Beim Populismus geht es darum, den Nationalstaat ernst zu nehmen. Da sich die Eliten von ihrer Nation abwenden, füllt er für die Bürger eine wichtige Lücke.
Seit der Wende zum 21. Jahrhundert hat sich der Populismus zu einem Medium entwickelt, mit dem die westlichen Eliten ihre schlimmsten Ängste verarbeiten. In den Mainstream-Medien dient der Populismus als Symbol für eine dunkle, potenziell gefährliche Kraft, die die stabilen politischen Institutionen untergräbt, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sorgfältig aufgebaut wurden. Deshalb werden oft Begriffe wie extrem, rechtsextrem, autoritär, fremdenfeindlich und sogar faschistisch mit dem Wort populistisch verbunden. Die semantische Strategie, mit der der Populismus als Antithese zu demokratischen und liberalen Normen dargestellt wird, besteht darin, eine moralische Distanz zwischen ihm und dem Rest der Gesellschaft zu schaffen.
Der Darstellung des Populismus als moralische Krankheit liegt häufig ein hysterisches Narrativ über das Ausmaß der Bedrohung zugrunde, die er darstellt. Zuweilen wird Populismus als Virus medikalisiert. Manchmal wird das Wachstum einer als populistisch bezeichneten politischen Bewegung mit einer Infektion verglichen. Einige Gegner bezeichnen ihr Erstarken als Epidemie. „Die nächste Epidemie: der wiederauflebende Populismus", warnt ein Experte. „Populismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben Europa infiziert“, behauptet ein Autor in Euractiv. Ein amerikanischer Wissenschaftler schreibt über „Populismus als kultureller Virus“. Ein Essay über die spanische politische Partei Vox trägt den Titel „Ein politischer Virus? Der populistische Diskurs von VOX in Zeiten der Krise“. In einem Facebook-Post der Jungen Europäischen Föderalisten heißt es: „Der Virus des Populismus, des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit hat Europa befallen“.
Otto English, ein Kommentator bei Politico, schrieb hoffnungsvoll, dass das nächste Opfer des „Coronavirus“ der „Populismus“ sein werde. Andere waren da vorsichtiger und wussten zu berichten, dass „Covid-19 den globalen Populismus nicht getötet hat“. Die Verwendung eines medizinisch geprägten Narrativs, das den Populismus als eine Form der moralischen Krankheit diagnostiziert, erinnert an die Verwendung der Massenpsychologie im 19. Jahrhundert, mit der die demokratischen Bestrebungen des Volkes delegitimiert wurden. Die Dämonisierung der Massen im 19. Jahrhundert nahm die heutige Pathologisierung des Populismus vorweg. Massenpsychologen wie Gustave Le Bon schrieben das Volk als eine Masse von Irrationalität und Wahnvorstellungen ab. Damals wie heute ist die Medikalisierung des öffentlichen Lebens Ausdruck des Hasses der Eliten auf die Mitglieder „sozialer Unterschichten“, die es wagen, ihre Macht infrage zu stellen.
Weit verbreitete antipopulistische Ansichten
In den letzten Jahren gingen optimistische Vorhersagen über den Niedergang des Populismus Hand in Hand mit düsteren Berichten über die Bedrohung, die von dieser angeblich gefährlichen politischen Kraft ausgeht. Hat Europa den Höhepunkt des Populismus erreicht?“, fragte Paul Taylor in Politico, bevor er voller Hoffnung feststellte, dass sich „das Blatt gegen die nationalistische Rechte gewendet haben könnte". In den letzten Monaten haben sich solche Hoffnungen in Verzweiflung verwandelt, denn es ist für alle offensichtlich, dass die als populistisch bezeichneten Bewegungen auf dem Vormarsch sind. Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni wird die Zahl der Abgeordneten, die populistischen Parteien angehören, wahrscheinlich erheblich steigen. Es ist unwahrscheinlich, dass die entmenschlichende Sprache der Virologie viel dazu beitragen wird, das Voranschreiten des Populismus zu diskreditieren.
Antipopulistische Ansichten sind vor allem in der Oligarchie, die die Europäische Union regiert, weit verbreitet. Sie weigert sich, populistische Parteien als legitime politische Gegner zu betrachten. Sie behandelt sie als Feinde statt als politische Gegner. Die EU unterstützt finanziell Projekte, die die Epidemie des Populismus eindämmen sollen. Ein solches Projekt mit dem Titel „Der populistischen Bedrohung begegnen: Politische Empfehlungen und pädagogische Instrumente" wird so begründet: „Populistische Stimmungen und Politik verbreiten sich in ganz Europa und spalten die Gesellschaft in ‚wir‘ und ‚sie‘“. Als „EU-finanziertes Projekt befasst [es] sich mit dieser Herausforderung und gewährleistet so die Stabilität liberaler Demokratien“, heißt es in der Selbstdarstellung.
