Dank künstlicher Intelligenz gibt es im Netz zahlreiche Visualisierungen, mit deren Hilfe man die deutschen Städte, wie sie vor dem Krieg ausgesehen haben, wiederauferstehen lassen kann. Etwa die alte Reichsstadt Heilbronn, heute ein Ort zum Vorbeifahren auf der stets verstopften Autobahn, das alte Nürnberg, das alte Chemnitz, Bremen, Aachen, Hannover, Osnabrück, Düsseldorf, Kassel, Köln, Berlin, manchmal belebt inklusive Passanten im Stil der 1920er Jahre. Oder Vorher-Nachher-Darstellungen etwa der Kölner Hohen Straße dereinst und jetzt. Über Jahrhunderte gewachsene, lebendige Vielfalt, Fachwerkwunder, klassizistische Schlichtheit, barocke und wilhelminische Pracht – gegen die Ödnis von im Zeichen von Ideologie und Kommerz zusammengerümpelter Nachkriegsstadtbilder.
Beim Anschauen der Bilder und Videos können einem Tränen kommen, auch wenn man das Verlorene nicht mehr mit eigenen Augen gesehen hat. Ich kann meinen verstorbenen Vater gut verstehen, der sich nach dem Krieg weigerte, noch einmal Städte wie Freiburg, wo er geboren wurde, zu besuchen oder das auf den letzten Kriegsmetern vollständig zerstörte Würzburg. „Ich halte es da nicht aus“, sagte er. Touristen lassen sich gerne täuschen, staunen über die ach so schöne Münchner Innenstadt, doch wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man, dass alles Talmi ist. Von Schwabing konnte man direkt nach dem Krieg die Frauenkirche sehen, alles platt, buchstäblich. Bis heute sind die Wunden nicht verheilt.
Vieles hätte man wiederaufbauen können (wie es in Polen gelang), doch der Wahn des Neuanfangs, der sich auch auf dem Gebiet der Künste, der Musik, der Malerei, austobte, wollte das nicht zulassen. Mit dem Abriss auch der letzten Ruinen, die der Bombenkrieg noch hinterlassen hatte, wollte man Nationalismus und Nazismus austilgen, ein für allemal. Der neue Mensch brauchte neue Städte auf neuen Grundrissen. In „offenen Stadtlandschaften“ sollte sich der Ungeist der Vergangenheit nie mehr einnisten können. Heute pfeift der Wind kalt durch die Fußgängerzonen und treibt den Müll vor sich her, unbehauste Orte, die man fliehen möchte.
Die „Energielandschaften“ sind das Pendant zur Tristesse der Städte
Die erste dieser, horribile dictu, „Zonen“ war die Treppenstraße in Kassel, dessen Altstadt sich im Oktober 1943 großenteils in Rauch aufgelöst hatte. Selbst der bescheidene Schick der fünfziger und sechziger Jahre ist heute passé. „Die neonbeleuchteten Ladenfronten und die üppigen Schaufensterdekorationen der Nachkriegszeit sind nicht mehr oder kaum zu erleben“, liest man auf Wikipedia über die Treppenstraße. „Zahlreiche Geschäfte leiden unter dem häufigen Wechsel der Pächter“. Eigentlich sollte man Fußgängerzonen zurückbauen und wieder für den Autoverkehr öffnen, damit sich überhaupt noch etwas rührt, seitdem der stationäre Handel dem Onlineshopping, dem Personalmangel und der wachsenden Konsumzurückhaltung zum Opfer fällt.
In der DDR wurde manch wenig oder gar nicht zerstörte Altstadt wie in Erfurt, Weimar, Görlitz einfach aus dem Grund nicht niedergelegt, weil dem Arbeiter- und Bauernstaat das Geld dafür fehlte. Armut konserviert, zumindest solange nicht alles von allein zusammenfällt. Insofern kam die Wende gerade noch zur rechten Zeit. Man kann nur darüber spekulieren, was der Verlust der Städte in den Köpfen und Seelen der Deutschen angerichtet hat, der Zeitgenossen der Zerstörung wie der Nachgeborenen. Über diesen Aspekt des Traditionsverlustes wurde in der seinerzeit von Friedrich Merz angezettelten „Stadtbilddebatte“ gar nicht gesprochen.
