Zu den Leistungen beider deutscher Nachkriegsstaaten gehörte die weitgehende Überwindung des Judenhasses. Zumindest des offenen. Wie groß er in Deutschland gewesen sein muss, wie populär, wie tief in der „Volksseele“ verankert, dazu bedarf es nach Auschwitz keines weiteren Wortes. Nach der Katastrophe 1945 begann die Mehrheit der Deutschen zu verstehen, dass Judenhass ein Programm des Scheiterns ist.
Ich kenne beide deutsche Staaten vor der Vereinigung, vor allem vor der desaströsen Kanzlerschaft Angela Merkels, und in keinem der beiden wären öffentliche Bekundungen von Judenhass ungestraft geblieben. Sie wurden zunehmend unüblich, unmöglich, undenkbar. Dieser Zustand währte bis vor einigen Jahren. Ich erinnere mich, wie 1988 der Präsident des deutschen Bundestages Philipp Jenninger nach einer rhetorisch missglückten, übrigens an keiner Stelle offen judenfeindlichen Rede anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Reichspogromnacht zum Rücktritt gezwungen wurde. Und an ähnliche Fälle. Die zur Schau gestellte Empfindlichkeit – vor allem bei Grünen und Sozialdemokraten – war, zumindest was ihre eigenen deutschen Landsleute betraf, gnadenlos.
Doch im Schatten geschonter Milieus kehrte der offene Judenhass nach Deutschland zurück, aus einer für viele Ahnungslose (oder sich ahnungslos Stellende) überraschenden Richtung. Allmählich wurde das Wort „Jude“ auf muslimisch dominierten Schulhöfen erneut zum Schimpfwort, zum Epitom des Verächtlichen. Diesmal wurzelte das judenfeindliche Ressentiment nicht in Europas antisemitischer Tradition, sondern in einer anderen. Die nur wenige Europäer zur Kenntnis nahmen. Wer hätte sich vor zwanzig Jahren der Mühe unterzogen, den Koran zu studieren, die Hadithe oder die Charta der Hamas? Wer kannte die zahllosen Stellen im religiösen Schrifttum des Islam, die zur Verachtung, Verfolgung oder Vernichtung der Juden aufrufen?
Seit 2015 trifft zahlreiche Verstärkung ein
Und die wenigen, die sie kannten, haben aus Opportunismus darüber hinweg gelesen und geschwiegen oder wurden, falls sie ihre Bedenken aussprachen, für „islamophob“ erklärt und ausgegrenzt. Inzwischen hat sich in tausend Moscheen und Koran-Schulen ungehindert verbreitet, was sich Deutsche seit Jahrzehnten gegenseitig bei schweren Strafen verboten. Während der gleiche Ungeist in seinem neuem Umfeld ungestraft gedeihen durfte. Seit 2015 trifft zahlreiche Verstärkung ein, Judenhass steht in neuer Blüte. Das Geschrei auf den Demos wird von Jahr zu Jahr lauter. Bisher ist kein deutscher Muslim wegen Judenhass oder – obwohl immer wieder geschehen – offener Anstiftung zum Judenmord bestraft worden.
Mitte vergangener Woche haben vor der Synagoge in Bonn drei „Männer“ eine Israel-Fahne verbrannt (und wenn deutsche Medien zu dem Wort „Männer“ Zuflucht nehmen und nähere Zuschreibung vermeiden, handelt es sich mit Sicherheit um Muslime). Vor der Synagoge in Gelsenkirchen brüllte eine türkische Fahnen schwenkende Meute im Takt „Scheiß Juden“. So dass Kanzlerin Angela Merkel sich dann doch eine Erklärung abgerungen hat. Allerdings ließ sie sich nicht zu einem persönlichen Wort herbei. Sie, die sonst so gern redet, über Bücher, die sie nicht gelesen hat, oder dieser Tage auf dem Kirchentag über „Klimaleugner“, ließ von einem Pressesprecher erklären, dass „unsere Demokratie antisemitische Demonstrationen nicht toleriert“. Das war flau. Und wenig glaubhaft. Seit Jahren kommen die neuen Judenhasser, ob auf deutschen Schulhöfen oder Straßen, straflos davon. Die jungen Muslime fühlten sich durch diese Erklärung eher noch ermutigt (ich möchte nicht wissen, was sie insgeheim von dieser Kanzlerin und ihrer Regierung halten), sie legten am nächsten Tag, Sonnabend, 15. Mai, erst richtig los.
