Achgut.com berichtete bereits vor einem halben Jahr, dass der Dual-Fluid-Reaktor (DFR) die völlig vergurkte Energiewende retten könnte und dafür vielfach Widerspruch geerntet hat. Einige Kritiker waren der Meinung, dass Kernenergie prinzipiell nicht geht. Andere warfen den Energieversorgern vor , dass sie die Gewinne einstreichen und die Entsorgung dem Steuerzahler anlasten.
Dabei scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein, dass der Staat bereits 2016 die Entsorgungsrückstellungen der EVU’s einkassiert und die Verantwortung für die Endlagerung übernommen hat. Das waren immerhin fast 24 Milliarden Euro, auf die speziell die Grünen immer scharf waren. Sechs Milliarden Risikozuschlag waren einbegriffen. Die von den Energieversorgern überwiesenen Milliarden sind in der Hand des Staates mit Lichtgeschwindigkeit verdampft, und so muss der Steuerzahler tatsächlich die Entsorgung bezahlen. Zum Vergleich: Das Finnische Endlager Onkalo kostet einen Bruchteil der Summe, die von den deutschen Energieversorgern zur Verfügung gestellt wurde und geht nächstes Jahr in Betrieb.
Nun jedoch bekommt die Kernenergie prominente Argumentationshilfe – nämlich von dem bei Grünen und Linken hochbeliebten Multimilliardär Bill Gates. Deutsche Medien berichten: „Umstrittene Technologie – Bill Gates setzt im Kampf gegen den Klimawandel auf Atomkraft“ (wer vergibt eigentlich das Prädikat „umstritten“?) Der Microsoft-Gründer fordert massive Investitionen in den Klimaschutz und hält die Kernkraft dabei für unerlässlich (wie übrigens auch der ebenfalls mit einem grünen Heiligenschein versehene Elon Musk).
Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und dazu in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Dollar in Start-Ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er dem "Handelsblatt".
Wie sagte doch der Energie-Doppelwender Herr Altmaier?
In dem Interview begräbt Bill Gates ganz nebenbei auch gleich ein wesentliches Axiom der deutschen Energiewender: „Deutschland habe der Welt mit der Subvention des Solarpanels zwar "einen großen Gefallen getan", sagte Gates. Allerdings reichten Solar- und Windenergie wegen ihrer Unzuverlässigkeit bei der Stromerzeugung bei Weitem nicht aus. Die von Umweltschützern abgelehnte Kernkraft sei deshalb unerlässlich.
Das bedeutet, dass die deutsche Doppelwende des Ausstiegs aus Kernenergie und Kohle gleichzeitig zwar gut gemeint ist, aber leider nicht klappen wird. Wie sagte doch der Energie-Doppelwender Herr Altmaier? „Wir haben vor etwa zehn Jahren, … den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Im Jahre 2022 werden die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen. Wir haben jetzt gemeinsam beschlossen, dass wir bis spätestens 2038, vielleicht schon bis 2035, ebenfalls aus der Kohleverstromung aussteigen. Auch das macht kein anderes vergleichbares Industrieland“.
Natürlich macht das kein anderes Industrieland. Weil es aus physikalischer Sicht Blödsinn ist und weil damit unglaubliche Ressourcen durch den Schornstein gejagt werden. Selbst die Grünen in Finnland befürworten inzwischen die Kernenergie. In Finnland geht in diesem Jahr ein neuer Reaktor in Betrieb, und nächstes Jahr wird das finnische Endlager für hochradioaktive Abfälle Onkalo in Olkiluoto eröffnet.
Zwei weitere finnische Reaktoren sind in Planung. Damit sind auch aus Sicht der finnischen Grünen die Voraussetzungen dafür geschaffen, mithilfe der Kernenergie die Umstellung auf nicht fossile Energieträger zu schaffen: „Wir sind auf gutem Wege mit unserer Energiepolitik“, sagt der grüne Abgeordnete Atte Harjanne. Dieser Meinung sind die finnischen Grünen allerdings erst seit letztem Jahr.
Immer öfter nahe am Blackout.
Gar nicht davon zu reden, dass mehrere Nachbarstaaten Deutschlands Kernkraftwerke in der Planungspipeline haben (hier) und (hier) und (hIer). Und ganz abgesehen davon, dass derzeit weltweit über 50 neue Kernkraftwerke im Bau sind. Und weiterhin davon abgesehen, dass von vielen Ländern neue Reaktortechnologien entwickelt werden. Die Kernkraft ist nicht an ihrem Ende, sondern an ihrem Anfang. Und es ist der Welt ziemlich egal, ob mit oder ohne Deutschland. (Falls jemand Zugang zum Bunker von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat, bitte mal die Nachricht überbringen).
