In Europa treten derzeit unterdurchschnittliche Temperaturen, Frost, Kälte und Schnee auf, eben das, was man früher als Winter bezeichnet hat. Und einen kalten Winter gibt es entgegen der felsenfesten Ankündigungen der Klima-Paniker offenbar immer noch. „Dumm, wenn sich der Planet nicht an den per Simulations-Modell verordneten Klimawandel hält. Noch dümmer, wenn diejenigen, deren wichtigste Aufgabe darin besteht, ihre Bürger mit Sicherheit und Schutz zu versorgen, mit Energiesicherheit, genau diese Arbeit mit Verweis darauf, dass es ja immer wärmer wird und wir aus ideoligischen Gründen alle Möglichkeiten des unbeschwerten Lebens für Net Zero aufgeben müssen, verweigern“, schreibt die Seite Sciencefiles.
Eine sogenannte Polarwirbel-Störung ist auf dem Weg nach Europa, „Polarluft beißt sich fest: Bis zu 4 Wochen Dauerfrost?“ fragt Wetter.de. Noch laufen die Gasheizungen. Dennoch ist ein kritischer Blick auf die Gasspeicher in Europa angezeigt. Der Füllstand in Deutschland Stand gestern betrug kritische 42,31 Prozent. In Energiewerten sind dies 106,3 TWh (Terawattstunden). Eine Wattsekunde (= ein Joule[J]) ist genau die Energie, die einen Liter Wasser um 0,239 Grad Celsius erwärmt. Eine Wattstunde entspricht 3,6 kJ. Eine Terawattstunde sind eine Billion Wattstunden. Die 106 Billionen Wattstunden gespeicherter Energie entsprechen also auf den ersten Blick so einigen tausenden mollig warmen Wohnzimmern. Im Vergleich mit den Vorjahren besteht Grund zur Sorge.
Die gesetzlichen Vorgaben sehen vor, dass die Gasspeicher im September auf einem Füllstand von mindestens 80 Prozent sind. Im September 2025 waren es maximal 76,7 Prozent und damit deutlich unter dem vorgeschriebenen Wert. In den Jahren 2017 bis 2021 lagen die Füllwerte im Schnitt im November bei maximal 90 Prozent. Selbst im Panikjahr 2022 als „plötzlich und unerwartet“ Nordstream versiegte, konnten die Speicher weitaus höher befüllt werden als heute. Dass dafür unter anderem auch die Panikkäufe von Wirtschaftsminister Robert Habeck verantwortlich waren, steht auf einem anderen Blatt. Seriöse Energiepolitik sollte eine gleichförmig stabile Energieversorgung garantieren und auf Abenteuer verzichten.
Gasspeicher in Europa schlecht gefüllt
Europa ist nicht nur beim Strom, sondern auch beim Gas vernetzt. Darum ist der Blick auf die gesamten europäischen Gasspeicher bedeutsam. Im Ernstfall beliefern sich die Länder untereinander. Die gesamten europäischen Gasspeicher weisen einen Füllstand von 49 Prozent auf. Sie entleeren sich (Stand 20.1.2026) täglich um 0,5 Prozent. In Deutschland entleeren sich die Speicher täglich um 0,45 Prozent.Rechnerisch hätten wir nach jetzigem Stand eine Reserve von mehr als 100 Tagen und kämen locker über den Winter. Das Milchmädchen versagt allerdings mit seiner Rechnung vor der etwas komplexeren Wirklichkeit. Es gibt einige Risikofaktoren in der Rechnung. Zum einen kann man die Gasspeicher nicht bis auf Null entleeren. Bei einem Füllstand unter 25 Prozent drohen den unterirdischen Kavernen der Zusammenbruch. Der andere Risikofaktor ist das Wetter, das sich nun einmal partout nicht an die Modellierungen der Klimapropheten halten will. Zwar war der Dezember recht mild, was in unserer Region in den vergangenen Jahren häufig der Fall war.
