Von Andreas Zimmermann.
Seit Jahren tönt es, die weltweite Bevölkerung explodiere. Sie mag derzeit noch wachsen, aber mittelfristig ist ein Rückgang der Menschenzahl wahrscheinlich. Das sehen vorausschauende Leute wie Elon Musk und selbst die „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (OSZE) so.
Bevor der „menschengemachte Klimawandel“ übernommen hat, war die Erzählung von der menschlichen Bevölkerungsexplosion und den sich daraus angeblich ergebenden Problemen das wirkungsmächtigste Narrativ der pseudo-ökologischen Bewegung. Dabei ist schon lange absehbar, dass die menschliche Bevölkerung in der Zukunft nicht nur nicht mehr wachsen, sondern schrumpfen würde. Mit unbekannten Folgen.
Seit er sich politisch positioniert hat, ist es ja gerade bei Menschen, die politisch eher nach links tendieren, große Mode, verbal auf Elon Musk einzudreschen. Aber auch politisch nicht links stehende Personen stellen ihn gerne einmal als Sonderling dar, der gar nicht so fähig sei, wie es angesichts seines Vermögens vielleicht den Anschein haben mag. Lustigerweise findet man viele dieser Schmähungen auch noch auf der Plattform X, die Elon Musk gehört. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man erfolgreichen Menschen eher zuhören sollte, als solchen, die nur immer alles besser wissen – zumindest, wenn solche erfolgreichen Leute auf ein mögliches Problem lediglich hinweisen und nicht gleich eine Patentlösung dafür anbieten, an der sie ganz zufällig auch noch Milliarden verdienen.
Und einmal ganz ehrlich – wer von Elon Musks Kritikern wäre in der Lage eine Firma aufzubauen, die es schafft, eine Rakete nach dem Flug wieder in ihrer Startrampe zu landen. Wer das zugehörige Video noch nicht kennt und auch nur ein Fitzelchen Interesse an technischen Dingen hat, dem kann ich nur empfehlen, es sich einmal anzusehen. Langer Rede kurzer Sinn, ich bin der Meinung, wenn jemand wie Elon Musk ein Thema für wichtig hält, dann lohnt es, sich dieses Thema zumindest einmal näher anzusehen.
Erzählt Elon Musk Unsinn?
Das Thema, um das es in diesem Fall geht, ist die Entwicklung der weltweiten menschlichen Bevölkerungszahl. Natürlich weiß jeder, der den pseudo-ökologischen Misanthropen aus Politik und Medien in den letzten Jahrzehnten zugehört hat, dass der Mensch ein regelrechtes Krebsgeschwür ist, das sich exponentiell wachsend über den Planeten Erde ausbreitet und dabei alle anderen Arten ausrottet. Nun wissen wir seit der seltsamen „Corona-Zeit“, dass man Behauptungen über exponentielles Wachstum mit Vorsicht genießen sollte, denn exponentielles Wachstum kommt in der Natur nicht vor. Und das gilt auch für die menschliche Bevölkerung.
Doch niemand würde doch abstreiten, dass die menschliche Bevölkerung immer noch viel zu schnell wächst, oder? Doch, genau dies macht Elon Musk. Noch schlimmer, er argumentiert schon seit Jahren, dass die Menschheit insgesamt wieder mehr Kinder bekommen müsste. Und das, obwohl im letzten Jahr (also 2024) die menschliche Bevölkerung weltweit um ungefähr 70 Millionen Menschen gewachsen ist. Also erzählt Elon Musk offensichtlich Unsinn, richtig?
Nun, wie oben bereits erwähnt, wenn jemand, der so erfolgreich ist wie Elon Musk, auf ein Problem hinweist, ohne davon finanziell zu profitieren, dann sollte man vielleicht genauer hinsehen. Denn es ist zwar richtig, dass die Weltbevölkerung im letzten Jahr gewachsen ist und dies auch in den nächsten Jahren noch tun wird, doch mittelfristig sieht die Sache verblüffend anders aus.
Tatsächlich ist Elon Musk nicht der Einzige, und er war auch noch nicht einmal der Erste, der auf dieses Problem hinweist. Mittlerweile ist dies auch der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) aufgefallen, deren Vizepräsidentin und „Special Representative on Demography and Security“, Dr. Gudrun Kugler, am 21. Februar 2025 einen Bericht über die Gefahren einer schrumpfenden Weltbevölkerung herausgegeben hat.
