Die Republikanische Partei der USA präsentiert sich seit Jahrzehnten als verlässlicher Verbündeter Israels. Von Ronald Reagan bis Donald Trump galt die Unterstützung des jüdischen Staates als fester Bestandteil republikanischer Außenpolitik. Doch dieses Selbstbild gerät zunehmend unter Druck. Innerhalb der Partei wird inzwischen offen darüber gestritten, wie groß das Antisemitismus-Problem im eigenen Lager ist – und ob man bereit ist, es ernsthaft zu bekämpfen.
Auslöser der Debatte sind nicht abstrakte Vorwürfe, sondern konkrete Personen und Entwicklungen. Rechtsextreme Influencer wie Nick Fuentes, die offen antisemitische Verschwörungstheorien verbreiten und den Holocaust relativieren, finden seit Jahren Anschluss an Teile des MAGA-Milieus. Dass solche Personen nicht konsequent ausgegrenzt, sondern teils indirekt legitimiert oder verharmlost werden, alarmiert jüdische Organisationen und pro-israelische Republikaner gleichermaßen.
Anlass der Debatte war ein mehr als zwei Stunden langes Interview, das der ehemalige Fox-News-Moderator Tucker Carlson mit Nick Fuentes geführt hatte. Darin hatte Fuentes behauptet, „zionistische Juden“ kontrollierten die konservativen Medien. Diese „Wächter“ müssten überwunden werden. Auch der Neokonservatismus, der mit seiner Idee von der demokratischen Mission der USA dem Isolationismus der MAGA-Bewegung entgegensteht, gehe auf jüdische Intellektuelle zurück. Carlson wiederum äußerte seinen Abscheu gegenüber „christlichen Zionisten“, die er für Ketzer hält.
Risse und Konflikte
Das Video wurde im Internet bislang sieben Millionen Mal aufgerufen und löste in der konservativen Heritage Foundation Risse aus – jenem Thinktank, das einst die Politik von Ronald Reagan mitprägte. Nachdem Heritage-Präsident Kevin Roberts Carlson öffentlich verteidigt und dessen umstrittenes Interview relativiert hatte – er sprach von der Notwendigkeit, „nicht einfach zu canceln“ und bezeichnete die Kritiker als „giftige Koalition“ –, kam es zu erheblicher innerer Unruhe in der Organisation. Viele Mitarbeiter sahen in dieser Verteidigung eine Normalisierung extremistischer Inhalte und eine fehlende Abgrenzung gegenüber offen antisemitischen Positionen.
Als direkte Folge der Kontroverse traten mehrere wichtige Mitglieder von Heritage-Projekten zurück: Mindestens fünf Mitglieder der National Task Force to Combat Antisemitism, einer Initiative der Heritage Foundation zur Bekämpfung von Antisemitismus, gaben ihren Rücktritt bekannt, da sie Roberts’ Position nicht länger unterstützen konnten. Auch andere hochrangige konservative Persönlichkeiten in beratenden Rollen verließen Vorstands- und Associate-Positionen, was die Glaubwürdigkeitskrise vertiefte.
Die Kontroverse zog breite Kritik aus dem konservativen Lager nach sich. So warf Kommentator Ben Shapiro Tucker Carlson vor, den Konservatismus von seinen Grundprinzipien zu entfremden. Carlson fördere sozialistische Ideen, verharmlose autoritäre Regime, gebe Verschwörungstheoretikern eine Bühne und zeige eine obsessive Feindseligkeit gegenüber Israel. Besonders schwer wiege, dass er den antisemitischen Extremisten und bekennenden Hitler-Fan Nick Fuentes hofiert habe. Shapiros Fazit: Ein Konservatismus, der Tucker Carlson zum Meinungsführer erhebt, habe seine Werte aufgegeben.
Unter dem Druck der Proteste versuchte Roberts schließlich eine Kehrtwende: Er entschuldigte sich intern und räumte ein, dass seine Entscheidung, den ursprünglichen Verteidigungs-Post zu veröffentlichen, ein Fehler gewesen sei und er damit „die Institution und ihre Mitarbeiter enttäuscht“ habe. Dennoch lehnte er es ab, seine Position als Präsident der Heritage Foundation aufzugeben.
