Stefan Frank / 08.06.2021 / 16:00 / Foto: Pixabay / 21 / Seite ausdrucken

Twittern über Palästina (1)

Manchmal drängt es mich dann spontan, Widerspruch zu äußern. Auf Twitter entwickelten sich so in zwei Fällen längere Wortwechsel, die ich, weil sie auf eine traurige Art lehrreich sind, im Folgenden dokumentieren möchte: mit Zeina aus Ägypten und Raya aus Jordanien. Zeina ist laut ihrem Twitter-Profil Pharmaziestudentin im dritten Jahr. Sie verbreitet auf Twitter das Foto einer Münze des britischen Mandatsgebiets Palästina, dazu den Text:

„Israelis behaupten, dass das Land Palästina ihnen gehört. Israel wurde 1948 gegründet, während diese palästinensische Münze von 1939 ist. Selbst diese Münze ist älter als Israel.“

Ich schreibe ihr, dass Palästina 1939 sogar eine Fußballnationalmannschaft hatte: Leider gewann sie nur ein einziges Spiel, gegen den Libanon. Die Tore für die Palästinenser schossen: Herbert Meitner (2), Avraham Schneiderovitz, Gaul Machlis und Werner Kaspi. Also nicht die Art Palästinenser, die sie sich wohl vorstellt. 

„Palästina“ war ja auch kein arabischer Staat, sondern ein britisches Mandatsgebiet, das die Siegermächte des Ersten Weltkriegs und der Völkerbund aus der Konkursmasse des Osmanischen Reichs herausgeschnitten hatten, um dort die nationale Heimstätte der Juden zu gründen. Es gab auch ein Palästinensisches Symphonieorchester und die Palestine Post, die heutige Jerusalem Post. „Palästinenser“ nannten sich nur Juden. Auch Franz Kafka erwog, „nach Palästina“ zu gehen und in Tel Aviv ein Restaurant zu eröffnen. Hätte er das getan, wäre auch er ein Palästinenser gewesen.

Heilige Einfalt

Zeina geht darauf nicht ein und schreibt mir stattdessen: „Eine simple Google-Suche wird dir sagen, wem das Land gehört, kein Problem (Smiley).“ Dazu schickt sie mir einen offenbar auf TikTok gefundenen Kurzfilm, der eine junge Frau mit Hidschab am Schreibtisch zeigt, vielleicht eine Studentin. Neben der Frau erscheint die Schrift „So I googled something simple on Google.“ Untermalt ist der Film mit arabischer Popmusik.

Wonach sucht die Frau? Nach: „When did Israel started (sic!)“ – also wie lange es Israel schon gibt. Als Antwort erfährt sie: „14. Mai 1948.“ Dann sucht die Frau im Film nach „When did Palestine started (sic!)“ und stößt auf einen Text, der mit den Worten beginnt: „Beginnend im 13. Jahrhundert v. Chr …“

Das ist der ganze Beweis, heilige Einfalt. Zeina fordert mich auf, mir „richtige Information“ zu suchen, „keine Falschinformation vom Beginn dieser terroristischen Besatzung“. Sie fügt hinzu: „Oh yeah, lerne Geschichte, bevor du Leute anlügst. (Smiley) Schäm dich.“ Sie schickt dazu einen Screenshot der Internet-Enzyklopädie Britannica zum Stichwort „Kanaan“. Also sind die Palästinenser Kanaaniter? 

Wann also kamen die Araber?

Israel, so schreibt sie, sei „eine terroristische Organisation aus alter Zeit, die das tut, was Länder tun, die es unterstützen, wie zum Beispiel England und Frankreich, sie sind alle Killer aus alter Zeit“. Zeina meint offenbar, dass die Juden schon lange in Palästina sind, aber eben nicht so lange wie die Kanaaniter, die neuerdings Palästinenser heißen sollen. Sie fügt hinzu: „Das ist wirklich eine Überraschung, nicht wahr? Hahaha.“ Ich glaube, sie macht Witze, und poste ihr eine Karikatur, die mir einige Tage zuvor ein Leser geschickt hat.