Und es lohnt sich, diesen Bericht in Gänze zu lesen, schon allein all der ketzerischen Aussagen wegen, die man so eigentlich nicht in einem OSZE-Bericht erwartet. Wie etwa, dass Überbevölkerung keine globale Bedrohung darstellt und eine schrumpfende Bevölkerung die verschiedensten negativen Folgen haben könnte. Der Bericht stellt auch fest, dass der Bevölkerungszuwachs der letzten Jahrzehnte nicht etwa auf eine „Explosion“ (Anführungszeichen im Original) der Geburtenzahlen, sondern vielmehr auf eine Reduktion der Sterblichkeitsraten zurückzuführen ist – wobei hier die Sterblichkeitsraten in jüngeren Jahren gemeint sind, denn aufsummiert ist die Sterblichkeit jedes Geburtsjahrgangs natürlich immer noch 100 Prozent. Der entscheidende Punkt ist aber, dass die sogenannte Reproduktionszahl in allen Weltgegenden seit Jahrzehnten sinkt und mittlerweile einen Wert erreicht hat, der so niedrig ist, dass die Weltbevölkerung langfristig sinken wird.
Die Entwicklung einer Population abschätzen
Um zu verstehen, wie dies sein kann, obwohl die jährlichen Geburtszahlen die Todeszahlen nach wie vor deutlich übersteigen (im Jahr 2024 um etwa 70 Millionen – ungefähr 132 Millionen Geburten standen ungefähr 62 Millionen Todesfällen gegenüber), muss man sich klarmachen, wie Reproduktionszahl, Geburten und Todesfälle eigentlich zusammenhängen. Querdenker wie ich werden sich erinnern – als während der politmedialen Pseudopandemie, aka „Corona“, die „Fallzahlen“ angeblicher Infektionen einfach nicht ausreichend waren, um die Bevölkerung in Panik zu versetzen, verfielen die Verantwortlichen auf die Idee, statt der angeblichen Fallzahlen die sogenannte Reproduktionszahl zu benutzen.
Damals lautete die Behauptung, sobald diese über 1 liege, also eine infizierte Person mehr als eine weitere Person ansteckt, wären wir im exponentiellen Wachstum, und schon bald würde deshalb das Gesundheitssystem unter der kommenden Lawine aus Covid-Patienten zusammenbrechen und sich daher die Leichen in den Straßen stapeln. Das war natürlich völliger Unsinn, zum einen, weil es sich bei den „Fallzahlen“ um klinisch belanglose PCR-Positive handelte, deren Zahl vor allem von der Anzahl der durchgeführten Tests abhing, wie man hier bei einem Vergleich der Testzahlen mit den angeblichen Fall- und Todeszahlen Südkoreas wunderbar sehen kann. Und zum anderen handelt es sich bei der Reproduktionszahl nicht um eine feste Größe, sondern um einen im zeitlichen Verlauf stark variablen Parameter.
Aber auch wenn dieser Parameter während der Corona-Pseudopandemie massiv missbraucht wurde, ist die Reproduktionszahl, sofern sie sich für ein System überhaupt vernünftig berechnen lässt (bei Infektionskrankheiten ist dies ohnedies nur retrospektiv möglich und daher von rein akademischem Interesse), eine hochinteressante Größe, um die Entwicklung einer Population innerhalb einiger weniger Generationen in der Zukunft abzuschätzen. Schätzungen über viele Generationen sind naturgemäß immer weniger verlässlich, um je mehr Generationen es sich handelt, weil die Reproduktionszahl sich im Laufe der Zeit eben verändern kann.
Modell einer langfristigen Entwicklung
Will man den Zusammenhang zwischen Reproduktionszahl und Entwicklung der menschlichen Bevölkerung untersuchen, dann muss man einige Dinge beachten. Zunächst einmal ist es so, dass die kritische Reproduktionszahl beim Menschen, wie bei allen Säugetieren, nicht bei 1, sondern bei 2 liegt. Das liegt daran, dass sich beim Menschen lediglich eine Hälfte der Bevölkerung, nämlich die weibliche, fortpflanzen kann. Entgegen diverser Propagandabehauptungen in den sogenannten „Qualitätsmedien“ sind Männer nicht in der Lage, Kinder zu gebären. Und ob es sich bei einem Menschen um einen Mann oder eine Frau handelt, ist, wie ebenfalls bei allen plazentalen Säugetieren, genetisch determiniert. Menschen, deren Genom zwei X-Chromosomen enthält, sind weiblich, Menschen mit einem X- und einem Y-Chromosom sind männlich, weswegen Frauen und Männer in menschlichen Populationen in einem Verhältnis von ungefähr 1:1 vorkommen (die geringen Abweichungen von diesem Verhältnis in realen Populationen haben entwicklungsbiologische Gründe, die an dieser Stelle nicht von Belang sind).
