Das Statistische Bundesamt meldete am Montag, dass 11,7 Prozent der Bevölkerung im letzten Jahr in überbelegten Wohnungen gelebt hätte. Niemanden dürfte wundern, dass diese Zahl in den letzten fünf Jahren gestiegen ist, 2020 mussten, der amtlichen Pressemitteilung zufolge, noch 10,2 Prozent der Einwohner, in Wohnungen leben, „die für die Zahl der Personen zu wenig Zimmer hatten“, wie es beim Bundesamt heißt. Wahrscheinlich würde der Unterschied im Vergleich mit den Zahlen vor 2015 noch drastischer ausfallen. Aber da wurden diese Zahlen nach dem hier angewandten Standard noch nicht erhoben:
„Bei den Angaben zur Überbelegung handelt es sich um Ergebnisse der seit 2020 in Deutschland als Unterstichprobe in den Mikrozensus integrierten europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (European Union Statistics on Income and Living Conditions, EU-SILC). EU-SILC ist die amtliche Hauptdatenquelle für die Messung von Armutsgefährdung und Lebensbedingungen in Deutschland sowie in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.“
Doch zurück zu einer der wesentlichen, wenn auch ungern ausgesprochenen Ursachen der anschwellenden Wohnungsnot. Wer Menschen mit dem Anreiz üppiger Sozialleistungen einschließlich der Kosten für eine Behausung dazu einlädt, in großer Zahl ins Land zu kommen und zu bleiben, aber nicht für Wohnungsbau in adäquaten Größenordnungen sorgt, muss sich darüber nicht wundern. Die folgende amtliche Feststellung ist also keine Überraschung:
„Erwachsene mit ausländischer Staatsangehörigkeit zählen zu den besonders von Überbelegung betroffenen Gruppen: In der ausländischen Bevölkerung ab 18 Jahren war der Anteil in überbelegten Wohnungen 2025 mit 30,8 % knapp fünfmal so hoch wie unter deutschen Staatsangehörigen ab 18 Jahren (6,7 %).“
Familien mit Kindern überdurchschnittlich betroffen
Der deutlich gestiegene Bedarf an bezahlbarem Wohnraum erhöht den Konkurrenzdruck auch auf die hier schon länger Wohnungssuchenden. Wer darunter am meisten leidet, ist ebenfalls nicht überraschend „Auch armutsgefährdete Menschen (27,4 %) zählen zu den besonders betroffenen Gruppen.“
Ebenfalls schwerer haben es Eltern mit Kindern, eine Wohnung in angemessener Größe zu finden. Je mehr Kinder, desto schwerer ist es. Und – das ist auch in jedem deutschen Ballungsraum leicht auf der Straße zu erkennen – Familien mit vielen Kindern gibt es hierzulande vor allem unter Zuwanderern. Die autochthone Bevölkerung hat hingegen bekanntlich dafür gesorgt, dass Deutschland jüngst mit den geringsten Geburtenzahlen seit Kriegsende Schlagzeilen machte. Zum Wohnen mit Kindern auf beengtem Raum heißt es amtlich: „Wer in einem Haushalt mit Kindern lebt, war 2025 mit 17,6 % überdurchschnittlich betroffen. Menschen in Haushalten ohne Kinder lagen mit 7,2 % unter dem Durchschnitt (11,7 %). Und: „Unter den Haushalten mit Kindern waren zwei Erwachsene mit mindestens drei Kindern (32,1 %) sowie Alleinerziehende und deren Kinder (29,6 %) mit am stärksten von beengten Wohnverhältnissen betroffen.“ Und wie ist es ohne Kinder? „Unter den Haushalten ohne Kinder lebten zwei Erwachsene (3,3 %) 2025 anteilig am seltensten in überbelegten Wohnungen. Unter Alleinlebenden war die Quote mit 12,6 % deutlich höher.“
Ist jede Einzimmerwohnung überbelegt?
Sind so viele Alleinlebende in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht? Oder ist hier die Frage angebracht, ab wann eine Einpersonenwohnung als überbelegt gilt? „Gemäß EU-SILC-Definition gilt die Wohnung eines Einpersonenhaushalts als überbelegt, wenn es nicht mindestens zwei Zimmer, also etwa ein getrenntes Wohn- und Schlafzimmer gibt.“ Damit wäre jede vermietete Einzimmerwohnung automatisch überbelegt, oder? In Zeiten in denen für Tiny Houses und Mikroappartments geworben wird, wirkt diese Bemessungsgrundlage ja noch wie aus der guten alten West-Wohlstandszeit stammend. Apropos, da fällt mir noch zum Schluss eine passende Anekdote für all jene ein, die gern empfehlen, das Wohnungsproblem auf sozialistische Art zu lösen:
Anfang der achtziger Jahre hatte ein junges Paar, das in Ost-Berlin in einer kleinen Altbau-Einzimmerwohnung lebte, das Wohnungsamt bestürmt, ihm eine größere Wohnung zuzuweisen. So etwas wie einen freien Wohnungsmarkt gab es nicht, ohne Zuweisung vom Wohnungsamt durfte man legal keine Wohnung beziehen. Offenbar hatten die beiden dem Amt die Unzumutbarkeit ihrer Lebensumstände so drastisch geschildert, dass von dort eine Mitarbeiterin geschickt wurde, um die Dringlichkeit einer neuen Wohnung vor Ort zu prüfen. Das Ergebnis der Ortsbegehung fasste die Dame vom Amt dann mündlich so zusammen: Ihre Wohnung ist nicht zu klein, Sie haben nur zu viele Möbel.
