Diesmal dagegen wurde der ganz große Zeigefinger ausgefahren. Obama musste sich folglich nicht mehr eingeladen, sondern herbeizitiert fühlen. Der Ton ihm gegenüber wurde fordernd. Ungeduldig, fast nervös war die Stimmung, alle Hoffnungen lagen plötzlich auf seiner Rede vor dem Brandenburger Tor. Für den amerikanischen Präsidenten war sie eine von vielen. Bereits am Anfang stellte er klar, dass nichts Aufregendes zu erwarten sei, weil nicht einmal seine Frau und die Töchter anwesend seien. Das heißt: Etwas Wohlfühlpropaganda, Friede, Wohlstand, Sicherheit, Rechte für alle, gegen Armut und so weiter. Was man in Deutschland eben so sagt, wenn man als Amerikaner gemocht werden will. http://www.tagesspiegel.de/meinung/obama-in-berlin-eine-bilanz-der-gast-sass-auf-der-anklagebank/8383064.html