Im Gespräch mit Milena Preradovic in „Punkt.Preradovic“ beschreibt Gunter Frank die Thesen des Buches. Es erscheint am morgigen Samstag, den 8. November, in der Achgut Edition. „Der Staatsverrat“ kann hier vorbestellt werden. Die Buchpräsentation erfolgt am kommenden Sonntag auf der neuen Buchmesse „SeitenWechsel“ in Halle, 11:15–12:00 Uhr mit Gunter Frank und Dirk Maxeiner in Raum 4.
Milena Preradovic: Als Autor mehrerer Bücher zu den Themen Gesundheit und Ernährung haben Sie schon in der Vergangenheit das deutsche Gesundheitssystem kritisiert. In der Corona-Zeit haben Sie sich äußerst kritisch geäußert und auch gesagt, bei den Covid-Impfungen handele es sich um einen Conterganskandal mit dem Faktor 10. Im Zusammenhang mit Corona haben Sie drei Bücher rausgebracht. Das neueste heißt „Der Staatsverrat – Corona als Vorbote des Totalitären: wie Deutschland aufgelöst wird“, das Sie gemeinsam mit dem Immunologen Kay Klapproth und der Journalistin Martina Binnig geschrieben haben. So, warum jetzt ein drittes Buch zum Thema Corona nach „Der Staatsvirus“ und „Das Staatsverbrechen“? Ist nicht eigentlich alles gesagt? (…)
Gunter Frank: Die Frage stellt sich tatsächlich, warum jetzt noch ein drittes Buch? Weil der Wahnsinn einfach nicht aufhört. Und weil wir, glaube ich, begreifen müssen, dass Corona eine Blaupause war für einen totalitären Umbau der Gesellschaft. Also dass es eigentlich gar nicht um ein Virus oder Gesundheit ging, sondern es ging darum, auf eine Art und Weise künstliche Märkte zu bearbeiten und sie totalitär durchzusetzen. Und da war Corona das erste Beispiel, wie perfekt das in globaler Weise gelungen ist, wie viel Macht dieses System inzwischen hat.
Milena Preradovic: Was meinen Sie genau mit künstlichen Märkten?
Gunter Frank: Ich bin ja nun Arzt. Aber allein mit der Medizin kann man das Phänomen Corona nicht erklären. Da muss man wirklich weiter über den Tellerrand hinaus schauen. Ich kenne ja auch die Welt der Ökonomie. Ich bin lange (an der Business School) in St. Gallen Dozent gewesen, natürlich für Gesundheitsthemen, Stressthemen, aber ich habe wahnsinnig viele Führungskräfte kennengelernt. Ich weiß, wie die Welt der kleinen, aber vor allem der großen Konzerne funktioniert. Ich weiß, wie Investoren denken. Und man kann das Phänomen Corona wirklich nur begreifen, wenn man zwei Entwicklungen sich anschaut, die sich jetzt leider zu einer unheilvollen Allianz zusammengefunden haben. Soll ich gleich loslegen?
Milena Preradovic: Ja, (ich hatte mir die entsprechende Formulierung aus Ihrem Buch sogar rausgeschrieben). Ich zitiere es. Dann können Sie es vielleicht gleich erklären: „Es gibt eine neue Allianz zweier mächtiger gesellschaftlicher Strömungen, die nur auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen. Die Bildung übermächtiger Finanzmonopole und die gezielte Infiltrierung des Westens durch einen Marxismus im neuen Gewand.“ So, jetzt sind Sie dran.
„Es hilft nicht viel weiter, wenn man in Gut und Böse denkt“
Gunter Frank: Also ich glaube nach wie vor, wenn man das Phänomen erklären will, muss man einfach fragen, wem nützt es und wer bekommt das Geld, das da generiert wird? Nach wie vor regiert Geld ja die Welt (…) Ich sehe das in der Medizin schon seit langem, dass hier aufgrund ökonomischen Drucks Grenzen überschritten werden.