Darauf ist zu sehen, wie ein Archäologe freudestrahlend etwas in die Höhe hält, das er gerade im Boden freigelegt hat. Ein Mann mit PLO-Fahne sagt zu einem Mann mit palästinensischer Kufiya: „Siehst du das? Die Juden haben ein Siegel eines Königs von Israel von vor 2.700 Jahren gefunden.“ Der andere Mann erwidert: „Schrecklich! Mir war nie klar, dass die Besatzung so alt ist.“ Zeinas Reaktion zeigt, dass sie es wirklich ernst meint mit ihrem Kanaan:

„Hahahahahahaha, schwach. Ich erkläre die Geschichte und du schickst ein Foto, das von einer dummen Person gemacht wurde … So lustig (drei Tränen lachende Smileys). Alle alten mittelöstlichen Zivilisationen haben bewiesen, dass dieses Land den Kanaanitern gehört, die Palästina errichtet haben, vor den verdammten Juden (sich übergebendes Smiley). Suche nach Geschichte, bevor du schreibst, um respektabel zu sein.“

Ich frage, ob sie zugibt, dass die Juden vor 3.300 Jahren im Land Kanaan gesiedelt haben. Vor ihnen waren die Kanaaniter, über die wir ausschließlich in der jüdischen Bibel lesen. Wann also kamen die Araber?

Vielleicht bin ich ein Nachfahre von Cleopatra?

Zeina glaubt nicht, dass heutige Juden irgendetwas mit den Juden der Zeit von Moses zu tun haben: „Meinst du, all diese Kriminellen, die aus allen Ländern kamen, sind die ersten Israeliten???!!!!“ Die Palästinenser seien die „Enkel der Kanaaniter“, „und wenn du es beweisen kannst, dann beweise das Gegenteil (Smiley).“ So läuft das heute: Man stellt eine irrwitzige Behauptung auf und fragt, ob jemand sie widerlegen kann. Vielleicht bin ich ein Nachfahre von Cleopatra? Soll doch mal jemand das Gegenteil beweisen.

Zeina fügt hinzu: „Juden haben dieses Land besetzt, genau wie deine jetzige Besatzung, es ist für sie nicht neu, so etwas zu tun. Versuch nicht, die Wahrheit zu blocken, die Geschichte hat es bewiesen und alle mittelöstliche Zivilisation.“ Ich versuch es noch einmal:

„Wenn du zugibst, dass das jüdische Volk in Kanaan 1.300 v.Chr. gesiedelt hat, was ist dann mit ihm passiert? Ist es verschwunden? Und was sind die heutigen Juden, wenn nicht die Nachfahren der Juden des Altertums, von denen in der Bibel zu lesen ist? Nachfahren von Leuten, die in der Neuzeit zum Judentum konvertiert sind?“

Ohne die Bibel keine Kanaaniter

Zeina behauptet, die Kanaaniter seien „das erste Volk, das dieses Land seit 3000 v. Chr besiedelt“ habe. Sie fragt: „Und was ist dein Problem, wenn ich sage, dass Palästinenser die Nachfahren der Kanaaniter sind?!!! Du weißt das, so wie du weißt, dass die heutigen Israeliten (sic!) nicht von den alten Israeliten abstammen.“

„Wer dieses Land zuerst besiedelt hat“, sei „das Wichtigste“. „Darum gehört das Land den Kanaanitern“, ist sie überzeugt. Die Bibel lässt sie nicht gelten, obwohl allein dort Kanaaniter vorkommen. Ohne die Bibel keine Kanaaniter.

