Wolfgang Röhl / 06.03.2022 / 06:00 / Foto: oger S. Duncan / 94 / Seite ausdrucken

Vom Imagewandel der Prepper

Grüne und Linke sind besonders staatsgläubig. Der Prepper ist ihr natürlicher Feind, weil er dem Staat misstraut und individuell für sich selbst vorsorgt. In Zeiten steigender Stromausfälle erscheinen Prepper jedoch plötzlich sehr vernünftig.

Wer Vorräte hamsterte oder Notfallpläne für eine Katastrophe schmiedete, galt eine Zeit  lang als nicht ganz dicht. Manche machten ihn gar zu einer finsteren, rechtsextremen Figur. Jetzt, da längere Blackouts näherrücken, raten sogar Behörden, sich auf Schlimmes vorzubereiten.

Der Dezember 2010 war in ganz Deutschland sehr kalt. Das Weihnachtsfest brachte, wie man bei kachelmannwetter nachlesen kann, dazu noch die größten Schneemengen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, nur vergleichbar mit denen des Jahres 1981.

Meine Frau und ich bibberten oft erheblich, obwohl unser backsteinernes, reetgedecktes Haus an einem nordseenahen Deich gut isoliert ist. Ich schneeschippte mir ein Rudel Wölfe, um die Wege zum Haus einigermaßen passierbar zu halten. Streute dauernd Sand, damit mein Audi unter Hängen und Schliddern die Auffahrt zum etwas höher gelegenen Deichweg schaffte.

Dieser Weg besteht aus zwei befestigten Spuren und wird von allen Straßen der Umgebung zuletzt geräumt. Schon gar nicht regelmäßig, mag es auch schneien wie im zu Recht berühmten Schneewestern von Sergio Corbucci. Unsere schwachen Ortskräfte haben andere Prioritäten; gibt nicht viele Deichanrainer. Wer unbedingt entlegen wohnen möchte wie wir, muss eben sehen, wie er klarkommt.

Lebten wir hier in der Kalahariwüste?

Als es mit der Kälte und den Schneefällen immer weiterging, wurden die 700 Meter bis zur geräumten Landesstraße L 113, welche uns mit der Außenwelt verbindet, zum Risikotrip – Frontantrieb hin, Winterreifen her. Nur ein wenig vom mittlerweile vereisten Weg abkommen, und man würde über die Böschung in den Graben kegeln. Ich eierte, wenn Einkäufe im nächsten Ort unaufschiebbar wurden, mit angstschweißfeuchten Pfoten durch die gefrorene Landschaft.

Das erinnerte an den sogenannten „Jahrhundertwinter“ 1978/79. Zehntausende waren damals im Norden des Landes wochenlang von ungeheuren Schneemassen eingeschlossen.

Die Kältewelle im Dezember 2010 war allerdings eine glatte Frechheit vom Wetter. Sie hätte keinesfalls eintreten dürfen. Hatte Mojib Latif, einer der führenden Priester der Church Of Climatology, im Spiegel nicht bereits anno 2000 versprochen: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“?

Wir waren schwer enttäuscht von Mojib. Doch was half’s? Es musste weitergehen. Zum Glück gab es einen aus Hamburg zugezogenen Nachbarn, der als Zweitwagen einen betagten Landrover besaß. Wir hatten den Ex-Onkologen, der seinen Lebensabend am Deich verbringen wollte, wegen des rumpligen Oldtimers manchmal belächelt.

Lebten wir hier in der Kalahariwüste? War denn ein Krieg denkbar, vor dem nur verschont würde, wer sich durch Matschwiesen und Moore mit diesem Urtyp eines robust geländegängigen Fahrzeugs durchzuschlagen vermochte?

Eine Nachbarin lieh ihren Heizpilz

Bernd, Eigner des olivgrünen Vehikels aus GB, wurde zum Deichhelden. Seine Karre lief über den prekären Pfad wie am Schnürchen. Er schaffte Vorräte heran – zum Beispiel für zwei ältere Damen, die sich nicht mehr über den Deichweg trauten. Okay, möglicherweise wären wir auch ohne Bernd und seinen Landy nicht verreckt. Aber schöner war es doch mit knackigen Brötchen und frischer Milch und dem kleinen dummen Lokalblatt.