Man stelle sich vor – noch vor 10 Jahren hatte Deutschland eine Flotte von 17 Weltspitze-Kernkraftwerken im geschätzten Wert von über 30 Milliarden Euro – kein Mensch weiß das so genau – die etwa ein Drittel der Elektroenergie des Industriestandortes Deutschland zu vernünftigen Strompreisen produzierten. Viele von ihnen hatten 2010 eine Laufzeitverlängerung bekommen und Millionen in neueste Sicherheitstechnik investiert. Nach Fukushima kam die Merkelsche Atomwende mit der Anweisung, acht Kernreaktoren umgehend stillzulegen. Die Stilllegung war in Teilen verfassungswidrig, nun muss der Steuerzahler für den Regierungspfusch haften.
Ende nächsten Jahres geht auf Beschluss einer mit Fachkenntnis unterversorgten Regierung das letzte deutsche KKW für immer vom Netz, das investierte Kapital wird unwiederbringlich vernichtet, die hochqualifizierten Arbeitskräfte werden in alle Winde zerstreut. Neue Kernenergie-Fachleute werden nicht mehr ausgebildet, der Faden ist, wie von den Politikern gewollt, gerissen.
Der Strompreis hat sich seit Beginn der Energiewende verdoppelt, Tendenz: ins Uferlose weiter steigend. Dafür ist die Versorgungsicherheit, die vor 10 Jahren zu den besten der Welt gehörte, heute dank Zappelstrom und systematisch größer werdender Versorgungslücke immer öfter nahe am Blackout. Die deutsche Energiewende ist nichts weiter als ein Salto-rückwärts in die Mangelwirtschaft des Stromsozialismus.
In nicht allzu langer Zeit werden die geprellten Deutschen anfangen, die Frage zu stellen; „Wer waren eigentlich die „WIR“, die diesen Unfug beschlossen haben?“ Es ist allerdings anzunehmen, dass die WIR-Beschließer dann längst mit ihren „Aufwandsentschädigungen“ ein persönliches Endlager in fernen sonnige Gefilden aufgesucht haben.
Beitragsbild: DonkeyHotey CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Und danke! ;-) Wenn’s wirklich von Kohle und Öl und damit vom benzingetriebenen Ottomotor weggehen soll, ist Kernkraft der einzige Weg. Man muss eins verstehen: Die gesamte Autoflotte in Deutschland auf Elektroantrieb umzustellen, wird den Stromverbrauch bei uns unweigerlich vervielfachen. Was an Benzin und Diesel so eingespart wird, muss ja durch Strom kompensiert werden. Und für den derzeitigen Stromverbrauch bei uns, wo Elektroautos bisher noch kaum eine Rolle spielen, reichen die regenerativen Energien ja jetzt schon nicht aus und wir müssen permanent Strom aus dem Ausland zukaufen. Strom, der im Ausland mit Öl, Kohle oder sogar Kernenergie erzeugt wird. Also was soll das alles? Es ergibt nur einen einzigen Sinn: Die andauernde Gehirnwäsche unserer Ökobewegung durch die Sowjets, deren Ziel nicht etwa eine bessere Umwelt, sondern die atomare Entwaffnung des Westens war, wirkt bis heute nach. Kein anderes Land in der Welt ist so vernagelt, wenn es um Kernkraft geht. Keines. Und das hat genau hier seinen Grund. Der Kalte Krieg ist nun aber schon lange vorbei und Deutschland nicht mehr der Schauplatz für einen möglichen atomaren Schlagabtausch der Weltmächte. Also kann man die Anti-Atom Panik auch beiseite legen und zur Vernunft zurückkehren. Gates und Musk sind zwei überaus schlaue Vertreter ihrer Zunft, die nicht ohne Grund in ihrer heutigen Vorreiterposition sitzen, denn sie haben mit ihren Ideen weite Teile der Gesellschaft revolutioniert und tun dies noch immer. Wer es also wirklich ernst meint mit der Abkehr vom CO², der sollte auf die beiden hören. Kernenergie ist nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft, denn effizienter geht es einfach nicht. Wenn man mit der Energiegewinnung auf atomarer Ebene angekommen ist, hat man den Kern der Energieerzeugung erreicht. Die Sicherheitsprobleme, die damit bisher einhergehen, werden sich durch Forschung und Entwicklung langfristig in Luft auflösen. Das geht aber nur dann, wenn man darin auch investiert.
