Ist es nur ein Märchen aus Niedersachsen über eine machtverliebte europäische Königin?
In der Vermarktung von privaten Vorgängen war Ursula von der Leyen seit jeher eine Weltmeisterin. Sie teilte ihr familiäres Glück frühzeitig einer Gemeinde von Neugierigen mit und hatte bei der Erlangung von Aufmerksamkeit hierdurch größten Erfolg.
Nun ist es ihr gelungen, aus einem unglückseligen Vorfall in ihrem Privatleben ein öffentliches Ereignis zu schneidern. Denn die Bildzeitung konnte am 2.9.2022 stolz berichten, dass von der Leyens 30-jähriges Lieblingspony Dolly von einem Wolfsrüden gerissen worden ist. Der Täter, ein Wolfsrüde mit der Kenn-Nr. GW950m, ist identifiziert worden. Nach der stets objektiven Berichterstattung dieses Mediums muss dieser Vorfall in der Familie von der Leyen fürchterliche Niedergeschlagenheit hervorgerufen haben. Dies ist nur zu natürlich. Kein Mensch, der Tiere mag, wird gegenüber dem gewaltsamen Tod eines Haustiers gleichgültig bleiben.
Der Fall von der Leyen ist kein Einzelfall, gibt es doch gerade im Emsland immer wieder Vorfälle, die aufhorchen lassen sollten. Naturschützer geben stets Entwarnung vor Wölfen, die – durchschnittlich nur 35 kg schwer – vorzugsweise Rehe, Hirsche und Wildschweine fressen, aber angeblich Menschen verschont lassen sollen. Doch nun will die EU-Kommissionspräsidentin dem höchst privaten Vorfall eine öffentliche Dimension angedeihen lassen. Denn in einem Brief an Abgeordnete des Europaparlaments kündigte von der Leyen Anfang Dezember an, dass die EU-Kommission den aktuellen Schutzstatus des Wolfes rücksichtslos prüfen wolle. Natürlich war die EVP-Fraktion im Europaparlament als willige Erfüllungsgehilfin der Kommissionspräsidentin bereit, hierfür eine parlamentarische Initiative zu starten.
Wolfsliebe und Machtgier
Wir wollen hoffen, dass die anhaltende Trauer über das verlorene Lieblingsspony die Kommissionspräsidentin nicht dazu veranlasst, die von ihr geleitete Behörde in ein Rechtsgebiet zu schicken – den Naturschutz –, das eindeutig eine Angelegenheit deutscher Länder ist. Das wäre unbestreitbar ein Ultra Vires-Akt besonderer Art: Ein von der Kommissionspräsidentin öffentlich veranlasster Rechtsakt der Europäischen Kommission in Rechte der Länder – so auch des Landes Niedersachsen – einzugreifen. Darf man noch hoffen, dass die Kommissionspräsidentin zwischen privater Betroffenheit und öffentlichen Belangen zu unterscheiden weiß? Oder will sie die wuchernde Machtgier ihrer Behörde durch ein weiteres Beispiel veranschaulichen?
Wir wollen hoffen, dass die gewiss tüchtigen Mitarbeiter der EU-Kommissionspräsidentin die Grenzen der EU deutlich machen und so die Kompetenzen des Landes Niedersachsen respektieren helfen. Denn nur so können die Wolfsliebe der Naturschützer und die berechtigten Interessen von Schäfern und Tierhaltern, aber auch von Spaziergängern landespolitisch miteinander in Einklang gebracht werden. Die EU-Kommission hat auf dem Gebiet des Wolfsschutzes wirklich nichts zu suchen. Wann wird Frau von der Leyen diese Einsicht dämmern?
Beitragsbild: Martin Mecnarowski CC BY-SA 3.0, via Wikimedia
UvdL fühlt sich als Kaiserin von Europa. Das Ende dieses Allmachtsanspruch muss im Scheitern sein, anders geht es nicht.
Mit oder ohne Wolf: Bei Frau von der Leyen fallen mir nur Sarkasmen ein. In unterschiedlichem Ausmaß gilt dies allerdings inzwischen für die meisten der jetzigen Machthaber, die behaupten, Deutschland oder gar „Europa“ zu repräsentieren. Frau v.d.L. braucht sich also nichts darauf einzubilden, auch wenn sie es sicher gern täte.
@Dr. Joachim Lucas / 27.12.2022 -
„Wenn von der Leyen es so will, stehen auch die Sterne still. Diese selbstherrliche, absolutistisch denkende, destruktive und absolut unfähige Frau würde noch ganz anders, wenn sie könnte. (…)“ --- Dieser Deutschlandhasser:In ist keineswegs eine „absolut unfähige Frau“. Sein immenses Zersetzungspotential hat ihn zu einem Golden Girl:In Schwabs gemacht.
