Kolja Zydatiss / 21.05.2021 / 06:15 / Foto: Pixabay / 64 / Seite ausdrucken

Ausgestoßene der Woche: Lesben, Maaßen, Zoll, Fuß, Unze

Um das LesbenFrühlingsTreffen (LFT) tobt derzeit ein „Shitstorm in Orkanstärke“, berichtet die feministische Zeitschrift Emma. Die Bremer Frauen-Senatorin Claudia Bernhard (Die Linke) hat plötzlich ihre Schirmherrschaft für die Veranstaltung zurückgezogen und einen zugesagten Zuschuss in Höhe von 9.000 Euro gestrichen. Die nach dem berühmten Sexualwissenschaftler und Mitbegründer der Homosexuellen-Bewegung benannte Magnus-Hirschfeld-Stiftung, die das LFT mit 2.000 Euro fördert, „distanzierte“ sich. Hätte man das Programm gekannt, hätte man das LFT nicht gefördert.

Auch der „Lesbenring“, der „Dyke March Deutschland“, die „Hannchen-Mehrzweck-Stiftung“ und viele weitere Initiativen und Organisationen distanzierten sich öffentlich. Medien wie taz und Queer.de droschen auf das Festival ein. Im Internet hagelte es Boykott-Aufrufe. Die Organisatorinnen wurden als „faschistoid“ und „menschenverachtend“ beschimpft und sahen sich genötigt, für das Bremer Studio, in dem die Podiumsdiskussionen gestreamt werden, die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. 

Der Grund für die ganze Aufregung ist die Tatsache, dass es in sechs der insgesamt rund 50 Workshops, Vorträge und Diskussionen auf dem LFT um das Thema „Transgender“ gehen soll. Dabei wollen sich die Referentinnen aus dem In- und Ausland auch mit problematischen Entwicklungen beschäftigen, die sie im Zusammenhang mit den Trans-Aktivismus wahrnehmen. Zum Beispiel mit der Tatsache, dass die Zahl pubertierender Mädchen und junger Frauen, die „transitionieren“, also zum Mann werden wollen, aktuell rasant zunimmt, oder mit dem Druck, dem Lesben ausgesetzt seien können, wenn sie erklären, nicht mit körperlich biologischen Männern Sex haben zu wollen, die sich „als Frauen definieren“.

Das erste LFT fand bereits 1974 am Pfingstwochenende statt. Seitdem gab es mit wenigen Ausnahmen fast jedes Jahr ein solches Festival in der Bundesrepublik beziehungsweise in West-Berlin. Das LFT gilt mittlerweile als das größte und bekannteste nichtkommerzielle Treffen von Lesben in Deutschland und Europa. In diesem Jahr wird das LFT von Bremen aus organisiert und soll vom 21. bis 23. Mai virtuell stattfinden. Wie die Organisatorinnen in einem aktuellen Statement mitteilen, wollen sie sich dem Shitstorm nicht beugen und an dem Programm festhalten: „Wo sollen diese Diskussionen wertschätzend und auf Augenhöhe stattfinden, wenn nicht an einem Lesbenfrühlingstreffen?“

Verbindlich: „alle Männer“ Vergewaltiger

Ärger wegen ihrer Ansichten zu Transgender hat diese Woche auch Lisa Keogh bekommen. Wie Spiked berichtet, hat die Abertay University in Dundee, Schottland, ein Disziplinarverfahren gegen die Jura-Studentin eingeleitet. Keogh hatte in einem Zoom-Seminar über Gender, Feminismus und Recht gesagt, dass Frauen Vaginas hätten, menstruierten und körperlich weniger stark als Männer seien und dass „Trans-Frauen“ ihrer Meinung nach nicht an Mixed Martial Arts Turnieren für Frauen teilnehmen sollten. Außerdem widersprach sie der Aussage, dass „alle Männer“ Vergewaltiger seien. Diese Meinungen gelten als so furchtbar „beleidigend“ und „diskriminierend“, dass Keogh nun sogar der Ausschluss aus dem Studiengang droht.