Damit eine menschliche Population in ihrer Größe konstant bleibt, muss jede Frau also im Schnitt zwei Kinder zur Welt bringen. Natürlich müssen diese Kinder auch überleben und sich selbst wieder fortpflanzen, weshalb man in hochtechnisierten Gesellschaften von einer Reproduktionszahl von 2,1 ausgeht, damit die Bevölkerungsgröße langfristig stabil bleibt. Allerdings kann die Bevölkerung einer langlebigen Art wie des Menschen auch bei einer Reproduktionszahl unter 2 noch eine Weile wachsen, und zwar aus verschiedenen Gründen.
Dies lässt sich anhand eines einfachen Zahlenbeispiels veranschaulichen. Nehmen wir eine Bevölkerung der Größe 1 Million pro Generation an und außerdem, dass immer drei Generationen nicht überlappend am Leben sind – sprich Großeltern, Eltern und Kinder. Jede Frau bekommt 10 Kinder, von denen allerdings im Schnitt nur 2 überleben. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl konstant bei 3 Millionen bleibt. Nun ändern sich die Umweltbedingungen. Plötzlich überleben alle 10 Kinder. Innerhalb einer Generation steigt die Bevölkerungszahl damit von 3 Millionen auf 7 Millionen an – 1 Million Großeltern, 1 Million Eltern und 5 Millionen Kinder.
In der nächsten Generation passt sich die Bevölkerung an die neuen Umweltbedingungen an und jede Frau bekommt nur noch 2 Kinder. In dieser Generation steigt die Bevölkerungsgröße trotzdem weiter an, weil die 2,5 Millionen Frauen der vorherigen Kindergeneration nun selbst wieder 5 Millionen Kinder bekommen, aber mit der vorherigen Großelterngeneration nur 1 Million Menschen stirbt. Die Gesamtbevölkerung ist also von 7 Millionen weiter auf 11 Millionen gewachsen. Nehmen wir an, die Reproduktionszahl sinkt in der nächsten Generation weiter auf 1 und liegt damit unter der Zahl, die für eine dauerhaft konstante Populationsgröße notwendig wäre. Damit werden nur noch 2,5 Millionen Kinder geboren. Weil aber die nun sterbende Generation immer noch aus nur 1 Million Menschen besteht, steigt die Bevölkerungszahl trotzdem weiter an und zwar auf 12,5 Millionen Menschen.
Und das, obwohl die Reproduktionszahl nur noch halb so groß ist, wie sie für eine langfristig stabile Bevölkerungszahl sein müsste. Nehmen wir an, die Reproduktionszahl bleibt weiterhin bei 1. Dann werden in der nächsten Generation nur noch 1,25 Millionen Kinder geboren. Und jetzt sinkt auch zum ersten Mal die Bevölkerungszahl, weil den 1,25 Millionen Neugeborenen 5 Millionen Verstorbene gegenüberstehen. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl von 12,5 Millionen auf nur noch 8,75 Millionen sinkt. Gleichzeitig müssten in diesem Beispiel nun 2,5 Millionen der Elterngeneration neben 1,25 Millionen Kindern auch noch 5 Millionen Menschen aus der Großelterngeneration versorgen.
Langfristig bereits auf Schrumpfkurs
Natürlich ist die Situation für die menschliche Bevölkerung komplizierter, unter anderem weil hier die Generationen überlappen und zudem die menschliche Lebensdauer in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen ist. Das Grundproblem, dass die Bevölkerung noch eine ganze Weile wächst, obwohl die Reproduktionszahl bereits kleiner ist, als für eine langfristig konstante Bevölkerung nötig wäre, bleibt aber erhalten. Und damit auch die Gefahr, dass eine solche Entwicklung nur mit großer Verzögerung wahrgenommen wird. Denn auch wenn das Problem einer eventuell schon bald sinkenden Bevölkerung langsam ins öffentliche Bewusstsein dringt, so kommt diese Wahrnehmung für viele Regionen der Welt um Jahre oder sogar Jahrzehnte zu spät.
