Gastautor / 08.03.2022 / 06:00 / Foto: Pixabay / 164 / Seite ausdrucken

Unter Freunden: Gespräche zur Corona-Impfung

Von Martin Schönberg.

Ich bin ungeimpft. Das hat Folgen – auch für manche Freundschaften. Hier ein halbes Dutzend Beispiele.

Im Raum steht die ungeheuerliche Möglichkeit, in den Augen meiner Freunde als dumm und vor allem böse zu gelten. Diese Eigenschaften beziehungsweise die Zuschreibungen derselben sind ja im Allgemeinen schon unschön; werden sie aber von jahrzehntelang geschätzten Menschen im Besonderen ausgesprochen oder perfiderweise insinuiert, tut es besonders weh. Zu gewärtigen habe ich dabei, dass ich, wie es sich für einen skrupulösen Kulturprotestanten gehört, mit einem relativ fein ziselierten und sensitiven Über-Ich ausgestattet bin. Über dieses habe ich unmissverständliche Signale empfangen: Du bist böse, böse und noch einmal böse. Und böse, nein, böse mag ich nun wirklich nicht sein, nicht im kindlichen, auch nicht im metaphysischen Sinne. Zeit, anhand von Beispielen darüber nachzudenken und daraus zu lernen. 

Fallbeispiel 1: Die Sackgasse

Der Freund fragt: „Bist du geimpft?“ Ich so: „Nein, bin ich nicht.“ Er so: „Warum bist du nicht geimpft?“ (Wenn ich ganz, ganz selbstbewusst bin, antworte ich:) „Die Frage ist doch zunächst einmal nicht, warum ich nicht geimpft bin. Die Frage ist vielmehr, warum ich mich impfen lassen soll. Die Begründungslast liegt auf der anderen Seite, wenn es darum geht, dass etwas in mich rein soll. Findest du nicht?“ „Na, weil Millionen Menschen an Covid-19 gestorben sind. Weil die Impfung dich schützt, dich und auch andere! – Moment, stopp mal! Glaubst du überhaupt, dass es Corona gibt?“ (Doch wieder, einmal mehr, in der Defensive, fühle ich mich dann genötigt, Selbstverständliches klarzustellen, fast schon schuldhaft zu einzuräumen: „Jawohl, das Virus existiert, desgleichen die Krankheit, vor der auch ich mich fürchte.“ „Ach, doch, ja?“ „Ja, doch. Und die Polemik kannst du dir, bitte schön, sparen. Übrigens denke ich auch keineswegs, dass gemäß einer Weissagung von Nostradamus der Satan in Bill Gates gefahren ist, auf dass dieser uns alle auslösche etc. Das war natürlich auch polemisch, zugegeben.)

Da ich aber nun einmal, rationaler- oder irrationalerweise, vor der Impfung mehr Angst habe, verzichte ich und lasse es darauf ankommen: Mag mein immerhin 50 Jahre alter, einigermaßen schlanker und sportlicher Körper ohne Vorerkrankungen damit klarkommen, wenn es denn sein muss.“ „Das ist so leichtsinnig!“ „Vielleicht, ja. Ich bin halt unsicher. Ich habe keine Theorie, sondern Zweifel und Ängste. Dass Du die offenbar nicht hast, finde ich merkwürdig. Denn womöglich ist die Fahrlässigkeit, sich mit einem relativ neuen Impfstoff impfen zu lassen, der sehr, sehr schnell entwickelt wurde, viel größer.“ „Ich glaube, wir kommen an der Stelle nicht weiter.“ „Ja, das denke ich auch.“ – 

Und dann? Finden wir aus dem nun folgenden Schweigen nicht mehr heraus beziehungsweise endet das Gespräch allzu früh, beginne ich zu katastrophisieren: Was, wenn wir uns über dieses Thema entzweien? Was, wenn die allgemeine atmosphärische Vergiftung nicht aus uns rauszubekommen ist und anhaltend auf uns durchschlägt? Wie soll ich damit umgehen? Was soll ich tun?