Die Bilder, die jetzt um die Welt gehen, dokumentieren Deutschlands neue Schande. Angela Merkel darf sich das Verdienst zuschreiben, dass in einem Land, in dem Judenhass, wo er existierte, wenigstens leise bis unhörbar blieb, erneut das Gegröle von Pogromen zu hören ist. Sie hat die deutschen Juden verraten und verkauft. Und nicht nur die Juden. Auch viele Deutsche, zum Beispiel alle, die Sympathien für Israel fühlen oder denen Judenhass unerträglich ist. Sie hat durch demonstratives Abstrafen von Islamkritikern in Deutschland eine Atmosphäre angstvollen Schweigens geschaffen. Die, nicht anders als in den späten Jahren der Weimarer Republik, das Gebrüll der Judenhasser umso lauter werden lässt.
Angela Merkel wird in die Geschichte eingehen als die Kanzlerin, die den offenen Judenhass in Deutschland wieder möglich gemacht hat. Jahrzehnte von „Aufarbeitung“ und „Vergangenheitsbewältigung“, von Volksbildung und versuchter Überwindung einer traumatischen deutschen Niederlage wurden von ihr einfach beiseite gewischt. Man darf unter ihrer Regierung in Deutschland wieder offen zum Mord an Juden aufrufen und sich zugleich vom Staat subventionieren lassen. Im Kleinen wie im Großen. Wie tausende auf deutschen Straßen brüllende Judenhasser durch staatliche Gelder unterstützt werden, so im großen Maßstab die Terror-Organisation Hamas über obskure „Hilfswerke“ und NGOs, so dass letztlich in jeder Rakete, die hier in Israel einschlägt, auch ein Teil deutsches Geld steckt. Auch dazu schweigt Angela Merkel. Und auch das verstehen die jungen Muslime auf Deutschlands Straßen als Zeichen ihrer Schwäche und heimlichen Duldung.
Beitragsbild: EPP - EPP Summit, Sibiu, May 2019 CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Aus einem Artikel auf TE vom 31.10.2019: THEODOR-HERZL-PREIS-AN-MERKEL-WOFUER ---- „Als “Zeichen des Vertrauens in Deutschland„ hatte der Jüdische Weltkongreß am Bundeskanzlerin Angela Merkel den Theodor-Herzl-Preis verliehen. Mit ihm würden Personen geehrt, die sich für Herzls Ideal einer sicheren und toleranten Welt für das jüdische Volk einsetzen.
Der Jude Thorsten Kraft nennt in seinem Artikel die Verleihung dieses Preises an Merkel “ein Meisterwerk des jüdischen Zynismus„ und berichtet, daß amerikanische Juden gegen die Verleihung dieses Preises an Merkel waren. THE ZIONIST ORGANIZATION OF AMERICA habe Merkels Förderung der Masseneinwanderung “zutiefst kritisiert, angesichts des bösartigen Antisemitismus, der unter den Einwanderern grassiert„.
Ausgerechnet ein Jude bezeichnete ausgerechnet Merkel, die Antisemiten und Homophobiker zu Millionen ins Land gelassen hat, als Bollwerk gegen Antisemitismus und Homophobie ??
Was hat Merkel dem in die Matze getan?
(Aus MERKEL HAT FERTIG)
Merkel ist der wahre Keil unserer Gesellschaftsspaltung!
100% Zustimmung Herr Noll. Jeder Mittlerer Osten Kenner hat vorher gesagt, dass man den Judenhass 2015 massiv importiert hat.
Die Verlogenheit unseres Staates in dieser Angelegenheit ist durch nichts zu überbieten. Ich folge Hillel Neuer auf FB, mehr muss ich dazu nicht sagen.
Allerdings vernachlässigen sie in ihrem Artikel den Salon fähigen Judenhass der Linken und Grünen vollkommen. Die sitzen viel tiefer in der Gesellschaft verwoben, als die subventionierten Schreihälse auf der Straße. Wenn man die Bilder im linken Staatsfernsehen anschaut, oder auch in der einschlägigen Systempresse, so ist da immer diese versteckte „Einseitigkeit“ drin. Hier die wehrlosen Kinder, da die bis an die Zähne bewaffnete Judenarmee. Ja, sie sind beschossen worden, aber diese Überreaktion ist jüdisch. So oder ähnlich ist der Tenor immer. Wenn sie in der deutschen Journalisten Szene mit versteckter Kamera eine Diskussion über den Nahost Konflikt filmen würden, würde ihnen vermutlich schlecht werden. Auch ich kenne solche Leute: Eigenheim, 2 Kinder, Superjob, SUV und Cabrio (demnächst E) in der Garage, jedes Jahr in Urlaub fliegen, aber von der jüdischen Weltverschwörung schwafeln und vor allen Dingen heutzutage Grün wählen.
