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Lieber Her Buurmann, was macht der Mensch, wenn er es absolut für möglich hält, dass die menschliche Zivilisation durchaus in Zukunft etwas gebären könnte, dass noch schlimmer und umfangreicher in der Wirkung ist, als der Holocaust? Wie diese Befürchtung ausdrücken, unter Voraussetzung des Konsens, dass der Holocaust das bisher übelste war/ist, was die Menschheit bisher hervorgebracht hat? Steckt im zeitgenössischem Umgang mit dem Holocaust inzwischen vielleicht auch das versteckte ideologische Dogma, dass auch in Zukunft dem Holocaust kein Ereignis ihm diesen ‘Rang’ je streitig machen kann? Aber wie passte dies nun wieder zur aktuellen wokistischen Weltuntergangsstimmung und den Prognosen eines Klimatodes allen Lebens auf dem Planeten? Die schlampige und teils missbräuchliche mediale Verbratung des Holocaust ist tägliches Geschäft von Leuten, die politisch was auch immer durchsetzen wollen. So ist man als Coronamaßnahmenkritiker automatisch Antisemit, Rechter und natürlich auch Holocaustleugner. Denn so herum ist es ja erlaubt, den Holocaust in aktuelle Zusammenhänge zu stellen. (Denke gerade an Herrn Schuster). Und Nazi ist schließlich jeder, der Lauterbachs Frisur kritisiert. Immerhin kann man so schlimm sein, wie die Nazis damals. Aber schlimmer? Alles Spielchen und ein Mangel an Phantasie. Mit dem Umgang mit dem H. ist es so, wie wenn man das ‘einzigste’ statt ‘einzige’ sagt, oder ‘Supergau’ statt ‘Gau’. Warum es also nicht mal mit Mega - Hyper - oder Superholocaust versuchen? Testweise. War die 1:7 Niederlage gegen Deutschland für einen Fußballfanatiker etwa nicht der Superholocaust des brasilianischen Fußballs? Oder die Schulhöfe des neuen Deutschlands, auf denen “Jude” als das schlimmste Schimpfwort gilt. Auch da empfehle ich die Steigerungsform: “du Superjude”. Testweise.
@Zdenek Wagner: Danke!
Manche Begriffe verlieren ihre allgemeine Bedeutung, wenn sie in besonderem Zusammenhang Alleinstellung gewinnen. Dazu gehört, so empfinde ich, Holocaust, nämlich ausschließlich als Bezeichnung für den Völkermord an den Juden im Dritten Reich. So gab und gibt es immer wieder Genozide, aber nur ein einziger Holocaust hat stattgefunden. Endlösung klingt ähnlich, rutscht aber schnell, ungewollt anlehnend, in harmlosem Zusammenhang heraus. Besonders jedoch die Untaten an den Juden sollten mit nichts verglichen, geschweige gleichgesetzt werden. Denn sie sind für den Menschen der deutlichste Appell, seine niedersten Beweggründe rechtzeitig im Zaum zu halten.
@Joerg Machan: Ich begegnete dem Begriff “Holocaust” erstmals Ende der 1970er Jahre, als im Westen die (ziemlich verkitschte) Serie gleichen Namens ausgestrahlt wurde, was wir natürlich auch hier im Osten sahen. Bis heute habe ich die Hintergründe dieser m.E. völlig abwegigen Namensgebung nicht herausgefunden und je länger ich darüber nachdenken, um so obskurer erscheint mir der Begriff. Er verklärt den industriellen Massenmord zu einem kultischen Vorgang - warum? Wozu?
Tja, Herr Joerg Machan, nachdem eine TV-Serie über die Shoa mit dem “falschen” Titel Holocaust über die Bildschirme flimmerte, war fortan jeder Versuch der richtigen Bennenung vergebens…
Das Problem ist doch einfach zu lösen: In Zukunft wird “Holocaust” nur noch so geschrieben: ==> Holocaust®© TM (geschützte Wortmarke, widerrechtliche Verwendung ist strafbar!) Das klingt natürlich zunächst zynisch, aber damit wären die geschilderten Probleme aus der Welt geschafft, denn mir geht die Überhöhung dieses Begriffs auch gegen den Strich. Einige der Beispiele des Autors sind zwar tatsächlich banal und blöd, aber in einigen übertreibt er es m.E. mit seinem Impetus. Auch die Ausweitung auf “Konzentrationslager” gehört dazu. Irgendwann macht das den Begriff zu einem “Popanz”. Wer hat, und in welchem Interesse, das Dogma der Einzigartigkeit aufgestellt? Wer hat etwas davon? Und wenn es den Betreffenden so wichtig ist, die Einzigartigkeit dieses Begriffes zu wahren, und seine Verwendung für (unpassende) Vergleiche auszuschließen, bitte, dann sollen sie Ihn als Wortmarke schützen. Dann weiß man wenigstens, woran man ist. Ansonsten hätte man, nach Recht und Gesetz, den feinen Herrn Abbas direkt nach seinem Besuch beim Kanzler abfassen müssen, um ihn für die mißbräuchliche Verwendung des Begriffs zu belangen, aber dafür fehlte dann doch der Mut. Einfache Bürger, besonders wenn man sie vorher als Covidioten, Querdenker, und was da noch alles verwendet wurde, “entmenschlicht” hat, sind da doch viel einfacher zu traktieren, auch wenn sie sich nur einen gelben Stern angeheftet hatten. Schwerverbrecher eben.
Und wer bitte kämpft für die Abtreibung bis zum 9 Monat? Und was ist im sogenannten Impfstoff alles drin? Und was weiter sagt man Schwab nach? Ich vergleiche ja gar nicht, ich bin nur Populist und wundere mich sehr dass nicht mal einer von denen genaueres von sich gibt,quasi singt. Ist nicht letztlich doch alles nur Quatscherei? Nun aber schnell, sonst bleiben auch die Verbrechen der Gegenwart ungesühnt.
@Dr. Stephan Lehnhoff. Meine Zustimmung haben Sie. Verstehe nicht diejenigen, die nicht muede werden, ueber jedes hingehaltene Stoeckchen zu springen. ...
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