Quentin Quencher / 05.11.2020 / 17:00 / 20 / Seite ausdrucken

Über die Heiligkeit von Wahlen

Elias Canetti beschreibt in seinem Werk »Masse und Macht« im Kapitel »Das Wesen des parlamentarischen Systems«, was am Wahlzettel, dem Wahlvorgang, so bedeutsam ist: Der Verzicht auf Gewalt und Tod. In dem Moment, indem an Wahlen manipuliert wird, Stimmzettel verfälscht werden oder dergleichen, wird der Gewaltverzicht aufgekündigt. Zitat:

Der Wähler kann sich in vielen Wahlschlachten herumtummeln; ihre wechselnde Schicksale haben für ihn, wenn er politisch orientiert ist, den größten Reiz. Aber der Moment, in dem er wirklich wählt, ist beinahe heilig, heilig sind die versiegelten Urnen, die die Wahlzettel enthalten; heilig ist der Vorgang des Zählens.

Das Feierliche in all diesen Verrichtungen entstammt dem Verzicht auf den Tod als Instrument der Entscheidung. Mit jedem einzelnen Zettel wird der Tod gleichsam weggelegt. Aber was er bewirkt hätte, die Stärke des Gegners, wird in einer Zahl gewissenhaft verzeichnet. Wer mit diesen Zahlen spielt, wer sie fälscht, läßt den Tod wieder ein und ahnt es nicht.

Wir gehen unruhigen Zeiten entgegen, denn schon der Verdacht auf Wahlmanipulation, wie nun bei den Präsidentschaftswahlen in den USA, ist gefährlich genug, um einen Bürgerkrieg auszulösen, oder zumindest Zustände, die den Vorgängen in Bürgerkriegen gleichen. Einen Ausweg aus der nun gefährlichen Situation kann es nur durch einen Richterspruch geben, der dann hoffentlich von allen Beteiligten akzeptiert wird. Es ist deshalb zwingend notwendig, dass die Wahlen nun gerichtlich überprüft werden.

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Wolfgang Richter / 06.11.2020

Wenn es stimmen sollte, daß republikansiche Wahlbeobachter in demokratisch regierten Regionen des “Büros” verwiesen wurde, bleibt eigentlich nur, alles zu stoppen und unter Kontrolle noch mal zu zählen. Dazu Kontrolle der Briefwahlzettel auf Plausibilität und Echtheit. Alles andere bleibt Schmuh.

Dr. A. Mamsch / 05.11.2020

@Heribert Glumener, zwei kleine Ergänzungen zu Ihrem netten Artikel: Im Mai 2015 haben in Köln merkwürdigerweise lauter Briefwähler in dem CDU-nahen Bezirk Rodenkirchen die SPD gewählt. Nur weil diese Wahlfälschung so plump war, ist sie aufgefallen und die SPD hat nach der Neuauszählung ihre Mehrheit im Rat verloren. Der Kölnsche Klüngel vertrug sich und wählte die parteilose Frau Reker (die mit der Armlänge) zur Oberbürgermeisterin. Bei den weltpolitisch freilich nicht ganz so wichtigen Kommunalwahlen hier in NRW 2020 tauchten in Duisburg zunächst einige tausend “vergessene” Wahlbriefe auf, von denen, ganz klein in den Lokalmedien, aber immerhin mit Foto, noch 1500 übrig blieben, die nicht gewertet wurden! Dann gab es hier Menschen, die bis kurz vor dem Wahltag auf ihre beantragten Wahlunterlagen warteten. Diese Dummerchen wußten nicht, daß sie am Samstag vor der Wahl bis 12 Uhr bei einer Behörde hätten vorstellig werden müssen, damit sie per eidesstattlicher Erklärung oder so doch ihre Stimme hätten abgeben dürfen. Ihre Zahl ist unbekannt. Sie wird in den Medien nicht erfragt und nicht publiziert. Ich denke, deutsche Medien sollten bei der Beurteilung von möglichen Briefwahl-Fälschungen besser piano spielen.