Ich habe in meinen früheren Vorträgen weit vor Corona immer auch gesagt: Wenn ein Pharmachef ein Medikament entwickeln lässt, nützt dieses Medikament einer gewissen Gruppe von Patienten. Das ist positiv. Aber das langt nicht, um die Zahlen des Business-Plans zu erreichen. Also muss er sich überlegen: Kann ich die Anwendungsgruppe verbreitern, den Kundenkreis vergrößern?
Milena Preradovic: Deswegen werden Grenzwerte ja auch im Grunde von der WHO und von der EMA gesenkt oder gehoben. Beispielsweise bei Cholesterin oder beim Blutdruck?
Gunter Frank: Exakt. Da hat man 1992 zum Beispiel im großen Stil die Grenzwerte pharmafreundlich verändert. Das läuft dann über die Fachgesellschaften, die allesamt pharmafinanziert sind. Das muss man einfach so sagen. Es gibt vielleicht wenige Ausnahmen, aber im Grunde ist das so, da kommt keine Gegenwehr mehr von der Medizin selbst. Das heißt, da werden Grenzwerte gesenkt, um einfach mehr Patienten zu generieren. Zum Beispiel eben 1992 der Cholesterinwert von 240 auf 200.
Und zack, so hatte man allein in den USA 40 Millionen neue „Kunden“. Ohne dass das irgendeine medizinische Rechtfertigung gehabt hätte. Das heißt, man überschreitet Grenzen. Und das bedeutet, dass ein großer Teil der Patienten Medikamente bekommt, von denen er eigentlich nur die Nebenwirkungen zu erwarten hat. Also keinen Nutzen.
Und in einem meiner früheren Bücher habe ich gut begründet geschrieben (und habe da zum Beispiel die amerikanische Gesundheitsökonomin Barbara Starfield zitiert, die dazu entsprechend recherchiert hat): Es gibt gute Argumente dafür, dass der Arztbesuch im Westen die Todesursache Nummer drei ist. Aufgrund dieser Übertherapien, die rein ökonomisch durchgesetzt werden. Und es ist ein System.
Also es hilft nicht viel weiter, wenn man in Gut und Böse denkt. Denn wer macht dem Pharma-Chef den Druck? Denn wenn er das nicht macht, dann wird er abgesetzt. Und der Neue setzt es dann um, weil man eine gewisse Rendite haben will. Das sind unter Umständen wir alle. Früher hat man ja noch Lebensversicherungen abgeschlossen. Und da will man eben eine mit guter Rendite haben, die vielleicht in Pharma-Aktien investiert ist. Also das ist so ein System, was das vorantreibt.
Und jetzt haben wir aber natürlich die Entwicklung, dass die Geldkonzentration immer krasser wird. Also das reichste 1 Prozent wird immer reicher. Da gibt es wunderbare Zahlen, die nennen wir ja auch im Buch. Man kann davon ausgehen, dass das Geld, das für Investitionen dient, also das wirklich arbeitende Geld, in den Händen von 2.000 Familien liegt.
Und dass ein Kapitalismus, so viel Nutzen er einer Gesellschaft auch bringt, aber irgendwann auch kippt, indem er einfach zu starken Monopolen führt. Das vergessen ja die Leute immer. Planwirtschaft ist ja nicht unbedingt nur das Ziel eines sozialistischen Systems, sondern eben auch des Kapitalismus.
Der Kapitalismus möchte Marktführerschaft haben. Und wenn er Marktführerschaft hat, kann er die Produkte kontrollieren, die Qualität kontrollieren, die Preise kontrollieren. Das ist Planwirtschaft.
Milena Preradovic: Und wenn er sich einen eigenen Markt schafft, einen künstlichen Markt für Produkte, die es eigentlich gar nicht braucht, kennen wir das ja im Grunde aus dem Kleinen sowieso. Es werden Bedürfnisse geschaffen … Aber sagen wir mal, in der Pharmaindustrie ist das natürlich ein bisschen krasser.