Trump distanziert sich
Und Präsident Trump? Nach seiner Meinung über das Gespräch von Carlson und Fuentes gefragt, sagte er, Carlson könne selbst entscheiden, wen er interviewe, das sei sein Job. Er übersah dabei geflissentlich, dass sich die Kritik nicht an der Tatsache eines Interviews entzündete, sondern daran, dass Carlson Fuentes den roten Teppich ausrollte, ihm nicht widersprach, sondern dessen antisemitischen Positionen zustimmte und sie sogar noch verstärkte.
Donald Trump aber freute sich öffentlich darüber, von Carlson immer nur gelobt zu werden. In einem Interview mit der New York Times hat der Präsident nun versucht, sich vom Antisemitismus im eigenen Lager zu distanzieren. Weder die Republikanische Partei noch die MAGA-Bewegung böten Platz für Menschen mit antisemitischen Ansichten. Dies sei Trumps „bisher deutlichste öffentliche Stellungnahme“ zu diesem Thema gewesen, kommentierte die Times.
„Ich denke, wir brauchen sie nicht“, sagte er auf die Frage, ob Antisemiten in seiner Koalition einen Platz hätten. „Ich denke, wir mögen sie nicht.“ Auf die Frage, ob er diejenigen in der konservativen Bewegung verurteile, die antisemitische Ansichten vertreten, antwortete Trump: „Selbstverständlich. Was antisemitische Ansichten angeht, gab es niemanden, der besser für uns (sic!) gewesen wäre. Ich habe beispielsweise gerade den Israel-Preis erhalten, die höchste Auszeichnung, die vergeben wird. Er wurde mir verliehen. Zum ersten Mal überhaupt wurde er an jemanden außerhalb Israels verliehen.“
„Es gab in der Geschichte der Welt, wie wir sie kennen, keinen besseren Präsidenten, der stärker, besser und mit Sicherheit weniger antisemitisch war als Donald Trump“, so der Präsident über sich selbst. „Ich war der beste Präsident der Vereinigten Staaten in der Geschichte dieses Landes gegenüber Israel. Und das wird im Übrigen von allen anerkannt, einschließlich der Tatsache, dass wir Frieden im Nahen Osten haben, und dieser Frieden wird auch halten.“
Auf die Frage, ob er Nick Fuentes verurteilen würde, meinte Trump, nicht zu wissen, wer das sei. Einer der Journalisten erinnerte ihn daran, dass er 2022 mit Fuentes und Kanye West zu Abend gegessen hatte. „Ich habe mal mit ihm zu Abend gegessen, er war Gast von Kanye West. Ich wusste nicht, wen er mitbrachte. Er fragte: ›Stört es dich, wenn ich einen Freund mitbringe?‹ Ich sagte: ›Ist mir egal.‹ Und es war Nick Fuentes? Ich kenne Nick Fuentes nicht.“
Ob republikanische Führungskräfte „Personen, die Antisemitismus vertreten, verurteilen sollten“, antwortete der Präsident: „Absolut. Wissen Sie was? Aus meiner persönlichen Sicht absolut, denn ich verurteile das. Ich habe eine Tochter, die mit einem Juden verheiratet ist. Meine Tochter ist Jüdin, wunderschön, und drei meiner Enkelkinder sind jüdisch. Ich bin sehr stolz auf sie. Ich bin sehr stolz auf die ganze Familie. Ich bin wahrscheinlich der am wenigsten antisemitische Mensch auf der ganzen Welt.“
Dieser Beitrag erschien zuerst bei MENA-Watch.

