Henryk M. Broder / 15.03.2020 / 14:00 / 29 / Seite ausdrucken

Viva Italia!

So schwer die Situation für die Italiener auch sein mag, umso schöner sind die Videos, die gerade auf Twitter und Facebook um die Welt gehen. Die Menschen in den Sperrzonen stimmen gemeinschaftlich italienische Lieder an, sie stehen singend auf ihren Balkonen oder an ihren Fenstern und versuchen so zusammen, der Quarantäne zu trotzen.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Christel Beltermann / 15.03.2020

Spitze! Fröhlich und selbstbewusst. Etwas, dass hier zu schwach ist.

W.Mayer / 15.03.2020

Sehr geehrter Herr Broder. Ich schätze Ihre Kritik und Ihre Denkansätze. Könnten sie sich auch mit meinem anfreunden?? Den hilflosen Regierungen konnte doch nix besseres passieren als Corona. Niemand kommt raus und keiner kommt rein oder will der Estragon die Volkswanderer in Gebiete entlassen die Coronaverseucht sind?? Oder wollen Volkswanderer in verseuchte Gebiete einwandern?? Oder will irgendwer Menschen einreisen lassen die eventuell Träger diese Trojanners sind?? Niemand. Also ... eine winn/winn-Situation für alle außer ... den Estragon und die Wanderer.

Esther Burke / 15.03.2020

Schon vor ein paar Tagen - bevor ich das von Italien hörte - hab ich für mich beschlossen, jeden Tag das Fenster zur Straße aufzumachen und ein paar schöne Lieder auf dem Klavier zu spielen ...Einladung an alle Musikanten,  es auch zu tun ( mit welchem Instrument auch immer )! trotzdem ! oder gerade jetzt ! gegen die “social isolation” (so tolles deutsch !)

Dirk Jungnickel / 15.03.2020

Die Italiener haben meines Wissens auch keine AfI. In Old Germany kann man doch problemlos die Attacke des Corona - Virus der AfD in die Schuhe schieben. Sie wird ihm mit radikalem Gedankengut Tür und Tor geöffnet haben, denn Hass und Elend beginnen bekanntlich im Kopf. Bevor man Erkrankte isoliert sollte man nun nicht mehr länger zögern und AfD - Mitglieder und deren Sympathisanten internieren. Vorzuschlagen als Koordinator bzw. Propaganda - Beauftragter wäre der Stieffilius von Rudolf Augstein.

Chr. Kühn / 15.03.2020

Ich singe jetzt einfach mal “Land der dunklen Wälder”. Anzeige und Einweisung in 3…2…1…

Hans-Peter Dollhopf / 15.03.2020

Es ist schon spät. Darum wird mein Leseranliegen womöglich nicht mehr berücksichtigt. Aber an anderer Stelle ist morgen ja auch noch Gelegenheit dafür! Jedenfalls fand sich auf der Online-Ausgabe des Daily Telegraph folgende curiosity: “A nation confronting its own mortality needs spiritual leadership. So where is Justin Welby?” Man muss dazu sagen: Justin Welby ist der britische Bedford-Strohm! Doch beim Heinrich sieht es aktuell angesichts Panik, Trostbedarf und leerer Klopapierregale mit bereits bezahlter seelsorgerischer Hirtentätigkeit auch kaum anders aus. Was machen die den ganzen Tag auf Kosten der Kirche? Gammeln, oder was? Hey Leuchten, euer Einsatz ist gerade verlangt. Trost bitte, Heinrich!

Peter Petronius / 15.03.2020

In “Quo Vadis” zeigte sich Nero in der Arena empört und zugleich erstaunt darüber, daß die Christen im Angesicht ihres Todes singen. Auch ich bin über das Singen der Italiener verwundert, wo uns doch in etlichen Weltuntergangsfilmen das “Wir müssen ficken, ficken, ficken!” (Marcel Reich-Ranicki) verhießen wird. Gewiss ist der Austausch von Körperflüssigkeiten in Zeiten einer Pandemie eher kontraproduktiv, aber wenn’s eh dem Ende zugeht ...?! Ich glaube, daß es in Deutschland deshalb still ist, weil hier der Klassiker FFF, also “Fressen! Ficken! Fernsehen!” angesagt ist.

Johannes Schuster / 15.03.2020

Wisst Ihr was, ich sing jetzt ganz laut: Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich ja bin auch ich, schwarzbraun (mit Migrationshintergrund)  muß mein Mädel sein, gerade so wie ich. Coro - ni coro - coro - na jahaha coro ni coro coro na duwidi. Oder Marika Rökk: Ein Leben aus Fieber geboren, Coro na - Coro - na. Wer es kriegt ist für alle Zeiten verloren - Coro - na oh -je. ODER der Renner: Zara Leander: Davon geht die Welt nicht unter.  Wer singt mit ?  Corona ist nur eine unglückliche Liebe, sie ist der Viren schönster aller Triebe, sie ist eine wahre Wucht und des Menschen eigne Zucht. Rumpa puff da puff.