Meine Frau und ich hatten ein größeres Problem. Der Inhalt unseres 2.000-Liter-Gastanks ging umso schneller zur Neige, je länger die Kälte andauerte. Wir waren nicht vorsorglich gewesen.

Meine Frau bestellte Nachschub. Doch der Gaslieferant stellte sich stur. Ein schwerer, explosiver Tanklastzug könnte den vereisten Deichweg nicht gefahrlos befahren. Hinweise meiner Frau (Anwältin) auf Lieferpflicht fruchteten nicht. Ich verstand die Leute irgendwie. Einen Transport wie in „Lohn der Angst“ konnte man ihnen schwerlich abverlangen. Der Film – einer der spannendsten, der je gedreht wurde – geht bekanntlich nicht gut aus.

Indessen tendierte unsere Tankanzeige gen Null. Eine Nachbarin lieh ihren Heizpilz. Wir wärmten die Diele damit, schalteten fast alle Heizkörper auf Minimum, um Gas zu sparen. Wenn nämlich Leitungen einfrieren, weil die Heizung ausfällt, muss man im Frühjahr das halbe Haus aufstemmen. Am Ende hatte das Wetter ein Erbarmen. Mitte Januar bekam der fast geleerte Gastank endlich Stoff. Wir waren beglückt. Hatten aber die Lektion gelernt.

Wir wurden, nun ja, Prepper.

„Die Kunst zu überleben“

Prepper? Das Wort stammt von der Wendung to be prepared, vorbereitet sein. Quasi die Pfadfinderparole „Allzeit bereit!“, den Fans von Tick, Trick und Track und ihren Abenteuern mit dem Fähnlein Fieselschweif sehr geläufig. Das Substantiv Prepper war freilich bis vor ein paar Jahren hierzulande so gut wie unbekannt.

Was man im Westen Deutschlands seit den Fünfzigern und ihren Angstschüben kannte, war jenes Individuum, das im Garten einen Bunker bauen lässt und ihn mit Vorräten bestückt, um den Atomkrieg zu überleben.

In den Siebzigern beerbte es der salatautonome Typus des Bioschrats, der sich vom todgeweihten Spätkapitalismus radikal zu emanzipieren trachtete. Vor seiner Tür daddelte ein Windrädchen. Es lieferte Saft für eine 15-Watt-Funzel, hübsch auf den Punkt persifliert in der Komödie „Am Tag als Bobby Ewing starb“.

Unabhängig davon landete der Konditor Rüdiger Nehberg 1979 einen Megaseller mit dem Titel „Die Kunst zu überleben“. Darin stand mehr oder weniger geklautes Zeug aus dem „US Army Survival Handbook“. Man erfuhr, welche Würmer am nahrhaftesten sind und wie man sich im Notfall mit einem Outdoor-Messer faulende Extremitäten absäbelt. Das Buch schob eine Welle an.

Die große Survivalwelle jedoch verebbte irgendwann

Shops für Survival-Accessoires pilzten aus dem Boden. Sicher, auch in dieser Zeit grassierten Kriegsängste. Doch war der Aufstieg von „Sir Vival“ Nehberg zu einem der gefragtesten Talkshowtouristen vor Karl „The Doom“ Lauterbach mehr eine Modeerscheinung als echtes Preppertum.

Kaum jemand trug sich wirklich mit Gedanken, in die Wälder zu gehen. Selbst während der Tschernobyl-Hysterie schafften es die vor dem vermeintlichen Fallout Fliehenden allenfalls bis zur gut versorgten Hippieinsel La Gomera. Dafür las man umso eifriger das Buch „Walden“ von Henry David Thoreau.

Der Naturverkitscher und Faker seines Lebens (so richtig in der Wildnis hatte er nie gelebt) fasziniert bis heute eine Gemeinde, die das gleichnamige Magazin aus dem untergehenden Hause Gruner+Jahr abonniert hat. Die große Survivalwelle jedoch verebbte irgendwann, und Nehberg erfand sich als Indigenenschützer neu.