RMPetersen / 05.11.2020

“Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.” lautete der Spornti-Spruch in den 70ern. In den letzen Jahren hat man in Deustchland gesehen: Egal was man wählt, am Ende heisst die Kanzlerin Merkel. (Auf Landesebene: eine von ihr installierte Person.)  Man könnte mit Blick auf den Verlauf in den USA den Eindruck gewinnen, dass es 2016 ein Aufblitzen realer Demokratie gab, was die Strippenzieher sehr verstört hat. Zur Verhinderung der Wiederwahl wurde eine Armee von Medienfuzzies, A-, B- und C-Promis und Maipulateuren in Gang gesetzt. Bemerkenswert, dass trotzdem so viele Stimmen für Trump gezählt wurden. Die Gedanken sind bekanntlich immer noch frei; wenn sie nicht laut geäussert werden, tippen die Strippenzieher im Dunkeln. Bei der guten Wirtschaftslage Anfang 2020 wäre die Wiederwahl m. E. trotz der Anti-Kampagnen der Medien Formsache gewesen - und dann kam plötzlich der Virus aus der Tiefe des chinesischen Festlandes. So ein Zufall auch. Wenn Biden uf den Trohn gesetzt wird, bleibt noch die Freude, dass die bei den Kongress-Teilwahlen verloren haben.

T. Weidner / 05.11.2020

Explizit Danke, herr Quencher. Das hier ist der erste Artikel in einem Nicht-System-Medium, der die Schwere der Bedeutung dieser Wahl-Durchführung bzw. des Manipulationsverdachtes beschreibt. Das Hauptproblem hat nämlich nicht!!! Trump* - sondern die US-amerikanische Demokratie. Und damit alle Menschen in der westlichen Welt (oder generell auf der Welt) , für die der freiheitlich-bürgerlich-demokratische Rechtsstaat etwas bedeutet. ___ * Natürlich war und ist Trump die Hoffnung all derer, die keinen kulturmarxistischen Systemwechsel hin zur grün-faschistischen Diktatur wollen. Und die Wahlmanipulationen - mit dem Ergebnis einer Zweidrittelmehrheit für Biden bei den Briefwahlwählern, an die 90% Wahlbeteiligung usw. usw.  - zeigen ja schon vorab, was wir in der westlichen Welt in Zukunft - auch bei der nächsten Bundestagwahl, so überhaupt noch eine kommt - erwarten können.

Volker Kleinophorst / 05.11.2020

Die “Demokraten” halten es eben für legitim alle Wahlen anzuzweifeln oder gleich nicht zu akzeptieren, aus denen sie nicht als Sieger hervorgehen. Das zeigt diese Partei schon seit 4 Jahren. Was daran noch demokratisch sein soll und warum dann überhaupt Wahlen, weiß der Geier. Das ewige “Wir verhindern Hitler” ist einfach Selbstermächtigung. Gewinnt links die Wahl, ist immer alles OK. Nachfragen ist quasi schon Faschismus.

Sepp Kneip / 05.11.2020

Wie oft habe ich mich auch in Deutschland der letzten Jahre schon gefragt, ob die offiziellen Wahlergebnisse tatsächlich das wiedergaben, was die Bürger wirklich gewählt haben. Als ich selbst noch Wahlhelfer war, ist jeder kleinsten Differenz oder Abweichung auf den Grund gegangen worden. Ja, damals waren die Wahl und auch die Stimmauszählung heilig. Damals ging der Respekt vor dem Wählerwillen über den Respekt vor der Partei. Solche Unregelmäßigkeiten, wie sie auch in den USA immer wieder vorgekommen sind, konnte man sich hier nicht vorstellen. Unstimmigkeiten, die aus Versehen vorkamen, gab es auch hier. Dagegen war der gewollte Wahlbetrug eher selten. Das, was jetzt in den USA abgeht, ist ein Verbrechen. Ein Verbrechen am amerikanischen Volk. Denn sollte Beiden durch die Betrügereien der Demokraten gewinnen, käme es nicht nur zu einem Wechselspiel zwischen den Parteien, sondern die USA würden in die Arme der transatlantischen Globalisten und Strippenzieher um Soros, Gates, Schwab, Bilderberger und Konsorten getrieben, deren Marionette Beiden ist. Von dort kamen die Unsummen, die in die Agenda Beiden während des Wahlkampfs geflossen sind. Es geht hier wie dort nicht mehr um Parteien, es geht um Richtungen und Ideologien. Zum Erreichen einer Linkswende der ganzen Welt ist den Protagonisten dieser Agenda jedes Mittel recht. Auch Wahlbetrug.