„Das läuft komplett außerhalb irgendeiner Art von Kontrolle“
Gunter Frank: Oder Krankheiten werden regelrecht erfunden. Also Disease-Mongering, das ist ja alles schon bekannt gewesen. Und das Problem ist einfach, wenn man in dieser Welt von Investoren sich ein bisschen bewegt hat – von großen Investorengruppen, Venture Capital, Private Equity und so weiter. Das sind hochprofessionelle Firmen. Die holen sich die besten Leute.
Und dann habe ich so einen Giganten wie zum Beispiel BlackRock, den inzwischen jeder kennt, aber auch Vanguard oder andere. Die haben die allerbesten Leute, nicht nur für Finanzen, sondern auch für Psychologie, Marketing. Die holen sich die besten Agenturen und haben natürlich daran gearbeitet, die besten politischen Kontakte zu haben. Heutzutage ja bis ins Kanzleramt direkt.
Und diese Leute, die stehen unter Druck, das Geld dieser reichen Menschen, das sie ja verwalten, so zu verwalten, dass die reichen Menschen sagen: „Ja, die können das besser als wir selber.“ Also stehen sie unter starkem Rendite-Druck. Sie machen sowohl Investitionen, die sich rechnen, sie entdecken Leute, die SAP aufbauen oder kaufen eine marode Firma, die mit ein paar Änderungen wieder rentabel werden kann. Aber sie machen auch riesengroße Fehlinvestitionen.
Zum Beispiel in diese ganze Bioscience-Geschichte, die ja seit 2000 aufgeblüht ist. Jeder hat da reininvestiert, Venture-Capital ohne Ende. Da gab es aber keine Produkte, die sich vermarkten ließen. Es ist aber nicht so, dass die dann sagen, wir schreiben das ab, sondern die sagen, dafür müssen wir halt einen Markt finden. Und dann sind sie in der Lage, einen Markt für diese Produkte zu schaffen.
Milena Preradovic: Durch Pandemien?
Gunter Frank: Zum Beispiel Pandemien. Aber auch einen Klimamarkt, einen Kriegsmarkt. Das sind, wie Larry Fink, der Chef von BlackRock, sagt, das sind alles Opportunities. Es geht darum, Opportunities zu nutzen. Es geht nicht mehr darum, für einen bestehenden Bedarf gute Produkte zu entwickeln, die im Wettbewerb sich dann bewähren müssen, wie die klassische Marktwirtschaft möchte und die ja auch erfolgreich damit war. Sondern es geht darum, Opportunities zu erkennen, mit denen ich Geld machen kann.
Milena Preradovic: Ja, und man darf ja auch nicht vergessen, ganz kurz, dass BlackRock, Vanguard, State Street und all diese Vermögensverwalter ja auch Schattenbanken genannt werden, weil sie im Grunde außerhalb der Kontrolle laufen. Das heißt, sie werden nicht wie normale Banken kontrolliert, sondern haben ihre Leute auch in der amerikanischen Regierung. In der vorherigen waren, glaube ich, eine ganze Menge von denen. Also das läuft komplett außerhalb irgendeiner Art von Kontrolle.
Gunter Frank: Und unsere Co-Autorin Martina Binnig, die schreibt im dritten Teil auch sehr stark genau, was sie gerade sagen, wo die überall inzwischen ihre Finger drin haben. Das ist unglaublich. Die drehen frei und sie haben die Fähigkeit, diese Dinge umzusetzen, wirklich diese künstlichen Märkte zu erschaffen.
Jetzt haben sie aber nur ein Problem. Nämlich, wenn sie künstliche Märkte schaffen, dann haben sie in einer freien Gesellschaft immer Leute, die sagen: „Stopp mal, das Produkt braucht doch kein Mensch. Es ist sogar schädlich. Was soll das denn?“ Und sie haben Prüfinstitutionen. Sie haben zum Beispiel das Bundesamt (für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit). Es gibt Institute, die Produkte prüfen oder den TÜV für die Autos. Es gibt das Paul-Ehrich-Institut und so weiter und so fort.
Milena Preradovic: Es gibt das Paul-Ehrich-Institut, das Impfungen prüfen sollte, genau.