Wenn das Ärschlein kalt und die Playstation dunkel wird

Ist der Überlebenskünstler eigentlich eine populäre Figur, ein Rollenmodell? Teils, teils. Der Autor Harald Jähner hat in seinem hervorragend recherchierten Buch „Wolfszeit“ die deutsche Stunde Null dokumentiert, welche tatsächlich Jahre währte. In jenem Zwischenreich vor der Währungsreform, wo displaced persons aller Couleur massenhaft durch Ruinenlandschaften streunten, hatten nur Starke, wölfisch Entschlossene eine Chance, sich selber und ihren Clan durchzubringen.

Der Schwarzmarkthändler, der berühmt-berüchtigte „Kohlenklau“, der trickreiche „Organisierer“ dringend benötigter Waren, er war der Held dieser Zeit. Zugleich aber auch ein bisschen ihr Schurke. Wer zum Überleben taugt, demütigt ja unvermeidbar jene, die nicht so stark oder so gerissen sind. Viele Männer, die krank und traumatisiert aus Krieg und Gefangenschaft kamen, mussten mit der Kränkung leben, dass es ihre Frauen und ihre Kinder waren, die nun den häuslichen Laden schmissen.

Bei der Lektüre von „Wolfszeit“ sträubten sich jedenfalls mir, Jahrgang 1947, so einige Nackenhaare. Haben die Generationen, die den Babyboomern folgten, auch nur die theoretische Möglichkeit, einen tatsächlichen Ernstfall zu überstehen? Schneeflöckchen, die jetzt in ihren Safe Spaces aufwachsen, unfähig, auch nur eine vom Mainstream abweichende Meinung zu ertragen, was machen die wohl, wenn kein Strom aus der Steckdose kommt? Wenn das Ärschlein kalt und die Playstation dunkel wird? Kohlen klauen geht ja nicht mehr.

Die Karikatur des Drückebergers

Zurück zum Prepper. Je stabiler die Verhältnisse wurden oder wenigstens erschienen, je kollektiver und solidarischer sich die Bevölkerungsgemeinschaft nach dem Willen ihrer ideellen Gesamterzieher aufstellen sollte, dabei ständig Mantras von den wichtigen Aufgaben der Zivilgesellschaft murmelnd, desto mehr sank das Ansehen des rücksichtsfrei Solitären.

Wer in einer gutgesinnten Runde zum Besten gab, er werde sich im Falle eines Falles in ferne Gefilde verkrümeln und habe dafür Vorsorge getroffen, der galt bald als böser Bube. Als Wiedergänger des Herrn Ohnemichel, in der Ära Adenauer die Karikatur des Drückebergers, Nichtmitmachers.

Der Prepper stellt das genaue Gegenteil zur Berliner Republik dar. Nach deren Ausrichtung muss stets der Staat das Sagen haben, auch und gerade wenn es eng wird. Prepper dagegen möchten autonom entscheiden, was ihnen frommt. Grüne und Linke sind besonders staatsgläubig. Der Prepper ist ihr natürlicher Feind, weil er dem Staat misstraut.

Kein Wunder, dass Grüne und Linksradikale vor Jahren auf den Dreh kamen, über die Medien eine angebliche „rechte“ Prepperversion auf die politische Geisterbahn zu setzen. Die Prepperszene bestünde aus Kryptonazis, welche sich über Netzwerke von „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ im ganzen Land metastasenhaft verbreiteten.

Prepper seien asozial, staatsfeindlich, gewaltbereit und orientierten sich an stiernackigen amerikanischen Survivalisten, die in irgendeiner Waldhütte von Wyoming mit der Pumpgun im Arm auf den Tag X warten, da die überkommene Welt zusammenbricht.

Selbstredend existieren derlei Außenseiter. Nur nicht im Format einer schlagkräftigen, irgendwie relevanten Gruppe. Die gibt es allein auf dem Papier berufsmäßiger Absahner. Mit immer neuen, selbstgebastelten Butzemännern Geld aus öffentlichen oder privaten Töpfen zu erschleichen, vor freihändig erfundenen Gefahren zu warnen, das ist von jeher die Geschäftsidee der Firma Mahner & Warner.

Schnorrer können was erleben

Was meine Frau und mich betraf, so ließen wir uns nach den Erfahrungen des Bibberdezembers 2010 einen gusseisernen Kaminofen der Traditionsmarke Morsø in die Diele stellen, Leistung 5,2 Kilowatt. Das Ding, man glaubt es kaum, vermag das halbe Haus zu heizen. Zusätzlich bauten wir in den Wohnzimmerkamin eine Kassette ein, was die Wärmezufuhr verdreifachte.

