René Zeyer, Gastautor / 19.05.2020 / 08:18 / Foto: Pixabay / 83 / Seite ausdrucken

Unser Tambora-Moment

In den Apriltagen des Jahres 1815 schaute Europa auf Napoleon, der aus der Verbannung auf die Insel Elba zurückgekehrt war und nochmals für 100 Tage herrschte. Bis Waterloo zu seiner endgültigen Niederlage wurde. Kurz zuvor war der Wiener Kongress zu Ende gegangen. Die Schweiz freute sich darüber, dass ihre Souveränität und ihre Grenzen anerkannt wurden.

Gleichzeitig rumpelte es auf der fernen Insel Subawa, nördlich von Java, im Vulkan Tambora immer bedrohlicher. Über 10.000 Kilometer von Europa entfernt schleuderte er im April mit einer gigantischen Explosion über 160 Kubikkilometer Lava, Asche und Staub in den Himmel.

Nach der Entleerung der Magmakammer stürzte der Gipfel des 4.300 Meter hohen Tambora ein. Durch den Ausbruch und die anschließende Flutwelle starben sofort über 12.000 Menschen. Der riesige Krater ist bis heute auch aus dem Weltraum zu erkennen. Es war der wohl größte Vulkanausbruch der jüngeren Geschichte.

Das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 hatte Schockwellen durch ganz Europa gesandt. Zusammen mit einem Großbrand und einem Tsunami starben in der fast vollständig zerstörten Stadt bis zu 100.000 Menschen. Das ließ viele daran zweifeln, ob wir wirklich in der besten aller Welten leben und alles gottgefällig eingerichtet ist. Im Gegensatz dazu interessierten die Meldungen über einen verheerenden Vulkanausbruch weit, weit weg in Europa niemanden.

Bis 1816 zum "Jahr ohne Sommer" wurde. Ein Elendsjahr, mit dem bitteren Spitznamen "Achtzehnhundertunderfroren". In Teilen der USA und Europas schneite es im Juli und August, es kam zu Nachtfrösten, Überschwemmungen. In der Schweiz schneite es in allen 12 Monaten des Jahres, im Juli sogar bis in tiefere Lagen. Das führte natürlich zu dramatischen Ernteverlusten. Die wiederum erst im Folgejahr zu drastisch steigenden Preisen für Nahrungsmittel führten und zu einer großen Hungersnot.

Die Schneise der Zerstörung

An den prächtigen Sonnenuntergängen, auch Jahrzehnte danach, die durch die weiterhin in der Atmosphäre schwebenden Ascheteilchen ausgelöst wurden, durfte man sich dann in der Biedermeierzeit erfreuen. Aber erst hundert Jahre später konnten Wissenschaftler einen direkten Zusammenhang zwischen diesem Jahr ohne Sommer und dem Vulkanausbruch herstellen.

Wie Schlafwandler stürzten zur Zeit dieser wissenschaftlichen Entdeckung die europäischen Regierungen in den Ersten Weltkrieg. Ein Zivilisationsbruch ohnegleichen, ein Ausbruch von Barbarei, wie es sie seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr gegeben hatte. Und gleichzeitig die Ursache für ein angeblich tausendjähriges Reich und den Zweiten Weltkrieg mit dem singulären Verbrechen eines Vernichtungsfeldzugs im Osten und der geradezu industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden.

Wir erleben gerade unseren Tambora-Moment. Explodierende Geld-Vulkane haben billionenfach den Himmel über der Zukunft verdüstert. Wie beim Ausbruch des Tambora merken wir aber zurzeit noch nichts davon.

Die Schneise der Zerstörung, die das Abschalten von Wirtschaft und Gesellschaft in unsere Realität gefräst hat, ist noch nicht wirklich sichtbar. Denn im Gegensatz zu einem Vulkanausbruch deckt dieser Geldregen viele Auswirkungen des Lockdowns zu. Was an Wertschöpfung verlorengeht, wird durch Neugeld ersetzt.

