News-Redaktion / 03.04.2020 / 11:00 / Foto: Jens Bludau / 0 / Seite ausdrucken

Venezuela-Kriegsschiff rammt Kreuzfahrer und sinkt

Ein Patrouillenboot der venezolanischen Marine hat Anfang der Woche ein Passagierschiff einer deutschen Reederei in internationalen Gewässern mit Schüssen angegriffen und schließlich gerammt, meldete bild.de am Donnerstagabend. Das Patrouillenboot sei daraufhin gesunken, denn es sei auf den sehr harten Bug des Schiffes getroffen, das für Fahrten im arktischen Eis ausgebaut worden sei.

Das Schiff, das 1993 seine Jungfernfahrt als „Hanseatic“ von Hamburg nach Sevilla hatte und mehr als 20 Jahre lang als Kreuzfahrtschiff für Hapag-Lloyd diente, operiere mittlerweile als Passagierschiff unter dem Namen RCGS Resolute und fahre unter portugiesischer Flagge für die in Hamburg ansässige Firma Columbia Cruise Services. Berühmt sei das Schiff vor allem für seine Fahrten im ewigen Eis der Arktis, die sein besonders verstärkter Bug ermögliche. Am Montag habe sich die „RCGS Resolute“ in der Karibik in internationalen Gewässern nahe der Insel La Tortuga befunden. Während die Crew routinemäßig Wartungsarbeiten am Motor des Schiffes ausführte, habe sich die „GC-23 Naiguata“, ein Patrouillenboot der venezolanischen Marine, genähert.

Über Funk hätte die „Naiguata“ vom Kapitän der „Resolute“ verlangt, einen Hafen der venezolanischen Insel Isla Margarita anzusteuern. Der Kapitän der „Resolute“ habe aber darauf verwiesen, dass man sich in internationalen Gewässern befinde und zunächst die Lage klären wollte. Daraufhin soll die „Naiguata“ aus ihren Bordkanonen geschossen und zu einem aggressiven Manöver angesetzt haben. Das venezolanische Schiff habe die „Resolute“ an Steuerbord gerammt, um sie zu einer Kursänderung zu zwingen. Offenbar, so schreibt bild.de, wusste die Crew der „Naiguata“ nicht, dass das Passagierschiff wesentlich stabiler ist. Während die „RCGS Resolute“ nur einige Kratzer davon getragen habe, hätte sich das Patrouillenboot so schwere Schäden zugezogen, dass es zu sinken begann.

Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro habe erklärt, die Versenkung der „Naiguata“ sei ein „terroristischer Akt und Piraterie“ gewesen und müsse untersucht werden.

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