„Folgt man dem Spiegel, dann nimmt eine aus zwei kleinen Vereinen bestehende, von der israelischen Regierung und dem Mossad gesteuerte jüdische Lobby mit Geld und schmutzigen Tricks entscheidenden Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik. Das klingt nicht nur abenteuerlich, das ist es auch, denn Beweise für ihre steile These bleiben die sechs Autoren natürlich schuldig.“
So beginnt die Auseinandersetzung von Alex Feuerherdt mit einem Spiegel-Artikel, der am Sonntag noch hinter der Bezahlschranke lag, auf Mena Watch.
„Irre Spekulationen zu jüdischer Nahost-Lobby“ hieß es bei Bild.
Konkret unterstelle der Artikel zwei Berliner Vereinen, „Naffo – Nahost Friedensforum e.V.“ und die „WerteInitiative e.V.“, dass sie einen „überproportionalen Einfluss auf die Regierungspolitik“ hätten. Dieser Umstand ist es dem „Spiegel“ wert, immerhin auf drei Druckseiten ausgebreitet zu werden. Allein die Zitate, die Bild zusammenfasst, sind beeindruckend:
„Sie übten eine „systematische Einflussnahme“ auf die deutsche Außenpolitik, betrieben „offensive Lobbyarbeit“ und nutzten „aggressive Lobbymethoden“, um für „Positionen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zu werben“ – und das alles in „höchst fragwürdiger“ Manier. „Der Verdacht liegt nahe“, schreiben die Autoren, dass ‚WerteInitiative‘ oder Naffo zu „Frontorganisationen“ der israelischen Regierung gehören – und zwar bei Aktivitäten, bei denen „selbst der Geheimdienst Mossad“ mitmischen soll.“
Angst vor dem Antisemitismus-Ruf?
Nur Belege blieben die Autoren nach Meinung der Kritiker schuldig. Es sei denn, man halte es für einen Beleg, dass der Deutsche Bundestag die Resolution gegen die antiisraelische Boykottbewegung BDS („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) angenommen habe, was sich auch die „WerteInitiative“ gewünscht hätte. Schließlich hätten viele Abgeordnete nur widerwillig und „auch aus Angst, als Antisemiten zu gelten“ für die Resolution gestimmt, heiße es in dem Spiegel-Text.
Und mit welch unlauteren Mitteln gehen diese angeblichen israelischen Einflussagenten zu Werk? Was sagt einem die Spiegel-Lektüre? Feuerherdt schreibt:
„Nun, die „Lobbyisten“ von WerteInitiative und NAFFO pflegen doch tatsächlich Kontakte zu Abgeordneten, von denen sie dem Spiegel zufolge hoffen, „dass sie die Positionen der Vereine weitertragen“! Zu diesem Behufe entwürfen sie „nicht nur Positionspapiere und veranstalten ‚Runde Tische‘, sie laden die Abgeordneten auch zu Reisen nach Israel ein – und vermitteln sogar Spenden an die Politiker“. Mit anderen Worten: Diese beiden Vereine tun exakt das, was Umweltinitiativen, Bürgerrechtsgruppen, Sozialverbände, Gewerkschaften, Unternehmerverbände und all die anderen über 2.300 Vereinigungen, Foren und Organisationen, die der Bundestag auf seiner offiziellen Lobbyliste verzeichnet hat, ebenfalls tun.“
Aber, wenn es um Israel und die Juden geht, ist das alles ganz anders. Da werde von 30 Millionen Euro geraunt, die der Staat Israel für Lobbygruppen ausgebe, dass auch der Mossad involviert sei und dass das auch mit den beiden Berliner Vereinen zu tun haben könnte. Immerhin wird offenbar nicht in Relotius-Manier eine falsche Tatsache niedergeschrieben, sondern man beschränkt sich lieber gleich auf die Verbreitung von Gerüchten. Solange man allenfalls suggeriert, aber nicht behauptet, dass es sich um die Wahrheit und Wirklichkeit handelt, sind solche Texte juristisch nicht zu beanstanden. Die Betroffenen sind verständlicherweise dennoch empört. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Müller-Rosentritt ist einer der Initiatoren der Anti-BDS-Resolution gewesen. Den Spiegel-Artikel kommentierte er auf Facebook:
„Für die Autoren des SPIEGEL-Artikels scheint es offenbar unvorstellbar zu sein, dass CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP sich in einem gemeinsamen Antrag positionieren und meine Kollegen und ich uns aus Überzeugung (und sicher niemals für Geld!) gegen Antisemitismus und für die Freundschaft mit Israel einsetzen. Dass Interessengruppen sich mit ihren Anliegen - in allen möglichen Politikbereichen - an Abgeordnete wenden und Politiker wie Parteien Spenden erhalten, ist in einer Demokratie absolut legitim. Es befremdet mich, dass hier ganz offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen und mysteriöse Fremdsteuerung von Parlamentariern unterstellt wird, nur weil es um Israel bzw. Antisemitismus geht. Der zumindest unterschwellige Vorwurf der Korruption, der im Artikel aufgeworfen wird, ist ungeheuerlich und fernab jeder Realität.“
Aber irgendwie scheint sich das alte Bild von der jüdischen Weltverschwörung immer noch in einigen deutschen Redaktionsstuben festgesetzt zu haben. Es ist ja nicht erst durch diejenigen, die es aus Gesellschaften, in denen es ungebrochen offen gepflegt wird, mitbringen, wiederbelebt worden.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay

Deutschland und Europa im Griff der Judenlobby. Klingt logisch, jetzt wo die Juden den Kontinent nach und nach wieder verlassen müssen. Extrem erfolgreiche Lobbypolitik würde ich sagen. Dagegen ist der Einfluß des Islam in Europa natürlich eher marginal. Das ist so wie mit den Reichsbürgern, die aktuell größte Gefahr für den deutschen Rechtsstaat. Eine ganz andere Frage dagegen ist das Verhältnis von Juden, Bänkern, GB und USA. Also ob GB und dann die USA die Welt beherrscht haben, oder ob jüdische Großbänker dies über GB / USA geschafft haben, ober es zwar Großbänker sind die uns in den Abgrund führen, aber es völlig egal ist ob es Juden, Angelsachsen oder egal was sind. Entscheidend ist nur das es Großbänker sind die die Völker über das Geld beherrschen.