In die Phase der Ratlosigkeit fällt auch

Fallbeispiel 2: Keine roten Linien

Eine Freundin hat offensichtlich die Phase des Abwägens hinter sich gelassen. Das gewichtige Wort von der „Pandemie der Ungeimpften“, unreflektiert nachgeplappert, hat sie zwar aus evidenten Gründen seit einer Weile nicht mehr im Munde geführt. Nun aber erkennt sie Folgendes glasklar: „Die Ungeimpften handeln verantwortungslos und unsolidarisch.“ Meine daraufhin leichthin geäußerte, polemisch gemeinte Vermutung, ein hoher Prozentsatz der Geimpften wäre wohl bereit, die Ungeimpften in Lager abzusondern, bestätigt sie nachdenklich: „Ja, gesamtgesellschaftlich wäre das vielleicht besser.“ 

O weh! Unversehens sind wir an eine harte Grenze gestoßen. Meine Zuspitzung hat mir ganz und gar nicht geholfen, sie hat mich vielmehr an den imaginativen Abgrund geführt. Schockiert entschließe ich mich, das Gespräch zum Thema ein- für allemal zu beenden. Das harsche Urteil verunmöglicht, meine ich, ein gemeinsames Suchen und Nachdenken. Moralisch derart an die Wand gestellt zu werden: Nein. Jedes Gespräch hieße, die Zumutung des Vorwurfs irgendwie für diskutabel zu halten. Auch glaube ich, dass ich, mit derartigen Anklagen konfrontiert, früher oder später cholerisch zurückschlüge. Was dann folgte, wäre eine Eskalation. Also: Nein.

Die Lektion lautet, dass ich das Gespräch über ein bestimmtes Thema vermeiden muss, damit das Gespräch insgesamt nicht gegen die Wand fährt, damit die Freundschaft an sich nicht zugrunde geht. Und die Erfahrung zeigt: Sieht man sich wieder, spricht man über anderes, bevor man doch irgendwann aufs Thema zurückkommt und neu ansetzt. Dann muss es selbstverständlich, eingebettet in eine differenzierte Betrachtung, auch möglich sein zu fragen, ob und inwieweit es ethisch geboten ist, sich impfen zu lassen. 

Unterschätzt aber habe ich sicher die Bereitschaft, zuvor Undenkbares zu denken. Deshalb sollte ich in der Annahme eines zivilisatorischen Konsenses, der vielleicht zumindest zu bröckeln beginnt, die Unterhaltung nicht noch mutwillig zuspitzen. (Zur Seite gesprochen: Diese Sätze habe ich geschrieben, bevor ich zur Kenntnis nehmen musste, dass es keine rote Linien mehr gibt.)

Konfrontativ muss es aber gar nicht zugehen, wie ich aus dem Folgenden lerne:

Fallbeispiel 3: Indirekte Kritik der Impfverweigerer

Ein guter Freund liefert, meine Unterlassung durchaus missbilligend, das dritte Beispiel. Er beschreitet einen indirekten Weg, indem er (anderen) Impfverweigerern fragliche Motive und Eigenschaften unterschiebt und es, selbstredend unausgesprochen, mir überlässt, diese Kritik auch auf mich anzuwenden. So habe eine Nachbarin bekannt, erst einmal abwarten zu wollen, wie es den Impflingen ergehe. Will sagen: Die anderen sollen sich mal schön impfen lassen, sie, die Nachbarin, ziehe dann, wenn alles okay sei, vielleicht nach – anstatt sich, wie es sich gehört hätte, gleich solidarisch mit impfen zu lassen. Nun, denke ich boshaft, steckt da nicht doch auch ein verdecktes Verständnis für die Sicherheitsbedenken der Impfverweigerin drin? Außerdem, noch boshafter, wenn ich schon dabei bin: Was Solidarität genannt wird, erscheint mir häufig schlicht Konformismus zu sein, man entspricht den Erwartungen, man gehört dazu, was sich schön anfühlt. (Ganz ehrlich: Danach sehne auch ich mich.) 

