevor der „menschengemachte Klimawandel“ übernommen hat, war die Erzählung von der menschlichen Bevölkerungsexplosion und den sich daraus angeblich ergebenden Problemen das wirkungsmächtigste Narrativ der pseudo-ökologischen Bewegung. Dabei ist schon lange absehbar, dass die menschliche Bevölkerung in der Zukunft nicht nur nicht mehr wachsen, sondern schrumpfen würde. Mit unbekannten Folgen.
Seit er sich politisch positioniert hat, ist es ja gerade bei Menschen, die politisch eher nach links tendieren, große Mode, verbal auf Elon Musk einzudreschen. Aber auch politisch nicht links stehende Personen stellen ihn gerne einmal als Sonderling dar, der gar nicht so fähig sei, wie es angesichts seines Vermögens vielleicht den Anschein haben mag. Lustigerweise findet man viele dieser Schmähungen auch noch auf der Plattform X, die Elon Musk gehört. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man erfolgreichen Menschen eher zuhören sollte, als solchen, die nur immer alles besser wissen – zumindest, wenn solche erfolgreichen Leute auf ein mögliches Problem lediglich hinweisen und nicht gleich eine Patentlösung dafür anbieten, an der sie ganz zufällig auch noch Milliarden verdienen.
Und einmal ganz ehrlich – wer von Elon Musks Kritikern wäre in der Lage eine Firma aufzubauen, die es schafft, eine Rakete nach dem Flug wieder in ihrer Startrampe zu landen. Wer das zugehörige Video noch nicht kennt und auch nur ein Fitzelchen Interesse an technischen Dingen hat, dem kann ich nur empfehlen, es sich einmal anzusehen. Langer Rede kurzer Sinn, ich bin der Meinung, wenn jemand wie Elon Musk ein Thema für wichtig hält, dann lohnt es, sich dieses Thema zumindest einmal näher anzusehen.
Erzählt Elon Musk Unsinn?
Das Thema, um das es in diesem Fall geht, ist die Entwicklung der weltweiten menschlichen Bevölkerungszahl. Natürlich weiß jeder, der den pseudo-ökologischen Misanthropen aus Politik und Medien in den letzten Jahrzehnten zugehört hat, dass der Mensch ein regelrechtes Krebsgeschwür ist, das sich exponentiell wachsend über den Planeten Erde ausbreitet und dabei alle anderen Arten ausrottet. Nun wissen wir seit der seltsamen „Corona-Zeit“, dass man Behauptungen über exponentielles Wachstum mit Vorsicht genießen sollte, denn exponentielles Wachstum kommt in der Natur nicht vor. Und das gilt auch für die menschliche Bevölkerung.
Doch niemand würde doch abstreiten, dass die menschliche Bevölkerung immer noch viel zu schnell wächst, oder? Doch, genau dies macht Elon Musk. Noch schlimmer, er argumentiert schon seit Jahren, dass die Menschheit insgesamt wieder mehr Kinder bekommen müsste. Und das, obwohl im letzten Jahr (also 2024) die menschliche Bevölkerung weltweit um ungefähr 70 Millionen Menschen gewachsen ist. Also erzählt Elon Musk offensichtlich Unsinn, richtig?
Nun, wie oben bereits erwähnt, wenn jemand, der so erfolgreich ist wie Elon Musk, auf ein Problem hinweist, ohne davon finanziell zu profitieren, dann sollte man vielleicht genauer hinsehen. Denn es ist zwar richtig, dass die Weltbevölkerung im letzten Jahr gewachsen ist und dies auch in den nächsten Jahren noch tun wird, doch mittelfristig sieht die Sache verblüffend anders aus.
Tatsächlich ist Elon Musk nicht der Einzige, und er war auch noch nicht einmal der Erste, der auf dieses Problem hinweist. Mittlerweile ist dies auch der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) aufgefallen, deren Vizepräsidentin und „Special Representative on Demography and Security“, Dr. Gudrun Kugler, am 21. Februar 2025 einen Bericht über die Gefahren einer schrumpfenden Weltbevölkerung herausgegeben hat.