Hallo Herr Dr. Joachim Lucas „Diese selbstherrliche, absolutistisch denkende, destruktive und absolut unfähige Frau würde noch ganz anders, wenn sie könnte“ Das sehe ich auch so: z. B. zunächst zügige Flächenbombardierung aller bekannten Wolfsrudelstützpunkte und folgende großflächige Brandrodung des gesamten deutschen Waldbestands, um der Ponygefahr endlich Herr (w/m/d/*) zu werden – „eiskalt und blitzschnell“ sozusagen. Das schafft auch Platz für die vielen geplanten Schreddermühlen gegen überlebende Vögel und Insekten.
Das Phänomen, dass die woke Blase nur allzu schnell ihre hehren Grundsätze aufgibt, wenn sie selbst einmal von ihrer Haltung betroffen sein sollten, findet sich auf vielen Ebenen. Hier im Hamburger Schanzenviertel, wo wahrscheinlich 95 % sich links- grün geben mit den entsprechenden Haltungen( no borders, refugees welcome, kein Mensch ist illegal, etc.)
hat genau dieses progressive Klientel irgendwann Bürgerwehren organisiert , weil ihren lieben pubertierenden Töchterleins auf dem Weg zum Bahnhof Sternschanze von schwarzen Dealern wahlweise Kokain oder „Ficki Ficki “ angeboren wurde. Sozialromantische Überschneidungen zum Wolf sind daher auch in genau dieser Kaste zu betrachten.
Der Wolf als jahrhundertlang geknechteter Robin Hood der Wälder. Es wäre zu wünschen, dass diese intelligenten Tiere die geistige Evolution von Wildschweinen durchmachen. Die haben gemerkt, dass ihnen im Berliner Stadtgebiet kein Blattschuß mehr droht. Und fressen dort nun, mitten am Tag, zeternden Omis die Pudel von der Leine. Tja- Wölfe und Wildschweine, intelligent und durchsetzungsstark. Ich erspare mir darauf hinzuweisen, was sich teilweise vor Europas Grenzen tummelt.
Wenn von der Leyen es so will, stehen auch die Sterne still. Diese selbstherrliche, absolutistisch denkende, destruktive und absolut unfähige Frau würde noch ganz anders, wenn sie könnte. Wie hieß eigentlich noch das senatorische Pferd von Caligula? Ich warte auf den Tag, an dem sie gestürzt wird. Es wäre wenigstens ein klitzekleiner Lichtblick dafür, das diese EU-Kreaturen noch eigenständige Regungen zeigen. Die muss doch Feinde haben bei dem Charakter. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt aber bei mir ist sie schon tot.
Das ist keine Frage der Einsicht in rechtliche Grenzen, sondern der Überzeugung, dass die Königin der EU ueberall bestimmt, wo es langgeht. Dass dieses Ziel, die Auflösung aller Nationen und, bei entsprechender, foederaler Struktur, natuerlich auch etwaiger Laender innerhalb der Nationen, verfolgt wird, darf man als bekannt voraussetzen. Nun sind nicht alle Akteure in der EU gleichermaßen unterwegs, aber bei vdL resp den aktuellen Machthabern in der EU selbst und dem Regime im failed state ist der Weg nicht einmal ein Geheimnis. Und die meinen es ernst mit dem „europäischen Imperium“. Offen ist, es sei wiederholt, nur noch die Machtgestaltungsfrage, Macron ist natuerlich der neue Kaiser, in jedem Fall ein Franzose, und die Form, mit der der totalitaere Absolutismus getarnt wird. Fuer die Gruenen ist auch der westliche Hegemon, konkret nur in Gestalt der „woken“, feudallinken US – Elite aus Democrats und Kapitalisten, Big – X und Hollywood, bereits klar, Macron zickt hier noch, denn er will es alleine machen, und die SPD hat sich innerlich immer noch nicht vom totalitaeren „Osten“ verabschiedet, wobei der Osten durchaus bis China reicht. Der Autor sollte sich allerdings eher frueher als spaeter von irgendwelchen nostalgischen, rechtlichen Gewaltenteilungstraeumen trennen. Spaetestens seit Merkel wird skrupellos durchregiert. Wieso sollte ausgerechnet vdL hier irgendwelche vorgestrigen Grenzen beachten. Das Pony der Koenigin will geraecht und ihre anderen Huftiere wollen geschützt werden. Da mit Bundesländerzustaendigkeiten zu kommen klingt mit Verlaub etwas naiv.