Früher galt Nitrat als Krebsauslöser. Auf einer Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wurden nun die guten Seiten dieser Stickstoffverbindung hervorgehoben.
Aus einer Sendung des Deutschlandfunks:
Das war früher.
Professor Peter Grimm, Deutsche Gesellschaft für Ernährung:
“Als ich studiert habe, da ging um, dass man im Winter keinen Salat mehr essen durfte, keine Radieschen. Das war die Hochzeit, als wieder Nitrat aufgekocht ist.”
Und das ist heute.
Dr. Eva Frei, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg:
“Ich habe gesagt, dass der Popeye wahrscheinlich recht hatte, weil er Spinat gegessen hat, weil es ein nitratreiches Lebensmittel ist und ihm seine Muskelkraft erhöht hat.”
Nitrat im Wandel der Zeiten: Noch vor ein paar Jahren galt die Substanz, die sich gerne in Gemüse und Salat anreichert, als wahres Teufelszeug, das krebserregend wirkt. Heute gilt Nitrat als eine Art “Super-Benzin” für Muskelzellen mit Höchstleistungs-Effekt. So das Ergebnis jener Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, bei der Experten in Stuttgart über Gefahren und Nutzen von Nitrat diskutierten. Viele Wissenschaftler gingen bis vor Kurzem davon, dass sich Nitrate im menschlichen Körper nach mehreren chemischen Prozessen in die Krebs erzeugenden Nitrosamine verwandeln können…
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