Erst wenn die Geldvulkane erschöpft sind, ihre Magmakammern von flüssigem Ersatztreibstoff für die Wirtschaft leer, erst dann werden die Folgen zu spüren sein. Heutzutage lassen sich die mit mehr wissenschaftlichem Sachverstand vorhersagen und erklären, als das noch 1816 der Fall war.

Damals, wie auch beim Erdbeben von Lissabon, waren es Naturkatastrophen. Aktuell haben wir es mit einer menschengemachten Katastrophe zu tun. Das Ausknipsen der Wirtschaft war nicht alternativlos, es gibt zudem genügend Gründe für berechtigten Zweifel, ob das eine gute Idee war.

Die größte Wirtschaftskrise der Neuzeit

Aber wie bei einem Vulkan ist der Schaden bereits angerichtet, man kriegt das Magma nicht mehr in den Krater zurück, die Zahnpasta nicht mehr in die Tube, das Neugeld nicht mehr aus der Welt. Trotz allen Durchhalteparolen und dem üblichen Geschwätz, dass alles andere noch viel schlimmer gewesen wäre: Was auf uns zukommt, ist die größte Wirtschaftskrise der Neuzeit.

Zunächst machte es mal wieder spätestens Mitte März hörbar plop. Das war das Geräusch, als wieder alle Prognosen, Vorhersagen, wissenschaftliche Zukunftsanalysen, basierend auf hochbezahltem Sachverstand und immenser Computerpower, in die Tonne getreten wurden. Denn auf einen Schlag war das alles obsolet geworden. Schrott. Es war mal wieder etwas Unvorhergesehenes passiert.

Nur einige Crash-Dummys versuchen seither, sich mit fortgesetzt dummem Geschwätz ihr Scheibchen Aufmerksamkeit abzuschneiden. Wenn sie etwas Schwein haben, veröffentlichten sie im letzten Jahr oder vor ein paar Monaten mal wieder ein Werk, in dem sie, mit welchen Begründungen auch immer, ausführten, dass der Crash, der Giga-Crash, der Über-Crash, der Fast-Weltuntergang-Crash nun aber wirklich bevorstehe.

Und obwohl sie dunkel dräuend auf dieses und jenes verwiesen hatten, um den nun wirklich Fatal-Mega-Gewaltscrash zu prophezeien, kamen sie nicht auf die Idee, dass ein klitzekleines Virus solch dramatische und riesige Folgen haben könnte. Die Geschickteren der Crash-Dummys tun nun so, als sei die aktuelle Krise genau die von ihnen vorhergesagte. Das ist genauso hirnrissig, wie wenn jemand den Absturz eines Flugzeugs wegen einer Fehlkonstruktion der Tragfläche vorhersagt. Dann stürzt es wegen eines Pilotenfehlers ab, und der Seher meint: Genau, sagte ich doch, Absturz ist Absturz.

Die Rezession wird in Europa Verheerungen anrichten, in den USA, in vielen Schwellenländern wie Brasilien oder Iran. Auch die Schweiz kann da nicht länger die Insel der Seligen bleiben, die die Handelsbeziehungen mit China ankurbelt und so dem allgemeinen Strudel, der Pleitewelle, dem Hochschießen der Arbeitslosenzahlen entgeht.

Wenn es in der deutschen Politik Führungsqualitäten gäbe

Krisen sind Chancen, heißt es so schön. Winston Churchill soll gesagt haben: "Never waste a good crisis." Damit meinte er, dass eine Krise nicht nur die Bewährungsprobe für Führungsqualitäten ist, sondern auch lehrreich sein kann und zudem Gelegenheit bietet, einige Dinge aufzuräumen, die in krisenlosen Zeiten nicht so leicht erledigt werden könnten.

