Donald Trumps Anspruch, als Friedensstifter in die Geschichte einzugehen, ist weit weg. Mit dem Angriff auf Irans Nuklearanlagen hat er einen außenpolitischen Paradigmenwechsel eingeleitet – mit Folgen, die die Machtverhältnisse im Nahen Osten und in Osteuropa verschieben.
Es ist geschehen: Die USA sind in den Krieg gegen den Iran eingetreten.
In der Nacht zum Sonntag griff die US-Luftwaffe iranische Anlagen zur Urananreicherung in Natanz, Fordow und Ashrafan an. In einer Ansprache an die Nation erklärte Präsident Donald Trump, die Ziele seien vollständig zerstört worden, und gratulierte den Streitkräften zu ihrem Erfolg. Zugleich drohte er Teheran mit weiteren Angriffen, sollte der Iran sich nicht für den Frieden entscheiden.
Damit vollzieht Trump, der sein Amt im Januar mit dem Anspruch eines Friedensstifters angetreten hat, einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Noch nie zuvor hatten die USA direkt militärisch gegen den Iran interveniert. Überschattet wird dieser Schritt von einer bitteren Erkenntnis: Kaum eine direkte US-Militärintervention im Nahen Osten hat nicht zu größerer Unsicherheit geführt, bestehende Konflikte verschärft und neue Instabilitäten geschaffen.
Während Israels Premierminister Benjamin Netanjahu das Ende der Operation „Rising Lion“ verkündete, warnen Kritiker vor einer weiteren Eskalation. Der frühere US-Präsident Bill Clinton äußerte die Befürchtung, Netanjahu könne den Krieg zur Sicherung seiner politischen Stellung nutzen. In der Tat wirkt Trumps Botschaft, nun sei die Zeit für den Frieden gekommen, unter den gegebenen Umständen kaum realistisch. Für den Iran ist der Konflikt an diesem Punkt keineswegs beendet. Teheran hatte zuletzt unmissverständlich klar gemacht, dass ein amerikanischer Angriff militärische Gegenreaktionen auslösen werde – insbesondere gegen US-Stützpunkte in der Region.
Wie weitreichend die Folgen dieses Szenarios wären, zeigt sich in zwei Dimensionen. Zum einen könnte der Iran die Straße von Hormus für den Seeverkehr sperren. Die Passage zählt zu den wichtigsten Seehandelsrouten der Welt: Täglich passieren rund 21 Millionen Barrel Öl und 20 Prozent des globalen LNG-Handels die Meerenge. Mehr als 30.000 Schiffe und über 33 Millionen Container (TEU) werden jährlich über die angrenzenden Häfen abgewickelt. Jede Störung dieser Route hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Eine Säule von Putins Außenpolitik wankt
Zum anderen könnten iranische Proxys ihren Kampf gegen Israel erneut aufnehmen. Zwar ist die Hisbollah nach der Ausschaltung nahezu ihrer gesamten Führungsriege derzeit geschwächt, doch asymmetrischer Terror bleibt weiterhin wirksam. Hinzu kommt eine Hamas, die kaum noch etwas zu verlieren hat, während die Huthis den Golf von Aden und das Rote Meer bedrohen könnten. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten globalen Seerouten: Über diese Passage verläuft der gesamte Schiffsverkehr zwischen Europa und Asien – sie bildet die Hauptachse für Containerfracht, Erdölprodukte und LNG aus dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean.
Israel bliebe in einer solchen Lage nur eine Wahl: Es müsste seine Feinde mit noch härterer Gewalt bestrafen. Eine dauerhafte Eskalation wäre kaum zu vermeiden. Noch schwerer wiegt: Trotz seiner militärischen Fähigkeiten könnte das Land einen langen Krieg nicht ohne die anhaltende Unterstützung des Westens führen. Spätestens dann wäre Trumps Diktum zur Ukraine von einem dummen Krieg, den es ohne ihn nie gegeben hätte, in sein zynisches Gegenteil verkehrt. Der Republikaner würde als Präsident in die Geschichte eingehen, der den Nahen Osten in Brand gesteckt hätte.