So lag die Reproduktionszahl 2023 laut „Our world in data“ in Europa, Nordamerika und Australien nur noch bei 1,4 und ist in diesen Regionen bereits in den Jahren 1972 (Nordamerika), 1976 (Europa) und 1977 (Australien) unter den kritischen Wert von 2,1 gesunken. Aber auch in Asien liegt sie nur noch bei 1,6, auch wenn hier der Wert von 2,1 erst im Jahr 2020 unterschritten wurde. Selbst Indien, eigentlich der Inbegriff raschen Bevölkerungswachstums, weist nur noch einen Wert von 2,0 auf, steuert also auch bereits auf eine über kurz oder lang sinkende Bevölkerungszahl zu. Und auch Südamerika liegt mit einem Wert von 1,9 langfristig bereits auf Schrumpfkurs. Tatsächlich ist mit Afrika ausgerechnet der ärmste Kontinent der einzig verbleibende, der mit einem Wert von 4,1 Kindern pro Frau noch auf einem deutlichen Wachstumskurs liegt. Allerdings sinkt die Reproduktionszahl auch in Afrika schon seit vielen Jahren.
So ist es nicht verwunderlich, dass die weltweite Reproduktionszahl geschätzt bei nur noch 2,3 Kindern pro Frau liegt. Und nachdem es in vielen Ländern nach wie vor ein nur teilweise funktionierendes Gesundheitssystem gibt, ist es, wie auch der OSZE-Bericht betont, durchaus möglich, dass diese Zahl bereits nicht mehr hoch genug ist, um für eine langfristig stabile Weltbevölkerung zu sorgen. Selbst wenn dies noch nicht ganz der Fall sein sollte, ist es, da die Reproduktionszahl in allen Gegenden der Welt seit Jahrzehnten sinkt, absehbar, dass dies demnächst der Fall sein wird. Mit anderen Worten, wir werden uns über kurz oder lang in der Situation wiederfinden, dass die menschliche Bevölkerung insgesamt von Jahr zu Jahr kleiner werden wird.
Nun ist dies allerdings überhaupt nicht überraschend, wie der OSZE-Bericht in bemerkenswerter Klarheit ebenfalls bemerkt. Denn die Geburtszahlen pro Frau sinken in allen Weltgegenden schon lange. In Europa für den gesamten Zeitraum, der von „Our world in data“ abgedeckt wird, das heißt, bereits seit 1950 (für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich unter den Achgut-Lesern Wähler der Grünen befinden, das sind die letzten 75 Jahre). Aber auch in fast allen anderen Weltgegenden fingen die Zahlen zwischen 1960 und 1966 an zu sinken.
Lediglich in Afrika begann der Sinkflug erst Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und so stellt der OSZE-Bericht auch lapidar fest: „Die demographische Krise war bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vorhersagbar, wurde aber weitgehend ignoriert.“ („The demographic crisis was predictable already in the 1970s, but largely ignored.“) Nun, die letzte Aussage ist nicht ganz richtig, tatsächlich wurde die Bevölkerung der westlichen Länder zu dieser Zeit mit apokalyptischen Propagandaszenarien über eine „explodierende“ Weltbevölkerung bombardiert – der berühmt-berüchtigte Bericht des Club of Rome mit dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ wurde 1972 vorgestellt, als sich die Reproduktionszahlen außer in Afrika auf der ganzen Welt bereits im Sinkflug befanden. Pseudo-ökologische Propaganda kann also auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Lesen Sie morgen in Teil 2: Was passiert, wenn die Menschheit schrumpft?
Andreas Zimmermann ist promovierter Naturwissenschaftler und lehrt an einer deutschen Hochschule. Er schreibt hier unter einem Pseudonym.