Und es lohnt sich, diesen Bericht in Gänze zu lesen, schon allein all der ketzerischen Aussagen wegen, die man so eigentlich nicht in einem OSZE-Bericht erwartet. Wie etwa, dass Überbevölkerung keine globale Bedrohung darstellt und eine schrumpfende Bevölkerung die verschiedensten negativen Folgen haben könnte. Der Bericht stellt auch fest, dass der Bevölkerungszuwachs der letzten Jahrzehnte nicht etwa auf eine „Explosion“ (Anführungszeichen im Original) der Geburtenzahlen, sondern vielmehr auf eine Reduktion der Sterblichkeitsraten zurückzuführen ist – wobei hier die Sterblichkeitsraten in jüngeren Jahren gemeint sind, denn aufsummiert ist die Sterblichkeit jedes Geburtsjahrgangs natürlich immer noch 100 Prozent. Der entscheidende Punkt ist aber, dass die sogenannte Reproduktionszahl in allen Weltgegenden seit Jahrzehnten sinkt und mittlerweile einen Wert erreicht hat, der so niedrig ist, dass die Weltbevölkerung langfristig sinken wird.
Die Entwicklung einer Population abschätzen
Um zu verstehen, wie dies sein kann, obwohl die jährlichen Geburtszahlen die Todeszahlen nach wie vor deutlich übersteigen (im Jahr 2024 um etwa 70 Millionen – ungefähr 132 Millionen Geburten standen ungefähr 62 Millionen Todesfällen gegenüber), muss man sich klarmachen, wie Reproduktionszahl, Geburten und Todesfälle eigentlich zusammenhängen. Querdenker wie ich werden sich erinnern – als während der politmedialen Pseudopandemie, aka „Corona“, die „Fallzahlen“ angeblicher Infektionen einfach nicht ausreichend waren, um die Bevölkerung in Panik zu versetzen, verfielen die Verantwortlichen auf die Idee, statt der angeblichen Fallzahlen die sogenannte Reproduktionszahl zu benutzen.
Damals lautete die Behauptung, sobald diese über 1 liege, also eine infizierte Person mehr als eine weitere Person ansteckt, wären wir im exponentiellen Wachstum, und schon bald würde deshalb das Gesundheitssystem unter der kommenden Lawine aus Covid-Patienten zusammenbrechen und sich daher die Leichen in den Straßen stapeln. Das war natürlich völliger Unsinn, zum einen, weil es sich bei den „Fallzahlen“ um klinisch belanglose PCR-Positive handelte, deren Zahl vor allem von der Anzahl der durchgeführten Tests abhing, wie man hier bei einem Vergleich der Testzahlen mit den angeblichen Fall- und Todeszahlen Südkoreas wunderbar sehen kann. Und zum anderen handelt es sich bei der Reproduktionszahl nicht um eine feste Größe, sondern um einen im zeitlichen Verlauf stark variablen Parameter.
Aber auch wenn dieser Parameter während der Corona-Pseudopandemie massiv missbraucht wurde, ist die Reproduktionszahl, sofern sie sich für ein System überhaupt vernünftig berechnen lässt (bei Infektionskrankheiten ist dies ohnedies nur retrospektiv möglich und daher von rein akademischem Interesse), eine hochinteressante Größe, um die Entwicklung einer Population innerhalb einiger weniger Generationen in der Zukunft abzuschätzen. Schätzungen über viele Generationen sind naturgemäß immer weniger verlässlich, um je mehr Generationen es sich handelt, weil die Reproduktionszahl sich im Laufe der Zeit eben verändern kann.