Gunter Frank: Das heißt, sie müssen die einmal die infiltrieren. Sie müssen die in der Tasche haben. (Von der) FDA in den USA (Food and Drug Administration, Lebens- und Arzneimittelbehörde der USA, Anm. d. Red.), da hieß es ja immer, es ist eine Unterabteilung von Pfizer. Wobei es auch gar nicht mehr um Pfizer geht, sondern um die Investoren, die dahinterstehen. Das heißt Pfizer, Moderna, wie sie alle hießen, haben ja die gleichen Investoren.
Also ist es nur noch eine Scheinpluralität in der Wirtschaft. Und dann haben sie aber noch ein Problem. Sie müssen die Diskussionen in der Gesellschaft über diese schlechten Produkte in den Griff kriegen. Sie müssen diejenigen, die dann plötzlich auch in der Universität aus der Reihe tanzen und sagen: „Stopp mal, die Studien stimmen ja gar nicht.“ oder: „Die sagen was ganz anderes“, die müssen Sie in den Griff kriegen.
Das heißt, sie müssen in einer pluralistischen Gesellschaft letztendlich die Meinungsfreiheit unterdrücken und die Kritiker zum Schweigen bringen. Und dazu brauchen sie Politiker und Leute in den Institutionen, auch in den Gerichten, die das gerne tun. Die also sagen: „Uns interessiert eine freiheitlich-demokratische Grundordnung und Meinungsfreiheit überhaupt nicht. Sondern mich interessiert, das zu tun, was mir nützt. Und es macht mir Spaß, andere zu maßregeln und auch über die Grenzen zu gehen.“ (…)
Also wir halten die Corona-Aufarbeitung deswegen für so wichtig, weil sie so gut diesen Wahnsinn anhand von klaren Zahlen belegen kann. Weil es in erster Linie nicht darum geht, die Vergangenheit zu verarbeiten, obwohl das auch schon schön wäre. (…)
Das heißt, auf mehreren Ebenen haben wir eine gesellschaftliche Entwicklung, die irgendwie ans Ende läuft. Finanziell, wirtschaftlich, psychologisch. Also an allen Ecken und Enden passt das einfach nicht mehr. Und wenn es einer genügenden Menge Leute bewusst wird … Ich will die AfD nicht glorifizieren, aber sie ist ja nun die einzige Partei, die zumindest das Programm hat, hier mal was zu ändern. Wenn die jetzt inzwischen so bei 26 Prozent liegen, dann wird es langsam eng. Und dann fällt denen auch nichts anderes mehr ein als eine Verbotsdebatte.
„Das Gerede um den Spannungsfall geht in die gleiche Richtung“
Milena Preradovic: Na, der Spannungsfall kommt dann.
Gunter Frank: Spannungsfall ist doch ein wunderbares Thema. Der letzte Teil des Buchs dreht sich genau um die Notstandsgeschichten. Denn das ist dann quasi die Waffe, um letztendlich ein autoritäres System durchzusetzen. Auch in der Demokratie. Das hat bei Corona funktioniert. Und das Gerede um den Spannungsfall geht in die gleiche Richtung. Der Spannungsfall ermöglicht es ja auch, Wahlen auszusetzen. Und dann haben wir aber tatsächlich keine Bundesrepublik Deutschland mehr. Und dann sagt man auch im Grundgesetz, ich glaube Artikel 20 Abschnitt 4, dann haben wir das Recht zum Widerstand.
Milena Preradovic: Ja, aber es werden immer noch sehr, sehr viele Menschen, eine mögliche Mehrheit, das nicht merken. Und sagen: „Wir brauchen Notstandsgesetze, Putin kommt.“
Gunter Frank: Aber wir haben 26 Prozent AfD. Und dann gehen sie auf die Straße, jeder Vierte. Und das heißt, die Leute suchen was anderes. Sie merken, dass das irgendwie in die Sackgasse führt. Ich dachte eigentlich, dass Corona reicht, dass sie es merken. Das dachte ich, da war ich naiv.
