News-Redaktion / 16.10.2020 / 11:30 / 0 / Seite ausdrucken

US-Republikaner wollen Twitter-Chef vorladen

Der Streit über auf Twitter blockierte Artikel mit möglichen Enthüllungen über den US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und seinen Sohn verschärft sich, meldet dtoday.de. Die Republikaner von Präsident Donald Trump hätten am Donnerstag angekündigt, Twitter-Chef Jack Dorsey vor den Senat laden zu wollen, und dem Kurzbotschaftendienst "Zensur" vorgeworfen.

"Das ist Wahleinmischung, und wir befinden uns 19 Tage vor einer Wahl", habe der konservative Senator Ted Cruz gesagt. "Twitter missbraucht seine unternehmerische Macht, um die Presse zum Schweigen zu bringen und Korruptionsvorwürfe zu verschleiern." Der Justizausschuss des Senats solle nun deshalb am Dienstag darüber abstimmen, Twitter-Chef Dorsey für Freitag kommender Woche vorzuladen.

Hintergrund seien Berichte der Boulevardzeitung "New York Post" über Trumps Wahlherausforderer Biden und dessen Sohn Hunter. Das Blatt habe nach eigenen Angaben Zugriff auf Daten von einem einst von Hunter Biden genutzten Laptop erlangt. Die Zeitung hätte dabei nach eigenen Angaben E-Mails gefunden, die zeigen sollen, dass Hunter Biden 2015 die Position seines Vaters als US-Vizepräsident für seine Geschäfte in der Ukraine habe nutzen können (mehr dazu hier).

Twitter und Facebook hätten in der Folge die Weiterverbreitung des Artikels blockiert. "Dies ist Teil unserer Standardprozedur gegen die Verbreitung von Falschinformation", habe Facebook erklärt. Twitter habe sein Vorgehen mit Fragen zur "Herkunft der Materialien" für den Artikel begründet. Später habe Twitter-Chef Dorsey allerdings sein Bedauern über eine schlechte "Kommunikation" zum Vorgehen der Plattform geäußert. Es wäre "inakzeptabel", Internetlinks "ohne jeden Kontext" zur Begründung zu blockieren.

Präsident Trump habe das Vorgehen der Online-Plattformen am Mittwochabend als "schrecklich“ bezeichnet. Er habe außerdem vor Anhängern gesagt, das Twitter-Konto seiner Pressesprecherin Kayleigh McEnany wäre blockiert worden, nachdem diese den Artikel der "New York Post" geteilt hatte.

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