Hiermit verwandt ist 

Fallbeispiel 4: Impfverweigerung aus Charakterschwäche

Ebenfalls über Bande trifft mich nämlich der faszinierende Ansatz zu einer neuen Charakterstudie: Eine Bekannte, berichtet wiederum der Kumpel von Fallbeispiel drei, glaube, dass Impfverweigerer Leute mit geringem Selbstbewusstsein seien, die sich ein wenig wichtigmachen wollten. Ich sei damit, natürlich, nicht gemeint. Ich fühle mich damit, natürlich, sehr wohl gemeint.

Daraus folgt: Obacht! Zu begreifen wäre jeweils, was eigentlich, im Sinne der Zumutbarkeit freundschaftlich verklausuliert, mitgeteilt wird und wie ich darauf reagieren könnte, etwa indem ich zunächst klärend frage: „Was willst du mir damit sagen? Kannst du das nicht direkt sagen?“, um dann durchzuatmen und abzuwägen, ob es Sinn ergibt, dazu Stellung zu nehmen. Ich lerne, dass ich genau hinhören muss, dass die Gespräche diffiziler und subtiler werden, dass unter diesen Bedingungen die alte Spontaneität verloren geht. Vorläufig ist dieser Verlust zu akzeptieren.

Fallbeispiel 5: Von der Wirklichkeit korrigiert

Ein medizinisch bestens qualifizierter Freund eröffnete mir vor Monaten, dass ich, der Ungeimpfte, „es“ auf jeden Fall bekommen würde. Das mag sein, überlege ich und hüte mich (als ob magisches Denken weiterhülfe) davor, die Krankheit auf die leichte Schulter zu nehmen. Seiner Prognose unterlegt ist selbstverständlich die Auffassung, ich könnte die Ansteckung durch die Impfung wirksam vermeiden. Diesen Irrtum sieht er, glaube ich, heute ein. Zu diesem Erkenntnisfortschritt beigetragen hat sicherlich, dass er, der Geimpfte, sich nunmehr selbst infiziert hat, was er mir begreiflicherweise erst gar nicht sagen wollte. 

Messerscharf halte ich, der Unqualifizierte, an dieser Stelle erst einmal sachlogisch fest: Man hat sich hinsichtlich der Wirksamkeit der Impfstoffe ein wenig getäuscht. Wer garantiert mir, dass ebendies nicht auch in Bezug auf die Sicherheit geschieht? Woher, frage ich daher, nehmen die maßgeblichen Akteure das Selbstbewusstsein, zu behaupten, die Impfstoffe seien sicher? Ich vermisse, anders gesagt, die Demut, die sich aus der wissenschaftstheoretischen Selbstverständlichkeit ergibt, dass Wissen nur unter dem Vorbehalt allgemein menschlicher Fehlbarkeit Geltung erlangt (Fallibilismus). 

Fallbeispiel 6: Lüge, Beschämung und Freundschaft  

Meine alte Freundin aus dem Studium. Wir telefonieren selten. Jetzt sollte es wieder einmal soweit sein. Vor dem mittels WhatsApp vereinbarten Termin phantasiere ich unterschiedliche Verläufe. Folgendermaßen, male ich mir etwa aus, könnte ich nach dem Gespräch darauf zurückblicken: 

Erwartungsgemäß hat sie die penetrante Frage schon zu Beginn gestellt. Und ich? Belogen habe ich sie, die Freundin, wirklich und wahrhaftig. Die verifizierenden Adverbien sind von Bedeutung, denn bevor ich es getan habe, habe ich lange darüber nachgedacht. Dann habe ich es tatsächlich getan. Merkwürdig, wenn wahr wird, was zuvor nur eine ungeheuerliche Vorstellung war. (Wörtlich freilich war es keine Lüge, denn geimpft bin ich ja, wie fast alle, gegen dieses und jenes.)

Geredet haben wir, wie eh und je, über alles Mögliche, die Familien, alte Freunde, Bücher. Als wäre alles normal. Doch immer ist es da, das Megathema, immer, wie ein Unding steht es im Raum. Immer wieder kommen wir darauf zurück.   