Wie die Archäologin Josephine Quinn vom Oxford Centre for Phoenician and Punic Studies in ihrem Buch In Search of the Phoenicians darlegt, waren das Kanaan und die Kanaaniter der hebräischen Bibel nämlich „weitgehend ideologische Konstrukte, die die Feinde Israels repräsentierten, und nicht historische Bezeichnungen wirklicher sozialer Gruppen“. Die Belege dafür, dass es je ein Volk gab, das sich selbst „Kanaaniter“ nannte, hält Josephine Quinn für „dürftig“ beziehungsweise „unseriös“ (suspect). 

Doch Zeina bleibt unbeirrt:

„Und ich will dir sagen, dass die Lügen deiner Bibel für mich nicht wichtig sind. Die Wörter, die von Leuten geschrieben wurden, die das wahre Buch gemäß ihren Ansichten falsch dargestellt haben, sind mir nicht wichtig.“

Palästinenser, Kanaaniter und Jebusiter

Sie fordert mich auf, „die Geschichtsbücher“ zu lesen. Ich bitte sie, mir die Titel der Geschichtsbücher zu nennen und sage ihr, dass die Bibel viel älter ist als der Koran, sodass sie diesen, rein logisch betrachtet, unmöglich „falsch darstellen“ kann.

Zudem teile ich ihr mit, dass mir die Idee, die Palästinenser seien Nachfahren der Kanaaniter, durchaus geläufig ist: Mahmud Abbas hat das von Jassir Arafat. Arafat behauptete auch einmal, die Palästinenser seien Nachfahren der Jebusiter. Die Jebusiter sind noch so ein Volk, das keine Aufzeichnungen hinterlassen hat und ausschließlich aus der Bibel bekannt ist. Sie werden unter anderem im Buch Josua erwähnt, das von der Landnahme der Israeliten in Kanaan handelt. Dort werden sie auch als Bewohner Jerusalems genannt, weswegen es für Arafat so verlockend war, zu sagen, die Palästinenser seien Jebusiter.

Ich schreibe Zeina, dass niemand die Palästinenser für Nachfahren der Kanaaniter gehalten hat, ehe Jassir Arafat die Idee von einem gewissen Sami Hadawi übernahm (der die Behauptung 1989 in seinem Buch Bitter Harvest: A Modern History of Palestine aufstellte). Ich füge keck hinzu: „Es ist also in Wahrheit sehr junge Geschichte.“ Zeina ist nicht überzeugt:

„Oh mein Gott, diese Fakten sind jüngste Geschichte, nicht deine Lügen? So lustig. All die gut gebildeten Leute wissen, dass deine Geschichte fake ist und dein Staat sie schreibt, um zu erreichen, was er will. Schäm dich.“

Nun, sage ich, wenn der Kanaan-Mythos 1964 existiert hätte, hätte sich die PLO Kanaanäische Befreiungsorganisation genannt und das Land Kanaan in ihrer Charta erwähnt. Stattdessen heißt es dort: „Palästina ist ein arabisches Heimatland.“ Nicht etwa das „kanaanäische Heimatland“. Die Araber stammen von der arabischen Halbinsel. Zeina erwidert:

„Ich sagte dir, lies sorgfältig, ehe du schreibst. Kanaaniter sind Araber, die von der arabischen Halbinsel gekommen sind. Und wenn du über Geschichte liest, wirst du wissen, dass die meisten Länder ihre Namen seit dem Altertum geändert haben. Versuch nicht, die Wahrheit zu blocken.“

Sie fügt hinzu:

„Dieser Nonsens ist völlig nutzlos für mich. Aber ich weiß, dass ihr alle für immer unsere Feinde seid und wir unser Land früher zurückbekommen werden, nicht später.“

Sie sagt, sie hasse „die Israeliten“ (sic!), „die mein Land stehlen und die Häuser der Palästinenser stehlen und meine Leute und Kinder töten und meine Moschee angreifen und die Muslime während des Gebets töten“.