Milena Preradovic: Ich dachte, dass die sogenannte Impfung reicht.
Gunter Frank: Ja, aber (das passiert erst), wenn es um den Geldbeutel geht. Und ich habe natürlich die große Befürchtung, dass dann die allerletzte Karte gezogen wird. Und das ist dann ein Krieg. (…)
Wichtig ist, dass man dieses Prinzip durchschaut, dass die Leute endlich verstehen, dass das Panikmachen ein Instrument ist, um sie gefügig zu machen. Und die Frage ist, wie kann es besser werden? Also ich glaube, eine Sache wollen wir mit dem Buch klar machen: Wir haben jetzt seit wirklich vielen, vielen Jahrzehnten eine konsequente Abschaffung der Wirklichkeit in der Öffentlichkeit. Und wenn wir das nicht zurückdrehen, wenn wir dann nicht mehr schaffen, eine öffentliche Debatte zu führen, in der es um die Wirklichkeit geht. Was ist denn CO2 eigentlich? Was ist denn ein Virus überhaupt? Wieso stehen die Krankenhäuser leer, und die schreiben, dass sie überfüllt sind? (…) Unsere Demokratie wird verteidigt im Kartellamt, in den Zulassungsbehörden, in den Institutionen. Da sind die Verteidiger der Demokratie. Und natürlich im Bundesverfassungsgericht. Die Institutionen sind die Schiedsrichter der Demokratie.
Milena Preradovic: Sind sie es auch?
Gunter Frank: Nein, im Moment überhaupt nicht. Sie wurden einfach übernommen.
Gunter Frank ist Arzt, Bestsellerautor und Sachverständiger im Deutschen Bundestag sowie in mehreren Landtagen. Als einer der profiliertesten Kritiker des deutschen Gesundheitssystems setzt er sich konsequent gegen Bevormundung und für freie, selbstbestimmte Entscheidungen ein. Seine unerschrockenen und frühen Warnungen vor den katastrophalen Folgen der Corona-Politik in Form von Büchern, Beiträgen und Fernsehdiskussionen stellten sich allesamt als richtig heraus. Sie haben unzähligen Menschen geholfen, die Vorgänge einzuordnen und nicht daran zu verzweifeln.
Martina Binnig hat sich durch ihre Hintergrundberichterstattung zur Europäischen Union, sogenannten Nichtregierungsorganisationen und supranationalen Institutionen wie der WHO einen Namen gemacht. Sie ist freie Journalistin und Musikerin. Die Leser von Achgut.com schätzen ihre Gabe, scheinbar trockene Materie leicht verständlich aufzuarbeiten und deren oft ungeahnte Tragweite aufzuzeigen.
Kay Klapproth ist Biologe mit Schwerpunkt Immunologie und war viele Jahre in Forschung und Lehre tätig, zuletzt als Akademischer Rat an der Universität Heidelberg. Aus Protest gegen diskriminierende Corona-Maßnahmen und die Unterdrückung freier Debatten verließ er die Universität. Einer größeren Öffentlichkeit wurde er durch seine fachkundige und differenzierte Kritik an der Corona-Politik und am Missbrauch von Wissenschaft bekannt. Er engagiert sich in der Initiative für Demokratie und Aufklärung (IDA) und kommentiert in der „IDA-Sprechstunde“ regelmäßig medizinische und politische Themen.