Doch der Januar und möglicherweise auch der Februar zeigen gerade eine gewissen Neigung deutlich kälter zu werden als in den Vorjahren. In der aktuellen Wetterlage, mit scharfem Ostwind bringt ein Polarwirbel eisige Kälte ins Land, droht eine längere Kältephase. Eine alte Bauerregel sagt, dass die Heiligen Drei Könige (6. Januar) die Brücke zum Winter bauen oder sie abreißen. Meteorologisch ausgedrückt, bildet sich Anfang Januar eine stabile Wetterlage mit einem Polarwirbel und kaltem Ostwind aus, wird es ordentlich kalt. Das kann durchaus bis weit in den Februar so gehen. Wetter ist nicht verlässlich und nicht vorhersagbar. Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist. Bei Wetterprognosen operiert man mit Wahrscheinlichkeiten, die plausibel sein müssen. Die gegenwärtige Wetterlage macht eine längere Kälte wahrscheinlich, in der gegenwärtigen Jahreszeit und mit den Erfahrungen der Vergangenheit ist das auch plausibel so. Während der Gasverbrauch in der Industrie das Jahr über stabil ist, sind die Gasverbräuche in Haushalten und Gewerbe von den Temperaturen sehr stark abhängig. Das heißt kältere Temperaturen bewirken höhere Verbräuche. Das sind fast lineare Abhängigkeiten. In dem oben beschriebenen Dauerfrost-Szenario könnte der Vorrat täglich schnell auch um 1 Prozent, oder gar 1,5 Prozent schrumpfen. Wird es jetzt wirklich für Wochen richtig kalt, ist die Versorgung aber schnell nicht mehr gesichert.
Damit ist der Bogen umrissen, der ein realistisches Bild auf die riskante Situation der Gasversorgung im laufenden Jahr zeigt. Einer aktuellen Füllhöhe in 42,8 Prozent aktuell steht eine Füllhöhe von 80 Prozent im Vorjahr gegenüber. Beruhigend ist die Situation gerade mal in Portugal und Schweden mit über 80 Prozent und befriedigend in Polen mit über 70 Prozent. In der EU waren es im Vorjahr um diese Zeit 62 Prozent und es sind nun 50 Prozent. Insgesamt liegt die EU im Gasverbrauch im Vergleich mit dem vorjährigen Verbrauch um gute vier Wochen voraus. Speicherstände, wie wir sie derzeit haben, wurden in der Regel Ende März oder Anfang April erreicht. Dazu kommt nun aller Voraussicht nach ein höherer Verbrauch, wegen der niedrigeren Temperaturen. Das bedeutet, es ist Gefahr im Verzug.
Leichtfertige Vorratshaltung
Europa hat seine Gasvorräte leichtfertig knapp angelegt. Eine lange harte Frostperiode, wie die, die sich sehr wahrscheinlich nun ankündigt, ist genau der Umstand, der nicht eintreten darf. Es ist politisch verursacht, dass eine moderne Industriegesellschaft wie unsere, die ihrer verlässlichen und billigen Energiequellen beraubt wurde, am Ende Kältetote aus ideologischen Gründen riskiert. Da man Gasvorräte nicht „mal eben“ auffüllen kann, beginnt wohl nun das große Bibbern bei den Versorgern, dass das große Zittern bei den Verbrauchern ausbleibt.
Noch wird allenthalben auf Beruhigen gesetzt. In den vergangenen Jahren gebaute Terminals für Flüssigerdgas (LNG) an Nord- und Ostsee sollen flexiblere Reaktionen auf Engpässe ermöglichen, während bis dato vorwiegend auf Gasspeicher als Absicherung gesetzt wurde. „Die inzwischen gut ausgebaute LNG-Infrastruktur in Deutschland und Europa ermöglicht neben der bestehenden und sicheren Hauptversorgung durch norwegisches Pipelinegas die notwendigen Importe nach Deutschland“, so beruhigte vor wenigen Tagen eine Sprecherin von Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche die Gemüter.
Ob das funktioniert, hängt allerdings auch davon ab, ob auf dem Weltmarkt genügend LNG verfügbar ist und ob es rechtzeitig an den Terminals ankommen kann. Das internationale Institut für Energiewirtschaft und Finanzanalyse (IEEFA) hat zudem ausgerechnet, dass im Jahr 2030 rund 75 bis 80 Prozent der europäischen LNG-Importe aus den USA kommen werden. Im vergangenen Jahr stammten bereit 57 Prozent der LNG-Importe aus den USA. Die EU konnte zwar ihre Energiesicherheit stärken, da die Gasnachfrage zwischen 2021 und 2024 um 20 Prozent gesunken ist. Die Gasimporte aus Russland wurden in dem Zeitraum um 75 Prozent gesenkt. Der Fortschritt könnte sich trotzdem als Falle erweisen, bringt er doch eine neue Verwundbarkeit. Die Steigerung der Importe von US-Flüssiggas wird neue Abhängigkeiten schaffen. Dies gilt umso mehr, als die Lieferungen aus Katar – nicht zuletzt dank einer EU-Vorschrift, nämlich dem umstrittenen Lieferkettengesetz – noch immer nicht vereinbart sind.