R Ahrens / 05.11.2020

Wenn man sieht mit welchen Kräften hier gegen die Aufrechten der Welt vorgegangen wird….. Mir wird Angst und Bange.

Heribert Glumener / 05.11.2020

Nachgewiesen (und von den ach so unabhängigen Faktencheckern nicht aufgegriffen) war hierzulande ein Wahlbetrug in Bremen 2015. Siehe dazu Achse-Beiträge von Herrn Haferburg, insbesondere: “Doch kein Wahlbetrug in Bremen: Die lieben Kleinen haben sich r-i-c-h-t-i-g verzählt” (ein Typ von der CDU, mit Namen Honka - wie der Frauenmörder - fand das aber wohl nicht so schlimm, denn die lieben Kleinen hatten sich ja politisch korrekt zu Ungunsten einer gewissen AfD verzählt). - In Hessen wurde bei der letzten LT-Wahl “geschätzt” Ganz komische Dinge liefen da ab.  - In den USA soll es nun tatsächlich etliche Merkwürdigkeiten mit Briefwahlunterlagen gegeben haben. - Ob in Deutschland Briefwahlzettel manipulationsanfällig sind, weiß ich nicht. Manche glauben dies. Zutrauen würde ich es bestimmten Typen schon (siehe oben: Bremen, Honka). In Frankreich jedenfalls wurde die Briefwahl in den 70er Jahren verboten, da es wegen einer hohen Zahl von Kommunisten im Postdienst gewisse Verdachtsmomente der Manipulation gab. Aber nach den Erfahrungen in den USA wird man in Frankreich vielleicht die Briefwahlmöglichkeit wieder einführen? (wegen Corona - “Bleiben Sie zuhause - Briefwahl dient Ihrer Sicherheit!”).

Frank Stricker / 05.11.2020

Wenn schon im beschaulichen NRW bei der Landtagswahl 2017 mal eben so 8000 Stimmen von der AFD “untern Tisch gefallen” sind, dann muß man schon eine kindliche Naivität besitzen um zu glauben, bei der US-Wahl gäbe es keine Unregelmäßigkeiten. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber wenn man sich z.B. die Auszählungskurve bei der Wahl in Wisconsin anschaut, bei den ersten 90 % der Auszählung ist die Kurve der Trump-Stimmen konstant und linear, bei den letzten 10 % der Auszählung finden die Trump Stimmen praktisch nicht mehr statt und es sind praktisch nur Biden-Stimmen gewertet worden. Selbst unter der Prämisse, Biden hat deutlich mehr Briefwähler als Trump, so ein abrupter Einbruch der Trump-Stimmen ist arithmetisch beim besten Willen nicht erklärbar…......

Rolf Menzen / 05.11.2020

Wenn schon der ARD-Korrespondent in Washington, der bestimmt kein Trump-Freund ist, das Briefwahlsystem in den USA für zweifelhaft hält, weil er, obwohl in den USA gar nicht wahlberechtigt, drei Wahlbriefe im Briefkasten hat, von denen zwei für Leute sind, die nicht mehr da wohnen und der dritte für einen bereits vor Jahren verstorbenen Bewohner, ist gerichtliche Prüfung dringend angesagt. Und das auf einmal, wie in Michigan, mehr als 100.000 ‘Wahlzettel auftauchen, die noch dazu alle ausschließlich für Biden sind, erst recht.

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