Natürlich benötigen Kamine ordentlich Brennholz, womit mich teilweise mein Grundstück, sozusagen autark, beliefert. Zwecks Trocknung baute ich einen gut durchlüfteten Verschlag, später einen weiteren. Sind die Speicher gefüllt, reicht ihr Inhalt für zwei Winter. Sollte die angedrohte Klimaerwärmung tatsächlich eintreten, vielleicht für länger.

Keinesfalls werden wir, natural born preppers, uns an irgendeine Fernwärmeleitung anschließen. Fernwärme ist bei den staatsgläubigen Grünen deshalb so beliebt, weil der Staat damit ruckzuck die Temperatur vieler Wohnungen nach Belieben absenken kann, wie der schlaue Don Alphonso neulich in der Welt schrieb. „Frieren für Habeck“? Haben wir eher nicht vor.

Durst werden wir nie leiden müssen. Wenn das lokale Wasserwerk nach einem Blackout den Betrieb einstellt, bleibt uns ein großer, tiefer Teich, und zehn Meter vor dem Carport fließt ein Gewässer der Güteklasse I. Eine Pumpgun besitzen wir nicht, aber Äxte, Mistgabeln, Spaten, Hacken, Kettensägen. Sollten uns nach dem Tag X Schnorrer zum Beispiel aus Hamburg auf die Pelle rücken, können die was erleben.

Die gute alte Kerze kommt wieder zu Ehren!

Das Wunderbare ist nun: Wir Prepper sind inzwischen nicht mehr Parias, sondern eine angesagte Kaste. Seit geraumer Zeit – nicht erst seit dem Ukraine-Krieg – beginnt man in Berlin mählich zu schnallen, dass die Energieversorgung Deutschlands auf eine Katastrophe zusteuert. Was unabhängige, nicht mit dem ökoindustriellen Komplex verbandelte Energieexperten wie Achgut-Autor Manfred Haferburg, Daniel Wetzel oder Holger Douglas seit mindestens einem Jahrzehnt voraussagen, klopft schon vernehmlich an die Tür: ein Blackout, der die gesamte Infrastruktur schlagartig ausknipsen kann. Dass man mit Zappelstrom keinen Industriestaat unterhalten kann, dämmert nun auch manch schlichtem Gemüt.

Bücher und Filme zum Thema mogeln sich zwar noch um den springenden Punkt der Chose herum (in den Fiktionen ist nicht die „Energiewende“ am Blackout schuld, sondern zum Beispiel ein Hackerangriff). Doch allein die Tatsache, dass das Thema in die Unterhaltungsbranche sickert, spricht Bände.

Da ist es nur konsequent, wenn das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sekundiert. Wie schön, die" target="_blank" >https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvorsorge.pdf?__blob=publicationFile&v=15">die gute alte Kerze kommt wieder zu Ehren!

Gern erinnere ich mich an ein Interview bei gemütlichem Kerzenschein und kühlem Kingfisher-Bier, das ich mit einem Hotelier aus dem indischen Bundesstaat Madhya Pradesh führte. Seine noble Herberge wurde, wie die gesamte, nicht so edle Umgebung, jeden Tag stundenweise von der Stromversorgung getrennt. Im Hotel ward es dann ziemlich schnell reichlich warm, weil auch die Klimaanlagen nicht mehr arbeiteten. Wie er erfahre, wann es Strom gäbe und wann nicht? Garment let us know. („Garment” ist die indisch-englische Aussprache von Government, Regierung.)

Eine komplette Checkliste der Behörde über Notvorräte für zehn Tage erfreut nicht nur den Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch meine Frau und mich. Wir sind praktisch geadelt worden! Niemand wird mehr irritiert sein, wenn er unserer Notbevorratung (das sind vor allem nicht unerhebliche Weinreserven) gewahr wird.

Zeit, dass das BBK sich umbenennt. In Bundesamt für Blackout und Hamsterwirtschaft (BBH). Dieser Titel birgt das Flair der Zukunft.