Hans-Peter Dollhopf / 15.03.2020

Von Bob Dylan fällt mir da ein Lied ein. Corrina, Corrina. Man könnte das so singen: Corona, Corona - Gal, where you been so long? - Corona, Corona - Gal, where you been so long? - I been worr’in’ ‘bout you, baby - Baby, please come home. Wie wäre es mit Mittelalter-Rock? Ich erinnere mich an dieses Konzert von Ougenweide vor finfzig Jahr,vor finfzig Jahr, als ich noch ein Lausbub war. Deutsch-Folk. Oder Lieder aus der Revolution von 1848, die Gedanken sind frei. Oder die alten Lieder der Protestanten etwa. Ein feste Burg ist unser Gott, “er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.” Ich könnte sofort zusammen mit dem Chor der Antifa und jederzeit die von Kurt Weill vertonten Texte von Brecht ausposaunen, ihr Haifische, weil ich die auswendig kann.  Kürzlich marschierte nämlich hier vor Ort die MLPD-SA auf, machte einen auf Fahne hoch, Reihen dicht geschlossen, MLPD marschiert mit festem ... wacht auf, Verpeilte dieser Erde! Singt Eure Lieder. Es darf auch Schiller sein. “Brüder überm Sternenzelt muß ein lieber Vater wohnen.” Absoluter Bonzen-Chill-out in Brüssel. Kann vdL überhaupt Apparatschikkaraoke? i want my money back

Thomas Schmied / 15.03.2020

Die Leute singen, durchbrechen die Stille der Isolation - ohne dass ihnen jemand gesagt hat, dass das ok ist! (Es könnte ja auch als rassistisch gelten, italienische Lieder laut in italienischer Sprache zu singen o.Ä..) Jetzt müssten noch zwei Wochen Glotze, Computer und Smartphone ausfallen und die Bevölkerung würde wieder damit anfangen (müssen), selbstständig zu denken…

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 27.05.2020 / 11:00 / 53

So macht ein Puffbesuch keinen Spaß!

Corona hat unser Leben neu formatiert. Da ich schon immer im Home Office gearbeitet habe, hat sich für mich nicht viel verändert. Ich gehe jetzt…/ mehr

Henryk M. Broder / 23.05.2020 / 14:00 / 41

Mein Briefwechsel mit Robert Habeck

Nun ja, von einem Briefwechsel im eigentlichen Sinne des Wortes kann keine Rede sein, denn ich musste Robert Habeck in den Schwitzkasten nehmen, bevor er sich…/ mehr

Henryk M. Broder / 22.05.2020 / 13:00 / 16

Ein Schwein für alle! Am Samstag im Literaturcafé in der Fasanenstraße

Nach zwei Monaten Shutdown hat das Café im Literaturhaus in der Fasanenstraße 23 wieder geöffnet. Neben dem Café Buchwald in Moabit eines der letzten richtigen…/ mehr

Henryk M. Broder / 20.05.2020 / 06:00 / 136

Lieber renitent als flatulent

Der plötzliche, geradezu panikartike Abgang von Johannes Kahrs aus dem Bundestag hat eine Lücke hinterlassen, von der ich annahm, dass es Jahre dauern würde, bis…/ mehr

Henryk M. Broder / 19.05.2020 / 12:00 / 82

Hartz-4 ist für alle da!

Wie ich an dieser Stelle bereits geschrieben habe, gehören die Magazine brisant (ARD), explosiv und exclusiv (RTL) zu meinen wichtigsten Informationsquellen, gleich nach der NYT, der…/ mehr

Henryk M. Broder / 03.05.2020 / 06:21 / 40

Allein mit der Schwiegermutter

Sie haben Corona satt? Ihr Fernseher schaltet automatisch ab, wenn Peter Altmaier ins Bild kommt? Sie wundern sich, warum angeblich 97 Prozent aller Wissenschaftler der Meinung…/ mehr

Henryk M. Broder / 30.04.2020 / 06:12 / 120

Müllers Erleuchtung: Saubere Energie und frisches Blut für Europa

Immer, wenn ich den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, reden höre oder lese, was er geschrieben hat, dann denke ich: Einer von uns beiden…/ mehr

Henryk M. Broder / 29.04.2020 / 18:00 / 14

Happy Birthday, liebe Juden!

Heute feierte Israel, der Brückenkopf des Imperialismus im Nahen Osten, seinen 72. Geburtstag. Die übliche Militärparade, mit der Israel seine Arroganz der Macht demonstriert, musste…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com