@Dirk Freyling : Ich war in Newgrange im Nordosten Irlands, habe die Beltane-Feuer auf den Berggipfeln erlebt, war in Goseck im Sonnenobservatorium, habe die Meerenge zwischen Süditalien und Sizilien befahren, als der Ätna wieder gespeit hat, habe in Wessobrunn uralte Bäume umarmt und kenne die Stelle, wo die beiden italienischen Polizisten den Ötzi gefunden haben und ihn dann nach Österreich geschleppt haben, weil sie Paläozoikum nicht schreiben konnten, dachten sie jedenfalls. Das war eine echte Plackerei, denn gerade in den Bergen sind die Wege weiter, als der Weg des Lichts. Ich bin von Vent über den Berg nach Südtirol gelaufen, habe in Würzburg auf der alten Brücke die Statue von Kilian gesehen, dem Christianisierer der Franken, habe den Ort besucht, wo die alten Ligurier das Leuchtfeuer für die Schiffe auf dem Felsen brennen ließen und habe Helgoland, die Heilige Insel Avalon, besucht bei Windstärke 9. Ich habe auf den Türmen des Domes zu Naumburg die Keltenkreuze gesehen und habe am Blarney Castle kopfüber über dem Abgrund gehangen, um den Stein zu küssen, der die Gabe der Gesprächskunst verleiht. Ich habe den Ort in Connamara besucht, wo die Iren vor der Hungersnot nach Amerika geflohen sind und habe zwischen Hyde-Park und Royal Albert Hall das Denkmal des Albert von Sachsen Coburg umschritten. Ich war auf dem Cruach Phádraig in eisigem März-Wind. Ich habe das Grab Newtons in der Westminster Abbey besucht und in der Oude Kerk in Delft die Grabplatte des Antoni von Leeuwenhoek gesehen und die Inschrift gelesen. Ich habe die Werkstatt des Joseph Fraunhofer am Kloster Benediktbeuren gesehen, wo er als Erster so reines Glas herstellen konnte, dass er die Fraunhofer-Linien im Sonnenspektrum nachweisen konnte. Alle, alle haben den Geist hinter dem Sichtbaren gesucht. Ich bin kein Einzelfall.
Metaphysische Betrachtungen besitzen eine große Strahlkraft und sind emotional zeitlos attraktiv. Die grundsätzliche Problematik, insbesondere im Rahmen erkenntnistheoretischer Fragen, ist jedoch die stets verbleibende Beliebigkeit. In diesem Sinne: Ich habe nichts gegen Spiritualität, lehne jedoch organisierte Religionen, welcher Ausrichtung auch immer, strikt ab. Es gibt hier im Achgut-Kommentarbereich, offensichtlich im Rahmen veröffentlichter Kommentare, einige fest verankerte christlich Gläubige, die, für sich selbst, davon überzeugt sind, rational zu denken und zu handeln. Selbst ihren Glauben halten diese für rational. Das ist ein klares Zeichen, das die Aufklärung (Ende 17., 18., 19., 20., 21. Jahrhundert) kläglich versagt hat. Fragmentarisch zur Geschichte: Im 4. und 5. Jahrhundert wurden in Europa fast alle Bücher von Autoren, die keine Christen waren, vernichtet, meist verbrannt und gingen für immer verloren. Die Feinde des christlichen Gedankenmonopols wurden entsprechend „katalogisiert“. Siehe die Liste der von der katholischen Kirche verbotenen Bücher: Index Librorum Prohibitorum (kurz Index Romanus), sie umfasste etwa 6000 Werke von Autoren wie Pascal, Bacon, Descartes, Kant, Galileo, D’Alembert, Sartre, Simone de Beauvoir, …, die von der Kirche als antichristlich angesehen wurden. Diese Liste wurde bis 1965 offiziell aktualisiert. Wie in meinem ersten Kommentar heute Morgen bemerkt: Mein Haupt-Thema sind Theorie und Praxis von Postulaten in wissenschaftlich orientierten Denkmodellen, aber auch da beherrscht der Glaube das Geschehen. Wen es interessiert: Suchstring [Was heißt es, dass – und wie weit – der Einfluss der Umwelt mein Verhalten erklärt?] führt zu einem Spektrum der Wissenschaft-Scilogs-Blog Beitrag vom 3.10.2024, dort finden sich diverse Kommentare von Dirk Freyling, die einiges analytisch erklären und zu meinen detaillierten Webseitenausführungen führen.
@Irene Luh : >>@Ostrovsky: all Ihre heutigen Ausführungen, diese Details, sind völlig irrelevant. Sie werden es später wissen. Frage: schafft es Luther in den Himmel? Oder landet er in der Hölle? Wenn wir schon dabei sind?<< ## Was geht mich Luther an? Er hat sich bemüht, er hat Früchte getragen und er hat gefehlt, so wie die Mehrheit aller Menschen seit dem Ende der letzten Vergletscherung. Ötzi hat es nicht in den Himmel geschafft, er hing im Eis fest. Wollen Sie das Wissenschaft nennen? Ich halte viel von der Wissenschaft, aber man muss auch erkennen, dass sie das Werk von Menschen ist, die sich bemüht haben, Früchte hervorgebracht und gefehlt haben. Es waren Menschen, wie Sie und ich. Es gibt aber etwas hinter der Wissenschaft. Es ist das, was wir nicht verstehen, nicht verstehen können. Die Einen resignieren und wenden sich Bratwürsten mit Sauerkraut zu und die anderen denken weiter darüber nach. Auch wenn es vielleicht sinnlos ist und die Gedanken falsch. Ich sehe das viel lockerer und maße mir nicht an, zu entscheiden, was relevant ist, und was nicht. Ich bin kein Führer, ich bin ein Denker. Ich bewundere nur die Gewissheit, mit der Sie mir voraussagen können, was ich später wissen werde. Das ist schon ein Trick, oder? Oder wie machen Sie das genau? Schreiben Sie doch mal was dazu. Geht das mit Tischrücken oder muss man das weiße Rauschen umgekehrt anhören? Noch niemand wurde geboren, der in die Zukunft schauen konnte. Da sind Sie eine Ausnahme. Und doch, gebe ich zu, dass ich es ein bischen versuche. Man ist ja eitel. Aber man soll die Anderen nicht verachten, das geht nach Hinten los.