Durch die Subventionierung von Propaganda, um dem Einfluss populistischer politischer Bewegungen entgegenzuwirken, zeigt die EU, dass sie nicht alle europäischen politischen Parteien als legitime politische Partner ansieht. Ganz im Gegenteil möchte sie solche Parteien unter Quarantäne stellen. Am deutlichsten hat dies der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker zum Ausdruck gebracht, der den Kampf gegen den Populismus als eine Art Heiligen Krieg bezeichnete. Im Jahr 2016 warnte er vor der Gefahr, die von einem „galoppierenden Populismus“ ausgehe. Als Juncker erklärte, dass „wir den Nationalismus bekämpfen“ und „dem Populismus den Weg versperren“ müssten, rief er Erinnerungen an den guten Kampf gegen den Faschismus wach.
Kosmopolitische Eliten
Für Juncker sind Populismus und Nationalismus eng miteinander verwobene Bedrohungen für seinen Lebensstil. Aus seiner Sicht stellt ein starkes Nationalbewusstsein eine unmittelbare Bedrohung für das von den Eurokraten vorangetriebene föderalistische Projekt dar. Hinter der schrillen Anti-Populismus-Rhetorik verbirgt sich die Überzeugung, dass nationale Empfindungen der kosmopolitischen Perspektive untergeordnet werden müssen. Die meisten Eurokraten und Mitglieder der globalistischen Eliten haben sich so weit entnationalisiert, dass sie sich selbst eher als Weltbürger denn als Mitglied einer nationalen Gemeinschaft betrachten. Im Gegensatz zu den Menschen, die populistische Parteien unterstützen und sich mit ihrer Nation identifizieren, haben sich die kosmopolitischen Eliten entterritorialisiert. Wie der Soziologe Manuel Castells feststellte, sind die „Eliten kosmopolitisch, die Menschen sind lokal“.
Losgelöst von ihrer Nation fehlt den kosmopolitischen Eliten nicht nur das Verständnis dafür, wie die Menschen ticken, sondern sie blicken auch mit Verachtung auf sie herab. Die kulturellen Eliten, insbesondere die Intellektuellen, betrachten sich selbst als ihren national verwurzelten Mitbürgern völlig überlegen. Zwei bekannte europäische Soziologen, Ulrich Beck und Anthony Giddens, haben beispielsweise behauptet, dass „der Nationalismus zum schlimmsten Feind der europäischen Nationen geworden ist“. Die Philosophin Martha Nussbaum von der University of Chicago schrieb im gleichen Sinne, dass die Betonung des „patriotischen Stolzes [...] moralisch gefährlich“ sei und betonte die ethische Überlegenheit des Kosmopolitismus gegenüber dem Patriotismus.
Die westlichen Kultureliten halten Patriotismus für ein provinzielles Leiden. Deshalb haben sich die Brexit-Gegner unter den britischen Politikern nach dem Referendum offen mit ihren EU-Kollegen verbündet und ihr Bestes getan, um den Brexit zu unterlaufen und dessen Anhänger unter ihren Landsleuten zu demütigen. In zahlreichen Kommentaren und Erklärungen haben sie angedeutet, dass sie mehr mit ihren europäischen Gesinnungsgenossen gemein haben als mit den vermeintlichen Spießern und Fremdenhassern, die für den Brexit gestimmt haben. Einige sind sogar so weit gegangen, damit zu drohen, das Vereinigte Königreich nach dem Brexit zu verlassen und sich in einem der „aufgeklärten“ EU-Mitgliedstaaten niederzulassen. Die Spaltungen, die im Zusammenhang mit dem Brexit und den Kulturkämpfen zutage treten, werfen ein Schlaglicht auf eine selten diskutierte, aber dramatische politische Entwicklung, nämlich die Entnationalisierung und potenzielle Entterritorialisierung bedeutender Teile der westlichen politischen Klasse.