Zum Beispiel, endlich das Trauerspiel um den Euro zu beenden. Italien mit den besten Wünschen aus dem Korsett dieser Fehlkonstruktion entlassen, die Target-2-Schulden ausbuchen, und entweder mit der DM oder in einem kleinen Verbund ähnlich gestrickter Staaten, was Fiskal- und Schuldenpolitik betrifft, weitermachen. Natürlich wäre das auch der Moment, das Trauerspiel um Griechenland zu beenden; den gebeutelten Griechen die Möglichkeit zu geben, mit einem Staatsbankrott und anschließendem Neustart aus der Schuldenfalle zu entkommen, in die das Land aus eigener Unfähigkeit und wegen des Euros geraten ist.

Auch das Thema der impliziten Staatsschulden, also der nicht gedeckten Sozialversprechungen wie Rente oder Pflegeleistungen, könnte angegangen werden. Indem man den Rentnern und den Rentenanwärtern endlich reinen Wein einschenkt und sagt: Aus demographischen und vielen anderen Gründen ist die Rente keineswegs sicher, sondern muss sicher dramatisch gekürzt werden. All das könnte man angehen, wenn es in der deutschen Politik so etwas wie Führungsqualitäten gäbe.

Stattdessen gibt es Verwalter, Technokraten der Macht, umfrageabhängige Opportunisten, Umfaller mit den ewig gleichen Sprechblasen: „ich habe schon immer gesagt“, „wir müssen alles Nötige tun“, „ich war einer der Ersten“, „ich fordere hier und heute“, „die Bürger draußen im Lande“, „wir müssen besser zuhören und uns mehr erklären“.

Daher stehen wir zurzeit orientierungslos am Kraterrand. Wer nicht die Augen verschließt und hineinschaut, den fröstelt es.

Foto: Pixabay

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Dorothea Paulat / 20.05.2020

Herr Zeyer, im Ernst? Von 900, Euro Durchschnittsrente noch was kürzen?Wichtig wären die seit Jahren verschleppten Reformen gewesen. Stattdessen immer nur Stückwerk und Flickenteppiche.Warum zahlen in Deutschland nicht alle in die Rentenkasse ein? Zu den Crash Dummies, da gibt es schon sehr kluge Zeitgenossen, die das alles richtig analysieren. Die Corona Krise ist nun der unvorhergesehene schwarze Schwan, der den Crash, und der wird kommen, noch beschleunigt.Die Folgen der ungebremsten Geldpolitik und immer höheren Staatsverschuldungen trägt wie immer der Bürger, insbesondere der Deutsche, der am Nasenring von Frankreich und den Südländern durch die Manege gezogen wird. Bin gespannt, ob die Österreicher, Dänen und Schweden hart bleiben. Ihr Gleichnis mit dem Vulkanausbruch hat schon starke Symbolkraft, mal sehen, wann der Winter einsetzt und Aufstände ausbrechen, der Burggraben um die Festung wird wohl nicht mehr fertig werden. Für mich hat die Sache einen tröstlichen Aspekt. Die dekadent herbeigesponnenen Wohlstandsprobleme werden wohl keinen mehr interessieren, da sich jeder um seine Existenz sorgen wird. Einige gehypte „ Weltenretter „und Grünschwätzer werden aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwinden, leider neue erscheinen und vielleicht entstehen neue Kräfte, die beherzt die Ärmel hochkrempeln und die Scherben aufräumen. Wir Deutschen können das doch gut, wie Phönix aus der Asche aufsteigen, vielleicht schaffen wir’s ein drittes Mal.