Modell einer langfristigen Entwicklung
Will man den Zusammenhang zwischen Reproduktionszahl und Entwicklung der menschlichen Bevölkerung untersuchen, dann muss man einige Dinge beachten. Zunächst einmal ist es so, dass die kritische Reproduktionszahl beim Menschen, wie bei allen Säugetieren, nicht bei 1, sondern bei 2 liegt. Das liegt daran, dass sich beim Menschen lediglich eine Hälfte der Bevölkerung, nämlich die weibliche, fortpflanzen kann. Entgegen diverser Propagandabehauptungen in den sogenannten „Qualitätsmedien“ sind Männer nicht in der Lage, Kinder zu gebären. Und ob es sich bei einem Menschen um einen Mann oder eine Frau handelt, ist, wie ebenfalls bei allen plazentalen Säugetieren, genetisch determiniert. Menschen, deren Genom zwei X-Chromosomen enthält, sind weiblich, Menschen mit einem X- und einem Y-Chromosom sind männlich, weswegen Frauen und Männer in menschlichen Populationen in einem Verhältnis von ungefähr 1:1 vorkommen (die geringen Abweichungen von diesem Verhältnis in realen Populationen haben entwicklungsbiologische Gründe, die an dieser Stelle nicht von Belang sind).
Damit eine menschliche Population in ihrer Größe konstant bleibt, muss jede Frau also im Schnitt zwei Kinder zur Welt bringen. Natürlich müssen diese Kinder auch überleben und sich selbst wieder fortpflanzen, weshalb man in hochtechnisierten Gesellschaften von einer Reproduktionszahl von 2,1 ausgeht, damit die Bevölkerungsgröße langfristig stabil bleibt. Allerdings kann die Bevölkerung einer langlebigen Art wie des Menschen auch bei einer Reproduktionszahl unter 2 noch eine Weile wachsen, und zwar aus verschiedenen Gründen.
Dies lässt sich anhand eines einfachen Zahlenbeispiels veranschaulichen. Nehmen wir eine Bevölkerung der Größe 1 Million pro Generation an und außerdem, dass immer drei Generationen nicht überlappend am Leben sind – sprich Großeltern, Eltern und Kinder. Jede Frau bekommt 10 Kinder, von denen allerdings im Schnitt nur 2 überleben. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl konstant bei 3 Millionen bleibt. Nun ändern sich die Umweltbedingungen. Plötzlich überleben alle 10 Kinder. Innerhalb einer Generation steigt die Bevölkerungszahl damit von 3 Millionen auf 7 Millionen an – 1 Million Großeltern, 1 Million Eltern und 5 Millionen Kinder.
In der nächsten Generation passt sich die Bevölkerung an die neuen Umweltbedingungen an und jede Frau bekommt nur noch 2 Kinder. In dieser Generation steigt die Bevölkerungsgröße trotzdem weiter an, weil die 2,5 Millionen Frauen der vorherigen Kindergeneration nun selbst wieder 5 Millionen Kinder bekommen, aber mit der vorherigen Großelterngeneration nur 1 Million Menschen stirbt. Die Gesamtbevölkerung ist also von 7 Millionen weiter auf 11 Millionen gewachsen. Nehmen wir an, die Reproduktionszahl sinkt in der nächsten Generation weiter auf 1 und liegt damit unter der Zahl, die für eine dauerhaft konstante Populationsgröße notwendig wäre. Damit werden nur noch 2,5 Millionen Kinder geboren. Weil aber die nun sterbende Generation immer noch aus nur 1 Million Menschen besteht, steigt die Bevölkerungszahl trotzdem weiter an und zwar auf 12,5 Millionen Menschen.
Und das, obwohl die Reproduktionszahl nur noch halb so groß ist, wie sie für eine langfristig stabile Bevölkerungszahl sein müsste. Nehmen wir an, die Reproduktionszahl bleibt weiterhin bei 1. Dann werden in der nächsten Generation nur noch 1,25 Millionen Kinder geboren. Und jetzt sinkt auch zum ersten Mal die Bevölkerungszahl, weil den 1,25 Millionen Neugeborenen 5 Millionen Verstorbene gegenüberstehen. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl von 12,5 Millionen auf nur noch 8,75 Millionen sinkt. Gleichzeitig müssten in diesem Beispiel nun 2,5 Millionen der Elterngeneration neben 1,25 Millionen Kindern auch noch 5 Millionen Menschen aus der Großelterngeneration versorgen.