Multikulturalismus
Oberflächlich betrachtet, scheint der Trend zur Entnationalisierung der Eliten das Ergebnis des Globalisierungsprozesses zu sein. Zahlreiche Kommentatoren haben argumentiert, dass supranationale Institutionen die besten Köpfe anziehen, da globale Netzwerke nationale Netzwerke verdrängen. Unternehmer und Wissenschaftler beginnen immer globaler zu denken und sich weniger an ihrer nationalen Zugehörigkeit zu orientieren. Die Entnationalisierung der Eliten ist jedoch nicht nur auf die Globalisierung zurückzuführen. Politisch und kulturell fühlen sie sich von ihren eigenen nationalen Institutionen und Zugehörigkeiten entfremdet. Vor dem Brexit hatten viele englische Europaabgeordnete das Gefühl, mehr mit einem französischen Kollegen gemeinsam zu haben als mit den Wählern, die sie gewählt haben. In ihrer Heimat führen die kulturellen Eliten ein Leben, das sich von dem der weniger begünstigten Bürger abgekoppelt hat. Einer der ersten Kommentatoren, der auf die Tendenz zur Entnationalisierung der Eliten aufmerksam gemacht hat, war der amerikanische politische Philosoph Christopher Lasch. Er schrieb 1995:
„Diejenigen, die die Mitgliedschaft in der neuen Aristokratie der Gehirne begehren, neigen dazu, sich an der Küste zu versammeln, dem Landesinneren den Rücken zu kehren und Verbindungen mit dem internationalen Markt des schnellen Geldes, des Glamours, der Mode und der Populärkultur zu pflegen. Es ist fraglich, ob sie sich überhaupt als Amerikaner betrachten. Patriotismus steht in ihrer Tugendhierarchie jedenfalls nicht sehr hoch im Kurs.“ (1)
Lasch stellte fest, dass sie sich – anders als bei ihrer mangelnden Begeisterung für den Patriotismus – dem Multikulturalismus und der Vielfalt bereitwillig verschrieben haben. Die globalistische Vorstellungskraft wird fast automatisch von einer Sichtweise angezogen, die auf die nationale Kultur und ihre traditionellen Werte herabblickt. Deshalb spielen die Mitglieder der globalistischen Elite und ihre Institutionen eine so zentrale Rolle in den aktuellen Kulturkämpfen. Gleichzeitig hat sich durch die Kulturkämpfe die Abkopplung der Eliten vom Leben der Nation verschärft. Aus dieser Perspektive fühlen sie sich ihren transnationalen Freunden näher als den Mitbürgern, „die nicht so denken wie wir“.
Der Weltstaat ist keine Alternative
Die Argumente gegen die nationale Souveränität gehen von der angeblichen Überlegenheit universeller und humanitärer Werte aus. Der Universalismus wird jedoch zu einer Karikatur seiner selbst, wenn er in eine metaphysische Kraft verwandelt wird, die über den vorherrschenden nationalen Institutionen steht, durch die die Menschen der Welt einen Sinn geben. Der Versuch, die Souveränität zu entterritorialisieren, reduziert die Menschen auf ihre abstraktesten individuellen Eigenschaften. Infolgedessen werden die Bürger der kulturellen Werte beraubt, durch die sie ihrem Leben eine Bedeutung verleihen. Die Menschheit lebt nicht über oder jenseits der Grenzen und Institutionen, die sie unter großen Anstrengungen und Mühen geschaffen hat.
Aus diesem Grund führte die Philosophin Hannah Arendt Folgendes aus: „Die Verwirklichung eines souveränen Weltstaates ist weder die Vorbedingung des Weltbürgertums noch der Gipfel der Weltpolitik, weil eine Weltregierung nahezu automatisch das Ende allen Bürgertums und aller Politik bedeuten würde.“ Was auch immer die Motive der Befürworter sein mögen, das Projekt der Entterritorialisierung der Staatsbürgerschaft und der Schwächung der nationalen Souveränität bedeutet eine direkte Infragestellung der Demokratie und des öffentlichen Lebens. Was auch immer man von Nationalstaaten halten mag, außerhalb ihrer Grenzen kann es kein demokratisches öffentliches Leben geben. Nur wenn Bürger innerhalb einer geografisch begrenzten Einheit miteinander interagieren, kann die demokratische Entscheidungsfindung funktionieren und zu beeindruckenden Ergebnissen führen.