Foto: Roger S. Duncan U.S Navy via Wikimedia

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Renate Bahl / 06.03.2022

Wunderbarer Artikel. Als Phillipsburg II abgeschaltet wurde, habe ich mit dem Preppen begonnen. Die Meisten machen sich gar nicht klar, was dann alles nicht mehr funktioniert. Kein Wasser aus dem Hahn, keine Klospuelung, kein Einkaufen, rien, nada, nichts. Kein Telefon, Handynutzung, auch wenn der Akku noch voll sein sollte. Nun, ich habe mich zurzeit für gut 2 Wochen bevorratet, aber werde es nun noch wegen der Lieferengpaesse und Folgen des Krieges in der Ukraine aufstocken. Auch für mine 2 Stubentiger ist entsprechend Vorrat vorhanden. Ich mag nicht an die Auswirkungen denken für Familien mit Kleinkindern und Senioren, die es unvermittelt erwischen wird. Ja, einen kalten Popo werde ich auch bekommen, aber ich habe vorsorglich einen Campingkocher mit Gascartouchen angeschafft, Sueppchen und Wasser zum Waschen kann erwärmt werden. Wasservorrat natürlich extrem wichtig. Wenn ich allerdings mit diesem Thema in meinem sozialen ankomme ernte ich Blicke, als käme ich vom Melmak.

Sabine Heinrich / 06.03.2022

@Wolfgang Richter: Auch ich trage nichts mehr mit - als lange Zeit Ausgestoßene, inzwischen Zwangsgeimpfte (weil ich noch ein wenig am Leben teilhaben wollte), die sich jahrzehntelang für andere eingesetzt und im Laufe ihres langen Lebens umgerechnet ca. 40.000€ für humanitäre/soziale Zwecke gespendet und anderen aus der Patsche geholfen hat. Vom 86maligen Blutspenden rede ich gar nicht erst. Bis zu meinen beiden Zwangsimpfungen war ich von heute auf morgen plötzlich eine Asoziale, eine Aussätzige, eine Egoistin, fast schon potentielle Mörderin, weil ich mir die Giftbrühe nicht habe spritzen lassen wollen. Ich werde nichts mehr mittragen, was machtgierige Psychopathen weltweit anrichten. - Am 10. März werde ich meine Tibet- Fahne raushängen, um damit an den brutalen Überfall der Chinesen auf Tibet zu erinnern. Aber wen interessiert das heute schon? Wer will es wissen, zumal wir von China in fast völliger Abhängigkeit leben? Vor den Chinesen gehen doch alle in die Knie. - Ich erinnere mich an eine äußerst beschämende Situation vor etlichen Jahren in Rudolstadt, der Stadt des Weltmusikfesivals - früher TFF genannt. Flaggen aller teilnehmenden Länder flattern dort Anfang Juli rund um das Rathaus - seinerzeit auch die tibetische. Protest von chinesischer Seite - sie würden ihre Künstler sofort abziehen, sollte die tibetische Flagge nicht eingeholt werden- und was geschah? Natürlich - statt sich stark zu machen für die unterdrückten Tibeter, knickten die Verantwortlichen ein. Da war kein Kommunist Wecker vor Ort, der 2006 über die Euphorie der Fußball-WM- wehklagte und das Schwenken der Deutschlandfahnen verächtlich machte. Oh - wo ist er, wo sind all die kommunistischen “Kulturschaffenden” eigentlich? - Ich bitte erneut, meine Ausschweifungen zu entschuldigen bzw. sie gelassen zu erdulden! Danke. S.H.

Thomas Schmied / 06.03.2022

Damit Dekadenz verschwindet, braucht es das Schmirgelpapier existentieller Not.