Doch schon jetzt hat der amerikanische Angriff einen Umbruch im Nahen Osten eingeleitet, dessen Folgen weit über die Region hinausreichen. Mit der Schwächung des iranischen Regimes und einem möglichen Krieg bricht eine der zentralen Säulen von Wladimir Putins Außenpolitik weg. Was sich in den vergangenen Wochen zwischen Teheran, Tel Aviv und Moskau abzeichnet, ist nichts weniger als das abrupte Ende von Russlands Versuch, im Nahen Osten als Ordnungsmacht Fuß zu fassen.
Seit Beginn von Israels Militäroperation steckt der Kreml in einer strategischen Zwickmühle. Moskau muss tatenlos mit ansehen, wie sein engster regionaler Partner unter Druck gerät – und bleibt dabei weitgehend handlungsunfähig. Während Washington Israel politisch, logistisch und militärisch absichert, ist Russland diplomatisch isoliert und militärisch blockiert.
Russlands stellvertretender Außenminister Sergei Rjabkow warnte, ein direkter US-Angriff auf den Iran werde die gesamte Lage „radikal destabilisieren“ und die Welt an den Rand einer nuklearen Katastrophe bringen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach davon, dass die Welt nur noch „Millimeter“ von einem Desaster entfernt sei. Moskau bemüht sich derzeit, Washington von einer aktiven Kriegsbeteiligung abzuhalten, und warf Israel offen vor, mit seinen Angriffen diplomatische Bemühungen zu unterlaufen.
Reduziert auf die Rolle des Beobachters
Damit spitzt sich eine Entwicklung zu, die sich seit dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 abgezeichnet hatte: Russlands gesamtes Nahostkonzept ist gescheitert. Noch vor wenigen Monaten hatte sich Putin als unentbehrlicher Akteur in der Region inszeniert – als Schutzmacht Syriens, strategischer Partner Teherans und Vermittler zwischen Israel und den Golfstaaten. Diese fragile Architektur dürfte unter dem Druck der aktuellen Ereignisse zerfallen und legt die strukturellen Schwächen der russischen Außenpolitik offen.
Die iranische Führung, im Januar noch mit großem propagandistischem Aufwand zum Abschluss eines strategischen Partnerschaftsabkommens mit Moskau empfangen, steht nun militärisch und politisch unter massivem Druck. Bleibt Teheran nach den eigenen Drohungen gegen die USA untätig, wächst die Gefahr eines Umsturzes wie nie zuvor. Geht es hingegen zum Angriff über, wäre das Schicksal des Regimes untrennbar mit dem beginnenden Krieg verknüpft.
Da sich der Westen in seltener Einigkeit hinter Israels Vorgehen versammelt hat, dürfte er eine weitere Eskalation mittragen – mit allen politischen und wirtschaftlichen Folgen. Zwar haben europäische Staaten in der Nuklearfrage zuletzt noch Gespräche mit Teheran in Genf geführt – ohne direkte US-Beteiligung –, doch diese diplomatischen Kanäle sind nach dem amerikanischen Angriff faktisch blockiert.
Russland, das in seiner im März 2023 verabschiedeten Außenstrategie den Anspruch formuliert hatte, eine „gerechte und stabile Weltordnung“ mitzugestalten, bleibt in diesem Konflikt auf die Rolle des Beobachters reduziert. In den vergangenen Jahren hatte Moskau mit großer Energie versucht, sich als eigenständige Ordnungsmacht im Nahen Osten zu etablieren: durch die militärische Präsenz in Syrien, den Ausbau der Partnerschaft mit Iran sowie durch parallele Gesprächskanäle zu Israel und den Golfstaaten. Doch diese Strategie scheitert nun sichtbar.