Langfristig bereits auf Schrumpfkurs
Natürlich ist die Situation für die menschliche Bevölkerung komplizierter, unter anderem weil hier die Generationen überlappen und zudem die menschliche Lebensdauer in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen ist. Das Grundproblem, dass die Bevölkerung noch eine ganze Weile wächst, obwohl die Reproduktionszahl bereits kleiner ist, als für eine langfristig konstante Bevölkerung nötig wäre, bleibt aber erhalten. Und damit auch die Gefahr, dass eine solche Entwicklung nur mit großer Verzögerung wahrgenommen wird. Denn auch wenn das Problem einer eventuell schon bald sinkenden Bevölkerung langsam ins öffentliche Bewusstsein dringt, so kommt diese Wahrnehmung für viele Regionen der Welt um Jahre oder sogar Jahrzehnte zu spät.
So lag die Reproduktionszahl 2023 laut „Our world in data“ in Europa, Nordamerika und Australien nur noch bei 1,4 und ist in diesen Regionen bereits in den Jahren 1972 (Nordamerika), 1976 (Europa) und 1977 (Australien) unter den kritischen Wert von 2,1 gesunken. Aber auch in Asien liegt sie nur noch bei 1,6, auch wenn hier der Wert von 2,1 erst im Jahr 2020 unterschritten wurde. Selbst Indien, eigentlich der Inbegriff raschen Bevölkerungswachstums, weist nur noch einen Wert von 2,0 auf, steuert also auch bereits auf eine über kurz oder lang sinkende Bevölkerungszahl zu. Und auch Südamerika liegt mit einem Wert von 1,9 langfristig bereits auf Schrumpfkurs. Tatsächlich ist mit Afrika ausgerechnet der ärmste Kontinent der einzig verbleibende, der mit einem Wert von 4,1 Kindern pro Frau noch auf einem deutlichen Wachstumskurs liegt. Allerdings sinkt die Reproduktionszahl auch in Afrika schon seit vielen Jahren.
So ist es nicht verwunderlich, dass die weltweite Reproduktionszahl geschätzt bei nur noch 2,3 Kindern pro Frau liegt. Und nachdem es in vielen Ländern nach wie vor ein nur teilweise funktionierendes Gesundheitssystem gibt, ist es, wie auch der OSZE-Bericht betont, durchaus möglich, dass diese Zahl bereits nicht mehr hoch genug ist, um für eine langfristig stabile Weltbevölkerung zu sorgen. Selbst wenn dies noch nicht ganz der Fall sein sollte, ist es, da die Reproduktionszahl in allen Gegenden der Welt seit Jahrzehnten sinkt, absehbar, dass dies demnächst der Fall sein wird. Mit anderen Worten, wir werden uns über kurz oder lang in der Situation wiederfinden, dass die menschliche Bevölkerung insgesamt von Jahr zu Jahr kleiner werden wird.
Nun ist dies allerdings überhaupt nicht überraschend, wie der OSZE-Bericht in bemerkenswerter Klarheit ebenfalls bemerkt. Denn die Geburtszahlen pro Frau sinken in allen Weltgegenden schon lange. In Europa für den gesamten Zeitraum, der von „Our world in data“ abgedeckt wird, das heißt, bereits seit 1950 (für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich unter den Achgut-Lesern Wähler der Grünen befinden, das sind die letzten 75 Jahre). Aber auch in fast allen anderen Weltgegenden fingen die Zahlen zwischen 1960 und 1966 an zu sinken.