Immerhin, das Land war weitgehend unzerstört geblieben, bis die Straßenbauer kamen, bis sich auch um Dörfer und kleinere Städte Kordons von Schlafghettos und Gewerbegebieten legten und schließlich die Energiewender ans Werk gingen. Das schöne alte Naumburg in Sachsen-Anhalt mit dem Dom St. Peter und Paul, Weltkulturerbe, eine Perle über dem pittoresken Saaletal mit seinen Rebhängen. Doch heute von der Autobahn dorthin zu kommen, erfordert Durchhaltevermögen, weil man sich erst einmal durch groteske Windparks hindurchkämpfen muss. So sieht es fast überall aus im Norden, Osten und Westen der grüngewendeten Republik – Windräder soweit das Auge reicht und entlang der Autobahnen oder auf freiem Feld graugleißende Solarkollektoren. Die „Energielandschaften“ sind das Pendant zur Tristesse der Städte.
Wenn schon, dann muss es überall gleich scheußlich sein
Gerade entscheidet sich, ob zumindest der Süden der Republik, insbesondere das Allgäu und die oberbayerische Voralpenlandschaft, vom Energiewende-Armageddon verschont bleiben. Die Chancen stehen nicht gut, denn viel Zeit bleibt nicht, um das Schlimmste zu verhindern. Vielerorts sind schon die Regionalpläne verabschiedet, in denen bis zu zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraftnutzung reserviert ist. Die Schönheit der noch verbliebenen, halbwegs intakten Kulturlandschaften hat dabei so gut wie keine Rolle gespielt. In den Rathäusern, den Landratsämtern, den Parlamenten, vor Gericht, überall hat sich ein ästhetischer Nihilismus breitgemacht, der gar nicht mehr danach zu fragen wagt, ob etwas schön oder weniger schön ist.
„Immer wieder wird damit argumentiert, dass man im Oberland keine Windräder aufstellen dürfe, weil es hier so schön sei und die Anlagen den Anblick beeinträchtigen würden“, ließ sich der Landrat von Bad Tölz, Josef Niedermaier, zitieren, zuständig für die die Landkreise Bad Tölz, Miesbach, Wolfratshausen und Weilheim-Schongau umfassende Planungsregion Oberland. „Wenn ich mit diesem Argument meinen Kollegen aus anderen Teilen Bayerns komme, höre ich sofort den Vorwurf der oberbayerischen Dekadenz.“ Schon das Ansinnen sei „unanständig, das macht man nicht. Wie soll ich meinen Kollegen erklären, dass ihre Heimat weniger schön und schützenswert ist?“ Man könnte es auch so formulieren: Wenn schon, dann muss es überall gleich scheußlich sein.
Jetzt stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob es sich für die Investoren lohnen wird, „Windparks“ in Regionen hochzuziehen, in denen kaum Wind weht wie am Alpenrand. Man weiß nicht, wie die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wirklich über die „Energiewende“ denkt, ob sie eingesehen hat, dass man hier ein totes Pferd reitet. Immerhin hat sie sich vorgenommen, den Ausbau der „Erneuerbaren“ wirtschaftlicher zu gestalten, was hieße, nur noch dort Windräder zu bauen, wo sie sich lohnen. Doch bei den Lobbys, beim Koalitionspartner und selbst bei Parteifreund Markus Söder beißt sie auf Granit. Was sich nicht lohnt, wird lohnend gemacht.
Und immer noch scheint eine Mehrheit der Deutschen, denen man jahrzehntelang das Märchen vom „grünen Strom“ eingetrichtert hat, zu glauben, dass die Energiewende doch irgendwie eine gute Sache sei, weil es ja darum gehe, die Welt zu retten. Und man scheint bereit, sich mit dem endgültigen Verlust der deutschen Landschaften abzufinden, so wie man sich mit dem Verlust der Städte abgefunden hat, von Ausnahmen abgesehen wie den standhaften Bürgern in Dresden und Frankfurt am Main, die durchgesetzt haben, dass zumindest Teile des Verlorenen wiederaufgebaut wurden. Doch dafür ist auch so etwas wie Stolz nötig auf das, was die Vorfahren geschaffen haben. Stolz auf ein Land, das immer besonderes Talent dafür hatte, die Kastanien anderer aus dem Feuer zu holen (Otto von Bismarck) und dabei selbst zugrunde zu gehen.