Und siehe da: Nun, da ich ja, wenn auch gelogen, auf der Seite der Guten stehe, fällt mir die Kritik leichter: Geschmeidig gehen mir die Sätze von den Lippen, die ich aber schon so oft gehört, gelesen und auch gesagt habe, dass sie sich zwar wahr, aber auch schon wieder schal anhören, weil mir einfach alles zum Hals heraushängt:

Dass der PCR-Test doch aus den und den Gründen ab und an falsch positiv ist, dass er weder zwingend Infektion noch Ansteckungsfähigkeit bedeutet, dass er folglich, wie die WHO lehrt, das eigentlich maßgebliche klinische Bild nur ergänzen sollte, dass die These von der Übersterblichkeit, nun, strittig ist, dass die Pflege vor Corona schon eine Katastrophe war, dass doch Intensivbetten abgebaut wurden, dass das immense Lockdown-Leid sträflich unterschätzt wurde, dass Impfquote und Inzidenzen im Ländervergleich leider nicht durchgängig die gewünschte, nämlich umgekehrte, Korrelation aufweisen, weiter, dass wir vor allem über die langfristigen Folgen dieser neuen, allzu schnell entwickelten Impfstoffe nichts wissen und schließlich, dass die Leute doch deshalb, verdammt nochmal, eine individuelle Risikoabwägung anstellen dürften, deren Ergebnis eben legitimerweise auch der Verzicht auf die Impfung sein könnte. – 

Und dann wäre das imaginierte, auf einer Lüge fußende Telefonat zu Ende. 

Es kommt anders. Sie sagt ab. Ich bin enttäuscht – und erleichtert. Vielleicht hat sie kein Interesse mehr, womöglich aber ahnt sie auch, dass das Gespräch zu, sagen wir, Irritationen führen könnte. So denke ich, dass es besser ist: Zeit muss vergehen, Zeit, dann wird sich alles schon wieder geben, dann wird alles gut.

Indes: Eine Woche später findet das Gespräch doch statt, und ich, sonst ein Hasenfuß, entschließe mich, mit der Tür ins Haus zu fallen: „Du, ich muss dich jetzt mal was fragen.“ „Ja?“ „Würdest du einem Freund, der dir erzählt, dass er sich nicht impfen lässt, die Freundschaft aufkündigen?“ Sie lacht und sagt: „Natürlich nicht!“ Nun bin ich wirklich erleichtert und durchaus beschämt. Wir reden, wie befreit, ziemlich viel darüber, bewegen uns, wie es der komplexe Gegenstand gebietet, in Grautönen, wägen ab, bewerten vorsichtig. Diese Gemeinsamkeit wiegt zum Glück schwerer als die erwartungsgemäß mal wieder unterschiedliche Entscheidung in der kardinalen Frage. Lernen will ich daraus, dass die alten Freundschaften vielleicht doch mehr aushalten.  

Was aber ist, im Gesamten, zu lernen? 

Ratlosigkeit zu akzeptieren ist nicht einfach, hier aber unumgänglich, denn so eine Situation gab es noch nicht, auch nicht bei den ganzen heißen Eisen der Vergangenheit: Nicht beim Golfkrieg, nicht bei der Kernkraft, selbst bei der Flüchtlingskrise nicht, nicht annähernd. Nie gab es das, und zwar aus dem elementarsten Grund: Unsere Körper, es geht um unsere Körper! Das ist so beispiellos neu, so unerhört, dass man erst einmal durchatmen sollte, bevor man zu denken beginnt. Daher gilt es, mehr als sonst, die Gesprächssituation zu kalibrieren, vorsichtig einzuschätzen. Habe ich mich einigermaßen informiert, dann muss der Streit im Sinne der Selbstbehauptung ausgehalten werden, solange es konstruktiv zugeht.