Auf Twitter wurde diese Woche der Account von Hans-Georg Maaßen für einige Tage gesperrt. Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident, der aktuell auf der Liste der CDU für den Deutschen Bundestag kandidiert, hatte am 11. Mai gepostet: „Vielen Dank, liebe Freunde, für Ihre Unterstützung und Solidarität in der Will-Neubauer-Affäre! Hgm“ Garniert war der Tweet mit einer Grafik. Sie zeigt ein Foto Maaßens, den Text „Hans-Georg-Maassen. Deutschland kann es besser. Bundestagskandidat der CDU im Wahlkreis 196“, eine Kontaktadresse bei der CDU-Kreisgeschäftsstelle, sowie Details eines Spendenkontos. 

Twitter wertete dieses Posting als einen Verstoß gegen die „Regeln über das Veröffentlichen privater Informationen“. Maaßen legte dagegen Beschwerde ein, und die Sperre ist inzwischen wieder aufgehoben worden. Hat Twitter hier einfach nur einen Fehler gemacht? Das kann sein. Allerdings nutzen Twitter und auch Facebook seit einigen Wochen dieselbe Begründung, um unliebsame journalistische Inhalte, die sich kritisch mit der Black Lives Matter Bewegung auseinandersetzen, systematisch zu unterdrücken (siehe diese Kolumne vom 23.04.2021). 

Aber nicht nur Hans-Georg Maaßen ging es diese Woche an den Kragen, sondern auch dem angloamerikanischen Maßsystem. Zoll, Fuß, Unze – in Deutschland überleben solche Maße nur noch in einigen, vor allem technischen Bereichen. Im englischsprachigen Raum sind sie gebräuchlicher und heißen „imperial measurements“ (imperiale Maßeinheiten). Die Universität Oxford scheint das „imperial“ offenbar sehr wörtlich zu nehmen. Wie der Telegraph berichtet, hat die Uni kürzlich verkündet, dass die traditionellen Maßeinheiten „tief mit der Idee des [britischen] Empires verbunden“ sind und wohlmöglich „dekolonisiert“ werden müssten. Diese Einsicht ist ein Ergebnis eines achtwöchigen Projekts, das darauf abzielte, Oxfords naturwissenschaftliche und mathematische Studiengänge weniger „eurozentrisch“ zu gestalten.

Lehrpläne „dekolonisieren“

Die Leiterin der Eliteuniversität, Louise Richardson, hatte im vergangenen Jahr angekündigt, als Reaktion auf die Black Lives Matter Proteste die Lehrpläne „dekolonisieren“ zu wollen. Über Sinn und Unsinn von Zoll, Fuß und Unze in einer Welt, in der sich größtenteils das metrische System durchgesetzt hat (in Europa vor allem dank der Eroberungszüge Napoleons), lässt sich trefflich streiten. Welchen Effekt nun aber das Ausstoßen solcher Maßeinheiten an einer englischen Uni auf das Polizeiwesen oder die Rassenbeziehungen in den USA haben soll, erschließt sich nur schwer. Man fühlt sich an einen Ausspruch von George Orwell erinnert: „Man muss der Intelligenzia angehören, um solche Dinge zu glauben: Kein normaler Mensch könnte so dämlich sein.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh erstattete im vergangenen Jahr Strafanzeige wegen „Beleidigung“ gegen 27 Leserkommentarschreiber, die es gewagt hatten, sich auf Achgut.com über ihn lustig zu machen. Darunter war auch Ursula S., die folgenden Kommentar verfasst hatte:

„Guten Morgen, Herr Broder, Kermit, der Frosch in menschlicher Gestalt!!! Das war zuviel satirische Vorstellung. Ich habe mir die links angesehen. Jetzt brauche ich eigentlich was. So eine A…..geige! Vertreter eines untergegangenes SPD- Wahlvolkes. also… Wenn wir nicht seiner Meinung sind, ist das keine Demokratie!! Habitus eines 12jährigen. Dem würde ich dringend tiefenpsychologische Tanz- und Ausdruckstherapie verschreiben. Warum? Um körperlichen und geistigen Nachholbedarf zu initiieren. Dringend. Aber – dann kommen wir nicht mehr in den Vorführgenuss dieser ‚lustigen‘ Person. LG.“

Nun ist Frau S. in Wuppertal zur polizeilichen Vernehmung geladen worden. Ihr Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel schreibt:

Dass ein Bundestagsabgeordneter so wie nachstehend geschildert massenhaft die Justiz für seine Befindlichkeiten instrumentalisiert, statt selbst auf eigenes (Kosten-) Risiko zivilrechtlich vorzugehen, halten wir für kritikwürdig. Wir sehen darin auch einen inakzeptablen Einschüchterungsversuch gegenüber Bürgerinnen und Bürgern, der in der ganz überwiegenden Zahl zulässige Meinungsäußerungen zu kriminalisieren sucht.“ 

Lesen Sie hier auf Achgut.com Steinhöfels anwaltliche Stellungnahme zu dem Fall Ursula S.

Corona-Modellierer erfolgreich mundtot gemacht

In Hamburg hat die Chefredakteurin des Obdachlosenmagazins Hinz&Kunzt nach nur fünf Monaten Amtszeit ihren Job geschmissen. Annette Bruhns konnte sich offenbar nicht mit den Gendersternchen im Heft anfreunden. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, hatten Sie und ihr Chef vom Dienst, ein leidenschaftlicher Genderer, zu diesem Thema schon vor Monaten eine „Grundsatzdiskussion“ geführt. In der Folge hatte die taz die Sternchenleugnerin scharf angegriffen. Bruhns ließ nun verlauten, sie wolle sich „neuen beruflichen Herausforderungen“ stellen.

Hasan Alkas, Professor für Mikroökonomie an der Hochschule Rhein-Waal und SPD-Politiker, hat letzte Woche entschieden, seinen gesamten Twitter-Account zu löschen. Alkas hatte sich mit seiner Expertise als Modellierer immer wieder an der Debatte zur Corona-Pandemie auf Twitter beteiligt. Sein letzter Tweet lautet: „In eigener Sache! Liebe Kritiker, die mich jetzt massiv unter Beschuss nehmen, obwohl ich mich stets aus Polemiken raushalte. Das ist einfach nur traurig! Wie am 22.4. angekündigt werde ich keine weiteren Prognosen für Deutschland entwickeln. Diese Diskussionskultur ist schlimm.“ Der Welt-Journalist Olaf Gersemann kommentiert: „Hasan Alkas, der eine #Corona-Modellierer, der bei der großen Panik-Sause im Februar und März nicht mitmachen wollte, ist erfolgreich mundtot gemacht worden. Da fehlt jetzt ein Korrektiv in der Debatte. Schade.“

In Marktredwitz (Oberfranken) hat sich das Klinikum Fichtelgebirge von dem Chefarzt der kardiologischen Abteilung Dr. Klaus Lang getrennt. Grund ist, dass Lang in der AfD aktiv ist und von dieser Partei als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Altötting-Mühldorf aufgestellt wurde, sowie Langs „Verharmlosung“ der Corona-Pandemie, berichtet die Frankenpost. Der Mediziner verbrachte seine Kindheit und Jugend in der DDR, arbeitete lange erfolgreich in der kardiologischen Forschung im In- und Ausland und ist Inhaber zweier Patente für künstliche Herzklappen. Die vielen aktuellen Eingriffe in die Grundrechte der Bürger lehnt Lang als „völlig unverhältnismäßig“ ab. Sie beruhten auf Metriken, die unbrauchbar seien, weil ein positiver Corona-Test noch keine Infektion darstelle.