Mona Müller / 06.03.2022

Sehr geehrter Herr Röhl, schön geschriebener Artikel. Vielen Dank auch an die meisten Mitkommentatoren für die vielen hilfreichen Tips! Ich bin schon seit einigen Jahren vorbereitet, auf das, was da kommt. Es war abzusehen, bei der Regierung und der immer schlechter werdenden Organisation der kritischen Infrastruktur. Nix läuft doch mehr in D. Ich habe vor 2 Jahren meiner Familie und wirklich guten Freunden geraten, sich einen sinnvollen Vorrat anzulegen. Die meisten haben mich mich großen Kuhaugen angesehen und belächelt. Eine meiner Nichten, 34, sagte: ich brauche keinen Vorrat, ich gehe im Unverpackt-Laden einkaufen, die haben da alles. Damit ist alles gesagt. Es ist gut, bevorratet zu sein. Und ich glaube auch, daß es einige Zeit dauert, bis die Unvorbereiteten mich in Dithmarschen überfallen, die müsen sich erst mal sortieren. Dosenravioli haben wir keine, dafür: Dosenbrot (Mestemacher), Fischdosen, Dosenwurst, eingekochte Marmeladen, Gefriergut, eingelegte Zucchini und Kürbis, eingekochte Tomatensauce aus eigener Ernte und vieles vieles mehr. Außerdem haben wir einen kleinen Räucherofen. Ich finde es auch gut, wenn es hier auf achgut mehr Infos zum Vorbereiten gibt. Die Werbung vom BBK im TV Ende letzten Jahres zeigt für mich deutlich, wo es hingeht: in den Abgrund. Ich habe in meiner Lehrlingszeit Anfang der 80er Jahren gelernt: Man ist nur so gut, wie man sich vorbereitet hat. Viele Grüße Mona

G. Böhm / 06.03.2022

Habe gerade Nachrichten fremdgeguckt und stelle mir gerade die Frage, ob wir mit einer Regierung, die uns durch direkten Eingriff in Kampfhandlungen auf dem Boden und/oder im Luftraum über der Ukraine in einen Krieg führte einfach so weiter machen können?

Ruth Rudolph / 06.03.2022

Ob Herr Heusgen wohl auch bereit ist zu frieren. Wenn Dämlichkeit weh täte, würde die Mehrzahl der Deutschen Tag und Nacht schreien. Ob die Ukrainer bereit wären, wenn es anstünde, für uns das Gleiche tun? Mit Sicherheit nicht. Und, oh wie passend, kann die Gurkentruppe in Berlin jetzt das Energiedilemma Hernn Putin in die Schuhe schieben. Die schaffen es noch, dass ich Herrn Putin sympathisch finde.

Karla Kuhn / 06.03.2022

T. Schneegaß  “Unser Land, die Menschen, die sehr solidarisch mit den Ukrainern sind, die würden das auch mittragen, wenn bei ihnen es in der Stube etwas kälter würde”. Quelle: EP. Wahrscheinlich hat der Type einen Hintergedanken bei seinem elendem Geschwafel !  Ist die STUBE etwas kälter, bekommen viele Mensche eine Erkältung und werden dann, DANK der falschen TESTS als CORONA POSITIV in die Krankenhäuser eingeliefert , damit offenbar die Betten wieder belegt werden, es viel Knete dafür gibt und ENDLICH die ZIG MILLIONEN SPAHNSCHEN Abschiedsgeschenke an den Mann gebracht werden können. Tja, die sogenannten INZIDENZEN steigen ja schon wieder, wie GERUFEN !! NICHT zu fassen, WAS sich alles ungestraft bei uns äußern darf.

Gottfried Stutz / 06.03.2022

Es wird, nicht nur in Dummland, sondern in fast ganz Europa, das Licht ausgehen.Weil der ganze Kontinent strommässig vernetzt ist. Und es wird schlimmer sein, als wir hier auf der Achse uns das ausmalen können. Die Strassenkleber und Klimahüpfer werden es nicht begreifen. Wer länger als 2 Tage nichts zu trinken hat oder länger als 7 Tage nichts zu essen, der krepiert einfach. Das muss man leider so krass ausdrücken. Jemand, der 3 Tage nichts zu Essen bekommt, der verliert unheimlich schnell seine Kraft, das war’s dann auch mit dem Prepper überfallen. Als Prepper muss man schauen, dass man 5-7 Tage überlebt, und zwar so, dass keiner was davon mitbekommt. Also auch nicht auf dem Balkon den Gas- oder Holzgrill anwerfen, danach geht das ganz in Ruhe und hervorragend friedlich. Licht eh nicht, einfach eine Woche am Minimum leben. Das sollte vorher unbedingt ausprobiert werden, solange noch alles funktioniert. Versuchen, mit dem Auto zu flüchten ? Wohin? Das wird nicht funktionieren. Wer hat denn schon immer einen vollen Tank, bei den momentanen Spritpreisen sowieso. 90% werden irgendwo liegenbleiben, man bekommt ja nirgends mehr Sprit, diese Vehikel verstopfen dann die Strassen und das war es dann mit der Mobilität, nicht mal E-Autos fahren mehr. Wer hat noch Bargeld zu Hause? Am Bankomat wird nichts mehr gehen, Ende, Out. Übel wird das Ganze für Bewohner in Hochhäusern und im Winter. Man stelle sich nur vor, in so einem Wohnklo funktioniert keine Heizung und irgend ein Depp macht ein offenes Feuer in seiner Wohnung. Feuerwehr gibt es sicher nicht mehr, Ordnungskräfte oder sonstiges entfällt. Der ganze Staatsapparatschik zerfällt. Mir tut Karl Klabauterbach jetzt schon leid, dann kann er sich nicht mal mehr öffentlich artikulieren…