Eingeständnis strategischer Ohnmacht
Russlands Bestreben, im Nahen Osten als Ordnungsmacht zu wirken, hat nun einen deutlichen Rückschlag erlitten. Kreml-nahe Experten räumen offen ein, dass Russland in der aktuellen Lage kaum über Handlungsspielraum verfügt. „Russland war nicht in der Lage, den massiven israelischen Angriff auf ein Land zu verhindern, mit dem es erst vor fünf Monaten ein umfassendes Partnerschaftsabkommen unterzeichnet hatte“, kommentierte jüngst die Zeitung Kommersant in ungewöhnlicher Deutlichkeit.
Auch Putins eigene Aussagen auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg lassen wenig Zweifel: „In unserem Vertrag mit dem Iran sind keine Verteidigungsklauseln enthalten. Unsere iranischen Freunde verlangen derzeit auch keine militärische Hilfe.“
Was wie diplomatische Routine klingt, ist in Wahrheit das Eingeständnis strategischer Ohnmacht. Moskau kann dem bedrängten Partner nichts bieten – außer symbolischer Rhetorik und einer bescheidenen Präsenz von Technikern und Spezialisten, etwa im AKW Buschehr. Diese – laut Putin immerhin 200 an der Zahl – sollen nicht aus dem Iran abgezogen werden. Ob diese bei den Angriffen verletzt worden sind, bleibt offen.
Das abrupte Ende des iranischen Atomprogramms ist für den Kreml auch aus eigenem Interesse heikel: Russland hatte gegen westlichen Widerstand den Bau von Irans erstem Kernkraftwerk in Buschehr ermöglicht und betreut die Anlage bis heute. Das Kraftwerk, an dem russische Spezialisten derzeit im Auftrag von Rosatom arbeiten, blieb bislang zwar verschont – vermutlich auch, um das Risiko einer nuklearen Katastrophe zu vermeiden. Dennoch hat Rosatom, entgegen den öffentlichen Aussagen Putins, bereits erste Mitarbeiter abgezogen.
Hinzu kommt, dass die nukleartechnische Zusammenarbeit mit Teheran für Moskau über rein wirtschaftliche Interessen hinausreicht. Der Reaktor in Buschehr gilt als sichtbarer Beleg russischer Technologiefähigkeit und bildet eines der wenigen verbliebenen Felder russischer Soft Power im Nahen Osten.
"Lass uns erst Russland regeln"
Der geplante Bau weiterer Reaktoren im Iran erscheint angesichts der aktuellen Eskalation obsolet. Für den Kreml bleibt der symbolische Wert dieser Kooperation jedoch hoch – ebenso wie die Sorge, mit einem möglichen Sturz des iranischen Regimes einen weiteren geopolitischen Pfeiler zu verlieren. Dass ausgerechnet Russland, einst treibende Kraft des JCPOA-Nuklearabkommens, nun ohnmächtig zusehen muss, wie der Westen und Israel Fakten schaffen, verstärkt in Moskau die Wahrnehmung einer fortschreitenden strategischen Marginalisierung in der Region.
Damit droht Russland nicht nur ein sicherheitspolitisches, sondern auch ein wirtschaftliches Engagement zu verlieren. Milliardenschwere Investitionen in Irans Energie-, Gas- und Infrastrukturprojekte stehen bei einem Regimewechsel auf dem Spiel. „Ein Sturz des iranischen Regimes wäre für Russland ein strategischer und diplomatischer Schlag – schwerer noch als der Verlust Syriens“, heißt es aus Kreml-nahen Kreisen. Moskaus Zurückhaltung ist dabei aus der Not geboren. Vier Faktoren sind dafür ausschlaggebend.
Zunächst wirkt die militärische Überlastung durch den Krieg in der Ukraine. Russlands Rüstungsindustrie ist ausgelastet, die Streitkräfte sind an der Front gebunden. Selbst modernste Waffensysteme werden vorrangig für den Einsatz in der Ukraine benötigt. Russland produziert inzwischen selbst jene Shahed-Drohnen, die es früher aus Iran bezog. Umgekehrt blieb Teheran seinerseits zahlreiche Rüstungslieferungen schuldig.