In der Biologie nennt man das "Übersprungshandlung" (siehe Wikipedia, Links gehen bei Achgut nicht). Die übersprungene Kernhandlung , sprich diejenige Sache um die es wirklich geht, ist der Relotiusskandal. Dieser bleibt ungelöst, dafür werden mal wieder die Juden angekackt. Warum auch nicht. Antisemitismus ist schliesslich der kleinste gemeinsame Nenner der Relotiusfraktion (Leser wie Redakteure), zumal der eigentliche kleinste Nenner (Antiamerikanismus) , leider durch Kollege Relotius erstmal im Giftschrank landete. Vorläufig.
Antisemitismus der linksextremen Art: Andere als Nazis bezeichnen, aber selber den Antisemitismus leben. Projektion nennt das die Psychologie.
Der Mossad ist auch schuld daran, daß Oma Fienchen die Spülmaschine ausgelaufen ist. Der Mossad sollte eine Unterfirma als Verein aufziehen, denn dann kann er für jede Falschbeschuldigung noch Schadensersatz verlangen. Dann würden die Verschwörungstheoretiker noch die Spionage bezahlen. Auch immer gut: "Titten von Mossad manipuliert: Deutscher Spießer wurde geil". Das ist doch alles Satire, oder ?
also mal ehrlich... ich verstehe den unbändigen Hass,den schon Gestalten wie Ignaz und Konsorten gegen Ihre"westdeutschen" "Mitbürger" hatten...was mich dabei immer wunderte,bei all der Zerfressenheit,warum haelt man sich dann noch hier auf? warum,wenn man der täglichen erlebbaren Gesellschaft nie etwas abgewinnen kann? Ich verstehe auch,warum genau diese Kohorten der medien-zentrierten wie auch unser aller "Paolo" denn eben trotzdem hier blieben und auf einmal den Schulterschluss selbst mit radikalsten Muslimen übten,die Sie im "Heimatland" Israel wohl doch eher gern hinter Gittern sehen wollen und können. also nochmal,wenn irgendeine Religionsgruppe meint,hier siedeln zu müssen,sollte Sie zufrderst dafür sorgen,das Sie mit dem Rest gut klar kommt,sich nicht abschottet(das erzeugt automatisch Ärger,ob gewollt,oder ungewollt spätestens ab nur einseitgier Eheschliessung) und am Besten etwas zu der Gesellschaft beiträgt. Karl Marx , Rothschild und Andere waren da eher "negative" Integrationsbeispiele gibt es auf andere Seite heute übrigens heute auch genügend und wenn es so weiter geht,fliegt Euch diese "multi-kulti"-Gesellschaft sehr bald um die Ohren,liebe Gläubigen,denn irgendwann hat der "indigene" einfach den Rand voll
Das Know-How und die entsprechenden Fachkräft*Innen für Zersetzung von "feindlich-negativen Kräften" sind ja Amadeu-Antonio-Stiftung zu finden. Kohle gibts aus irgendeinem Programm der Bundesregierung für den "Kampf gegen Rechts!" und die Zeit für "konzentrierte, offensive, rationelle und gesellschaftlich wirksame Vorgangsbearbeitung" haben die "Aktivisten der Zivilgesellschaft" ja immer. Dass der "SPIEGEL" sich dann dafür einspannen lässt wäre auch nicht so abwegig. Die Frage ist, ob die SPIEGEL-Truppe da eher "nützliche Idioten" wären oder mit der Amadeu-Antonio-Stiftung gemeinsame Sache machen würden.
Jesus hat gesagt: Lasst die Toten ihre Toten begraben.