Mit 18.000 Wörtern nachgeschwärzt

Beim amerikanischen Technologiegiganten Apple ist der Sachbuchautor und Tech-Unternehmer Antonio García Martínez nach nur einer Woche als Mitarbeiter entlassen worden. Was kann man denn in einer Woche schon groß falsch machen, mögen Sie sich fragen. Aber Martínez wurde nicht gefeuert, weil er seinen Job bei Apple nicht gut gemacht hatte, sondern aufgrund von Äußerungen in seinem bereits 2016 erschienenen Bestseller „Chaos Monkeys“. Das Buch schildert die Kultur des Silicon Valley aus einer Insiderperspektive. Kritiker halten einige Stellen für rassistisch oder sexistisch, etwa: „Die meisten Frauen in der Bay Area sind weich und schwach, verhätschelt und naiv trotz ihres Anspruchs auf Weltgewandtheit, und generell voller Scheiße.“

Wie das Magazin Unherd berichtet, hatten über 2.000 Apple-Mitarbeiter eine Petition unterzeichnet, in der sie den Konzern aufforderten, zu untersuchen, warum Martínez‘ veröffentlichte Ansichten über Frauen und Farbige beim Einstellungsverfahren nicht berücksichtigt worden waren. Apple wählte einen einfacheren Weg und schmiss Martínez kurzerhand raus. Das Ganze ist natürlich ein rein opportunistisches Kapitulieren vor dem Cancel-Culture-Mob, denn Chaos Monkeys wurde bereits beim Erscheinen vor fünf Jahren kontrovers diskutiert, und es ist kaum vorstellbar, dass der Inhalt den Managern bei Apple nicht zumindest vage bekannt war, als sie entschieden, Martínez anzuheuern.

Und auch in der Verlagsbranche gibt es einen Ausgestoßenen der Woche. Wie die Daily Mail mitteilt, arbeitet der namhafte britische Autor, Lektor und ehemalige professionelle Fechter Richard Cohen aktuell an einem Sachbuch über die Historikerzunft. Als Cohen sein 780-seitiges Manuskript für „The History Makers“ seinem amerikanischen Verleger Random House vorlegte, kam es zurück: „Nicht genug Schwarze.“ Der 75-Jährige setzte sich laut Daily Mail wieder an seinen Schreibtisch und verfasste Ergänzungen im Umfang von 18.000 Wörtern, unter anderem über schwarze Geschichte und den amerikanischen Bürgerkrieg. Doch auch diese Version sei aus Sicht von Random House „zu weiß“ gewesen. Der Verlag habe das Projekt nun komplett gestoppt. In Großbritannien wird das Buch trotzdem nächsten Monat bei Weidenfeld & Nicolson erscheinen.

Gibt es auch eine gute Nachricht? Ja. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) setzte Justiz und Polizei in Gang, weil er sich von einem 2019 veröffentlichten Facebook-Beitrag beleidigt fühlte. Nutzerin „Karina Fitzi“ hatte gepostet: 

„Bürgermeister Müller von #Berlin will alle #Bootsflüchtlinge und zeigt damit ein absolutes Desinteresse, was in der Hauptstadt gerade vor sich geht. Egal ob letztes Wochenende 1000de Menschen wegen der explodierenden Mietpreise auf die Straße gehen. Er will sie alle! #NiewiederSPD.“ Illustriert war der Post mit einer Fotomontage, auf der Müller mit einem Schild in der Hand zu sehen ist, auf dem steht: „Alle nach #Berlin“.

