Tamara Wernli / 24.08.2021 / 14:00 / 18 / Seite ausdrucken

Und was ist mit den Jungs?

Mädchen und Frauen gelten als besonders förderungsbedürftig. Doch wer kümmert sich heutzutage eigentlich um das männliche Geschlecht? Laut aktueller Studien haben es mittlerweile nämlich Jungs und junge Männer viel nötiger als Frauen, im Bildungssystem gefördert zu werden.

Foto: Tamara Wernli

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Stanley Milgram / 24.08.2021

...zum Glück bin ich alt, weiß und kinderlos. Ich bereite mich innerlich auf schlimme Zeiten vor!

Johannes Schuster / 24.08.2021

Mein alter Klavierprofessor meinte mal: “Du mußt lernen Dein eigener und strengster Lehrer zu sein”. Mit diesem Satz hatte er das Ende meiner konventionellen Schullaufbahn eingeleitet und irgendwann ich mein eigenes “Bildungssystem”. Aber ich habe auch eine leichte autistische Veranlagung, die mir das Lernen leicht und das Leben manchmal schwer macht. Für meine Pilotenlizenz hatte ich eine Fernschule und den Fragenkatalog konnte ich auswendig, d.h. ich konnte mir jede Frage merken, und zwar in Telefonbuchdicke. Ich verstehe es nicht, warum Leute “gefördert” werden müssen, ich meine, wenn ich eine Sache liebe, dann bin ich doch in der Sache, und wenn ich ein Mädchen liebe, dann brauche ich doch auch keinen Lehrer um zu wissen, daß ich sie gerne habe. Kann man mir mal erklären wofür man Lehrer braucht, für mich waren das Bremsschuhe vor meinem Wissensdrang, es waren Fallstricke und Spießgruben für nichts außer dummes Gewäsch. Rabbivorträge, die hab ich gerne, weil die logisch sind, nicht alle, aber im Schnitt und es gibt sehr gute Vorträge und ich kann ihnen folgen, weil sie in sich einen Sinn ergeben und es geht um den Sinn und keinen narzisstischen Lehrer. Die Thora ist der Kern der Sache und die entfaltete Logik und die drei Ebenen im Sinn. Oder Walter Lewins Physikvorführungen, die sind auch schön, überhaupt habe ich englische Lektionen sehr gerne, die reißen mich mit und ich kann schon sprachlich vielen schlimmen Erinnerungen entkommen. Auf deutschen Schulen habe ich die Hölle erlebt, ein Gulag der dummen Bemerkungen. Wenn man ein Kind nur begeistert, dann fördert es sich selbst und das liegt an den Eltern - nicht am “System” und ein bisschen Schicksal und gute Fügung gehören auch dazu. Man fördert ein Kind, wenn man ihm auf die Liebe das Wissen gibt, wie den Honig aufs Brot.

Martin Eberth / 24.08.2021

Der Hauptschaden für Mädchen und junge Frauen, der aus dieser Bevorzung resultiert, ist deren Unfähigkeit sich im Leben durchzusetzen. Wer seit Kindergartenzeit immer gepampert wird, hält das für den Normalzustand, dass selbst einfachste Erfolge als “Empowerment” durch fast ausschließlich weibliche Lehrkräfte überbetont werden. Vor Jahrzehnten nannte das der Soziologe Neil Postman noch “Wir amüsieren uns zu Tode” und meinte eben nicht nur den Spaß, den wir alle haben, wenn wir uns den Medien in Scheinwelten ergeben, sondern auch das Unvermögen, mit dem eigenen Unvermögen umzugehen, statt sich den eigenen Mängeln zu stellen, die natürlich auch die Überdurchschnittlichen zu zeitigen haben. Mädchen ziehen darazs keinen Honig, Sie überleben in Hybris ein Bildungssystem, dass sie lehrt, sie wären als Lautsprecher und Diktiergerät befähigt, jede gesellschaftliche Position auszufüllen - siehe Annalena Baerbock - die nur die wenige Menschen unabhängig vom Geschlecht ausfüllen können. Und trotz furioser Willensbekundungen zum Lichte empor, ballern sie wie Motten an die Laterne der Realität. Und die siegt immer. Jungen hingegen korrellieren im Lebenslauf mit der Notwendigkeit, sich gegen das Lügengebäude linker Selbstverortung mit dem Vorschlaghammer der Entwicklung spätestens ab 25 durchzusetzen. Die “Auslese” ist also härter. Denn jeder Junge ahnt schon mit 10, 12 Jahren, dass sein Erfolg unbedingt mit Anstrengung zusammenhängt, wie Mädchen ahnen, dass sie sich nicht ewig durchschummeln können. Zum Schluss gewinnt immer die Realität. Entäuschend natürlich, dass so viele Jungen und Mädchen bei diesem Rattenrennen auf der Strecke bleiben, so viel Tränen und Selbstvorwürfe unter der Rotlichtlampe des Marxismus. Die Superiorität des Mannes tritt also nicht zurück, sondern hin und wieder kurz zur Seite. Und der Feminismus aller Wellen hockt weiterhin in einer Welt, die fast ausschließlich von Männern erdacht, gebaut, gepflegt wird. Der Rest ist Schweigen.

Marcel Seiler / 24.08.2021

Sehr gute Zusammenfassung der Problematik, mit viel Tempo und Esprit. Die 17 Minuten des Videos gehen vorbei wie im Fluge. Meine Empfehlung!