Mitunter aber empfiehlt es sich zu schweigen, vorsichtig das Thema zu wechseln, um so auch mit den eigenen Kräften zu haushalten. Dies erfordert in einem vielleicht ganz neuen Maße Selbstbeherrschung und Gesprächsdisziplin. Wird der Vorgang zur Regel, dann bedeutet das, dass wir versuchen, als Freunde buchstäblich zu überwintern. Wir wissen dann hoffentlich beide, dass wir nach so vielen Jahren stabiler Freundschaft wieder neu aufeinander zugehen müssen, um uns des Gemeinsamen zu vergewissern. Dann vielleicht mit noch besseren Argumenten, aber auch einer anderen Mixtur aus Empathie, Kritik und Selbstkritik.

Was an diesen Einstellungen und Kommunikationstechniken ist neu? Neu daran ist gar nichts. Neu, brandneu aber ist für mich unzweifelhaft, dass ich damit dermaßen im Privaten operieren muss. Das Private wird in einem mir unbekannten Ausmaß politisiert. Dass diese Erfahrung an sich nicht für alle neu ist, hat mir ein in der Deutschen Demokratischen Republik groß gewordener Freund gezeigt, indem er mir, abstrahierend von seiner prekären Situation als Impfverweigerer, schlicht und ergreifend sagte: „Ich kenne das.“

Vergiftung persönlicher Beziehungen

In Bezug auf meine Freunde schließe ich eines aus, und das ist der Tauschansatz: Zwar sei es traurig, so liest man mitunter, dass man über die coronaspezifischen Differenzen Freunde verliere. Doch ergäben sich auch neue Bindungen, entstünden neue Kontakte, welche sich sogar zu nagelneuen Freundschaften vertiefen könnten. Gewiss gibt es Menschen, die zu einer solchen, sagen wir, ökonomisch inspirierten Geschmeidigkeit im Sozialen in der Lage sind. Ob ich sie beneiden soll, weiß ich nicht.

Darüber länger nachzudenken, wäre Zeitverschwendung, denn ich weiß, dass ich zu einer solchen Flexibilität, die immerhin den Vorzug hat, zeitgemäß zu sein, ganz und gar außerstande bin. Vielmehr sage ich: Wenn es denn so ist, dass ich meine Freunde wegen politischer Differenzen zu verlieren drohe, folgt daraus zunächst, dass ich um sie kämpfe, und dass ich dann, sollte ich den Kampf verlieren, den Verlust betrauere. In dieser Phase über andere Freundschaften nachzudenken, käme einer weiteren Kränkung gleich.

Mein Thema mag zum Beispiel aus der Perspektive eines Pflegers ein Luxusproblem sein. Auch weiß ich, dass ich selbst morgen schon am eigenen Leib erfahren könnte, worum es zuvörderst geht, nämlich Gesundheit. – Doch eine gesellschaftliche Spaltung, ein mit Händen zu greifender Bruch im Großen bildet sich unvermeidlich im Kleinen ab. Und die Vergiftung persönlicher Beziehungen wirken ihrerseits auf die Zivilisiertheit der Gesellschaft in toto zurück. Also müssen wir die Freundschaften hegen, denn ein guter Freund ist, gemäß einer Maxime des französischen Moralisten Francois de la Rochefoucauld, das größte Gut – und, merkwürdigerweise, dasjenige, welches zu erlangen, man am wenigsten bestrebt ist. 

 

Martin Schönberg ist promovierter Soziologe. Er hat sich intensiv mit Interview- und Gesprächstechniken befasst. Berufstätigkeit in Wissenschaft und Verwaltung. Mit seiner Familie lebt er in Brandenburg.

Foto: Pixabay

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Thorsten Beyer / 08.03.2022

Fred Burig: “Den meisten Menschen, die sich dieser speziellen Verabreichung von unzureichend erforschten medizinischen Produkten widersetzen, ist sicher eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko vorausgegangen.” Bei mir auch, warum sprechen Sie mir das ab? Ich habe die Diskussion ja auf der mRNA-Impfgegnerseite mitgetragen und für mich dennoch für Novavax entschieden, nachdem Valneva nicht verfügbar ist. Jeder muss für sich entscheiden. Wir sollten damit leben können.