Hjalmar Kreutzer / 19.05.2020

@Jerry Kettmus: Ach nö, bitte nicht schon wieder diese sozialistische Leier der Allgemeinen Sozialversicherung. Für alle ein Einheitssozialismus heißt für alle gleich schlecht. Die paar privaten Versicherungsprämien und Beihilfen verschwinden in dem Riesenpott der insuffizienten Gesetzlichen Renten- bzw. Krankenversicherung, wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Der Staatsmoloch hält seine Bürger für zu BLÖD, selbst Vorsorge für Alter oder Krankheit zu treffen und nimmt ihnen das halbe Einkommen ab für Steuern, Zwangsabgaben, Verbrauchssteuern, Zwangsbeiträge für Kranken- und Rentenversicherung, für die Arbeitgeber noch Unfallversicherung, alles schön gegliedert und kompliziert, damit genug warme Sesselpuperposten für zig Vorstände, Spitzenverbände, Aufsichtsämter zum Mästen verdienter Parteifreunde geschaffen werden. Somit setzt der Staatsmoloch seine Untertanen auch AUSSERSTANDE, für sich selbst zu sorgen und versetzt sie in immer mehr Lebensbereichen in die Rolle des Bittstellers. Und für dieses Schxx-System soll ich bis 66 J., 6 Monate arbeiten und diesem Moloch meine Zwangsbeiträge löhnen? Nö, das Zwangssystem Ärztliches Versorgungswerk hat mir zwar auch Beiträge abgeknöpft, die ich privat hätte besser anlegen können, hat mir aber ermöglicht, bereits ab 60 eine deutlich reduzierte Rente zu beziehen, statt zu zahlen und meiner Arbeit für dieses „Gesundheits“-System rechtzeitig Tschüssikowski zu sagen. Dafür bin ich dankbar.

Mathias Weiss / 19.05.2020

Die WELT schreibt in dem Artikel “Warum Merkel den Geldgeschenken für Italien und Co zustimmt”, Merkel hätte keine Wahl gehabt. Merkel musste noch nicht mal selbst einfältig sein. Ein letztes, ehemals liberales Medium macht sich gemein und Schreibt Regierungs-Propaganda. Schon in den letzten Wochen, wurden Demonstranten, die für die Grundrechte eintreten, schlecht geschrieben. Ich bin nach einem Jahrzehnt Welt-Leser nun keiner mehr. Das Abo für die NZZ ist bestellt. Herr Broder: Ich weiss, Sie brauchen das Geld, aber bitte geben Sie Ihren guten Namen nicht mehr für diesen Topa-Ersatz her.

Claudius Kielmann / 19.05.2020

@Gerhard Hotz.. Sie glauben, das die FINANZkrise 2008 eine Finanzkrise war? Es war eine “Blase”, die platzte, weil Kredite (bis zum heutigen Tag ist das möglich vor allem bei Immokrediten - Summen wo es lohnt) gestückelt und weiterverkauft werden. Am Ende der Kette will jemand Kasse machen. Und Sie als Verbraucher können nunmal den Kredit jetzt nicht sofort auslösen. Wozu auch…. es gibt ja einen Vertrag. Aber der wurde “aufgeteilt” auf viele Teilnehmer (alle bekamen Provision). Das war das Prinzip 2008. Das hat mit Finanzkrise wenig zu tun, sondern eher mit dem Benehmen der Banken und deren Angestellten. Nachdem Investmentbanking (warum auch immer- habe mich damit nicht beschäftigt) und die “20 Prozent Rendite-Ackermanns- Rede” ausgerufen wurde, den Bach runterging—20 Prozent!  Die nicht mehr erzielbar waren - DANACH gab es die Pleite Lehmanns Bro! Wo die DEutsche Bank (20% Rendite!) heute steht, weiss jeder, der sich damit beschäftigt! War aber immer Montags frühstücken mit Merkel, der Herr Ackermann.——-  Mir ist unverständlich, wie solche “Einschnitte” vergessen werden. Es war eine Bankenkrise… ala Madoff…. zuviele Bälle im Spiel und irgendwann schreit einer - ich will meinen Einsatz zurück.  Madoff wurde wegen Schneeballsystem verurteilt zu Dekaden!. ——Genauso wie ich NIRGENDWO gelesen habe, das Merkel HERDENIMMUNITÄT AB 70 Prozent ausgerufen hatte. Also Durchseuchung von knappen 50 Mio. ——Viel Spass dabei - war mein erster Gedanke. der zweite .. woher nimmt jemand die Idiotie 50 Millionen des eigenen Volkes (bleiben wir korrekt plus X) KRANKZUSCHREIBEN? Oder abzuschreiben. Ohne das auch nur der Anschein einer Immunität eines eventuell mutierenden Virus gegeben war (wobei—- wir brauchen ERST Studien bevor wir handeln, zuviele Kinder auch in den Brunnen gefallen sind.). Und dann am Ende, jeder der eine andere Meinung als DIE Meinung vertritt ist zu entlasssen (Maaßen, Kohn plus Dunkelziffer)——unfassbar.