Durchsuchung war rechtswidrig 

Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelte den Realnamen „Karina F.“ und ordnete 2020 eine Hausdurchsuchung an. F. ließ durch einen Rechtsanwalt Beschwerde einlegen. Laut eines Berichts der Welt hat die zuständige Strafkammer des Landgerichts nun entschieden, dass die Durchsuchung rechtswidrig war. In der Begründung heißt es, weder wegen des Verdachts der üblen Nachrede noch wegen eines anderen Beleidigungsdelikts liege „der erforderliche einfache Tatverdacht als Voraussetzung einer Durchsuchungsanordnung vor“. Der von F. verbreitete Facebook-Kommentar beinhalte „im Kern den harmlos formulierten Vorwurf, der Regierende Bürgermeister interessiere sich nicht für die Hauptstadt, weshalb die Verfasserin oder der Verfasser die SPD nicht mehr wählen werde“. Die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus will nun klären, ob der Regierende Bürgermeister bei der Staatsanwaltschaft eine bevorzugte Behandlung bekommen hat, und hat den Sachverhalt auf die Tagesordnung des Rechtsausschusses gesetzt.

Und damit endet der wöchentliche Überblick des Cancelns, Empörens, Strafens, Umerziehens, Ausstoßens, Zensierens, Entlassens, Verklagens, Einschüchterns, Umwälzens und Kulturkämpfens. Bis nächste Woche!

 

Mehr vom Autor dieser wöchentlichen Kolumne Kolja Zydatiss zum Thema Meinungsfreiheit und Debattenkultur lesen Sie im Buch „Cancel Culture: Demokratie in Gefahr“ (Solibro Verlag, März 2021). Bestellbar hier.

Foto: Pixabay

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Gerald Weinbehr / 21.05.2021

“Außerdem widersprach sie [Lisa Keogh] der Aussage, dass ‘alle Männer’ Vergewaltiger seien.” - Ich gebe Lisa Keogh ausdrücklich recht. Ich bin Mann. Ich habe noch nie vergewaltigt. Also liegt Lisa Keogh definitiv und unabänderlich richtig. Wer dagegen behauptet, dass alle Männer Vergewaltiger seien, lügt. Wider besseres Wissen und mit voller Absicht. Um Männer pauschal zu beleidigen und zu diskriminieren. Das ist Sexismus. Offenbar gibt es “guten Sexismus”, der in der einschlägigen Szene fanatisch hochgehalten wird. Was für traurige Gestalten, die das nötig haben, um sich an irgendetwas hochziehen zu können. Mit solchen Menschen muss man Mitleid haben.

Thomas Schmied / 21.05.2021

Die gute Nachricht: Wenn der Irrsinn damit beginnt, sich selbst zu fressen, deutet das auf den Anfang seines Endes hin. Dann kann sich Sexualität auch endlich wieder vom Karren kranker politischer Ideologien befreien und in die Privatsphäre zurückkehren. Muß ich noch betonen, dass ich wirklich nette schwule Freunde habe? Achso, bin ja bei der Achse. Dann nicht.

giesemann gerhard / 21.05.2021

Das ist doch gut, wenn Mann so besser an die Weiber ran kömmt ... . Na ja, wenn’s denn sein muss. Ab und zu mal.

Wiebke Lenz / 21.05.2021

Puh, ich muss wohl dringend an mir arbeiten. Und zwar ausgiebig und jede Woche aufs Neue. Wir halten fest: Eine Randgruppe darf keine Kritik an einer anderen Randgruppe üben. (Nicht missverstehen: was im Schlafzimmer passiert ist mir vollkommen egal. Ich sehe die Menschen, keine Überzeugungen oder Neigungen.) Meinen Mann muss ich heute wohl dringend fragen, wo er rumvergewaltigt hat. Wenn man auf der Liste der Gutmenschen als Schlechtmensch steht, wird auch Twitter (andere sog. “sozialen Medien” ebenso) aktiv. Die aktuelle Corona-Politik ist grundsätzlich gut - was anderes geht nicht. Bücher haben politisch korrekt und paritätisch zu sein - alle sollen berücksichtigt werden. Ethnie, Geschlecht, sexuelle Neigungen ... (allerdings keine “falschen” Meinungen!) Und ich muss mir dringend abgewöhnen, ein Pfund Fleisch beim Fleischer oder einen Zentner Weizen beim Futtermittelhändler zu kaufen. Ganz wichtig! Steht bei mir ganz oben auf der Liste! Ach so, Gendersternchen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt, muss ich mir auch noch angewöhnen. - Leute, fehlen der angeblichen Elite einige Latten am Zaun oder mir ein Groschen an der Mark? Ich entscheide mich für das Erstere ...