Lediglich in Afrika begann der Sinkflug erst Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und so stellt der OSZE-Bericht auch lapidar fest: „Die demographische Krise war bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vorhersagbar, wurde aber weitgehend ignoriert.“ („The demographic crisis was predictable already in the 1970s, but largely ignored.“) Nun, die letzte Aussage ist nicht ganz richtig, tatsächlich wurde die Bevölkerung der westlichen Länder zu dieser Zeit mit apokalyptischen Propagandaszenarien über eine „explodierende“ Weltbevölkerung bombardiert – der berühmt-berüchtigte Bericht des Club of Rome mit dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ wurde 1972 vorgestellt, als sich die Reproduktionszahlen außer in Afrika auf der ganzen Welt bereits im Sinkflug befanden. Pseudo-ökologische Propaganda kann also auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Lesen Sie morgen in Teil 2: Was passiert, wenn die Menschheit schrumpft?
Andreas Zimmermann ist promovierter Naturwissenschaftler und lehrt an einer deutschen Hochschule. Er schreibt hier unter einem Pseudonym.
Das Gute daran: Irgendwann sind auch die aktuellen Machthaber gestorben. Vielleicht wird es dann wieder besser. Nur schade, dass ich das vermutlich nicht erleben werde. Die Zeit läuft da leider gegen mich. Aber für die Kinder ist es ein Hoffnungsschimmer.
Die weltweite Bevölkerung wird bereits jetzt systematisch überschätzt, weil die Finanzierung internationaler Organisationen direkt von der Zahl der Bevölkerung abhängt. Selbst in flächendeckend verwalteten Ländern wie der Bundesrepublik ist das ein Thema. Die Überprüfung der Bevölkerungszahlen in 2012 ergab auf kommunaler Ebene vielfach starke Abweichungen nach unten. Z.B. Hamburg, Berlin jeweils über 3% Korrektur nach unten und bundesweiter Spitzenreiter Aachen mit einem Bevölkerungsverlust von über 7%. Das führte seinerzeit zu scharfen Forderungen nach Einwanderung durch die Staedtetage und leitete bereits in den Jahren 13/14 einen starken Anstieg der Zuwanderung ein, deutlich bevor das öffentlich ein Thema wurde.
Zum Aussageverständnis: Als Analyst und Kombinatoriker arbeite ich an einem Paradigmenwechsel im Bereich der Theoretischen Denkmodellphysik. Kritische Denkmodellanalysen sind sozusagen „mein täglich Brot“. Die Aussage des Autors wird insbesondere nicht durch die dokumentierte Bevölkerungsentwicklung bestätigt. Ein Alarmismus der anderen Art sozusagen. Wie auch immer. Tun wir einmal so und machen das Autorengedankenexperiment. Eine rapide Erd-Bevölkerungsverringerung wäre prima. Pflanzen und Tiere würden sich freuen. Auch Menschen hätten deutlich mehr Platz und Ressourcen. Eine schleichende Reduzierung wäre auch nicht schlecht aber wenig bemerkenswert. Ich habe diverse Gastartikel geschrieben und zitiere aus einem für Ansage.org, Titel: „Der Wahnsinn der Normalität“ …Das mehr oder weniger lange Sterben „Das Leben“ als Statist einer basisfremden Abstraktion im 21. Jahrhundert und grenzenlose Beliebigkeit als konstanter Wegbegleiter in einem komplexen, detailreichen Arrangement, verwässert und zugemüllt mit Belanglosigkeiten und „News“, ist eher eine nette, harmlose Umschreibung für den konstruierten Wahnsinn der Normalität. Für sehr viele Menschen sind Unnatürlichkeiten, wie Finanzamt und angesiedelte, „dynamische“ Steuergesetze, Monotheismus, Normen- und Vorschriftenterror aller Art, dumme Mitmenschen, staatliches Gewaltmonopol, richterliche Willkür, geburtsbedingte Armut, antrainierte Scham vor Nacktheit, das generelle Fehlen einer erotischen Kultur und zahlreiche weitere „Unmenschlichkeiten“ ernstzunehmende, gesundheitsgefährdende Faktoren, die letztendlich genauso tödlich wirken, wie die Begegnung mit einem Raubtier. Vom Raubtier gefressen zu werden hat den Vorteil, zumindest für einen Moment gelebt zu haben. Unsere nicht artgerechte Haltung im Dschungel der Moderne lässt Menschen 80 Jahre und älter werden, ohne dass sie je gelebt haben.