Beitragsbild: Oxfordian Kissuth - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine kleine Rechnung vor Steuern:
Vergleichen wir mal die Verzinsung eines Vermögens, die sich durch einen absoluten Standard-Fond, den MSCI World UCITS ETF USD, ergibt, mit der Verzinsung die sich durch Miete ergibt:
Der MSCI World UCITS ETF USD steht nach einem Jahr (Stand heute, auf drei Jahre sind es 175 %) bei 128 %, er hat also + 28 % in diesem Jahr gemacht.
Hat einer hier 500000 € investiert, dann hat er heute 640000 €, also 140000 € mehr.
Wenn er dafür, also für 500000 €, in München eine Wohnung gekauft hätte und durch Miete 140000 € pro Jahr machen wollte, dann müsste er satte 11000 € Miete monatlich verlangen. Korrekturen hierbei sind zum einen, dass man immer einen Teil der Miete zurücklegen muss, für Sanierungen, zum anderen haben Immobilien Wertzuwachs, was aber in letzter Zeit stagniert.
Es bleibt schon so ungefähr dabei: Er müsste bei gleicher Verzinsung für die Wohnung so 11000 € Miete monatlich verlangen. Das ist unmöglich.
Das Problem ist: In Deutschland sind Immobilien zu wenig und Grundstücke sind und bauen ist zu teuer. So werden zu wenig Wohnungen gebaut und die Sache wird noch knapper und noch teurer.
Ursächlich: Man kann in Fonds weltweit investieren, da wo die Wirtschaft boomt; die Wohnungen brauchen wir aber hier, wo die Wirtschaft stagniert.
Warum hält sich der DAX, er steht als Kurs-Index (weil das weltweit alle anderen Indexe auch sind) nach drei Jahren immerhin bei 140 %? Nun, nimmt man alle DAX-Unternehmen, so befanden sich 2023 nur noch so 30% (!) der Vermögenswerte (Fabriken, Büros und Maschinen) in Deutschland. So schreibt DWS am 18. Juni 2024 zum DAX: Warum der DAX auch WAX = Weltaktienindex heißen könnte … so überleben die Firmen.
Übrigens: Nimmt man wieder den MSCI World, so haben wir einen US Anteil von 72,30%, der deutsche Anteil ist 2,33%; alleine Apple ist fast doppelt so viel als alle 40 DAX Konzerte (!) zusammen.
Unerschwinglicher Wohnraum ist in der Tat ein Merkmal für eine stagnierende Wirtschaft.
Sollen bloß in den Städten bleiben …
Woran liegt es? Am zwangsneurotisch-suizidalen Import des globalen Pöbels? Oder ist die richtige Antwort zu einfach, womöglich noch diskriminierend. „Ich seh zu viele feiste Gesichter. Da müssen dioe Zügel wohl mal wieder angezogen werden.“ Erich Kästner, Die Schule der Diktatoren. Ich bin natürlich kein Diktator. Aber zu viele feiste Gesichter sehe ich auch. In der Politik.
Im ländlichen Beitrittsgebiet soll es viel Leerstand geben. Und viel Willkommenskultur. Mein Geheimtipp!
Das Problem liegt in der Definition DIN 276/277 und EU-SILC-Definition.
-->>„Die EU-SILC-Definition (Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen) definiert eine Mindestgröße für Wohnraum nicht direkt über Quadratmeter, sondern über die Anzahl der verfügbaren Zimmer im Verhältnis zur Haushaltsgröße.“ <<--
Demzufolge gibt es auch SILC Wohnraum von 2qm, eine Abstellkammer als Wohnraum!
Deutschland war schon vor 30 Jahren Kinderfeindlich. Der Spiegel, Stern haben monatelang darüber Artikel geschrieben.
Letztlich wollen sie weiterhin jede öffentliche Fläche einer Stadt privatisieren und die lebens- und menschenfeindliche Stadt zwecks unendlicher Geldgier ausbauen.
Rathäuser sind Profit-Center, das Grundbuchamt! Mal wieder ganz üble Propaganda, Fake Infos vom Statistische Bundesamt.
Papperlapapp. Gehen Sie mal durch die Neubaugebiete im Berliner Norden (Spandau, Hakenfelde, Siemensstadt) mit tausenden neuen Wohnungen und schauen sich mal die Klingeltablaeus an… mehr darf man ja nicht mehr schreiben.
Die Unterstützer der Masseneinwanderung haben nicht mitbekommen, daß die meist für den Arbeitsmarkt hier Unqualifizierten, weder eine Wohnung, noch einen Arbeitsplatz mitbringen. Bei den Wohnungen führt das zu Zuständen wie 1946ff. und da es die massenhaften Hilfsarbeiterjobs nicht mehr gibt, statt Arbeit in die Sozialhilfe.