Wenn die Grünen in Deutschland etwas erreicht haben, dann die Konditionierung weiter Teile der deutschen Bevölkerung, die automatisch bei dem Wort „Atom“ in Panik verfallend den Verstand ausschalten.
Den Verstand auszuschalten, ist auch grundlegende Voraussetzung, um die Politik der Grünen zu goutieren. Am Sonntag hat ihre Glaubenskongregation getagt und sehr deutlich gemacht, dass ihre Heilsverkündung unangetastet bleibt. Keine Atomkraft, höchsten noch ein paar Monate als Reserve. Die Scholzsche „Richtlinienentscheidung“ von Montag spricht von einem Weiterbetrieb der verbliebenen 3 AKW „bis längstens Mitte April“, und alle sind auf das danach gespannt.
Dass AKW nicht zur Reserve taugen, ist zwar bekannt, den Grünen aber egal. Sie meinen in der Lage zu sein, Naturgesetze bestimmen zu können, und auch im Bereich Technik gehen sie völlig neue, innovative Wege. So hat uns der Grünen-Parteivorsitzende Omid Nouripour die Erkenntnis beschert, dass Strom aus AKW die Stromnetze verstopft. Was ich noch nicht ganz verstanden habe: Warum ist das eigentlich schlimm? Immerhin dienen die Netze doch als Speicher, das ist ja alles ausgerechnet. Dann müsste es doch grandios sein, wenn die Netze vollgestopft bis obenhin sind! Offenbar bin ich intellektuell zu schlicht gestrickt, um die genialen Gedankengänge der Grünen zu verstehen. Demgegenüber haben sie ihre pazifistische Ader aufgegeben, jedenfalls teilweise. Die Ukraine soll weiter Waffen bekommen, denn die Grünen stehen für alles, „was Putin und seine deutschen Trolle hassen“.
Genau damit hat Wirtschaftsminister Habeck das Problem benannt, welches gerade Deutschland spaltet. Viele denken sich, dass die Grünen bescheuert sind, und einmal bescheuert ist immer bescheuert. Wenn sie also gegen Atomkraft und gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind, sogar der Ukraine mit Waffen helfen wollen, muss Letzteres genauso verkehrt sein wie Ersteres. Dieser Gedankengang ist sehr gut nachvollziehbar.
Wenn nun auch einige derjenigen, die stets den rot-grünen Kurs kritisierten und denen daher Vertrauen entgegengebracht wird, behaupten, die Grünen wollten uns in ihrer Dummheit und Gewissenlosigkeit in einen Krieg verstricken, sogar einen Atomschlag auf Deutschland riskieren, dann wird mit derselben Logik diesen Stimmen gefolgt. Denn wer bei dem einen Recht hat, hat es auch bei dem anderen.
Ein in sich logischer Gedankengang, der aber dennoch falsch ist. Dass vernünftige Menschen den Grünen nahezu jedes Urteilsvermögen absprechen, ist selbsterklärend. Nur lässt sich daraus nicht schließen, dass alles falsch ist, was sie sagen, sondern nur, dass man sich ein eigenes Urteil bilden muss. Es ist wie bei Loriots bekanntem Sketch „Das Frühstücksei“, bei dem die Hausfrau das Ei nach Gefühl kocht. Manchmal ist es weich, manchmal auch nicht. „Wenn ein Ei nach Gefühl kocht, dann kocht es eben nur zufällig genau viereinhalb Minuten.“
Die Spaltung des liberal-konservativen Lagers
Es liegt also ein methodischer Fehler vor, wenn man sich nach dem Gefühl statt einer Uhr richtet. Das ist ein praktischer Anwendungsfall des logischen Grundsatzes „Ex falso quodlibet“, also aus Falschem folgt Beliebiges. Wer Sachfragen zu Glaubensfragen macht, erhält beliebige Antworten. Es ist Zufall, ob sie richtig oder falsch sind. Die Grünen taugen also nicht einmal als Kontraindikator, weil sie nicht zuverlässig falsch sind.