„ Ein diesbezüglicher Aphorismus zum Mitdenken und zur Selbstanalyse: “In der Natur gibt es nur schöne oder tote Tiere.„
Viel Text um „sollte, müßte und geschätzt“ und um „die bekannten Folgen“. Ja, welche denn? # Mir erinnerlich ist, daß die gleichen „Argumente“ bereits seit mehr als 50 Jahren vorgebracht werden. Erst sollte das Bevölkerungswachstum bei 6 Mrd. Erdbevölkerung zum Stillstand kommen, dann bei 8 Milliarden und heute, wenn ich richtig informiert bin, geht man von einem Stop des Wachstums bei rd. 10 Milliarden aus. Worauf auch immer diese Annahme basieren sollte. Da aktiv Nichts hierfür getan wird, kann das nur ein Wunsch sein – mehr nicht. # Ob hier Elon Musk, den ich für ein Genie halte – mit allen Vor- und Nachteilen – meint, der Zuwachs werde zum Stillstand kommen oder nicht. Alle diesbezüglichen Prognosen erwiesen sich in der Vergangenheit als Flop. Da gibt es keine „gesicherten Erkenntnisse“, da gibt es nur „Glaubenssätze“ und „die Realität“. # Als einzig „gesicherte Information“ sehe ich das Schrumpfen des „wohlhabenden Teils“ und das unverminderte Wachstum des „armen Teils“ dieser Welt an. Wobei der „arme Teil“ wenige Anstrengungen unternimmt, sein Wachstum einzudämmen. Entweder es gelingt ihm, der Armut zu entwachsen; dann wird er seine Replikation vermindern. Denn: Wohlstand macht träge. Da ist die „Aufzucht der Brut“ nur hinderlich. Gelingt ihm dies nicht, überflutet er mittels „Einwanderung“ (Völkerwanderung) den wohlhabenden Teil dieses Planeten. Aber nicht um sich dem Lebensstil der Wohlhabenden anzupassen, den Wohlstand zu mehren, sondern um diese sukzessive, aufgrund der „natürlichen Vermehrung“, zu verdrängen und die Lebensverhältnisse Aller zu verschlechtern. # Wie im Film „Idiocracy“ vermehren sich „die Falschen“. Deren Nachkommen – in meiner Dystopie viril im Sinne von zeugungsstark, glaubensstark und bildungsresistent – werden in 50 oder 100 Jahren endgültig den Ton angeben. Mit „den bekannten Folgen“. # Meine Meinung, die nicht mit der des Autors übereinstimmt. Die nicht beansprucht besser zu sein. Die aber auch nicht schlechter sein muß.
Und schon kommt das nächste „Problem“, das von den schlauen Leuten „gelöst“ werden muss, und wir alle müssen ganz toll mitmachen! Hört dieser xxxxx eigentlich nie auf?
Endlich wacht mal einer auf. Danke für diesen Artikel und die anschaulichen Zahlen.
Die Weltbevölkerung nimmt auch dramatisch ab, weil die Menschheit jährlich mindestens (!) 70 Millionen ungeborene Kinder im Mutterleib tötet, also abtreibt. Und DAS hat man den Menschen als Fortschritt verkauft – und mich wundert, wie leicht und relativ schnell auch diese Gehirnwäsche funktioniert. Kaum einer wagt das Thema anzusprechen und auf diese ungeheuerliche Grausamkeit hinzuweisen.
Und, wie Sie schon schreiben: es waren dieselben, die auf „der Notwendigkeit von Abtreibung“ bestanden haben – und dann an diesem verkauften Leid sehr viel Geld verdienen. Die Menschheit ist übergeschnappt, jedenfalls in weiten Teilen.
Verderben Sie doch den Malthusianern nicht deren Weltuntergangsphantasien.