Um es ganz klar zu sagen: Nicht die Juden spannen die Amerikaner vor den Karren, sondern die Amerikaner die Juden. Das ist Fakt und zurück bis in die Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 20ern des letzten Jahrhunderts zweifelsfrei nachweisbar. Warum? Ein Imperium braucht Geld für seine Kriegsmaschinerie. Wer hat das Geld? Die Banken. Und die sind nicht selten historisch bedingt in jüdischer Hand, denn den Juden war ja in vielen Ländern zunächst das Handwerk und die Geisteswissenschaft verboten, weswegen sie auf dem Geldverleih hängen blieben woraus dann die Banken entstanden. Nach Ende des Kalten Krieges hat das Geld für die US Kriegsmaschine wohl aber nicht mehr gereicht für die angestrebte Weltherrschaft und man hat sich mit Trick 17 an die reichen Öl-Araber drangehängt, um weiterhin seinen überteuerten Verteidigungsapparat finanzieren zu können. Unterm Strich haben die Araber sogar deutlich mehr Kapital als es die Juden jemals hatten, weswegen jetzt nicht mehr die Juden sondern die Araber hofiert werden und deswegen der klassische alte Antisemitismus mehr und mehr durchschlägt. Insbesondere auch, weil der Islam mit dem Judentum ja so seine Probleme hat. Das ist alles.
Und jetzt noch mal zu Trick 17: Fragt sich eigentlich mal jemand, warum der seit 24 Jahren forcierte „War on Terror“ nicht dafür sorgt, dass die Ausbreitung des radikalen Islam weniger wird, sondern im Gegenteil immer mehr bis weit nach Europa hineingetragen wird? Insbesondere seit 2015? Das hängt zusammen. Der War on Terror ist nämlich genau das nicht, was er vorgibt zu sein. Das ist kein War on Terror, das ist ein Businessmodell pro Islam. Die verkaufen den gesamten Westen unter irreführender „Werbung“ (Was ist Propaganda anderes als Werbung?) an die reichen Araber, nur um ihren sauteuren US Militärapparat weiter finanzieren zu können, um so ihre globale Macht nicht zu verlieren. Die Juden werden deswegen kaum noch gebraucht und können wohl weg.
Zunächst einmal: Nick Fuentes betont, dass er kein Antisemit sei. Er habe viele jüdische Freunde. Er hat einige von ihnen auch schon in Diskussionen genannt und diese sind amerikaweit bekannt. So einfach ist das mit Nick nicht. Richtig ist: Er will nicht, dass Amerika jährlich Milliarden Dollar an Israel zahlt. Und hier ist er sich mit Tucker Carlson einig. Carlson sagt, dass er nicht einsehe, dass es in Amerika Millionen von Amerikanern gebe, die alle keine Krankenversicherung hätten, aber man gleichzeitig Milliarden nach Israel transferiere, die es dem dortigen Staat ermöglichten, staatliche Gesundheitsvorsorge für alle zu gewährleisten. Carlson betont ebenfalls, dass er kein Antisemit sei, aber er stellt eben unangenehme Fragen. Zum Beispiel die: „Was will Amerika von einem Land mit neun Millionen Einwohnern? Gibt es da irgendwelche Bodenschätze oder so? Ich glaube nicht. Also: Wer beeinflusst Amerika so, dass es jährlich Milliarden Dollar in ein Land pumpt, das uns gar nichts bringt?“ Und da fallen dann Namen von Organisationen wie Aipac und es fallen Namen von jüdischen Amerikanern wie Shapiro. Shapiro zieht zur Zeit eine schmutzige Rufmordkampagne gegen Carlson durch, wie es unlängst der Pulizerpreisträger Greenwald in seiner Sendung im Detail nachgewiesen hat. Im Kern versucht Shapiro jeden als Rassisten und Antisemiten darzustellen, der gegen die Unterstützung Israels ist. Aber es ist natürlich vollkommen legitim, wenn Leute wie Carlson sagen, dass sie das Geld, das jährlich nach Israel geschickt wird, für Amerika gebrauchen könnten. Über Fuentes ist zur Zeit gerade eine zehnteilige Serie auf Patreon in den NXR-Studios abgedreht worden. Wahrscheinlich gibt es keinen intellektuelleren jungen Amerikaner als Nick. Er wird in der Serie so vorgestellt, dass es kaum jemanden gebe, der so eine große Reichweite bei jungen Leuten bis 45 Jahre habe. Fuentes werde entweder der zukünftige amerikanische Präsident oder – minimum – dessen Königsmacher, so heißt es dort.