Im Falle Russlands ist die vermeintlich rätselhafte Einstellung der Grünen allerdings vollkommen logisch. Wie Wirtschaftsminister Habeck zutreffend feststellte, sind sie das Gegenteil von Putin. Sozusagen die andere Seite der Medaille. Das ist kein Zufall, denn Putin hat sich sehr gezielt als Gegenspieler der Glaubensgemeinschaft aller Erwachten und Klimaapokalyptiker inszeniert. Daher haben die rechten Parteien in Europa eine große Nähe zu Putin gezeigt, was sich in vielen Staaten mittlerweile geändert hat. Nicht so bei uns in Deutschland. Natürlich kommt niemand umhin, die Rechtswidrigkeit des Krieges, den Russland in der Ukraine führt, sowie die Rechtswidrigkeit der Annexionen anzuerkennen. Nur wird dies von manchen entschuldigt oder relativiert, es erfolgt eine Täter-Opfer-Umkehr oder die Unterstützung der Ukraine wird generell infrage gestellt.
Die Grünen sind allerdings nur so lange pazifistisch, wie es nicht um ihr eigenes Überleben geht. Eben weil Putin für all das steht, was sie ablehnen, wollen sie ihn bekämpfen. Außerdem nutzen sie diese Krise wie jede andere auch zu eigenen Zwecken aus. Auch jetzt wieder werden „Erneuerbare“ Energien als Lösung propagiert. Zudem wird versucht, die FDP zu entsorgen.
Gerade letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn eigentlich sind die Liberalen der Widersacher der autoritären Grünen. Oder sie wären es – übrigens ebenso wie Christen, weil diese einer ganz anderen Religion anhängen – wenn sie Rückgrat hätten. So stehen die Bürger, die Politik als Feld sachlich fundierter Lösungsansätze sehen und nicht als Schauplatz von Glaubenskriegen, allein da. Es scheint für sie keine Partei zu geben, die ihre Interessen und die Fundamente des westlichen Abendlandes überhaupt noch vertritt. Aber auch diese Gruppe möchte sich mitnichten einem autokratischen Regime wie dem von Putin beugen und vom Regen in die Traufe kommen. Dies erklärt die Spaltung des als liberal-konservativ bezeichneten Lagers.
Apokalypse now
Genau diese Schwäche der gespaltenen westlichen Gesellschaften, verbunden mit der Atomangst, ist das, was Putin gezielt ausnutzt. In noch nie zuvor dagewesener Weise droht er mit dem Einsatz von Atomwaffen und facht damit gezielt die Debatte um die Unterstützung der Ukraine an. Wird Putin Atomwaffen einsetzen und wenn ja, welche und wie?
Apokalypse als Mittel der Politik wurde durch die frühere Kanzlerin Angela Merkel hoffähig gemacht. Sie entwarf das Bild eines neuen Weltkrieges in Europa, um ihre (Nicht-) Rettung des Euros in der Finanzkrise durchzusetzen. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa.“ Es sei eine existenzielle Krise, die Rettung sei alternativlos. Als nächstes kam dann die Energiewende, um die „Hochrisikotechnologie“ Kernkraft abzuschalten, deren angeblich unkalkulierbare Risken die Erde unbewohnbar machen könnten. Dann kam die Klimaapokalypse, anschließend folgte die verheerendste aller verheerenden Seuchen – eine Politik ohne drohenden Weltuntergang scheint fast undenkbar.
Nun hört man von anderer Seite, dass das Ende naht, weil Putin Atombomben zünden wird, wahrscheinlich sogar in Deutschland, vorzugsweise im Rhein-Main-Gebiet. Viele Ängste werden derzeit geschürt, und es ist eine Ironie der Geschichte, dass Teile der AfD, ursprünglich ja als Alternative zu Merkels apokalyptischem Politikansatz gegründet, hier mitmachen. Bezeichnenderweise wurde oft übersehen, dass die AfD in einem Punkt immer Mainstream war, nämlich ihre Einstellung zu Russland. In diesem Punkt befand sie sich stets in Gesellschaft mit allen linken Parteien, aber auch Vertretern anderer Parteien und der Mehrheit der Journalisten.
Fachleute schätzen die Gefahr, dass Putin Atomwaffen einsetzt, als gering ein. Der Diplomat und bisherige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat darauf hingewiesen, dass Russland Mittel und Möglichkeiten weit unterhalb der Schwelle des nuklearen Angriffs – in welcher Form auch immer – zur Verfügung habe. Konkret erwähnte er bereits am 06.10.2022 genau das Vorgehen, welches Russland in den letzten Tagen in der Ukraine an den Tag legte, nämlich Bombardements ziviler Ziele, kulturelle Einrichtungen und kritischer Infrastruktur.