Wolfgang Nirada / 21.05.2021

Wäre ich eine Frau wär ich auch lesbisch… Wenn mann sich diese “Männer” ala Habacke und Luschet als Paradebeispiele deutscher “Männlichkeit” beispielsweise nur mal ansieht… Da krieg ich Gänsehaut… Und da weiß mann auch warum im Darkroom kein Licht brennt…

Thomas Hechinger / 21.05.2021

@ Rolf Mainz. Mathematik und Naturwissenschaften sind Erfindungen des weißen Mannes. Das begann schon bei den alten Griechen. Sie dienen heute als Herrschaftsinstrumente gegenüber den Unterdrückten dieser Welt. Müssen wir wirklich auf den Mars fliegen? Genügt es nicht, wenn wir uns an Lianen von Baum zu Baum schwingen? Wie weiland Tarzan. Mein Gott, das war ja auch ein Weißer ...

Roland Hübner / 21.05.2021

Ich glaube die Welt braucht küftig wieder ein wirkliches Problem (das bekommt sie auch durch die CO²-Idiotie) damit all diese Pipifaxthemen an Bedeutung verlieren.

Fritz Irmgardson / 21.05.2021

Der Wettbewerb im Opfer-sein wird immer amüsanter. “Ich bin das Opfer!” - “Nein, ich! Meine Community wird viel mehr unterdrückt!” - “Du spinnst doch, du rechte Schlampe!” - “Ihr verbreitet Hass und Hetze! Für so eine Einstellung gibt es keine Diskussionsgrundlage!” - “Wir sind schon viel länger Opfer als ihr! - “Ihr gehört doch schon zum Establishment, ihr Unterdrücker!”. Mensch Meier, einigt euch doch bitte wieder darauf, dass alte weiße cis-Männer das Böse auf dieser Welt sind! Scheiß Opfer.

Markus Knust / 21.05.2021

Homosexuelle sind für die Linkswoken sowieso nur ein Mittel zum Zweck. Ich habe lesbische Paare im Freundeskreis, die mir seit Jahren erzählen, dass sie um die Szene einen großen Bogen schlagen. Die LBGT Kader sind ihrer Auffassung nach, zumeist kleingeistige Frauen/Männer, die ihre inneren Dämonen, Selbstzweifel, teils auch Selbsthass nach außen projizieren. Was ich so mitbekommen habe, sind Hierarchien und Ausgrenzung an der Tagesordnung und jede Frau, die nicht Im Gleichschritt mitmarschiert, eine Paria. Eine Freundin erzählte, dass ihr zum Beispiel vorgeworfen wurde, feminin auszusehen. Das wäre nicht selbst gewählt, sondern vom Patriarchat diktiert, dem sie (unbewusst) gefallen wolle. Als sie sich dann noch erdreistete, sich eine ebenso feminine Freundin zu suchen, war es aber wirklich vorbei, mit der Toleranz! Sie sagt übrigens, es sind genau solche Flintenweiber, die ihr dann heimlich die Telefonnummer zustecken. Die Transgender sind nur die neuesten Kümmerer Objekte dieser Gesellschaftsingieneure. Aber auch die werden noch feststellen, im Zweifel nur Opfer zweiter oder dritter Klasse zu sein. Wer die Lieblingsschutz Objekte sind, wissen wir ja alle. Und auch wie die zu Homos und Transen stehen. Genau wie die Linken selbst, siehe Hitler, Mao, Stalin und Konsorten. Alles nur Show derzeit, dient eben der Sache.

Oliver Wilkening / 21.05.2021

Möge diese Republik(?) schnellstens untergehen.

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