
“Lieber gebe ich meinen Wind in neue Segel.” - Recht so!
Tim Gökalp auf den Spuren von Bob Woodward und Carl Bernstein? Nein, denn in seinem Fall geht es offenbar nur um eine recht unbedeutende Hochstapelei. Für mich sieht das eher wie ein weiterer Fall einer Denunziation aus.
Welch selbstgerechtes Geschwafel von einem, der offenbar noch Eierschalen hinter den Ohren hat. Meine Empfehlung an den Autor: Erst einmal erwachsen werden und sich mit den Realitäten des Lebens vertraut machen anstatt einem erfolgreichen Manager, der seine Ausbildung unter Umständen ein wenig geschönt hat, hinterher zu schnüffeln. Wie wäre es, Herr Gökalp, wenn Sie einmal die Karrieren einiger unserer so hochgelobten Politiker untersuchten? Da würden Sie fündig. Am besten, Sie fangen ganz oben an, da nämlich, wo der Fisch vom Kopf her stinkt. Aber das ist Ihnen sicherlich viel zu gefährlich und gar nicht “hilfreich.” Da befassen Sie sich doch lieber mit einem wie Kasper Rorsted. Wie erbärmlich. Im Übrigen finde ich es gut, dass niemand Ihren Sermon gedruckt hat.
Fein, dann hätten wir jetzt von ‘widerlich’, über ‘interessiert mich nicht, auf welcher Klitsche der sein Jodeldiplom erhalten hat, solange er seinen Job gut macht (wissen wir das???)’ bis hin zu ‘um etwas Wichtiges kümmern’ alles dabei. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie das -bereits kritische- Publikum seine Prioritäten setzt. Anstatt die Wirkmächtigkeit der Jodeldiplome zu hinterfragen, drischt man auf den Fingerzeig. Gemachgemach liebe Leute, was der Herr Anfangsjournalist hier präsentiert ist sein Job. Und sei dieser ‘Skandal’ auch noch so klein, so beleuchtet er auch ganz nebenbei die institutionelle Gier nach den richtigen Diplomen. Die können sie ja gerne haben aber dann sollten sie auch die Diplome dazu haben und sich nicht auch noch für ihre Akademische Aristokratie aus dem Fernstudiumland feiern. Dieses ach so harmlose aufhübschen der Lebensläufe ist Betrug, Beschiß, eine riesige Unverschämtheit jedem einzelnen gegenüber, der in diese Titel Jahre, Geld, Schweiß und Nerven investiert hat und an diese errichteten Institutionen glaubt(e). Jeder copy’paster oder Diplomfaker ist ein Betrüger, zu faul, selbst noch den einfachsten Sinnzusammenhang in eigene Worte zu verpacken. Und solchen Betrügern vertrauen wir unsere Konzerne an? Und auch die Wirkmacht großer Werbeträger für die Medien kann man hier erkennen, wenn man will. Kann man, muß man aber nicht. Viel einfacher ist es, sich vom Geschehen angewidert abzuwenden und die Heiligkeit des großen Managers mit Realschulabschluß zu repetieren. Sorry Leute aber erstens gibt es diese gediegenen Dampferkäpitäne der 70er 80er die Ihr da im Kopf habt nicht mehr und von der Zerstörungskraft von fake-CEOs macht Ihr Euch wahrscheinlich auch kein Bild. Aber wenn man seine innere Traumzauberwelt unbedingt behalten will, warum dann in erster Linie überhaupt hinsehen? Laßt es doch einfach. Oder tut es meinetwegen doch aber beschimpft nicht diejenigen, die wenigstens noch versuchen ihre Arbeit zu machen.
Investigativjournalismus? Wenn ein Wirtschaftsboss etwas kann und etwas leistet, sind mir seine Zeugnisse egal. Das was Sie versucht haben, war wirklich nur Wadenbeißerei. Sehen Sie sich doch mal bei den politischen Parteien, incl. Regierung um, da fehlen oft nicht nur die Studienabschlüsse, sondern auch jegliche Leistungen für unser Land.
@Andreas Mertens Genau das dachte ich auch. Wenn das „investigativ“ ist. Ich finde, das läuft mehr unter Petzen.
Es tut mir leid für Sie, Herr Gökalp, dass Sie um eine Illusion ärmer und um eine Frusterfahrung reicher geworden sind. Aber das gehört zum Leben genauso dazu wie das Atmen. Fehlende Uniabschlüsse bei erfolgreichen Menschen zu beanstanden, die ihre Vita lediglich ein bisschen geschönt, aber damit niemandem Schaden zugefügt haben, halte ich für eine Verschwendung von Zeit und Hirnschmalz und überhaupt nicht die Aufgabe eines Journalisten. Herr Rorsted beweist seine Fähigkeiten durch geschäftlichen Erfolg. Da ist es vollkommen unerheblich, ob er sein theoretisches Wissen auf einer Uni oder einem College erworben hat. Fragen Sie mal die Angestellten! Anders verhält es sich bei einigen Ministern, die durch GAR NICHTS für ihre Ämter qualifiziert sind. Darüber mal ein paar Worte (Artikel) zu verlieren, würde ich für erheblich sinnvoller halten. Auch weil man nie weiß, ob steter Tropfen den Stein nicht doch irgendwann einmal aushöhlt.
Die Medien sind nicht neutral und haben ihren, freundlich gesagt, mittelmässigen Ruf nicht damit erworben, sich nur willkürlich oder aus Prinzip in die Angelegenheiten Fremder einzumischen. Ihre Branche hat Verpflichtungen, und deshalb muss Ihre Story auch den richtigen Spin bekommen. Etwa ‚Adidas-Vorstand schönte Vita um seine Verbindung zu einer Kommilitonin zu vertuschen, die die Cousine des Elektronik-Krämers ist, der zwei Leuchtkörper verkaufte, die auf dem Redner-Pult von Pegida vor 3 Jahren installiert wurden.‘ Lassen Sie sich etwas einfallen.
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