Der politische Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Moskau und die GUS, Friedrich Schmidt, wies auf Folgendes hin:
„Die nukleare Drohkulisse ist für Moskau ein zwiespältiges Instrument. Einerseits trägt sie dazu bei, im Westen Angst vor weiterer Eskalation zu schüren und die Gegner davon abzuschrecken, Kiew reichweitenstärkere Raketen, Kampflugzeuge, Panzer zu liefern. Andererseits will Russland weiter als verantwortungsvolle „Supermacht“ wahrgenommen werden. „In einem Atomkrieg kann es keine Sieger geben“, sagte Putin zum Beispiel im Sommer in einem Grußwort an Teilnehmer einer Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag. (Dass Russlands 2014 begonnene Aggression gegen die Ukraine, die sowjetische Kernwaffen gegen Sicherheitsgarantien abgab, Anreize setzt, nuklear aufzurüsten, ist in Moskau ein Tabuthema.)
Eine weitere Negativseite der Drohkulisse wird in dem Maße deutlicher, in dem sich die Lage für Russland in der Ukraine eintrübt: Ein allzu heftig drohender, erratisch wirkender Putin könnte auch dem eigenen Umfeld als Gefahr für die eigene Sicherheit erscheinen und dessen Nervosität steigern.“
Klingt paradox, ist es aber nicht
Auf einen weiteren Punkt wies der Politikwissenschaftler Carlo Masala, Professor für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München, in der kürzlich erschienenen Neuauflage seines Buches „Welt-Unordnung – Die globalen Krisen und die Illusionen des Westens“ hin. Er führt aus, dass bei allen Unterschieden Einigkeit der Großmächte darüber bestand, dass an einer nuklearen Konfrontation niemand Interesse hat. Positiv sei, dass dieses mäßigend wirke; negativ, dass es Staaten wir Russland und China, die sich in direkter machtpolitischer Konkurrenz zu den USA befänden, ermögliche, „in ihrem unmittelbaren Umfeld militärisch aggressiver aufzutreten. Anders ließen sich die russische Invasion im Osten der Ukraine, die Krimbesetzung, die beständige militärischen Provokationen Russlands gegenüber der NATO, aber auch die chinesische Politik im Südchinesischen Meer nicht erklären. Und der russische Angriffskrieg von 2022 war u.a. nur deshalb möglich, weil es Russland klar kommuniziert wurde, dass die NATO nicht aktiv in diesen Krieg einzutreten gedenke.“ (S. 150).
Das war in der Tat eine fatale Fehlentscheidung. Gegen die NATO hat Russland keine Chance. Masala zeigt dieses anhand des entscheidenden „M score“ auf, der die Qualität des Militärgeräts und die Fähigkeit der Soldaten bewertet, dieses zu nutzen. Danach sind die USA sowohl Russland wie auch China noch deutlich überlegen. Die übrigen NATO-Staaten haben nicht annähernd dieses Gewicht, würden aber als Verstärkung der USA effektiv jede Möglichkeit Russlands, auf europäischem Boden Krieg zu führen, im Keim ersticken können.
Daher sind die Szenarien, die einen Atomwaffenangriff auf deutsches Gebiet beinhalten, eher Angstphantasien als ernstzunehmende Bedrohungsszenarien, denn dann würde Putin genau das herbeiführen, was er um jeden Preis vermeiden möchte, nämlich ein Eingreifen der NATO. Würde das Rhein-Main-Gebiet angegriffen, also ein Bereich, in dem US-Truppen stationiert sind, käme die Antwort sofort. Es wäre keine, die Putin wünscht.
Es ist also bei allen Mängeln und Schwächen nicht das Fehlen des Könnens, welches den Westen schwach macht. Es ist das Fehlen des Wollens. Diese grundlegende Schwäche macht umgekehrt denjenigen, der zum Kampf bereit ist, stark. Die Einstellung, nicht kämpfen zu wollen, führt mit tödlicher Sicherheit zum Krieg, umgekehrt führt Kampfbereitschaft zum Frieden. Klingt paradox, ist es aber nicht.