In seinem Aufsatz „Zum ewigen Frieden“ (1795) entwickelte Immanuel Kant, der Begründer der modernen kosmopolitischen Philosophie, die Idee des „kosmopolitischen Rechts“, das besagt, dass Fremde, die das Hoheitsgebiet eines fremden Staates betreten, nicht mit Feindseligkeit behandelt werden dürfen. Er nannte diese Forderung das „Naturrecht der Gastfreundschaft“. Kants Konzept des Rechts auf Gastfreundschaft implizierte jedoch nicht das Recht, sich niederzulassen, und es stellte die Legitimität territorialer Grenzen keineswegs infrage. Er wandte sich gegen den Einsatz für eine grenzenlose Welt, da ein Weltstaat zu einer globalen Tyrannei führen würde.
Ablehnung der Demokratie
Vielmehr befürwortete Kant einen föderalen Zusammenschluss freier und unabhängiger Gemeinwesen, den er „einer Vereinigung der einzelnen Nationen unter einer einzigen Macht, die sich über die übrigen hinweggesetzt und eine Universalmonarchie geschaffen hat“, vorzog. Er vertrat die Ansicht, dass Gesetzen, die über den Nationalstaat hinausgehen, die moralische Tiefe fehlt, die für die Ausübung von Autorität erforderlich ist, und warnte, dass „die Gesetze mit dem vergrößerten Umfange der Regierung immer mehr an ihrem Nachdruck einbüßen und ein seelenloser Despotismus, nachdem er die Keime des Guten ausgerottet hat, zuletzt doch in Anarchie verfällt.“ Seine Vision des Kosmopolitismus unterscheidet sich stark von den Ansichten der Anti-Populisten von heute.
Kosmopolitisch gesinnte Politiker können die nationalen Bindungen der Menschen einfach nicht verstehen. Sie können auch nicht begreifen, warum sich Millionen von Europäern entschieden haben, politische Bewegungen zu unterstützen, die sie als Populisten anprangern. Sie sind so weit vom Leben der einfachen Menschen entfernt, dass kein wirklicher politischer Kontakt zwischen diesen beiden Teilen der Gesellschaft mehr besteht. Aus diesem Grund verstehen die kosmopolitischen Eliten nicht einmal die Menschen, die Zielscheibe ihres Hasses sind. Populismus kann vieles bedeuten, aber vor allem ist er die Antwort der Menschen auf diejenigen, die sie ihrer nationalen Identität berauben wollen.
Der Antipopulismus ist Ausdruck einer Ablehnung der Demokratie. Die Gegner des Populismus medikalisieren auch die Demokratie. Es ist erwähnenswert, dass der Metapher des populistischen Virus historisch gesehen die Assoziation von Demokratie mit Ansteckung und Kontamination vorausging. Historisch gesehen, wurde die Angst vor der Demokratie am deutlichsten durch ihre Beschreibung als tödliches Virus zum Ausdruck gebracht. Der Anglikanerpriester Joshua Brooks machte 1841 auf diese vermeintlich gefährliche Krankheit aufmerksam: „Wir haben gesehen, dass Frankreich, Belgien, Italien, Polen und andere Orte vom revolutionären Geist befallen sind, dessen Hauptanstiftung das demokratische Virus ist“. (2) Glücklicherweise hat sich die Demokratie genau wie der Populismus als ansteckend erwiesen.
Dieser Beitrag ist zuerst auf Frank Furedis Substack erschienen.
Frank Furedi, @Furedibyte, ist geschäftsführender Direktor des Think-Tanks MCC-Brussels, Autor zahlreicher Bücher und politischer Kommentator der Gegenwart. Mehr von Frank Furedi lesen Sie in den aktuellen Büchern „Die sortierte Gesellschaft - Zur Kritik der Identitätspolitik“ und „Schwarzes Leben, weiße Privilegien? Zur Kritik an Black Lives Matter“.
Anmerkungen:
(1) Christopher Lasch: „Revolt of the Elites and the Betrayal of Democracy”, W.W. Norton 1995.
(2) Joshua William Brooks: „Elements of Prophetical Interpretation”, The Literalist 2/1 1841, S. 298.
