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„Es hat diesen Holocaust sicher in diesem Umfang mit sechs Millionen Getöteten gegeben. Wir haben diese Zahl durch Abtreibungen aber bereits überschritten.“ — Immerhin ein objektiver Vergleich! Die Inflation der Verwendung des Holocaustbegriffs als psychologisches Druckmittel durch die Verfechter seiner unvergleichlichen Einmaligkeit, die keine kulturelle Aneignung dessen zulassen wollen, haben es gleichzeitig stumpf gemacht. Für etwas gekämpft – am Ende die Beliebigkeit erreicht. Es gibt ein Recht auf Vergleich. Nur im Vergleich liegt ein Maß, sonst nennt man es maßlos. Wenn etwas einmalig wäre, ist alles einmalig. Es hat schon viele Dezimierungen von Völkern gegeben, allein an die Kriege gedacht, die durchaus vergleichbar und sogar größer waren. Was ist mit den zig Millionen Opfern des Kommunismus in Gulags, wo sie sich geschunden zu Tode arbeiten mussten, mit Kambodscha unter Pol Pot, mit den Ureinwohnern Nordamerikas, deren Reste in Reservaten oft in prekären Zuständen leben, was vorher soziokulturell nicht der Fall war. Und wie würden die (wie viele sind es?) Palästinenser auf dem fruchtbarem Boden der Küstenzone, wo nach biblischer Aussage „Milch und Honig fließen“, heute leben können statt auf dürrem Land, wenn das neue Israel mit altem Denken nicht über sie gekommen wäre? Man kann ein persönliches Faible für Israel und Juden haben oder Sympathie für einzelne, so wie man chinesische Küche mögen kann - über gerechte Statthaftigkeit der Politik sagt dies nichts. ■ Mittlerweile fragt sich, inwieweit das Judentum in Deutschland instrumentalisiert wird und die Publizistik diese Instrumentalisierung sogar anbietet, weil der letzte Joker die Antisemitenkarte ist – hat ja schon immer funktioniert und muss es deshalb ewig – mit der man erhofft, die zuletzt massenhaft eingewanderten Moslems zu verscheuchen. Bei vielen einschlägigen Leserkommentaren frage ich mich, ob es ihnen wirklich um die Juden geht oder nur um sich selber und die eigene, deutsche Kultur.
@R. Reiger: Es waren gar nicht 6 Mio. “Mitbürger”, sondern weit überwiegend Bürger fremder Staaten (v.a. Polen und Ukrainer), die von deutschen Soldaten besetzt wurden bzw. die sich mit Deutschland verbündet hatten. Von den einige hunderttausend deutschen Juden sind die meisten tatsächlich bereits vor dem Krieg aus Deutschland geflohen, bevor sie dann, falls sie es nicht nach Übersee geschafft hatten, vom Krieg und den Nazis wieder eingeholt wurden.
@Gerhard Straten : Volle Zustimmung Holocaust-Vergleiche sind m.E. nicht Tabu. Das Grauen des Holocausts wird nicht weniger schlimme, wenn man auf andere Verweise auf massenhafte Tötungen verweist. In der Regel will der Verglechnde nicht den Holocaust herunter spielen, sondern auf die schrckliche Dimension verweisen, die das ander Massentöten aufnimmt. Die Kritik an einem Vergleich ist aber angebracht, wenn es nicht um massenhaftes Morden geht. So ist aus der o.g. Liste jenes völlig deplatziert: Der vatikanische Kurienkardinal Renato Martino erklärte im Jahr 2010: „Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“. Oder das: Auf einer Internetseite der Partei „Die Linke NRW“ wurde im Jahr 2012 kurzzeitig behauptet: ”Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.” Auf einer Demonstration im selben Jahr für ein Nachtflugverbot, wurde ein Plakat hochgehalten, auf dem folgendes zu lesen war: „Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.” Anders dagegen das Thema mit dem Gelben Stern. Jedwede Kennzeichnungspflicht und Aushrenzung der Menschen aufgrund von Merkmalen erinnert nun eben an die Judenverfolgung, auch wenn es noch nicht zum Massenmorden gekommen ist.
