Seit Dienstag ertönen ungewohnte Rufe durch die Straßen von Beit Lahia und Jabalia: „Hamas raus“, „Wir wollen Frieden“, „Stoppt den Krieg“. Auf einmal wagen es Palästinenser, sich öffentlich gegen die Herrschaft der Hamas aufzulehnen.
Es sind Szenen, die Hoffnung machen – Hoffnung auf ein Erwachen, auf Selbstverantwortung, vielleicht sogar auf einen ersten Schritt in eine andere Zukunft für Gaza. Doch so ermutigend diese Bilder auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, sie werfen auch unangenehme Fragen auf.
Damals zogen tausende Palästinenser – darunter viele aus denselben Vierteln wie heute – feiernd durch die Straßen. Sie bejubelten die schlimmsten Gräueltaten an Juden seit der Shoah. Sie tanzten und spuckten auf Leichen, hielten Kinder als Trophäen hoch, verteilten Süßigkeiten zur Feier verschleppter israelischer Frauen und Kinder. Die Grenze zwischen Mitläufertum und aktiver Komplizenschaft verschwamm im kollektiven Rausch.
Heute fordern sie ein Ende des Krieges, klagen über Not, Zerstörung, Hunger – alles reale Leiden, unbestritten. Doch es ist der Krieg der Hamas, den sie nun beklagen. Es ist das Regime, das sie lange getragen, gewählt, gefeiert haben. Die Hamas herrscht seit 2007 mit eiserner Faust über Gaza – nicht durch einen Putsch, sondern durch Zustimmung und Unterstützung weiter Teile der Bevölkerung. Auch der 7. Oktober war keine Einzeltat eines Kommandos. Er fußte auf jahrelanger Indoktrination, religiösem Fanatismus und tief verwurzeltem Hass.
Bereitschaft zur Aufarbeitung
Jetzt, wo der Preis für diesen Hass spürbar wird, erwacht zaghaft der Protest. Organisiert über soziale Medien, niedergeschlagen von Hamas-Sicherheitskräften – aber immerhin: Es ist etwas in Bewegung. Es ist Widerspruch. Es ist – vielleicht – ein Anfang. Aber man muss wachsam bleiben. Die Geschichte der palästinensischen Gesellschaft ist voll von taktischen Wendungen, falschen Hoffnungen und Lippenbekenntnissen zur Mäßigung, sobald der Druck zunimmt. Entscheidend wird sein, was nach diesen Protesten geschieht.
Gibt es eine wirkliche Bereitschaft zur Aufarbeitung? Gibt es die Bereitschaft, sich dem mörderischen Antisemitismus, der „Nakba“-Ideologie, der Verherrlichung des „Widerstands“ mit Gewalt zu stellen? Oder bleibt es beim Ruf nach „Ruhe“, solange man selbst leidet – und beim nächsten Angriff auf Israel sind die Straßen wieder voller Jubel?
Man sollte sich von den aktuellen Protesten nicht täuschen lassen. Wer jetzt Hoffnung schöpft, muss gleichzeitig auf Aufarbeitung drängen. Ohne eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem 7. Oktober, ohne Distanzierung vom Terror, ohne ein radikales Umdenken in Bildung, Erziehung und politischer Kultur ist jeder Protest nur eine Fassade. Es ist gut, dass in Gaza gegen Hamas protestiert wird. Aber es ist zu wenig – und vor allem zu spät, um die Folgen von Schweigen, Zustimmung und Gewaltverherrlichung einfach ungeschehen zu machen.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Audiatur Online.
Gerardo Raffa ist Redaktionsleiter bei Audiatur-Online und Geschäftsführer der Audiatur-Stiftung.
Vor gut 2500 Jahren schrieb der Prophet Sacharja: „Wenn Aschkelon das sehen wird, wird es sich fürchten, und Gaza wird sehr angst werden, dazu Ekron, denn seine Zuversicht wurde zuschanden. Es wird aus sein mit dem König von Gaza, und in Aschkelon wird man nicht mehr wohnen, und in Aschdod werden Mischlinge wohnen. Und ich will den Hochmut der Philister ausrotten. Und ich will das Blut aus ihrem Munde wegnehmen und ihre Gräuel zwischen ihren Zähnen, dass auch sie unserm Gott übrig bleiben und wie ein Verwandter für Juda werden und Ekron wie die Jebusiter.“ (die Bibel, Sacharja Kapitel 9, Verse 5-7)
Heute noch schwer vorstellbar, aber irgendwann ist es soweit.
Zwei Schritte vor, einen zurück. An der Union kann es ja wohl nicht liegen. Schon seltsam. Ändert die Hamas ihre Taktik? Ich tippe auf grüne Einflüsterer.
„Lasst alle Geiseln frei, sofort!“ Wurde das skandiert? Nein! Also, fahrt zur Hölle!
hi, das Wesen des Islam ist seine Impotenz im Mitgefühl. Der Drops in Israel ist erst gelutscht, wenn jene „Religion“ vergessen ist – und keine Schwachköpfe mehr existieren. Das kann schneller gehen als man denkt.
Nachdem Islam/Daesh der schlimmste Feind der Moslems ist, machen wir ihnen klar: WIR sind eure besten Verbündeten gegen diesen Daesh. Lernt das gefälligst, dann geht es schon. Einige Palis im Gazastreifen scheinen das gerade zu begreifen und sie sagen: Hamas, hau ab. Die Israelis helfen ihnen gerne dabei. Da haben Palis und Israelis einen gemeinsamen Feind. Politisch hochinteressant, oder? Schade, dass man Gaza dafür erst platt machen musste – wie weiland die Deutschen, aber anders begreifen es die Schmocks eben nicht, porca miseria.
Ist wie mit den Deutschen damals: Die kriegten die Nazis, also ihresgleichen, auch nur los, weil sie alle Welt auf die Nuss hauten – von vorne der Russe in die Fresse geschossen, von hinten von den anderen die Hucke vollgebombt. Nachdem Islam/Daesh der schlimmste Feind der Moslems ist, sind die Israeli ihre besten Freunde. Um den Daesh endlich los zu werden, Inshallah.
Das sind ja Schnellmerker, diese Pälestina-Bewohner! („Volk“ nenne ich diesen Haufen bewusst nicht!) Jetzt, wo ihr Shithole-Country halb zerstört ist, überlegen die sich, dass es wohl nicht so zukunftsträchtig war, eine Mörderbande zur Regierung zu machen. Tja, ihr von Hass Verblendeten und Verblödeten, wer Wind säht, wird Sturm ernten. Ceterum censeo: Mit diesem Haufen sollte man endlich das machen, was dieselben mit den Juden in Israel machen wollten, sie nämlich ins Meer treiben!