Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erntet mit einer Personalentscheidung heftige Kritik, berichtet der NDR. Ihre langjährige Vertraute aus der SPD-Parteizentrale in Berlin, Jutta Bieringer, habe überraschend eine Leitungsfunktion in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin übernommen. Bieringer sei Schwesigs Büroleiterin im Willy-Brandt-Haus in Berlin gewesen- bis zu Schwesigs krankheitsbedingtem Rücktritt als Vize-Parteivorsitzende im vergangenen September.
Jetzt leite die 48-Jährige das Referat "Kultur und Medien" in der Landesvertretung in Berlin. Ihre neue Stelle habe es zuvor noch nicht gegeben. Die Landesvertretung ist Schwesigs Staatskanzlei direkt unterstellt. Insider würden von einer fragwürdigen Entscheidung sprechen. Viele Mitarbeiter sollen sich zurückgesetzt fühlen und sich fragen, warum ein Leitungsposten so plötzlich mit einer Bewerberin aus der SPD-Parteizentrale besetzt wurde. Von "Unruhe" in der Landesvertretung sei die Rede. Die Leitungsstelle soll erst Ende 2019 kurzfristig ausgeschrieben worden sein.
Beitragsbild: Olaf Kosinsky CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

Frau Schwesig hatte letztes Jahr bereits einen handvesten Vetternwirtschaftsskandal an der Backe, ohne dass ihr das politisch geschadet hat!
Es ist leider eine wesentliche Tätigkeit von Parteien, die eigenen Genossinnen auf lukrativen Posten in der öffentlichen Verwaltung und andernorts unterzubringen. Es geht leider in der Realpolitik auch darum, die Steuergelder teilweise auch in die eigene Tasche umlenken. Warum werden denn so viele neue Pöstchen geschaffen? Zahlt ja der Steuerzahler. Warum hat das dunkelrote Berliner Abgeordnetenhaus mal eben seine Diäten verdoppelt, nachdem die Grunderwerbsteuer verdoppelt wurde? Warum wurde denn der fachfremde Schäfer-Gümbel von der SPD vor kurzem Chef der GIZ, anstatt dort einen erfahrenen Fachmann/Fachfrau hinzuberufen? Warum kann bei der Post ein Grüner als Chef-Lobbyist anheuern? Warum kann denn Siegmar Gabriel zur Deutschen Bank gehen, Peer Steinbrück zur ING, Gerd Schröder zu Gazprom. Selbst Polizeichefs haben Parteibücher. Das alles nimmt natürlich auch viel Zeit in Anspruch. Würden die Politiker in dieser Zeit Politik für die Bürger machen, statt Pöstchen zu schaffen und eigene Leute darauf unterzubringen, wären wir schon ein gutes Stück weiter. Frau Schwesig sollte sich mal mehr um ihre Heimatstadt Schwerin kümmern, da werden Deutsche von mehrfach vorbestraften, noch immer frei herumlaufenden Syrern als "Scheiß Deutsche" beschimpft und attackiert. Die Schweriner können sich dann ihren Reim darauf machen: Während die SPD eigene Leute auf Steuerzahlerkosten vollversorgt, werden die Bürger fremder Gewalt ausgesetzt und im Stich gelassen. Auch so kann man die AfD weiter stärken. Man könnte manchmal denken, das sei geplant.
Übliche Praxis ALLER Parteien. Also "normal".
So sichert sich der niedere Adel ein leistungsloses Luxuseinkommen.
@Klaus Klinner: “Die brave Frau denkt an sich selbst zuletzt.” Ein schönes Beispiel für den Bedeutungswandel eines Satzes durch fehlende Kommasetzung.
Diese Versorgungsmentalität wird bei den ehemaligen Volksparteien noch zunehmen und den Steuerzahler viel Geld kosten. Bei den zu erwartenden Wahlergebnissen gilt es doch, immer mehr Genossen zu versorgen. Da es an zu besetzenden Stellen fehlt, müssen dafür zahlreiche neu geschaffen werden. Solange Mittelschicht und Mittelstand durch Wahlvehalten diese Entwicklung begünstigen, die Klappe halten und brav weiter Steuern, Gebühren und Abgaben zahlen, wird sich daran nichts ändern. In Deutschland passiert das, was in allen kommunistischen, sozialistischen und auch sonstigen totalitären Staaten passiert: Die Kuh, die die Milch gibt, wird gemolken, aber nicht gehegt und gepflegt. Das geht eine zeitlang gut, was das Regime anfangs festigt. Aber bald ist die Kuh ausgelaugt, andere Kühe zum Melken sind nicht da, dann geht es Berg ab. Diese Entwicklung hat schon Ayn Rand in ihrem Werk "Der Streik" wunderbar beschrieben und das ist derzeit live in Venezuela zu beobachten (gilt für die, die aus der Geschichte nicht zu lernen bereit sind und immer noch gleuben, man könne den Realexistierenden Sozialismus verwirklichen!).
Ich verstehe diese künstliche Aufregung nicht. Schon meine Oma selig wusste zu berichten: "Die brave Frau denkt an sich selbst zuletzt." Ich finde es sehr vernünftig, dass Frau MP diese anspruchsvolle Tätigkeit nicht auch noch selbst übernehmen musste.