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Herzlichen Dank! Ich plädiere dafür, nicht mehr von „Eliten“, sondern von ‚Privilegierten‘ zu sprechen. Ihre Privilegien gründen auf größerem Einkommen und Vermögen. Ganz einfach. Es gibt aber französische, italienische und auch deutsche Privilegierte. Ja, die verstehen sich untereinander vielleicht besser als die, denen sie ihr höheres Einkommen und ihr Vermögen verdanken. Im Wesentlichen aber – das als Hypothese – verabscheuen sie die Demokratie nicht, sondern sie fürchten sie. Die nur der Nationalstaat gewähren kann (H. Arendt). Im Zuge größerer Konkurrenz – man denke an China – stammt ein immer größerer Anteil des Einkommens der Privilegierten aus Steuermitteln. Weil der aus erarbeiteten Profiten immer kleiner wird. Die Privilegierten fürchten neben Kartell-, Wettbewerbs-, Arbeits-, und nicht zuletzt auch Stiftungsgesetzen zuallererst, dass der Souverän darauf kommen kann, den Privilegierten ihre Zuflüsse aus der Staatskasse abzustellen. Man denke an das Parteien-, das Stiftungs-, das Presse-, das Wissenschafts- und das Gesundheitswesen. Oder auch das Energiewesen. Wohin man schaut die Tantiemen aus dem Säckel des Steuerzahlers. Die Privilegierten schließen sich international zusammen – besieht man sich die „Pandemie“ unter Einschluss der herrschenden Cliquen/Privilegierten aus China. Letzthin geht es um die Demokratie, auf die der Souverän zu pochen und die er eigentlich – vor allem in Deutschland – erst durchzusetzen hat. -- Eine Zusatzbemerkung: Man besehe sich die sog. Linken, die Sowjetideologen! Wie schon nach 1918 stehen sie der Demokratie reaktionär im Weg, indem sie dem Souverän ihre geisteskranken Knüppel in den Weg legen: „Kapitalismus“, „Klima“, „Pandemie“, „Gender“, „Geflüchtete“, „Kolonialismus“, „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk“… . Die Welt hat nur zwei Feinde: die Linken und den Islam. Die sog. Eliten, die Privilegierten – die meinen Erfahrungen nach ein hohes Maß an Dissozialität auszeichnet – wird der Rechtsstaat in die Schranken weisen.
Die verwendeten Begriffe sind letztlich irrelevant. Sie sind ebenso falsch wie reine Stigmatisierungsversuche, denn in der Regel heisst es „ Rechtspopulismus“. Man *arbeitet „ mit wirksamen Triggerbegriffen. Um“ Rechte„ geht es da genausowenig wie die feudale Elite “ links„ ist. Das Thema Verachtung von oben hat Wendt intensiv und zutreffend behandelt. Ein neues Phänomen ist das nicht. Die sogen Oberschicht, heute natuerlich anders begruendet, als zu Zeiten der Antike oder Frankreichs vor der Revolution hatte schon immer einen speziellen Blick auf den Plebs und betrachtet sie eher als Sklaven, jedenfalls als verfuegbare Objekte fuer alle ihre Zwecke und Ziele. Neu ist, dass das Ganze unter den Labeln “Demokratie„ und “Wertewesten„ stattfindet und 80 % das Problem nicht einmal auffällt, dass eine spezielle Art einer absolutistische, totalitaere Herrschaft einer Clique aufzieht. Der zutreffende Feundbegriff wird zwar von der Elite verwendet, nicht aber von den postmodernen Sklaven nach oben, was den Erfolg der Taeter belegt, denn dieses Mal ist die Macht psychoideologisch begruendet und gefestigt, was deutlich gefaehrlicher und stabiler ist als die frueheren aristo- und auch theokratische Begruendungen. Die Rollen oben und unten sind geklaert. Interessant ist die Rolle der Schicht dazwischen, der liberalkonservativen Buergerlichen, die mit Pegida und Co, den “ AfD’lern„ , nicht wollen, zumal sie mit der Elite ideologisch Einiges, aber nicht Alles gemein haben, deutlich mehr als mit “ unten„, am Katzentisch “ maunzen„, die Elite aber nie “ beissen„ oder ihr gefaehrlich werden. Fuer Liberalkonservative ist jede Macht sacrosanct. Der Einsatz von Mitteln zur Beendigung sind verpoent. Im finalen Fall, der frueher oder spaeter eintreten wird, werden sie sich “ richtig„ entscheiden und zu mehr oder weniger passiven Helfern der Maechtigen werden. Die “ Plebejer„ vermuten in ihnen aufgrund ihrer (begrenzten) Kritik Gleich gesinnte, was sie natuerlich nicht sind.