„Der Landrat von Bad Tölz, Josef Niedermaier“ offenbart exakt jene Form der Herrschaft, die schon Jean-Claude Juncker unfreiwillig berühmt machte: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
Diese Politiker sind wortwörtlich Verantwortungslos, mindestens dies. Meiner Meinung nach sind sie aber mehr: Sie sind Feinde der Demokratie. Es kann nicht sein, dass der demokratische Souverän, durch den bürokratischen Sing Sang sediert wird.
Es kann nicht sein, dass „N“GOs und Lobbyisten „Dinge in den Raum stellen“ und dann, wenn sich Widerstand im Volke erhebt, man diesen mundtot macht mit „Hättet ihr mal früher was gesagt“ – jeder Politiker der einem so antwortet gehört aus dem Amt. Er hat das Prinzip von „Demokratie“, „Republik“, oder „Aufklärung“ an sich entweder nicht verstanden, oder unterwandert es bewusst.
Wäre bei irgendeiner der Städtebaulichen Sünden – oder eben jetzt passierenden Kulturlandschaftlichen – der Souverän zuvor gefragt worden, keiner der Möchtegern-Schuhmanns der Nachkriegsjahre hätte sich verewigen können.
Die wenigen schönen Orte meiner Heimatstadt gaben mir aus heutiger Sicht stets Halt und Orientierung, in einem jugendlichen Alltag aus Erwehren rassistisch-motivierter migrantischer Gewalt an den Schulen, Dreck im öffentlichen Raum, Dealern und Junkies und sonstiger Verwahrlosung. Schönheit ist erbauend, aber es erfordert eben auch jemanden, der andere aufbauen, anderen Halt geben möchte.
Und dort sind wir wieder bei des Fisches Kopfes: Die erbaute Hässlichkeit, ist nur logischer Begleiter einer Elite die sich mit uns nicht identifiziert.
@Liebezeit: „Die Afrikaner kamen hier gar nicht rüber.“ Sorry, das ist ein ähnlicher Unsinn wie Ihre Ansichten zu den US-Mondlandungen. Es ist längst durch DNS-Analysen gesichert, daß sich alle Hominiden und zuletzt, also vor ca. 60 Tsd. Jahren nach mehreren Fehlversuchen der Sapiens aus Afrika in alle Kontinente ausgebreitet und dort die ihm zeitlich am nächsten vorausgegangenen Frühmenschenarten wie den sibirischen Denisova, den Floresmenschen und die Neanderthaler verdrängt bzw. mit nur wenigen % in seinen Genpool aufgenommen hat.
Ganz ausgestorben sind alle viel älteren Homo erectus Arten wie der Peking- und Javamensch. Den ersteren hätten sich gern die Chinesen als Vorfahr zugerechnet, aber das funktionierte nicht, sie sind Sapienten.
Natürlioch haben alle diese Menschen und ihre Wanderungen kulturell nicht viel mit ihren heutigen Nachfahren und deren „Migration“ zu tun. Fas Gehässigsten, was man sagen könnte, ist, daß die weniger kompetenten Sapienten damals halt in Afrika zu Hause geblieben sind.
Deutschland hat fertig. Alles hier schon hundert mal rauf und runter beschrieben. Amen.
Interessant ist, was Seneca schrieb: Betrachte alle Völke, bei denen Roms Friede nicht herrscht, ich meine die Germanen und was uns um den Unterlauf der Donau den Nomadenvölker begegnet: ständiger Winter, trüber Himmel bedrängt sie, kärglich ernährt sie unfruchtbarer Boden, gegen Regen schützen sie sich mit einem Stroh- oder Laubdach, über gefrorene Sümpfe laufen sie, zur Nahrung fangen sie Wild. Unglücklich erscheinen sie dir? Nichts ist unglücklich, was die Gewohnheit zur Natur gemacht hat; allmählich nämlich wird ihnen ein Vergnügen, was sie unter Zwang begonnen haben.