Es wird, wenn es Hart auf Hart kommt, bis weit in den März diesen Jahres hinein ein Wettlauf der Temperaturen gegen die Gasspeicher bleiben, die ihrerseits auf Unterstützung der LNG-Terminals angewiesen sind. Ob das neue Konstrukt aus Speichern und LNG-Terminals am Ende funktioniert hat, werden wir erst um Ostern wissen. Oder auch vorher schmerzvoll erfahren. Das durch falsche Energiepolitik verursachte Risiko bleibt.
Beitragsbild: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Ich habe mich auf so etwas vorbereitet und sage deshalb: Die Doitschen lernen nur durch Schmerz! Sollen sie doch erfrieren… zumindest die 75% Dummwähler…
Interessant ist, dass keiner mehr über die Sprengung von Nordstream II redet, dieser Akt des Terrors, der uns von günstiger Energie abgeschnitten hat. Die Zeche zahlt jetzt jeder Bürger in D, in Form von höheren Kosten. Dazu kommt noch eine irrsinnige, höhere CO²-Bepreisung, die nochmal alles verteuert und für den Bürger nur noch höhere Kosten und nichts weiter verursacht. Da es aber eine langsame, kaum merkliche Steigerung ist, bemerkt man es nur in der Rückschau auf gewesene Preise. Frosch im Topf Syndrom. So lässt sich der Bürger Step by Step auspressen.
Eine Meldung der WELT zum Stromausfall auf Bornholm enthält diesen Text:
>Am 26. September 2022 ereigneten sich zudem an den beiden Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nahe der dänischen Insel mehrere Explosionen. Drei der vier Stränge der beiden Leitungen wurden dabei schwer beschädigt. Die mutmaßlichen Täter sollen über Mittelsmänner eine Segeljacht in Rostock gemietet und damit den Sprengstoff zu den Gasleitungen gebracht haben. Ermittler fanden an der „Andromeda“ später Spuren von Sprengstoff.<
Haben nicht die Gelsenkirchener Bankschließfach-Ausräumer am Tatort sogar extra Haare als falsche Spuren zurückgelassen, wohl aus der nächsten Barbershop-Bude?
Wie kommt man nur auf sowas? Einfach unvorstellbar (Ironie aus!).
Und wer einen Anschlag auf Nordstream plant, soll nicht genau so clever sein, entsprechende falsche Spuren zu legen? Russischer Personalausweis am Meeresgrund z.B.?
Fragen über Fragen.
Man bekommt ja im TV Programm auch immer erzählt, gewisse Flachsinnige seien die besten Comedians Deutschlands, und ein gewisser Herr J. sogar der „beliebteste Showmaster“ Deutschlands. (Wenn man altersdemente Scheintote befragt, ganz bestimmt….)
Behaupten kann man alles, fehlen nur noch die Blöden, die es auch glauben. Aber wenn man es oft genug wiederholt, klappt auch das.
Das Sprengen eines Kühlturmes oder der Abriss einer Baracke war niemals ein Volkstanzereignis. Es wird erst dazu gemacht, nachdem uns jemand, ganz ohne Zeugen und Musik, die energietechnische Lebensader gesprengt hat. Die Verbindung läuft über das Wort „Sprengung“. Merkt ihr eigentlich gar nicht, dass Ihr verhöhnt werdet? Die Kühltürme und Schornsteine werden von denen gesprengt, die EIGENTÜMER der Anlagen sind. Die haben das zu allen Zeiten ohne Ankündigung gemacht. Einfach weil sie es konnten, und weil ihnen der Rummel des Plebs lästig ist. Neuerdings werden solche Ereignisse sogar im Radio und in der Zeitung mit entsprechendem Vorlauf angekündigt. Merkt Ihr es noch? Nein?
Halt, alles falsch. Putin ist schuld. Schuld daran dass wir frieren. Genau so wie die Ukrainer jetzt frieren. Aber durchhalten. Nur noch ein bisschen, und alles wird gut, denn die Sonne schickt keine Rechnung.
Meine Wohnung wird mit Gas beheizt. 2023 habe ich 400€ Nebenkostenerstattung auf Grund meiner sparsamen Heizweise erstattet bekommen. 2024 musste ich schon 400€ nachzahlen, 2025 700€, das alles bei gleichem Verbrauch. Ich bin in unserem Block ein kleiner Fisch, meine Nachbarn werden locker das 5-6 fache nachzuzahlen haben. Die Frage ist, wann reicht es? Ich werde mal meinen Nachbarn befragen.
Herr Winnemöller,den Zustand Dummlands kann man als wasted bezeichnen.Geliefert wie bestellt trifft auch den Nagel auf dem Kopf.