Laut Bundesamt politische Bildung „Populismus ist eine politische Logik, die das Volk idealisiert und die Elite kritisiert.“ Der missionarische Eifer des Klerus ist identisch mit den Oligarchen der EU. Jedes Jahr mehr Schäfchen oder eben Geld ins Trockene legen. Verständlich das ein Dehonianer, Herz Jesu Anhänger Jean-Claude Juncker eine Art Heiligen Krieg gegen den Populismus führt. Ausgerechnet der Juncker der in dem Luxemburger Bombenbleger Prozess/Gladio/Stay Behind involviert war/ist. Nichts scheut das Kapital(Kirche) und korrupte Politiker mehr als die Demaskierung ihrer Korruption und Lügen. Es geht im Kern darum das Informationen nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Whistelblower werden wie Tiere gejagt und das gesamte Internet soll nun zensiert werden. Selbst Hr. Maaz ist das inwischen aufgefallen was für bösartiger Narzissmus politisch gelebt wird. //Wie umfassend wir fast alle Freihheiten verloren haben, wird in dem YT deutlich dargestellt, ein Feuerwerk „Jeder hat das Recht, in Ruhe gelassen zu werden – Tom-Oliver Regenauer“
Die Abschaffung der demokratischen Nationalstaaten zugunsten riesiger übernationaler Gebilde, die nur noch von einer Winzelite von 2% regiert werden können, wurde schon in „1984“ von Orwell skizziert. Zwar nicht in der Form von EU oder UNO – aber der faschistiode Grundgedanke wurde vom englischen Propheten klar erkannt.
Kosmopolitismus = globaler Faschismus !
Mich stören die Begriffe „Eliten“ und „Überflieger“ so sehr, dass dieser Artikel für mich kaum lesbar ist. Dass sie international vernetzt sind, macht sie nicht zu etwas Besserem, auch oft genug nicht ihre Abschlüsse. Wir haben Beispiele aus der Politik, die deutlich machen, dass Vertretern des Globalismus zum Teil jegliche Grundbildung fehlt, die wir schon von einem Hauptschüler erwarten. Eigentlich sollte jeder wissen, wie viel Grad der Kreis hat, dass Unternehmen nicht einfach vorübergehend aufhören können zu produzieren, wie die Entfernungen auf der Erde sind, dass es üble faschistoide Systeme auf der Seite der Rechten wie auf der Linken gab und gibt, dass nicht alle Kulturen gleichwertig sein können und nicht alle Ideologien. Dass Extremismus falsch ist, egal auf welcher Seite, dass ein globales Regierungssystem nicht funktionieren kann, wenn schon Zentralstaaten ihren Einwohnern nicht gerecht werden können. Dass die kulturelle Identität die konstituierende Grundlage des menschlichen Wesens ist, weil der Mensch über Hunderttausende von Jahren in Familien-, Gruppen- und Stammesstrukturen lebte. Dass ein Leben ohne Freiheit in Unterdrückung und Fremdbestimmung kein Leben ist und Freiheit der Kern der Demokratie. Dass das Erdklima sämtliche Temperaturen als mögliche Varianten hat, von Eiszeit bis Warmzeit. Dass Menschen Gegenreaktionen zeigen, wenn man ihnen etwas aufnötigt. Dass Menschen sich mit ihrer Arbeit etwas schaffen wollen und nicht darauf warten, dass der Staat ihnen das Erarbeitete zurückgibt oder auch nicht. Dass eine Sprache eine Kultur begründet sowie gemeinsame Werte. Dass Menschen als Subjekte gesehen werden wollen, nicht als Objekte und schon gar nicht als verzichtbar und nicht als Experimentierfeld. Dass man als gebildeter Mensch von anderen gebildeten Menschen vertreten werden will und nicht von Globalisten. Dass Reichtum und Verbindungen keine geistige und seelische Entwicklung ersetzen kann, Stichwort Herzensbildung. Und so weiter und so fort.
Der Begriff Populismus wurde genauso sinnentfremdet wie eine Reihe anderer. Die Öffnung der Grenzen 2015 war von Merkel vielleicht populistisch gemeint. Ein Teil der Bevölkerung machte dann aber nicht mit, also war der Populismus schief gegangen. Bei der Energiewende funktionierte der Populismus. Populismus kommt von populus , also Volk. Er passt zur Demos Kratie. Demos ist das gleiche Volk. Der Populist handelt eventuell gegen seine eigene, private Überzeugung. Frau Merkel wollte eine Laufzeitverlängerung bei den AKW. Gegen den tobenden Volkswillen war das allerdings kaum noch durchzusetzen. Dem Populismus steht der weise Herrscher entgegen, der klüger als das Volk ist. Der weise Herrscher darf aber auch populistisch handeln. Ein Politiker, der unrealistische Versprechen macht, wird auch als Populist gesehen. Ein Verschwörungstheoretiker muss auch kein Lügner sein .