@Ilona Grimm, die Frage war an @Ostrovsky gerichtet, aus einem bestimmten Grund. a) Ich hasse Luther nicht, erster Fehler und b) Sie wissen es nicht, wo Luther landen wird. Ihre Antwort ist typisch und „überheblich“, denn das Bild, welches Sie von Luther haben, ist realitätsfern, aus der Lügenpresse sozusagen, deren Vorläufern. Unwissenschaftlich. Das ließe sich sehr leicht beweisen, leider ist hier nicht der Platz für. Auch war die Frage an @Ostrovsky anders gemeint. ++ Alles was Sie schrieben ist mir sehr wohl und längt bekannt, gegen nichts habe ich verstoßen. Sie hingegen schon, denn Sie zeichnen ein völlig falsches Bild, von diesem Möchtegern-Revoluzzer und Verräter, den ich NICHT haße. Das Wort Gerechtigkeit. Nicht nur hören, auch anwenden. Nochmal: Sie betreiben hier keine Wissenschaft.
@Dirk Freyling : >>A. Ostrovsky, es gibt keinen Gott, << ## Sie hängen da am falschen Poller fest, weil sich das Tau verknotet hat. Es gibt die Wiedergeburt der Seele, es gibt vorgeburtliches Wissen. Ich weiß das genau und ich kann es Ihnen nicht glaubhaft machen, weil sie am falschen Poller festhängen. Wozu auch? Wenn Sie es nicht erlebt haben, oder nicht erkannt haben, und trotzdem zufrieden sind? Aber wenn es die Seele gibt, woher kommt sie und wohin geht sie? Ob jeder eine Seele hat? Wer soll das wissen? Nein, so einen Gott, wie im Buch gibt es vielleicht nicht. Aber es muss etwas geben und es ist unserer Intelligenz, Ihrer und meiner, überlassen, wie wir es nennen. Als ob es darauf an käme. Worum wollen Sie streiten? Ob es etwas gibt, was ich erkenne, dessen Nähe ich spüre, das ich aber nicht verstehe? Sie verstehen es doch erst recht nicht. Haben Sie von mir schon gehört, dass ich Ihnen vorschreiben will, was sie spüren und was nicht? Genügt es Ihnen nicht, dass es für Sie keinen Gott gibt? Müssen Sie auch noch durchsetzen, dass es auch für mich keinen gibt? Wozu ist dieser Eifer? Und wohin führt er Sie? Mich kann er nicht beeinflussen, weil ich es jede Woche drei Mal höre, dass es keinen Gott gibt. Das ist so normal, wie der Regen. Und ich habe einen Schirm. Ich weiß nur, dass sie an der falschen Stelle des Universums fest klemmen. Dort gibt es vielleicht wirklich keinen Gott. Wer sagt denn, dass er sich überall wohl fühlt. Das ist das Schöne an den Computernetzen, dass sie mühelos große Räume überbrücken. Bei Ihnen da ist vielleicht alles anders. Wer bin ich, dass ich darüber ein Urteil fällen soll?
„Marian Tupy Says the Earth Needs More People, Not Fewer“---In der Suchleiste eingeben und auf PragerU anschauen. Geht in die gleiche Richtung. Die „Eliten“, welche die Weltbevölkerung drastisch reduzieren wollen, dürfen gerne mit sich selbst anfangen.
@Irene Luh: Woher Sie Ihr „Wissen“ haben ist mir komplett schleierhaft. Ich kann Ihnen nur empfehlen das Buch „Die Bibel im Test“ von Josh McDowell zu lesen.