Gunter Frank, Martina Binnig, Kay Klapproth: „Der Staatsverrat – Corona als Vorbote des Totalitären: Wie Deutschland aufgelöst wird“
Erscheinungsdatum: 08.11.2025, 224 Seiten, ISBN 978-3-911941-00-6, Achgut Edition, 25,00 Euro

Mehr über das unheimliche Netzwerk der Johanna Hanefeld, siehe connections dot news, Artikel „Unabhängige Wissenschaft? Johanna Hanefeld, RKI-Vizepräsidentin, der Wellcome Trust und die Gates Foundation.“
Ich muss sagen, ich bin überrascht, und zwar von folgender Erkenntnis im Artikel: „Und jetzt haben wir aber natürlich die Entwicklung, dass die Geldkonzentration immer krasser wird. Also das reichste 1 Prozent wird immer reicher. (…) Und dass ein Kapitalismus, so viel Nutzen er einer Gesellschaft auch bringt, aber irgendwann auch kippt, indem er einfach zu starken Monopolen führt. Das vergessen ja die Leute immer. Planwirtschaft ist ja nicht unbedingt nur das Ziel eines sozialistischen Systems, sondern eben auch des Kapitalismus. Der Kapitalismus möchte Marktführerschaft haben. Und wenn er Marktführerschaft hat, kann er die Produkte kontrollieren, die Qualität kontrollieren, die Preise kontrollieren. Das ist Planwirtschaft.“ -- Von hier aus wäre/ist es buchstäblich nur noch ein QUANTENSPRUNG – also die denkbar kleinstmögliche geistige Bewegung – hin zu der Erkenntnis, dass das nicht nur für die Pharmabranche, sondern für alle Branchen gilt. Wenn es dereinst von „unten“ nichts mehr gibt zum Umverteilen nach „oben“, hilft zunächst der Schuldentrick: man leihe sich einfach Geld aus der Zukunft, um die Renditen einigermaßen stabil zu halten. Irgendwann wird leider unweigerlich die Zukunft zur Gegenwart und erklärt den Bankrott („wir hatten das Geld gar nicht, dass wir euch leihen mussten“). Jetzt hilft natürlich nur noch eine veritable Naturkatastrophe – leider wenig verlässlich – oder eben ein Marktnachfrage-schaffender nicht zu kleiner Krieg.
Patentverträge? Die Kirchen haben es vorgemacht. Ewig gültig, unkündbare Verträge mit Alleinstellungsmerkmal auch Konkordat genannt. Nun werden alle wichtigen Positionen in der sog. Demokratie mit den richtigen Nieten besetzt. Blackrock ist Großaktionär bei Rheinmetall. -->>„In Rüstungsunternehmen zu investieren lohne sich nicht nur, sondern sei sogar nachhaltig. Schließlich könne Europa nur auf diese Weise die Demokratie verteidigen, was Nachhaltigkeit überhaupt erst ermöglicht – so das Argument. Und so werden Waffen auch in “Environmental, Social und Governance„ (ESG) Fonds aufgenommen. Manch Unternehmen änderte extra dafür ihre Leitlinien für mehr Blutgeld.“<<-- Wer ist Johanna Hanefeld und was macht die mit der Ausbildung im RKI? Ein Zögling „London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM): finanziert durch Gates Stiftung und Wellcome Trust“ siehe Multipolar.
Alle marxistischen Ideologen greifen Themen auf, die bereits den Zenith ihrer Dringlichkeit überschritten haben. Die Sozialreportagen von Marx und Engels zur Lage der Arbeiter waren verdienstvoll und stilistisch brilliant, aber zur Zeit der Beschreibung dieser Zustände verbesserten sich die Lebensumstände schon merklich. Als Joschka Fischer beim Opel versuchte, die Arbeiter zu erreichen, waren deren Lebensumstände bereits so erhaben, daß man ihm kein Gehör schenkte- erst mit dem Umweltthema änderte sich die Lage. Spontis, Ökos und Altkommunisten fusionierten, wobei Fischer, ganz Straßenmensch, es verstand, sich den gebotenen Jargon anzueignen und die jeweils aktuellen Themen zu besetzen. Wie bei vielen 68ern stehen seine heutigen Ambitionen in leichtem Widerspruch zu seinen mit Sorgenfalten vorgetragenen Ambitionen als Umweltminister. Die Kapriolen zwischen einem Machtbewußtsein und einer kaschierten Unbedarftheit zogen wie ein Eisbrecher eine Furche für etliche Karrieren, die sich wandlungsfähig an die Bedürfnisse mächtiger Kreise anschmiegten, dabei auch grundlegend Positionen wechselten, wie vom Pazifismus weg, hin zur „nuklearen Teilhabe“. So sammelte sich der Weltgeist der Wohngemeinschaften zur Neuordnung des Planeten und seiner Absatzmärkte. Zum Amtsantritt Fischers galt Deutschland als Apotheke der Welt, die Rolle, die er bei der Neuaufteilung dieses Kolosses spielt, ist ähnlich ambivalent, wie seine Beratertätigkeiten und Gefälligkeitsdienste. Im Falle Benko etwa, wo es galt, dieselben Politiker für Scholzens Elbtower zu umbandeln, die zuvor das modernste Kohlekraftwerk Europas stillgelegt hatten. Insolvenz der Nachfolgeorganisation Wasserstoff ist eingereicht. Größenwahnsinnige Projekte sind nur solange unterhaltend, wie die Wirtschaft funktioniert und wieder sind es die vom Opel, die längst aufgehört haben zuzuhören.