Mats Skinner / 06.03.2022

Wir haben früher alle Räume mit Kohle geheizt, das hieß, morgens die Asche ziehen, dann Anheizen, am offenen Fenster eine paar Kniebeugen machen (wie Frau Merkel jüngst den verweichlichten Kids geraten hat), den Ofen fast schließen, wer Lust auf eine geile Kohlenmonoxidparty am Nachmittag hatte, schloß die Ofentür ganz fest zu und ab in die Schule, vielleicht noch eine Schneeballschlacht auf dem Weg und dann lange Unterrichtsstunden, in denen einem vom aufmerksamen Zuhören der marxistisch-leninistischen Zukunftsvisionen warme Ohren beschert wurden.Der Gruppenzusammenhalt war so stark, dass sich nie jemand über zwischenmenschliche Kälte zu beschweren gewagt hätte.Das tragen ja heute noch viele in ihrem Herzen und zehren davon. Die Weitsicht der damals tonangebenden Klasse haben wir es zu verdanken, dass es uns ein Leichtes ist, zwischen staatsfeindlichem Preppen und linientreuem Hamstern zu unterscheiden. Es ging Hand in Hand mit der Vorratshaltung von Obst und Gemüse (immer garantiert regional, da aus dem eigenen Garten) in Form von Einwecken und Einkochen, rechtzeitigem Anstellen in die lange Schlange beim Bäcker, wenn nachmittags das frische Brot verkauft wurde, bis zum kindlich, naiven Blick in die sonst so öde Kohlauslage beim Obstladen, um doch mal eine Banane oder Apfelsine zu erwerben. Aber jeder nur eine! Fiel der Strom aus war es dank der Kohlevorräte, zumindest für den laufenden Winter, dennoch kuschelig warm und die Einkellerungskartoffeln retteten die Gemüsesuppe. Auf so eine verrückte Idee wäre niemand gekommen, jemanden wegen seiner Um- und Weitsicht zu verteufeln. Dann müssten ja heute alle Hamster und andere Tiere, die für den Winter Vorräte anlegen, mit dem medialen Bannstrahl der politisch Korrekten belegt werden. Schade, dass am Freitag immer Physikunterricht stattfindet, da wird der Energieerhaltungssatz und nicht die Energieerneuerung gelehrt. Allerdings nur in geschlossenen Systemen, wenn einer den Ar**** offen hat, geht schon mal was verloren.

H.Roth / 06.03.2022

In Krisenzeiten werden die ärmeren Osteuropäer besser zurechtkommen, als die westliche Gesellschaft. Meine Beobachtungen und Erfahrungen in Rumänien sind, dass auch ein guter Teil der Stadtbevölkerung noch eine ausgeprägte Vorratshaltungskultur pflegt. Ausgenommen die Roma, die von dem leben, was gerade da ist. Sie sind immer noch stark als Sammler in der Natur aktiv. Im Gegensatz zu uns westlich geprägten Menschen, sind sie an einfache bis einfachste Lebensverhältnisse gewohnt, ein Vorteil gegenüber dem deutschen Prepper. Mich hat das Gespräch mit einem alten Bauern, einem Siebenbürger Sachsen, sehr beeindruckt. Er sagte, dass sie noch vor 50 Jahren immer so gewirtschaftet hatten, dass sie im Notfall zwei Jahre davon leben konnten, also Tiere und Vorräte und sogar Tierfutter. Das ist Unabhängigkeit! Wie weit sind wir urbanen Kleinkühlschrankbesitzer doch von solchen Überlebensstrategien entfernt.

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