Eckhart Diestel / 08.03.2022

@T Schneegaß. Vielleicht ist der Hass latent grundsätzlich vorhanden um dann bei jeder Gelegenheit, die das Kollektiv bietet auszubrechen? Die Interpretation Jesus des ‘Du sollst nicht töten’, in Matt 5 ‘Du sollst Deinem Nachbarn nicht in Deinem Herzen zürnen ...’, fand ich schon immer sehr beeindruckend. Heißt es doch, dass schon allein die Anwesenheit eines Nachbarn schon zum Zorn reizen kann.

Annett Simon / 08.03.2022

Puh, was für ein Hasenfuß ist dieser Mann? Man spürt schon im ersten Absatz, dass er unsicher ist und eben kein “Kind der DDR”. Für mich gibt es da keine Diskussion und auch kein Zaudern oder Grübeln. Ich bin und bleibe ungeimpft. Nicht aus Angst sondern aus ÜBERZEUGUNG! Ich bin fest davon überzeugt, dass ich a) nicht von Corona betroffen sein werde (lt. Bluttest habe ich unbemerkt bereits T-Zellen entwickelt), b) wenn doch, überlebe ich das easy auch mit Mitte 50 und c) falls ich bei der Trefferquote von 0,1% krank werde, spiele ich hinterher Lotto! Keine Gen-Brühe der Welt wird meine Blutbahn verseuchen! Selbst wenn sich alle von mir abkehren sollten. Aber genau das wird nicht passieren, weil ich darüber auch nicht diskutiere. Ich sage offen, dass ich ungespritzt bin wie eine Bio-Zitrone und PUNKT. Wer sich spritzen ließ, ist für mich eh ein Knecht, ein Versager, ein rückgratloser Mensch. Mit Menschen ohne Hirn will ich ohnehin nicht befreundet sein.

Eckhart Diestel / 08.03.2022

@T. Schneegaß. Ich fürchte, Sie haben recht- im Grunde jetzt schon. Es ist nur erstaunlich, dass es so viele sind. Das, was man gewohnhin als Intelligenz bezeichnet,  kann hierbei nicht die entscheidende Rolle spielen. Eher, dass nach Jung die Intelligenz mit der Größe einer Gruppe abnimmt. Aber das reicht mir noch nicht als Erklärung. Mir persönlich scheint das Verhältnis des Einzelnen zu Gott die entscheidende Rolle zu spielen. Biblisch ist es sicher, dass der Mensch sich verirrt, wenn er sich von Gott abwendet.

J.R. Huels / 08.03.2022

Komme gerade vom Einkaufen in einer kleinen, ländlichen EDEKA-Filiale, und wurde Zeuge eines Dialogs an der Kasse zwischen der Kassiererin (ca. 50 Jahre) und einem Kunden (vielleicht 35 - 40 Jahre), die sich offenbar kannten, weil Nachbarn. Kunde: Hallo Nachbarin! Kasse: Hallo! Na Jens*, wie geht’s? Kunde: Naa - mir geht’s gut, nur hat es jetzt Bine* erwischt, liegt seit gestern flach. Kasse: Ach du Schreck. Hoffentlich kommt sie wieder schnell auf die Beine. Ich hatte es neulich für drei Tage. Kunde: Ja, wat’n Mist. Aber was willste machen? Kasse: Genau. Mehr als boostern kann man ja nicht! ... * = Namen geändert Ich konnte es kaum glauben. Die Leute stossen praktisch mit der Nase darauf, wollen aber nicht sehen, dass die ganze “Impferei” nur Zirkus ist. Kognitive Dissonanz in Vollendung.