Solange Putin den Westen als kampfunwillig ansieht, so lange rechnet er sich realistische Chancen aus, auf lange Sicht zu siegen. Eskalation in einem gewissen Rahmen ist aus seiner Sicht also zielführend. Aus diesem Kalkül wächst die Gefahr eines mehr oder minder begrenzten Einsatzes von nuklearen Gefechtsfeldwaffen in der Ukraine. Dies ist eine in sich völlig logische und nachvollziehbare Überlegung.
Daher hat die Ukraine erneut die Aufnahme in die NATO beantragt, wird dabei erneut von den Balten unterstützt, die wie bereits bewiesen die Gedankengänge von Putin deutlich realistischer einschätzen können als die westlichen Politiker. Wenig überraschend lehnt unsere Außenministerin Annalena Baerbock dies ab.
Es wird nicht einmal die Möglichkeit ins Spiel gebracht, Friedenstruppen in die Ukraine zu senden. Ein echter Blauhelm-Einsatz würde am Veto der Russen scheitern, aber ein analoger Einsatz von Friedenstruppen wäre möglich. Immerhin hat die UNO das Verhalten Russlands mit überwältigender Mehrheit verurteilt. Derartige Friedenstruppen müssten außerhalb des eigentlichen Kampfgebietes stationiert werden, hätten auch keinen Kampfauftrag. Dies müsste klar kommuniziert werden. Wenn Putin einen Konflikt mit diesen Truppen vermeiden will, muss er diese Bereiche von Kampfhandlungen verschonen, der Krieg wäre auf die umkämpften Gebiete im Osten und Süden der Ukraine eingegrenzt. Damit wären weite Teile der Ukraine befriedet, der Wiederaufbau könnte beginnen und die Flüchtlinge könnten zurückkehren. So wäre allen geholfen. Und ganz wichtig: Die Eskalationsspirale wäre durchbrochen.
Fraglich ist, ob Staaten zu Entsendung von Friedenstruppen bereit wären. Für unsere Regierung gilt wohl, was der Welt-Herausgeber Stefan Aust so treffend sagte: „Für ernsthafte Krisenzeiten ist diese Regierung nicht geeignet.“
Beitragsbild: Tim Maxeiner

„giesemann gerhard / 19.10.2022
@Andreas R.: Wer im Land des Nachbarn herum marodiert, hat unrecht. Basta. Ist der Russe raus aus der UA, kann man über alles reden, sogar über den Gaspreis. Russland hat es in der Hand, niemand sonst.“
Versuchen Sie, mir irgendetwas sagen zu wollen? Wenn ja, darf ich Sie bitten, vorher meinen Kommentar a) zu lesen und b) dabei eine Brille aufzusetzen. Ich habe geschrieben „Köppel hat Recht“. Oder steht für Sie Herr Köppel für die Russische Föderation oder deren Präsidenten? Würde mich mittlerweile auch nicht mehr wundern, weil das Thema die Denkfähigkeit erheblich angreift, vor allem von Leuten, die auch schon vor der „Krise“ nichts die hellsten Oberstübchen hatten.
Es besteht doch kein Zweifel daran, dass es sich um einen Angriffskrieg handelt, ob er provoziert wurde, ob es dafür historische Rechtfertigungsgründe gibt oder nicht, ändert doch ohne jeden Zweifel nichts daran, dass die Anwendung militärischer Gewalt zur Verschiebung von Grenzen von der gesamten Völkergemeinschaft geächtet ist und wird. Übrigens auch von der Russischen Föderation, die das Vorgehen der UNO gegen den Irak nach dem Überfalls auf Kuwait mindestens mitgetragen, jedenfalls nicht durch ein Veto verhindert hat. Das ist so selbstverständlich, dass ich mir erlaubt habe, hierzu nichts mehr zu schreiben. Dass Sie meinen, ich hätte etwas anderes sagen wollen und dass Sie offenbar der Meinung sind, man dürfe keine diplomatischen Bemühungen zur Beilegung bewaffneter Konflikte unternehmen, Gewalt könne nur mit Gewalt beantwortet werden, koste es was es wolle („Basta“) irritiert mich ein wenig. Das ist ein – vorsichtig gesagt – vorzivilisatorisches und radikal vernunftswidriges Rechtsverständnis, das man so allenfalls noch bei Blutrache nehmenden Albanern trifft oder bei der Hamas, wenn sie aus Rache Kindergärten in die Luft sprengt. Befremdlich.
Schon der erste Satz eine Multi-FALSCHHEIT, – ich will ja nicht bei jeder Engstirnigkeit, Viertelswahrheit oder Einäugigkeit L ü g e sagen.
