Wenn ein Film auf arte gelaufen ist, wird er sieben Tage lang in die arte-Online-Videothek “arte + 7” gestellt. Am 17. Mai um 20.15 hatte die Dokumentation “Und ewig sterben die Wälder” von Tobias Streck und mir Premiere. Bis nächsten Dienstag kann man den Film hier angucken:
http://videos.arte.tv/de/videos/und_ewig_sterben_die_waelder-3895684.html
Bis heute, Samstag, haben bereits über 11 000 Zuschauer “Und ewig sterben die Wälder” auf arte+7 angesehen. Er ist damit der meist gesehene Film bei arte+7.
Außerdem wird der Film am Donnerstag den 26. Mai um 10.00 Uhr auf arte wiederholt.
Kurzbeschreibung des Inhalts:
Und ewig sterben die Wälder
Ein Film von Michael Miersch und Tobias Streck
52 Minuten BR und arte
Der Wald stirbt. Davon waren vor 30 Jahren fast alle Deutschen überzeugt, von der Grünen-Politikerin Petra Kelly bis zum damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. “Der Spiegel” verkündete: “Wir stehen vor einem ökologischen Hiroshima.” Der “Stern” schrieb: “Die Reihen der Bäume lichten sich wie Armeen unterm Trommelfeuer.” Und der prominente Naturschützer Hubert Weinzierl war sich sicher: “Das Sterben der Wälder wird unsere Länder stärker verändern als der Zweite Weltkrieg.” Auch Filmemacher Michael Miersch glaubte seinerzeit an die katastrophalen Fehlprognosen.
Um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte, besucht er nun unter anderem einen Forstwissenschaftler, der damals beschimpft wurde, weil er die düsteren Prognosen für falsch hielt, und einen Medienforscher, der untersuchte, wie Journalisten das Ende des Waldes herbeischrieben. Warum seine Landsleute weniger panisch reagierten, erläutert ein französischer Historiker. Doch wie steht es heute um den Wald? Wird er die Klimaerwärmung verkraften?
In der Dokumentation stehen Wissenschaftler Rede und Antwort über den Zustand und die Zukunft der Wälder in Mitteleuropa und weltweit. Ist ein natürlicher Wald gesünder als ein Wirtschaftswald? Und tatsächlich ergeben die Recherchen, dass es im Jahre 2011 ein echtes, dramatisches Waldsterben gibt. Allerdings nicht hierzulande, sondern in Südostasien. Dort werden riesige Flächen gerodet, um Platz für Ölpalmen-Plantagen zu schaffen. Die wiederum sollen Europa den Rohstoff für von der Politik geförderte, angeblich klimafreundliche Bio-Kraftstoffe liefern.