Deutschland, das waren Urwälder und Sümpfe, aber der älteste Pfeil mit Bogen der Welt ist in Friesland gefunden worden. Die älteste Flöte der Welt ist 40.000 Jahre alt und pentatonisch gestimmt. Ein Archäologe spielte darauf Star sprangled Banner. Die ist in Deutschland gefunden worden, die zweitälteste der Welt ist 36.000 Jahre alt und ebenfalls von hier. Zottelige Halbaffen stimmen keine Instrumente.
Alter Knochen hin- und her. Die Afrikaner kamen hier gar nicht rüber.
Verlorene Häusezeilen mit Putten, Stuck, Reliefs. Am Portal einer Kirche, die ich vor einigen Tagen besucht habe, waren zwei Dämonenköpfe angebracht. Die Bedeutung ist, daß hier ein heiliger Raum beginnt und man Sünde und Versuchung draussen lassen soll. Zudem sollen die Dämonen böse Geister fernhalten.
Als ich in die Kirche wollte, troff der linken Fratze einen ölige Flüssigkeit aus ihrem Maul. Ich wartete, und tatsächlich lief immer wieder was nach, als hätte sie was zerfleischt.
Der Krieg war ein Frevel und Kulturzerstörung im großen Stil. Die Zerstörung wurde dann vorauseilend weitergeführt mit der Gleichschaltung der Geschichte, wobei alles Böse uns zugeschanzt worden ist; und den kriminellen Sprachregeln. Schröder, der ungebildetste aller, veranlaßte die sog. Rechtschreibreform, die nie zuende geführt worden ist und bald als Dauerbaustelle stehen blieb. Wörter, an denen sich die zukünftigen Ausländerhorden stören könnten, wurden getilgt. Da entstand auch die Dauerschwangerschaft der SPD mit dem Vorwurf Rassismus.
Und jetzt kommend die Schädiger herbei, die Ausländer glauben, Deutschland war ein Proletenland, und die Zeit macht aus der nicht mehr vorhandenen Geschichte ein Kampagnen-Blatt: Wer sind die Deutschen und seit wann? Da beginnt es im Mittelalter. Das Fazit von Lorenzo ist wohl, es gab nie ein Volk der Deutschen.
Dabei haben wir die älteste Kultur der Welt! Und hatten die erste Hochkultur der Welt!
Die Verfassung des Deutschen Reichs beginnt mit der Präambel: „Das Deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, ..“
Im germanischen Sprachraum gab es immer Dialekte, aber alle konnten sich miteinander unterhalten. Die Länder sind die Stammesnamen, Thüringer, Hessen, Bayern, ..
Wer sich mit Archäologie beschäftigt und 1 und 1 zusammen zählt, wird sehen, daß es in Europa seit über 40.000 Jahren Dörfer gibt. Das stichaltigste Argument bleibt mein Geheimnis.
„ Man kann darüber spekulieren ….. “ Nein, muss man garnicht, denn es liegt offen zutage.
Ob West- oder Ostdeutschland, die unmenschliche, kollektivistische Brutalo-Architektur der
Nachkriegszeit ist der direkte Ausdruck eines kulturell und ideologisch verwahrlosten Volkes und seiner Architekten. Bis heute.
Denn wie kommt es z.B. dass die brutalen Plattenbau-Wohnsilos des NAZI-Architekten
Henselmann heute als „ Moderne “ und als fortschrittlich gefeiert werden ? Und das Volk
was in den „ Häusern “ wohnt feiert mit. Es ist der linke Faschismus in den Köpfen. Auch
nach Jahrzehnten der NS.- und SED Diktaturen !
So geschieht gerade in Berlin, im U-Bahnhof Schillingstrasse, in einer glorifizierenden Ausstellung dieser abscheulichen baulichen Verbrechen.
@Bernhard Piosczyk: „Bitte auf YouTube, Berlin, etc. vor dem 2WK eingeben. Es ist eine ganz andere Galaxie, andere Kultur. Meine kühne Behauptung: Nach 1945 gibt’s kein Deutschland mehr.“
Das gilt für so viele Belange, nicht nur Städtebau…
Jedenfalls besteht keine Kontinuität zwischen dem Deutschland von einst und dem von heute; es ist sozusagen kein plus oder minus, sondern ein aliud.
Das ist auch so gewollt.