Aber immerhin b e d i e n t wenn nicht kreiert dieser, zusammen auch mit dem 2. noch panischer aggressiv austeilend, verunglimpfender u. an klassischer ANTIFA-Intellligenzüberlegenheits-Rhetorik erinnernde Satz, noch bevor irgendein als Argumentversuch geltender Satz fällt, das mit dem großrussischen Vernichtungskrieg vor allem
im deutschen ATOMkrafthuber- und FRIEDENs-Lager katalytisch zur Reife gebrachte Propaganda- und Glaubens-„Narrativ“,
besser Tot-Schlagwort von den „Die Grünen“ als technologiefeindliche, deuschlandfeindliche Sekte, die Entindustrialisieren, kurz Deutschland ZERSTÖREN wolle
( … und sie deshalb angeführt vom WEF oder USA deren, nach der Panik-Verstandesvernichtung extrem lang gehegten, oft angeführt 1913, 19, 45 oder (Club od Rome) 1972 der Deutschlandvernichtung die von ihnen herbeigeredete oder gegen RUSSIA mit/herbeigeführte Energie- und Kriegs-Krise),
-- völlig ahistorisch
auch demgegenüber, was dabei verdrängend, entschuldend den lange so sehr gehassten Merkel-isten und „antifaschistischen“ Sozis, nicht selten und zuvor oft als notwendig scharfe Kritik an der Tolerierung oder Förderung destruktiver Entwicklungen oder Projekte,
-- ahistorisch verdreht, was die internationale und deutsche, längst v o r Gründung Der Grünen geschehe Entstehung und v.a. Begründung der Anti-AKW- oder Anti-Atomkraft-Bewegung betrifft ( die nicht in der linken „Gegen den Atomtod“ gegen deutsch-europ. nukleare Aufrüstung der 50er/60er Jahre wurzelte) und
-- demagogisch
wenn hier, aus den „Logik“ketten angebl. typ. Ukraine-(Solidaritäts-)Feinde & der GRÜNEN „Bescheuertheit“, gleich nach der „Spaltung der“ WESTlichen „Gesellschaften“ & eine anti-AKWkraft basierte Putin-Begünstigung konstruiert wird, weil die „grün“ (un-) begründete AKW-„Angst“ nun (erstmals?) auf Kreml-Atomwaffen übertragen& ausgenutzt wurde
Bullshit!
Ich möchte bei weitem keine Lanze für Putin brechen, aber mich stört die Beschränkung der Geschichte auf die Zeit bis zum März 2022 genauso wie andernorts die Beschränkung medizinischer Erkenntnisse auf die Zeit ab 2020.
Es gab doch die Minsker Vereinbarungen, oder? Wurden die nun eingehalten? Wenn ja, warum ist dann Krieg, denn die sahen ja ausdrücklich bestimmte völkerrechtliche Regelungen vor? Wenn nein, wer hat die gebrochen? Laut den Russen die ukrainische Regierung und da in keinem Medium etwas anderes berichtet wird, gehe ich davon aus, dass diese Darstellung korrekt ist.
Warum also stets ein Aufguss irgendwelcher Halbwahrheiten?
Die heißgelaufenen Busprediger, die wohlsituierten Savonarolas der Grünen Klimareligion zumal zimmern an ihren Wohlstands-Umstürzen, Mithilfe ihrer imaginierten Weltuntergänge erreichen sie, die verwöhnten Wohlstandkinder diesen Winter endlich die Dimensionen des wirklichen Weltuntergangs. Also eine self-fulfilling prophecy der anderen Art. Ihre Verwöhnungsverwahrlosung, ihre Hybris gepaart mit ihrer frivolen Verleugnung jedweder Realität geboren aus einem hochnäßig-naseweisen Klassendünkel heraus, hat sie soweit getrieben und wird sie so weit treiben. . Auf ganze Bevölkerungsschichten und -Klasse, welche durch ihren verlogenen Aktivistenmist hungern und frieren werden, kann von Seiten dieser doomsday-Strafprediger dabei keine Rücksicht genommen werden, denn sie wollen und müssen ihre grünen Prinzipien-Zwischenwelten, die grüne Parteienmacht zumal, gänzlich sauber und rein erhalten. Kippt ihr Prinzip , kippen sie aus ihrem Film, aus ihrem „Auf, Auf zum Kampf“-Geheul. mit dem sie sich zum Sturm auf alles Zivilisatorische frenetisieren,. Es geht schließlich um das grüne Seelenheil. Grün hat jetzt alles mobilisiert und die Reihe fest geschlossen. Der kleinste Kompromiss gilt jetzt schon als Verrat. Der junggrüne Reemtsma-„Friday for Future“-Clan und seine Fan-base bei den Zwangsgebührenanstalten trotzen sogar ihrer Heiligen Greta, denn ohne Atomstrom erst könne vor der Klimagottheit Buse getan und Erlösung erlangt werden für die schreckliche deutsche und westliche Klimasüdhaftigkeit monströsesten Ausmaßes, werden wir bei Marcus Lanz belehrt. Und so kübelt das grüne Propagandaorakel Luisa Neugebauer angeblich die satten 99,99% aller Wissenschaftler in jedem ihrer talkrunden-perfekten Halbgar-Statements hervor, welche jede ihrer in die Studioluft geblasenen Aktivismusausscheidungen schon lange bewiesen hätten.