Mit welcher Unverschämtheit diese Leute vorgehen, konnte man schön letzte Woche an der Diskussion um Luisa Neubauer und ihre antisemitischen Vorwürfe an Herrn Maaßen wahrnehmen. Das Wort Globalismus hätte ich auch verwenden können. Wusste nicht, dass das belegt ist. Aber die Ausfälle von FFF gegen den jüdischen Staat seitens Greta und Konsorten wurden Frau Neubauer nicht ein einziges Mal um die Ohren gehauen.
Für den deutschen Antisemitismus braucht es eigentlich keine Moslems. Die kommen mit ihrem ekelhaften Gebrüll jetzt vielen gerade recht, Da kann man sich schön plakativ empören und von den eigenen schmuddeligen Vorurteilen elegant ablenken.
Als Jude wäre ich längst ausgewandert. Traurig aber wahr.
US-Präsident Trump hat in seiner Amtszeit mehr für Israel bezweckt als alle seine Vorgänger bis zurück zu Jimmy Carter, wenn man an die Verständigung mit den Golfstaaten, aber auch an die Deeskalation im syrischen Bürgerkrieg denkt, die es so unter einer Frau Clinton nicht gegeben hätte. Durch eine zweite Amtszeit wäre es im (europäischen) Nahen Osten wie auch im Verhältnis zu Rußland zu weiterer Verständigung gekommen, wonach es unter dem Nachfolger Biden nun gar nicht aussieht. Messianisches Auftreten reicht nicht, zu erfolgreicher Politik gehören wie Im Falle Nordkoreas auch scheinheilige Komplimente und andere Schmutzeleien oder Deals. Die Wurzel der troubles in Israel besteht meiner Meinung nach darin, daß der Westen kein Interesse hat, Saudi Arabien zu zwingen, von seiner Steinzeitfassung des Mohammedanismus zu lassen und sich mit seinem immensen Reichtum um das Wohl auch der nichtmuslimischen Palästinenser zu kümmern, wozu keiner von Israels Nachbarstaaten bereit oder in der Lage ist. Stattdessen arbeitet man sich an Iran als dem angeblichen Bösewicht ab, trotz daß dort hinter dem unkonstruktiven Ayatollahregime eine jahrtausendealte Hochkultur abgeholt werden könnte, die es in Saudi Arabien schlicht nicht gibt. Peter Scholl-Latour hat hierauf stets hingewiesen bis zu dem Punkt, daß selbst iranische Kernwaffen so stabilisierend wären, wie sie es zwischen Indien und Pakistan sind. Ohne zu akzeptieren, daß der Iran eine natürliche Regionalmacht der Sphäre ist und als solche in Ruhe gelassen werden will, sind jegliche Friedenspläne im Nahen Osten Makulatur. Ebenso zähle ich mich zu der Minderheit der Kommentatoren hier, welche es ablehnen, daß die BRD die Anliegen welchen anderen Landes auch immer zur Staatsräson erklärt. Das ist im Fall des bis auf die Zähne und eben auch nuklear bewaffneten Israels sowieso unnötig. Indessen wächst vielmehr die Gefahr, daß Berlin „dank“ Merkels importierten Antisemitismus auf die Zieleliste der Ultras in Israel gesetzt wird.
„Nun sind sie halt da“.
@Bernd Vehling: Sind es nicht Christen, die sich „aus Nächstenliebe“ ihre Feinde ins Land holen? Was haben die hiesigen Autoren damit zu tun? Die schreiben seit Jahren dagegen an.
Die meisten meiner uninformierten Mitmenschen, jubeln doch im stillen. Völlig Geschichtsvergessen und zu bequem zu Denken. Der Hass des Islam auf die Juden wird mit der Muttermilch eingezogen und in den Moscheen vertieft. Wenn deutsche Politiker hinter der Fahne des Islam hinterher Hecheln, wie Claudia Roth, verharmlosen sie diese Hassdemos. Auch die MSM stossen sind gleiche Horn. Die Farbe des Islam ist dieselbe wie die der Grünen, die den gleichen Antisemitismus pflegen. Die Roten und Dunkelroten sind auch nicht besser. Heute schreien die Islamisten noch Tod den Juden morgen Tod den Kuffar, Ungläubigen. Schafft die dahin zurück, wo sie herkommen.