Herr Buurmann, Sie kommen doch aus diesem Land.—Unsere Landsleute machen alles mit Bravour, besonders “gut” und genau. Also werden auch bestimmte Wörter als gewollte Betonung ge- oder missbraucht. Das zeichnet sie von anderen aus. Es ist wie mit den Lemmingen. Wenn der Sprung kommt, ist es zu spät. - Apropos zum Herrn aus dem Gaza. Wenn man so einen Herrn empfängt, von dem man weiß?, daß er an dem fürchterlichen Geschehen in München beteiligt war, verhaftet man ihn. Mord verjährt nicht. Hat da jemand mal dran gedacht??
Nichts anderes als die Nutzung des Holocaust ist die immerwährende Nennung des Wortes Femizid, insbesonder durch den links feministischen medialen Komplex! Angeblich so sprachsensible Frauen nutzen es, erstens, um durchaus zu verurteilnde Täter zu nennen und gleichzeitig ein ganzes Geschlecht zu diffamieren , als Nazis zu brandmarken und sich selbst als ewiges Opfer darzustellen. Dabei wird gern übersehen wird, dass die übergroße Mehrzahl deutscher Frauen dem Führer zujubelten, welcher die singulären Verbrechen und Massenmord an Juden plante und verkündete! Zur Erinnerung: Der Begriff Genozid wurde 1943 von R. Lemkin geprägt, um diese Einmaligkeit darzustellen! Die gewollte Ähnlichkeit des Begriffes beweist , dass sich ideologische Strömmung nicht von Mustern der Nationalsozialisten unterscheiden! Volksverhetzung durch sprachliche Annäherung und Vergleich von Dingen, die nicht zu vergleichen sind, aber das einmalig Böse und daher Vernichtenswert wenn zu kennzeichnen! Dazu passt die Kennzeichnung was Männer kosten durch den links medialen Komplex!
@ Gudrun Meyer - Danke, dass sie das Wort “Blutbad” (in der Synagoge zu Halle/Saale) nicht wiederholt haben. Es war dem Genossen Steinmeier sicher nur so herausgerutscht. Aber es diente dazu, kritische Bürger in Deutschland pauschal zu blutrünstigen Judenfeinden zu erklären - mit internationaler Wirkung! Ein unerhörter Vorgang! Das Zitat stammt aus seiner vielbeachteten Rede, die er in der Gedenkstätte Yad Vashem gehalten hat. Die Qualitätsmedien haben das geschluckt und sehen gelassen zu, wie die politische Opposition in Deutschland unter Generalverdacht gestellt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Als Psychiater erlaube ich mir, das Urheberrecht auf die “Zeitgeisteskrankheit” zu beanspruchen. Mit Steinmeiers “Blutbad” will ich nichts zu tun haben.
Mit dem „Impfgegner“ gehe ich z.T. mit. Nur ist in meinen Augen vice versa das Tragen des Gehorsamsfetzens im Gesicht der Neue Deutsche Gruß und der Impfpass mit dem Ariernachweis vergleichbar, ohne den man von der Teilhabe am Leben ausgegrenzt wurde und nach des Klabauterbachs Willen wiederum ausgegrenzt zu werden droht. Wie Henryk M. Broder sinngemäß u.a. im Servus-TV „Links, Rechts, Mitte“ äußerte, hätte es damals auch nicht mit Gaskammern angefangen, sondern mit dem Betretungsverbot für Kino, Theater, Restaurant, Parks usw., und es hätte damals so weit kommen können, weil die Leute damals so waren, wie sie heute sind.
Irgendwie haben die ja alle was erheiterndes, aber das mit der Büroangestellten gefällt mir am besten.
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