Zugegeben, wir haben eine Kakokratie deren Mitglieder selber glauben eine Phobokratie zu steuern und das für unheimlich schlau halten. Und doch: Kernkraft hat durchaus unethische Seiten, alleine die Endlagerungsproblematik des für Äonen giftigen Mülls verbietet es aus moralischen Gründen damit einfach weiter zu machen. Da fällt mir ein: haben wir unseren Atommüll nicht nach Russland geschickt?
Was soll daraus werden nachdem wir den Russen die „Beine weggeschlagen haben“ auf dass sie nie wieder aufstehen können? AKW können nur eine Übergangslösung sein und die Frist ist um! Man sieht ja wie den Franzosen die Dinger unter dem Hintern wegrosten, wie soll das erstmal werden wenn wir derart verarmt und verdummt sind wie es sich abzuzeichnen beginnt, glaubt jemand, man wird dann so vernünftig sein und die Dinger abschalten? Der Weiterbetrieb ist billiger als der Rückbau, und dafür wird bald kein Geld mehr da sein, auch keine Fachleute, oder nehmen wir Kinderbuchautoren oder Genderforschende aus dem Völkerballrecht?
Liebe Frau Heinisch! Es kommt mir ebenfalls merkwürdig vor, wenn eine grüne Position mal ausnahmsweise nachvollziehbar oder akzeptabel ist. Die Merkwürdigkeit ist aber nicht „logischer“ sondern psychologischer Natur. Die GRÜNEN sind eine hysterische Partei, und zum Hysteriker gehört immer der GROßE Andere, der Super-Schurke, der Hitler, der Putin, der Kapitalist oder die Umweltsau. Der Hysteriker kann nicht anders als den „Sklavenaufstand“ (Nietzsche) inszenieren. Er muss sich um die ganz großen Probleme kümmern, den Gesamtwiderspruch auf Erden oder das Ende der Zeiten, Gott helfe uns. Der Hysteriker ist kein Anführer, und schon gar kein Entscheider mit Plan. Er ist der arme überforderte Dackel am Gartentor, der sehr wohl weiß, dass er seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Aber es ist sein Garten, und es ist seine Wache; er muss die Sache regeln, und die Gefahren abwehren… Wenn die GRÜNEN also eine außenpolitisch korrekte Entscheidung treffen, dann fällt der Makel des Dackel-Daseins nicht von ihnen ab. Der Dackel ist kein Anführer. Er verhindert den „Führer“, weil er den Tyrannen introjiziert und abgespalten hat. So gesehen sind die GRÜNEN und Putin schon irgendwo extreme Alternativen. Unerträglich, ein jeder dieser Bewerber um ein politisches Mandat.
@Dennis Decker
Ah, ein neues Narrativ: Wenn der Ami wollte, wäre Putin längst aus der Ukraine vertrieben worden, der Ami will aber nicht, um RU weiter zu schwächen? Immer wieder köstlich, was hier so zu lesen ist.
@R. Link,
dass Putinrelativierer (der neuerdings sogar iranische Drohnen mit dem Namen Shahed – also islamischer Märtyrer – auf Städte regnen lässt) sich auch als Chinakommunistenversteher gerieren, sagt einiges über den intellektuellen und ethischen Zustand einiger hier aus.