Enrique Mechau / 08.03.2022

Bei den Impfstoffen ein wenig getäuscht? Sie täuschen sich. Diese Impfbrühen, nur versehen mit einer NOTZULASSUNG und VORÜBERGEHEND, ausgestatten sind wahrscheinlich mit vielen Millionen versehenen “nützlichen Abgaben” in den Markt gepresst worden. Genauso wie der Merkel’sche Demutslappen an dem sich eine Reihe von Mittätern gesundgestoßen hat. Ich halte das Ganze für eine Masche der Pharma-Industrie, gepaart mit sensationsgeilen etc. etc. Politikern, über die sonst kein Mensch jemals ein Wort verloren hätte. In die Hosen sch…. Wissenschaftler, die aus Angst um den Job nichts sagen, oder den Machthaben das Wort reden, wie das “weisungsgebundene” Institut, dem ein veritabler Tierarzt vorsteht.

sybille eden / 08.03.2022

Die Begriffe “solidarisch” und “gesamtgesellschaftlich” entstammen dem Wörtebuch des Sozialismus. Mit diesen Wörten auf den Lippen haben sie Millionen Menschen umgebracht. Es sind Worte des Unmenschen. Und keiner merkt es. Erbärmliches Volk ( 80% ) ,diese Deutschen.

A. Smentek / 08.03.2022

@Reinmar von Bielau: Gerade bin ich Ihrem Tipp gefolgt und habe ich mir “In God We Trust” von Tom Macdonald et. al. angesehen und angehört. Den Text habe ich mir sofort notiert und abgespeichert. Der Song hat mich genauso beeindruckt wie “Neue Normalität” von Triage. Eigentlich ist diese Art von Musik normalerweise nicht mein Ding (nicht verwunderlich bei einer Person Mitte 60, oder?). ABER: Der Rap und die harten Beats passen zu den Texten, denn diese Botschaften kann man einfach nicht auf die sanfte Tour rüberbringen. Und die Texte sind in beiden Fällen einfach nur Spitzenklasse.—- Es berührt mich sehr, auf diese Weise unmittelbar zu erfahren, dass es nicht nur hier in Deutschland, sondern auch anderswo auf der Welt Menschen gibt, die genauso sehr die Schnauze voll haben wie ich von diesem politischen Horror, den wir in den westlichen Ländern gerade erleben - und nicht nur in Bezug auf Corona.—- In den USA sind die Menschen, deren Herz für Ihr Land schlägt, offenbar viel zahlreicher als hier. Wenn es im Westen einen Umsturz der bestehenden Verhältnisse zurück zu echter Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geben sollte, dann wird er von dort ausgehen, und dann hoffentlich auf Europa übergreifen. Wir hier in Deutschland werden wohl am längsten darauf warten müssen, denn sicher kommt erst wieder ein Klabauterbach daher, der uns mitteilt, dass wir ja eine “Sondersituation” hätten und deshalb da nicht mitmachen könnten. Wollen wir hoffen, dass bis dahin niemand mehr solchen Mist glaubt, und auch wir wieder die Sonne der Vernunft über unserem Land aufgehen sehen werden.

Fred Burig / 08.03.2022

@Thorsten Beyer:”... Aber ich bin nicht generell gegen Impfungen und habe mich nun mit Novavax impfen lassen… Meine Entscheidung für mich, ohne Erwartung, dass irgendwer das auch macht…. Auf einmal sind aber auch die Leute pikiert, ...”  Selbstverständlich ist das ihre Entscheidung - und das bleibt sie auch bei sämtlichem Für- und Wider. Doch es geht nicht um das Impfen im herkömmlichen Sinne! Den meisten Menschen, die sich dieser speziellen Verabreichung von unzureichend erforschten medizinischen Produkten widersetzen, ist sicher eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko vorausgegangen. Stellt man die zunehmend kritischer werdenden Stimmen aus Fachkreisen und die nachweislich falschen und widersprüchlichen Äußerungen der Politiker/ Impf- Mafia gegenüber, sollten doch schon gewisse Zweifel aufkommen. Deshalb könnte auch diese „Pikiertheit“, wie sie es nennen, einfach nur von Unverständnis darüber zeugen - dass man sich nach langem Zögern und vielleicht “ohne Not” -  doch noch hat “einfangen” lassen. MfG

Johannes Kreis / 08.03.2022

Man kann in 6 Monaten keine sicheren Impfstoffe entwickeln, wenn es sonst 10 Jahre dauert. Wer pauschal Impfungen fordert, der geht nachweislich über Leichen. Wer will Jack the Ripper zum Freund?

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