Gerhard Schröders Verteidigung der russischen Okkupation Georgiens kommt ihm jetzt offenbar teuer zu stehen: Das Ostseepipeline-Projekt (Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Schröder) scheint immer geringere Aussicht auf Erfolg zu haben: Die Ostseepipeline soll ab 2011 russisches Gas nach Deutschland transportieren - doch erst muss das Transitland Schweden grünes Licht geben. Der US-Botschafter appelliert an die schwedische Regierung, nein zu “Russlands unsicherer Energie” zu sagen. Nach Polens Regierungschef Donald Tusk, der am vergangenen Wochenende wegen der Kaukasus-Krise erneut die Pipeline infrage gestellt hatte, ist der US-Botschafter nun der zweite prominente Gegner, der in jüngster Zeit das 7,4 Mrd. Euro schwere Projekt scharf kritisiert hat.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/usa-wollen-ostseepipeline-stoppen;2036172
In Stockholm sind die russischen Pipeline-Pläne auch sicherheitspolitisch umstritten, weil die Militärpräsenz Moskaus in der Ostsee massiv verstärkt würde. Schwedens Verteidigungsminister Sten Tolgfors gab Anfang der Woche bekannt, dass fast fertige Sparpläne für die militärische Landesverteidigung wegen des russischen Vorgehens in Georgien neu überprüft werden und die Entscheidung erst im Februar fällt.
http://www.ftd.de/politik/international/:USA-mischen-sich-in-Streit-um-Ostsee-Pipeline-ein/411873.html
