Henryk M. Broder / 15.05.2010 / 18:46 / 0 / Seite ausdrucken

Um den Islam kritisieren zu dürfen…

... muss man bzw. frau “Islam- oder zumindest Religionswissenschaften studiert” haben oder “Arabisch” sprechen, sagt der Islamexperte und Konvertit Thorsten Gerald Schneiders. Recht hat er. Und um zu beurteilen, ob ein Ei faul ist, muss man ein Huhn sein und selbst Eier legen können:

“Um diese und auch andere Personen genau einzuordnen, müsste man sich im Einzelnen mit ihnen und den Aspekten ihres Schaffens auseinandersetzen. Jedenfalls von den zwei- bis dreihundert Seiten eines Buches von Kelek, Schwarzer oder Broder sind sicher nicht alle komplett unsachlich und falsch. Insgesamt aber ist ihre Argumentation unlogisch, undifferenziert und fahrlässig. Sie arbeiten mit Mechanismen, die persönliche Ziele verfolgen und keineswegs im Dienst einer seriösen Kritik am Islam stehen. Weder hat einer der Genannten Islam- oder zumindest Religionswissenschaft studiert, noch ist bekannt, dass einer von ihnen Arabisch spricht. Dennoch treffen sie immer wieder theologische oder historische Aussagen.” http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32582/1.html

GTS argumentgiert logisch, differenziert und vorsätzlich, z.B. dann, wenn er die “sehr einseitige Sicht” auf palästinensische Selbstmordattentäter kritisiert, deren Taten er mit wissenschaftlicher Nonchalance “Selbsttötungsanschläge” nennt, obwohl die Täter ja nicht nur sich selber töten sondern meistens auch Unbeteiligte, die nicht gefragt wurden, ob sie mitmachen wollen. Auch kann er “niedere Beweggründe… bei diesen Anschlägen jedenfalls nicht erkennen”. http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-728/i.html

Ja, die Selbsttöter sind echte Idealisten. Genauso wie GTS. er wird ganz schön schäbig aus der Wäsche gucken, wenn sie ihm mal über den Weg laufen.

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