Wenn Tucker Carlson Ihnen, Herr Frank, den Roten Teppich ausrollte, wäre es ok, oder Ben Shapiro? An der Nick-Fuentes-Nummer tragen Sie (als Vertreter pro-Jüdischer Propagandisten) doch mit Schuld, auch wenn Fuentes völlig in die falsche Richtung ballert. Aus konservativer Sicht (zu der Sich Ben Shapiro Selbst zählt) ist es durchaus legitim den überproportionalen Einfluß der meist linken Jüdischen Minderheit in den USA zu kritisieren. Dazu zählen aber auch WIP & WASP – Philanthropen, die ähnlich politisch agieren. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Nur durch die AIPAC kann Israel seine Interessen in den USA wahren. Damit wird das Jüdische Paradoxon zwischen sogenannten links-liberalen Diaspora-Juden des Westens & dem rechten Staat Israel aufrecht erhalten. Sie, Herr Frank, & Ihresgleichen sollten dafür sorgen, daß der Rechte Staat Israel weiter unterstützt wird, aber das woke Judentum des Westens in seine Schranken gewiesen wird. Das tun Sie aber nicht. Wenn Sie aber das nicht tun, wird es weiter Ärger geben & die Anti-Semitismus-Nummer ist einer Intelligenz-Bestie, wie Ben Shapiro, auch nicht mehr würdig. Da sollte der Gute Sich schon was besseres einfallen lassen. Es ist doch nicht die Absicht vieler, den Holocaust zu relativieren. Das Problem ist, der Holocaust relativiert andere Verbrechen. Noch fallen ein paar auf diesen Taschenspielertrick herein, aber wie lange noch? Falls jemals Vance ans Ruder kommt, dürfen sich viele warm anziehen. Nicht, weil Vance ein Anti-Semit wäre, aber Vance vertritt, gegenüber seinen sonstigen konservativen Mitstreitern, einen starken Staat. Vance hat vor allem Familien im politischen Fokus & Vance sagt, die Interessen von Familien gegenüber Großkonzernen, kann man nur mit einem starken Staat vertreten.
Es wäre evt. sinnvoll, alles Böse zu verbieten, also weg mit Juden, Trump, Putin, AfD. (habe
ich noch jemanden vergessen ?). Dann müßte doch die Welt voll glücklicher und friedlicher
Menschen sein.
es geht bei dem konflikt, so wie ich ihn verstehe, darum, dass immer mehr vor allem junge maga anhänger die „usa first“ doktrin als geschwächt ansehen, indem israel bedingungslos und mit sehr viel geld unterstützt wird. sie kritisieren den grossen einfluss von jüdischen lobbyorganisation und einzelnen milliardären, die für die kritischen magaanhängern mehr „israel first“ als „usa first“ sind. sie sehen die kriege der usa im mittleren osten als nicht förderlich für die usa an, sondern als im interesse von israel. ausgelöst wurde dies durch aussagen von charlie kirk, der in den monaten vor seinem tod immer israelkritischer wurde, was jüdische großspender verprellte. israel antwortet darauf mir einer grossen pr kampagne, die auch grosszügig bezahlte influencer beinhaltet. bibi hat offen vor jungen influencern von einem infokrieg gesprochen und für zensur geworben, was die kritiker weiter vergraulte. vor allem ist es eine generstionenfrage, immer mehr junge amerikaner sehen die großzügige und bedingungslose unterstützung israels durch die usa kritisch bzw. lehnen sie ab. israel schwimmen quasi die felle weg. dies als antisemitismus zu bezeichnen geht mir zu weit, es geht ihnen um usa first. die debatte ist nicht verwerflich.
herr fuentes sagt viele hässliche dinge, keine frage, nicht immer ernst gemeint. viele junge us amerikaner erleben das als radikale befreiung von der woken sprachpolizei.
ich bin kein amerikaner, beobachte dies nur, das müssen sie ausdiskutieren.
herr carlson ist kein antisemit, für ihn als christen sind alle menschen gottes kinder mit gleicher würde geschaffen. er kritisiert, dass israelische und arabische leben für viele nicht den gleichen wert haben und sich von einigen hardcore israelunterstützern über tote babys in gaza lustig gemacht wird, was ich auch eklig und menschenverachtend finde.
eine wohl überfällige debatte.