E. Grüning / 19.05.2020

Fakt ist, diese Kanzlerin sammelt ihre Krisen und sie lässt sie nicht wieder los. Ignoranz der sich ankündigenden Probleme, fehlender Wille zur Evaluierung einmal getroffener Maßnahmen, fragwürdige Berater und das Segeln mit dem Medienwind, so ist die Regierung Merkel um jeden schlechten Preis bereit, die Folgen ihres Handelns zu einem gesamtgesellschaftlichen Experiment für unser Land werden zu lassen! Mit der Maske hat man uns das Kopftuch aufgesetzt: die „Braven“ tragen es, weil es das Glaubensgesetz vorschreibt, die Unsicheren fühlen sich beschützt, die Aufgeklärten sehen es als Symbol der Unfreiheit.  Deswegen:  „Never waste a good crisis.“ Werft die Masken und ihre Verursacher auf den Müllhaufen der Geschichte und nennt ihn „Die große Transformation“!

Andreas Mertens / 19.05.2020

Mit dem ebenso katastrophalen wie unausweichlichem Ende des Euro, kommt für D-Land auch das vollständige Ende seines pathologisch mutierten Sozialstaates.  Und wer glaubt die Jahre 1618, 1806, 1914 oder 1933 währen jeweils der Beginn katastrophaler Zeiten gewesen, der sollte sich für das Kommende ein völlig neues Vokabular zulegen. Ich hoffe bis dahin entweder das Zeitliche gesegnet zu haben oder fern dieses Landes irgendwo ...sicher… in einem Schaukelstuhl zu sitzen.  Auf keinen Fall aber will ich das Kommende aus nächster Nähe miterleben.

Dietrich Herrmann / 19.05.2020

Und die Deutschen von heute haben noch nicht mal soviel Mumm, gegen diese sauertöpfisch dreinblickende, Nägel kauende, hosenanzügliche Diverse auf die Straße zu gehen. Die können nur mal bisschen demonstrieren, wenn sie um 6% mehr Lohn betteln, von denen sie regelmäßig nur 3% bekommen, damit sie dann wieder die Klappe halten. Undenkbar, dass es eine deutsche Gelbwesten-Bewegung gäbe. Alles Weicheier, Männer als auch Frauen.