Bernd Maier / 24.08.2021

Ein fordernder Wehrdienst kann so manch schulische Fehlentwicklung korrigieren xD

Wiebke Lenz / 24.08.2021

Ich bin die sog. “positive Diskriminierung” jeglicher Art. Ich habe keinerlei Ambitionen, auf Grund meines Geschlechtes oder meiner Behinderung einen Vorteil zu ziehen. Ich will ganz sicher keine “Quote” sein, sondern durch mein Können punkten und meine Brötchen verdienen. Aber ich käme vermutlich sowieso nicht in den Genuss einer Bevorzugung, da ich weder mit * arbeite, sondern das generische Maskulinum verwende - noch bin ich “linksdrehend”.

P. Wedder / 24.08.2021

Ja, die Gleichberechtigung in der Schule deutet auf Bevorzugung der Mädchen. So wurden in der Grundschule z.B. mehrere Bücher gelesen, die eine Liebesgeschichte im Fokus hatten. Oder bei gleichem Verhalten wird ein Mädchen als durchsetzungsfähig und wissbegierig beurteilt, ein Junge als fordernd und frech. Aber das ist nicht das Einzige was schief läuft. Sonderregelungen in der Schule (z.B. für Kinder mit Behinderungen wie ADHS) werden inzwischen nicht als Hilfestellung, sondern als Freifahrtschein ausgelegt (von Eltern und Lehrern), nicht nur eine weitere Chance zu erhalten, sondern unbegrenzt Chancen zu erhalten (z.B. Referat nicht ausgearbeitet zum Termin, neuer Termin, die Hälfte zu Hause gelassen, wieder neuer Termin, Hälfte der vorgegebenen Punkte sind, nicht bearbeitet, trotzdem noch immer eine Note im Mittelfeld…) Das fördert die Inklusion in keinster Weise, sondern nur den Frust der anderen Schüler.  Es geht inzwischen vielfach um Ideologie. Einfach mal youtube “Modern Educayshun” suchen. Ein Kommentar zu diesem Kurzfilm (7:20 Min) bringt es ganz gut auf den Punkt: “2015: Comedy, 2020: Horror, 2025: Documentary”

giesemann gerhard / 24.08.2021

Wenn die tollen Mädelchen jetzt Angst bekommen, dass sie nicht mehr so gut von den armseligen, dummen Jungs finanziert werden, dann wäre ja wohl ein interessanter pädagogischer Effekt erzielt worden ... . Na ja, vielleicht dann ebend ein Ölprinz aus dem Morgenland.

Sabine Heinrich / 24.08.2021

Danke, liebe Frau Wernli, dass Sie das Problem von allen Seiten betrachtet haben. Nur - was tun, die Schulen betreffend? Warum will kaum noch ein junger Mann Lehrer werden, wo doch dieser Beruf so federleicht ist und den dort Tätigen angeblich unendlich viel Freizeit und ein sicheres Gehalt beschert? Für mich ist das ein Beweis dafür, dass Männer klüger sind als Frauen - sie haben keine Lust, sich von unerzogenen, gewalttätigen Kindern und dreisten Eltern auf der Nase herumtanzen zu lassen und sich den Allerwertesten in endlosen Konferenzen und sogenannten Fortbildungsveranstaltungen (Das habe ich in den letzten Jahren für mich als “Fort- von- Bildung- Veranstaltungen” übersetzt) plattzusitzen. Diese sind oft reiner Zeitdiebstahl, es wird einem Zeit gestohlen, die so dringend nötig für den Einsatz, das Miteinander mit den Kindern benötigt wird. Dabei werden Männer wirklich dringend als Vorbilder benötigt - aber ich habe im Laufe meines Lehrerdaseins so viele Luschen erlebt (inkl. eines auf Jungen stehenden Pädophilen) - dann lieber eine kernige Kollegin! Ich habe es sehr bedauert, dass in den letzten Jahrzehnten Schule total in Frauenhand übergegangen ist. Ängstliche, oft unselbständige, überpingelige weibliche Wesen gerieten schon in Panik, wenn auf dem Schulhof Jungen miteinander gerangelt haben. Statt sie ihre Aggressionen unter den Regeln eines Ringkampfes austragen zu lassen, hieß es dann: “Darüber müssen wir reden!” Ich konnte diesen Satz nicht mehr hören - und die Jungen haben sicher ihre Innenohrklappen abgesenkt - zu Recht! Konfliktgespräche - ja - aber bitte nicht nur! Wenn den Jungen nicht systematisch ihr eigentlich angeborenes Jungensein ausgetrieben worden wäre, hätten Silvester 2015 in Köln die eingewanderten Goldstücke nicht so leichtes Spiel gehabt - dann hätten unsere Männer ihre Freundinnen und andere Frauen verteidigt.

Bernhard Freiling / 24.08.2021

Zwei Gedanken vermisse ich bei den Überlegungen der"Experten”. Den zigtausendfachen Zuzug “unbegleiteter Flüchtlinge”, vornehmlich männlichen Geschlechts und einen klaren Hinweis auf das ethnische Umfeld der “lernschwachen” männlichen Schüler. # Aber: “wir” lieben es ja, Dinge im Ungefähren zu belassen und das dann Analyse zu nennen.

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