Dem kritischen Radiosender Kontrafunk wurde ohne Begründung das Konto gekündigt.
Im März feiert der in der Schweiz beheimatete Kontrafunk („Die Stimme der Vernunft“) sein dreijähriges Bestehen. Pünktlich zu diesem Jubiläum hat nun die Volksbank aus Pirna bei Dresden dem Radio, das sich als kritische Alternative zum Mainstreamprogramm der Öffentlich-Rechtlichen versteht, das deutsche Bankkonto gekündigt.
Auf „Nius“ äußerte sich der frühere ZDF-Moderator Peter Hahne, der seit Jahren gegen den Mainstream zu Felde zieht, zu dem Fall. Er habe den Original-Kündigungsbrief der Volksbank gelesen. Der Brief habe keinen Grund für die Kündigung angegeben und sei nur mit zwei „hingekritzelten“ Unterschriften versehen gewesen, ohne dass, wie üblich, der „Klarname“ der Verantwortlichen aufgeführt worden sei. „Sie bekennen sich noch nicht mal dazu“. Hahne sieht darin einen „Rückfall in die 1930er Jahre“.
Über den Wirtschaftshahn werde die Meinungs- und Pressefreiheit kaputt gemacht. Hahne forderte die Volksbank auf, die Kündigung unverzüglich zurückzunehmen. Falls dies nicht geschehe, sei dies ein „unglaublicher Anschlag auf die Presse und Meinungsfreiheit“. Vom Kontrafunk wurde der Vorfall bislang nicht inhaltlich kommentiert. Auf der Homepage des Senders wird nur auf das in Euro lautende Bankkonto des Senders bei einem Schweizer Institut verwiesen, auf das weiterhin problemlos Spenden im Rahmen des gesamteuropäischen SEPA-Systems überweisen werden könnten.