Zweitens gilt das geopolitische Kalkül, keinen offenen Konflikt mit Israel und den USA zu riskieren. Ein militärisches Engagement an der Seite Irans würde Moskau in eine unkontrollierbare Konfrontation treiben – mit unabsehbaren Folgen für das ohnehin fragile Verhältnis zu den Golfstaaten und zu Washington. Putin selbst bot in St. Petersburg erneut eine Vermittlerrolle an – diese wurde von Präsident Trump jedoch brüsk zurückgewiesen: „Lass uns erst Russland regeln, dann kannst du dich später darum kümmern“, so Trump wörtlich.
Misstrauen zwischen Moskau und Teheran
Drittens ist die Erosion des Vertrauensverhältnisses zu Teheran selbst zu nennen. Schon vor der aktuellen Eskalation war die militärtechnische Zusammenarbeit ins Stocken geraten. In der Islamischen Republik herrscht Misstrauen gegenüber Moskau: Russland hat weder Drohnen noch Raumfahrt- oder Nukleartechnologie geliefert, die sich Teheran erhofft hatte. In iranischen Medien wurde zuletzt immer offener darüber geklagt, dass Moskau nicht einmal unterzeichnete Verträge erfülle.
Das von Präsident Trump angedeutete Ziel eines möglichen Regimewechsels im Iran bezeichnete der Kreml zwar als „undenkbar“ und „inakzeptabel“, doch fehlen Moskau die Mittel, diese Position durch eigenes Handeln zu untermauern. In einem Interview mit Sky News warnte Regierungssprecher Dmitri Peskow daher scharfzüngig, die gezielte Tötung von Irans Oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, würde „die Büchse der Pandora öffnen“ und in Iran selbst extremistische Strömungen stärken. Man werde darauf „sehr negativ“ reagieren. Peskow sprach von einer „äußerst angespannten und global gefährlichen“ Lage, die durch eine Ausweitung des Konflikts nur noch weiter eskalieren würde.
Schließlich ist zu beachten, dass das Verhältnis Russlands zum Nahen Osten von einem strategischen Widerspruch geprägt ist: Einerseits pflegt Moskau in der Region enge Allianzen und verfolgt erhebliche wirtschaftliche Interessen. Andererseits profitiert Russland als einer der weltweit größten Energieexporteure immer dann, wenn Spannungen in der ölreichen Region die Märkte verunsichern und die Preise treiben. Dieses Kalkül prägt auch die aktuelle Krise.
Zwar droht Moskau mit einem möglichen Regimekollaps in Teheran einen weiteren langjährigen Partner zu verlieren – nach den Verlusten im Irak, in Libyen und in Syrien. Gleichzeitig aber eröffnet die Eskalation neue diplomatische Spielräume: Putin bemüht sich, sich als Vermittler zwischen Iran, Israel und den USA zu positionieren und Russlands Rolle als unverzichtbarer Machtfaktor im Nahen Osten zu behaupten.
Dennoch bleiben diese Entwicklungen für Russland Randaspekte. Der schwindende Einfluss im Nahen Osten dürfte vielmehr zu einer Verstärkung des Engagements im Ukraine-Krieg führen. Der Militärexperte Ruslan Puchow brachte es auf den Punkt: „Neben dem Iran dürfte vor allem die Ukraine unter der neuen Nahostkrise leiden. Sie lenkt die globale Aufmerksamkeit ab und könnte dazu führen, dass die USA ihre militärische Unterstützung stärker auf Israel konzentrieren.“
Haben die USA Deutungshoheit verloren?
Gerade darin liegt eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Es ist wahrscheinlich, dass Russland das aktuelle Momentum für weitere Vorstöße nutzen wird. Mit bemerkenswerter Offenheit brachte Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg erstmals die Möglichkeit einer Besetzung der Großstadt Sumy ins Spiel. „Wir haben nicht das Ziel, Sumy einzunehmen, aber grundsätzlich schließe ich es nicht aus“, erklärte er.