Ich verzeihe nichts, erst recht nicht, solange die Täter nachwievor in den und für die sog. etablierten Parteien die „Strippen“ ziehen, samt ihrer Seilschaften, nicht die Diffamierungen, nicht den Entzug meiner Grundrechte und der meiner Nächsten über Jahre, erst recht nicht die gestohlene Lebensqualität und vor allem die gestohlene Lebenszeit. Und auch nicht den Zwang in Schule und Vereinen, der dazu führte, daß die Ur-Enkel die „Spritze“ bekamen. Und auch nicht den Zwang, mit dem ein guter Freund während seiner Krebstherapie und dem Druck der nahezu täglich einzuholenden externen „Corona-Tests“, um überhaupt ins Krankenhaus eingelassen zu werden, sich dann vom „Onkologen seines Vertrauens“ zur mehrfach vorgenommenen „Spritze“ überreden ließ. Relativ schnell erhielt er Besuch vom „Sensenmann“, starb elendig unter Schmerzen im besagten Krankenhaus. Und dann bieten die Medialen diesen Tätern ständig ein Forum, sich darzustellen als wäre nichts gewesen. Der Rest wäre „Bandemantel“.
Dass der Kapitalismus irgendwann an seine Grenzen stößt und überwunden wird, hat vor längerer Zeit ein gewisser Karl Marx umfangreich erläutert (am Ende von „Das Kapital“). Konzentration von exorbitanten Kapital und Globalisierung werden Reichtum zu Fall bringen (Neiddebatte). Die Linke wird siegen und die gleichmäßige Armut umsetzen und lobpreisen. Die unverbrüchliche Freundschaft mit armen, afrikanischen Ländern gefeiert (Gleichberechtigung). Wenn Lebensmittelkarten/Bezugsscheine oder Stromrationierungen diskutiert werden, ists nicht mehr weit. Soll keiner Jammern, man hätte es nicht kommen sehen. Vorteil hat es auch: eingehende Emigration geht auf Null.
Th. Gerbert : Sie haben sicher Recht, daß Putin kein Demokrat ist. Er ist ein Machtmensch, nur eben ein Intelligenter. Im Gegensatz zur Politik der EU und D’s setz er sich für sein Land ein und möchte den Menschen ein gutes Leben ermöglichen. Was in der EU und vor allem D nicht das Ziel ist. Hier presst man die Menschen wie Zitronen, egal welche Not sie haben egal wie sie leiden, egal wie sie schuften. Und dann wird das Geld das sie erwirtschaften noch den völlig Falschen in den Rachen geworfen. Den Russen geht es gut , trotz irrsinniger Sanktionen, den Deutschen immer schlechter. Mitteleuropa undD waren schon immer das Kriegsgebiet für die Machtkämpfe der Mächtigen und das wird sich auch dieses mal nicht ändern. Da ist keine AfD schuld und auch kein Putin ,am Niedergang D’s . Und wenn die AfD jemals an die Macht kommen sollte, wird von D nichts mehr übrig sein was man irgendwie retten könnte. Schon gar kein Sozialstaat den man noch abbauen könnte.