toni Keller / 19.05.2020

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber wir leben schon viel zu lange auf Pump und die Renten waren schon 1958 nicht sicher, was man seinerzeit schon Konrad Adenauer vorgeworfen hat, Aber schon Adenauer waren, die Wählerstimmen wichtiger als die Zukunft und seitdem geht es bergab und immer wieder werden Wählerstimmen mit Versprechen gewonnen die nicht eingehalten werden können, und die jeweilige Opposition fordert nur noch mehr Geld für die gerade in den Fokus gestellten “Armen”. Es ist nun mal so, dass man den Leuten es verunmöglicht hat für sich selber zu sorgen, Entweder in dem sie eigene Vorsorge treffen konnten, oder indem sie selber die Kinder gekriegt und großgezogen haben, die sie im Alter versorgen sollten und der Staat bzw die Kirchen oder der Lions Club kümmert sich dann um die paar Leute die aus diesem System herausfallen. Ich frage mich schon seit Jahrzehnten, wenn ich unsere Politiker reden höre wem sie, früher 100.000 DM, dann Millionen Euro, dann Milliarden Euro und nun gar Billionen Euro zukommen lassen wollen, woher sie denn dieses viele Geld haben wollen. Wir haben hier in der BRD eine Pro Kopf Verschuldung von 22891 €. DIe 500 Milliarden die im Raum stehen erhöhen diese um noch mal um schlappe 6250€ pro Kopf auf 29141 € und da sind die Target Salden und andere Wohltaten die versprochen wurden noch gar nicht hineingerechnet. Man muss sich auch überlegen, dass es eine Menge Leute gibt die nicht liquide sind, Hartz IV Empfänger, Kinder, Leute in prekären Verhältnissen, arme Studenten und naja die meisten derjenigen die noch nicht so lange hier sind. Von daher: wie soll das gut gehen?

Andreas Rühl / 19.05.2020

Frankenstein hat mit tambora nicht das geringste zu tun. Die tambora Krise war auch keine Wirtschaftskrise, sondern staatsgemacht. Es gab ja genug Getreide. Nur verhinderte der merkantilismus, dass es dorthin kam, wo es gebraucht wurde. So kam die Legende auf die Juden seien an allem schuld, heute ist das Bill Gates. Ich halte die Idee, die corona Krise, die auf einer weltweiten Fehleinschätzung beruhte, mit tambora zu vergleichen, daher fuer absurd. Es wird viel schlimmer. Die Angst geht nie mehr weg. Ich sehe all die Menschen mit ihren Schutzmaske, meist ältere, die sich fürchten. Es ist eine grosse Verzweiflung im Land, die mit der Teuerung in der tambora Folge nicht zu vergleichen ist. Es ist kein Vulkan explodiert, vielmehr ist die Vernunft implodiert. Das ist nicht mehr korrigierbar. 1817 waren die ernten normal und alles war wieder okay. Gott hatte es noch mal gerichtet. Heute gibt’s keinen Gott mehr, kein Gottvertrauen, nur schiere Angst. Der Staat soll es richten. Zum schreien. So bloed ist ja keiner, um nicht zu merken, dass die pappnasen nichts richten werden. Sie koennen nur kaputtmachen.

Claudius Kielmann / 19.05.2020

Zum Thema: Schlachthöfe und Coroniii ... - ist noch keiner auf die Idee gekommen, das das Virus sich die SchlachtTiere vorgenommen hat? Nix davon gelesen auf allen Kanälen——- checkt die Tiere, checkt die Kette. In meinen Augen eindeutig, dass das Virus mit dem Tier näher verwandt ist und es dort leichter hat. Das nur auf die “Billiglöhner zu schieben. Hmm.. von SpargelErntern (die ebenso eng zusammenleben) hörte man bisher nichts.——Es ist wohl doch die frische Luft und es geht NUR um Aerosole, denke ich. Dann Klimaanlagen, die es entsprechend umluften, Flugzeuge sind anders vor (um luft findet nicht statt auf 10.000m Höhe. Paketdienstleister-Cluster finde ich artfremd… da Oberflächeninfektion (siehe Grossstädte D und ÖNPV - zu wenig Infektionen) wohl eher ausscheidet. Es sei denn sie haben Handschuhe und Klimaanlagen. Mir unbekannt. Handschuihe sind “Verbreiter”, da sie niemals nach jedme Vorgang desinfiziert oder gewechselt werden. Will auch keiner.———Wie so oft fragt Praktiker, RKI… holt die Arbeotsweisen as den Betrieben ab und deren Prozesse, statt ... WIR WERDEN UND MÜSSEN MIT DER FLEISCHINDUSTRIE AUFRÄUMEN. Heil- SPD. Ich kann langsam die manifeste Abstinenz von Intelligenz nicht mehr ertragen.

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