Offiziell begründet Moskau das Vorrücken seiner Truppen mit dem Ziel, eine Sicherheitszone entlang der Grenze zu schaffen, nachdem ukrainische Einheiten russisches Gebiet bei Kursk angegriffen hätten. Laut Putin soll diese Zone in der Region Sumy eine Tiefe von acht bis zwölf Kilometern erreichen. Doch seine Worte deuten auf eine weiter reichende Agenda hin.
„Dorthin, wo der Fuß des russischen Soldaten tritt, ist russisches Land“ – eine klare Anspielung darauf, dass sich Russlands Ansprüche keineswegs auf die fünf bereits besetzten Regionen beschränken. Einmal mehr bediente sich Putin des bekannten Narrativs, Russen und Ukrainer seien „ein Volk“, und erklärte: „In diesem Sinne gehört die ganze Ukraine uns.“ Der ukrainische Außenminister Andrij Sybyha reagierte scharf auf Putins Aussagen: Sie zeigten eine „völlige Missachtung der US-Friedensbemühungen“ und seien der „Zynismus eines Kriegsverbrechers“, der die Eroberung neuer ukrainischer Gebiete plane.
Unterdessen verschärft sich die Lage in der Region Sumy. Russische Truppen sind seit März rund zehn bis zwölf Kilometer tief in das Gebiet vorgedrungen und haben bislang rund 200 Quadratkilometer besetzt. Bereits 213 Ortschaften mussten evakuiert werden. Nato- und US-Experten beobachten seit Wochen eine systematische Verstärkung russischer Kräfte an der Grenze.
So blickt Präsident Trump nach fünf Monaten auf eine Außenpolitik zurück, die von Widersprüchen und tiefen Zäsuren geprägt ist. Nicht nur haben seine Bemühungen, den Krieg in der Ukraine diplomatisch zu lösen, eine Intensivierung der Kampfhandlungen nicht verhindern können; auch hat sein Anspruch, als Friedensstifter aufzutreten, die USA faktisch in einen Krieg gegen den Iran geführt.
Am gravierendsten jedoch ist: Ob dies nun an beiden Schauplätzen zu einer weiteren Eskalation führt, dürfte sich dem Einfluss Washingtons weitgehend entziehen. Die USA haben damit die Deutungshoheit in beiden Konflikten ein Stück weit aus der Hand gegeben.
Dr. Christian Osthold ist Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte Russlands. Seine Monographie über den russisch-tschetschenischen Konflikt ist in der Cambridge University Press rezensiert worden. Seit 2015 ist Osthold vielfach in den Medien aufgetreten.
„ ‚Dorthin, wo der Fuß des russischen Soldaten tritt, ist russisches Land‘ – eine klare Anspielung darauf, dass sich Russlands Ansprüche keineswegs auf die fünf bereits besetzten Regionen beschränken. Einmal mehr bediente sich Putin des bekannten Narrativs, Russen und Ukrainer seien ‚ein Volk’, und erklärte: ‘In diesem Sinne gehört die ganze Ukraine uns.‚ „ – Es war ein Fehler der Ukraine, sich nach 1990 die atomaren Waffen vom Russki abnehmen zu lassen. Sie hätten wissen müssen, dass sich das irgendwann bitter rächen würde. Wenn Trump ein richtiger Kerl wäre, würde er jetzt, nach dem Eingreifen im Iran, – was übrigens nur mit Erlaubnis des Konkresses hätte geschehen dürfen – auch gleich in einem Abwasch reine Verhältnisse in der Ukraine schaffen, indem er dort einfach mal ein paar Atomwaffen aufstellt. Argumentativ fällt ihm da schon was ein, etwa um die sich bald in amerikanischem Besitz befindenden Seltenen Erden zu schützen. Er könnte dann noch hinzufügen, dass das nicht gegen Russland gerichtet sei, sondern gegen Räuberbanden, die Hunderttausende Kilometer entfernt wohnen und nichts anderes im Sinn hätten als eben den Amerikanern die Seltenen Erden zu klauen, als Kronzeugin könnte er die Baerbock benennen, die sind sie in Russland ja schon gewohnt. Der Russe würde das schon irgendwie schlucken; man muss den Russen und dieser Sacharowa – im übertragenen Sinn – einfach mal ‚n bisschen die Pussy grabschen. In solchen Dingen hat Trump ja Erfahrung. Und hierzulande würden sich bestenfalls ein paar Nostalgie-Ossis darüber aufregen, aber das tun die ja sowieso bei allem, was die Amis machen.