@ Klaus Klinner. „Wir haben z.B. exorbitante Strompreise an denen die Konzerne das verdienen, was der kleine Endverbraucher alternativlos löhnen muss.“ Ist das satirisch gemeint oder der typische staatsnahe, antikapitalistische Mumpitz? ++ Im Kommentar von @G. Böhm sind u.a. die Industriepreise aufgeführt: „In D-Land betrug lt. Bundesnetzagentur der Industriepreis im 2. Halbjahr 2019 bei einem Jahresverbrauch zw. 20 – 70 GWh rd. 10,9 ct., in Schweden 5,1 ct. und in Luxemburg 4,5 ct.; beim Haushaltstrom: D 28,8 ct., Schweden 20,8 ct. und Luxemburg 18,0 ct. – Quelle: Monitoringbericht 2020, Bundesnetzagentur“. ++ Wie Sie vielleicht erkennen können, sind die Industriepreise deutlich niedriger als die Haushaltspreise – das ist in allen Industrieländern so. ++ Dummland hat weltweit die höchsten Strompreise für Industrie und Haushalt – eine Folge der physikalisch schwachsinnigen Energiewende. Die Energiewende als Werk der Konzerne, der Milliardäre und der Oligarchen: Auf diesen faktenfreien Unsinn muss man erst mal kommen. Die verblödeten und feigen Untertanen werden es auch dann noch nachplappern, wenn es ihnen im links-grünen Staats-Paradies noch viel dreckiger geht als heute. Die Energiewende – genauso wie das gesamte andere Staatsversagen – ist ein Produkt des schmarotzende, aufgeblähten und unfähigen Staatsapparat und der Mehrheit der Wähler, die den Sozialismus wollen.
@A. Iehsenhain – Nobert Häring berichtet (heute): „ … In Österreich soll in Kürze per Gesetz ein verpflichtender elektronischer Impfpass eingeführt werden, in den alle Impfungen eingetragen werden müssen. Damit soll man sich dann ausweisen können oder müssen, wenn man reisen, oder ins Theater will. Die Papiere bitte! -- Nach einem Bericht von Der Standard vom 12. Februar verkündeten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und der Vorsitzender der Konferenz für Sozialversicherungsträger, Peter Lehner, im Rahmen eines Online-Pressegesprächs, der elektronische Impfpass solle der Bevölkerung und den Behörden das Leben in der Corona-Pandemie und danach erleichtern…. “ – da haben wir Ihre Utopie doch schon, Herr / Frau lehsenhain. beste Grüße
Uups, die deutsche Energiewende ist eine eindeutig misslungene Konstruktion. Das Wohlergehen des Industriestaats Deutschland hängt von der essentiell wichtigen, hohen Verfügbarkeit inklusive tiefer Kosten der Stromversorgung ab. Die Verfügbarkeit wird bekanntermaßen mit dem überproportionalen Zubau von stark fluktuierendem, gleichwohl mit Einspeisevorrang und unverhältnismäßigen Subventionen versehenem Wind- und Solarstrom kontinuierlich reduziert. Was technisch und quasi im letzten Moment aktuell noch möglich wäre, wäre der Zubau vieler, leistungsstarker kombinierter Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke anstelle der bisherigen Kern- und Kohle-Kraftwerke. Das wäre aber auch nur eine kostenmäßig und Rohstoff-bezugstechnisch mittelprächtige Übergangslösung für wenige Jahrzehnte. Die installierten Kernkraftwerke in Deutschland waren und sind technisch OK, bei gleichzeitig sehr geringen Stromkosten und Umweltbelastung. Die Kerntechnik hat zudem mit den zu erwartenden fortgeschritteneren Konzepten ihre eigentliche Zukunft noch vor sich, vor allen Dingen ist sie mindestens über Zeiträume von Jahrtausenden nutzbar. Das heißt z. B. aber natürlich nicht, dass man „Erneuerbare Energien“ nicht nutzen sollte, nur müsste man konsequent deren Vorteile und nicht deren Nachteile optimieren. Die Lösung liegt im Energiemix und dieser ist eine Angelegenheit der jeweiligen Kraftwerksgeneration und der absoluten Energienachfrage. Apropos diesbezüglich notwendiger Sachverstand, da ist leider nichts adäquates vorhanden bei den Ministerinnen A. Karliczek (- zuständig für Bildung und Forschung), S. Schulze (Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) und Minister P. Altmaier (Wirtschaft und Energie). Von der „Chefideologin der Energiewende“ C. Kemfert mal ganz zu schweigen.
Danke Bill,
aber das wussten wir schon alle, technisch Interessierten, Klimaleugner, Aluhüte, Klimanazis…..usw, am Tag nach dem verkündeten Atomausstieg unserer, von uns nicht direkt gewählten, Kanzlerin. P.S. ist schon einige Jahre her.
Ich will ja nicht unken aber wenn die Welt auf Experten wie den Musk, Gates, Zuckerberg und Co hört, ist bald Alles verloren.
Musk wäre beispielsweise schon längst pleite, denn seine Autos schreiben nur Verluste. Musk verdiente rein an dem Verkauf von Umweltzertifikaten.
Gates und viele anderen Experten haben nie studiert. Sie erhielten ihre Position teilweise durch viel Glück und durch die Milliarden ihrer Eltern.
Ich gönn ihnen ja ihren Reichtum, aber…man verzeihe mir,… als Experten für Gesundheit, IT Sicherheit oder Atomkraft sind sie vermutlich noch schlechter als ihr Ruf.
Wenn da 9 Töpfe mit Gold stehen und 1 Topf mit Gülle drin, entscheidet sich unsere Regierung, sprich die Diktateuse, garantiert für die Gülle. IMMER UND IMMER WIEDER!!!!