„ Spätestens dann wäre Trumps Diktum zur Ukraine von einem dummen Krieg, den es ohne ihn nie gegeben hätte“……sollte es nicht heißen„mit ihm“? Freud’scher Verschreiber?
@Walter Weimar: Ich hatte ja schon einmal die Frage an die Atombombentechniker in den Raum gestellt. Das Manhatten Projekt mit den damaligen technischen Mitteln dauerte ca. 3 Jahre. Von 1942 bis zum 06.08.1945, Pulverisierung von Hiroshima inklusive Menschen. Die Iraner arbeiten seit den 1980er mit den aktuellsten technischen Mitteln und aus den USA, Sowjetunion/Russland, Pakistan zusammenspionierten Informationen. Die sind seit 40 Jahren damit beschäftigt Uran anzureichern. Sie sind immer gerade kurz davor die Bombe zu besitzen. Sind die Iraner zu doof? Oder stimmt die ganze Erzählung nicht?
Mit 20% russischen Muttersprachlern in Israel darf man allgemein gewisse Sympathien für und einen guten Zugang nach Moskau und umgekehrt unterstellen. Der Iran ist für Moskau ein Partner, für Israel wird er innerhalb der islamischen Sphäre und der Region zukünftig Partner Nr. 1 sein, wenn die Generation Mummy (Bibi, Khamenei) das Feld geräumt und ihre Neurosen und Ansprüche mitgenommen haben wird.
„Kaum eine direkte US-Militärintervention im Nahen Osten hat nicht zu größerer Unsicherheit geführt, bestehende Konflikte verschärft und neue Instabilitäten geschaffen.“, Wie immer, stets taktisches und strategisches Chaos. Eine derartig klare Aussage hatte ich an einem Montag nicht mehr erwartet., „Zwar haben europäische Staaten in der Nuklearfrage zuletzt noch Gespräche mit Teheran in Genf geführt – ohne direkte US-Beteiligung…“, Die machtlose europäische Wertegesellschaft hat Gespräche geführt. Welch ein Armutszeugnis! Und, Putin (Russland) ist zunehmend diplomatisch usw. isoliert. 2024 Kasan (Russland) BRICS Gespräche, Verhandlungen in achtsamer, teilweise freundschaftlicher, immer gegenseitiger Anerkennung. Trotz aller Heterogenität der BRICS Staaten, die repräsentieren 40 Prozent der Weltbevölkerung und haben die G7 beim Bruttoinlandsprodukt (kaufkraftbereinigt) überholt. Weitere Staaten (NATO-Land Türkei) streben der Vereinigung zu. Tolle Isolierung. Dann, einfach mal die Weltkarte Moslems anschauen und der Hinweis, von den knapp 10 Millionen in Israel lebenden Menschen sind 21 % Araber. Sicherlich wird der Demografiewandel in Israel durch den Zuzug der in der EU drangsalierten Juden verzögert (z. B. Abwanderung aus Frankreich). Im Grundsatz ist aber der Wandel mit friedlichen Mitteln nicht zu stoppen.
@ P. Holschke, der Nachtrag ist gut. Das war eine „fuck the“ EU und Nuland-Idee, und beide taugen wenig.
@ R. Matzen, d’accord.