Problem Geschichtsbücher

Das sind viele heftige Vorwürfe auf einmal, aber ich muss bei den Kanaanitern bleiben. Ich bitte Zeina, mir die allgemein anerkannten Geschichtsbücher zu nennen, aus denen hervorgeht, dass Palästinenser die Nachfahren der Kanaaniter sind. Das Problem scheint zu sein, sage ich, „dass diese Geschichtsbücher natürlich nicht existieren, was der Grund ist, warum du keinen einzigen Titel nennen kannst“. Zeina verweist auf „das Internet“:

„Hahaha, ich habe alles in der Schule auf Arabisch studiert, und der Koran erklärt es, und du kannst danach suchen, wenn du willst. Und im Internet ist es nicht schwer, das zu finden, was du suchst. Du rechtfertigst immer noch diese Diebe!! Hahaha, ich denke, der Fehler liegt in deiner Humanität, nicht in etwas anderem.“

Und ich bin nach dem Gespräch mit Zeina mehr denn je davon überzeugt, dass die Schulen und Schulbücher das Problem sind – in den Palästinensischen Autonomiegebieten sowieso, aber eben auch in anderen arabischen Ländern. Dort hat Zeina ja ihr „Wissen“ her, hat gelernt, dass israelische Juden nichts als „Diebe“ seien.

Lesen Sie morgen: Twittern mit der jordanischen Zahnärztin Raya.


Dieser Beitrag erschien zuerst bei Mena-Watch.

Foto: Pixabay

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Leserpost

netiquette:

Jörg Nestler / 08.06.2021

Die ganze in dem Artikel geführte Diskussion halte ich für sinnlos. Man wird nie eine Lösung zwischen den Israelis und den Palästinensern erreichen, indem man immer weiter in die Geschichte zurückgeht um herauszufinden, wer die älteren Rechte hat. Es gibt keinen Zustand der Urgerechtigkeit, der irgendwann einmal in der Vergangenheit geherrscht hat. Sollte jemand so etwas entdecken, würde das Herbeiführen diese alten Zustand nur neue Ungerechtigkeit hervorbringen und damit noch mehr Konfliktpotential. Bei der Lösung solch eines Konfliktes muss man sich schon auf die neuere Geschichte beschränken. Wichtig sind klare Prinzipien auf der Seite derer, die diese Verhandlungen begleiten: Wer destruktiv handelt und Frieden verhindert, darf auf keinen Fall belohnt werden, sondern muss ganz im Gegenteil mit Nachteilen rechnen. Frieden kann es nur mit Friedenswilligkeit geben. Bevor man verhandelt, sollte man einmal darüber nachdenken, wie Frieden funktioniert und mit welcher Mentalität Frieden erschaffen wird. Das ist wichtiger als sich mit der Geschichte des Mittelalters oder Altertums zu beschäftigen.

Marcel Seiler / 08.06.2021

Gegen solche Leute helfen keine Worte, nur Waffen.

lutzgerke / 08.06.2021

Gott ist allwissend, allmächtig, allgegenwärtig und ewig. Das sagt die Bibel. Fälschlich wird - veranlaßt von Freud - die Geburtsstunde des Monotheismus dem ungeliebten Pharao Echnaton nachgesagt. Aber das ist falsch. Die ersten Aussagen über einen allmächtigen Gott tat ein Pharao im alten Reich: “Nicht die Pläne der Menschen sind es, die sich verwirklichen, sondern der Wille Gottes.” Ptahhotep / “Gott” taucht an völlig überraschenden Stellen im alten Ägypten auf: “Gott kennt den, der nach seinem Willen handelt.” Merikare, 10. Dynastie / Ich will damit nicht bestreiten, daß der Herrgott eine Vorliebe für die Juden hatte und hat. Deshalb heißt er Gott Israels. Das ist höchst lerhreich, wenn man seine Komplexe (was allgemein und nicht auf Sie gemünzt ist, Herr Frank) ein bißchen unter Kontrolle bringt. / Ich denke, wir sollten das, was uns verbindet, herausheben, und das Trennende begraben. Dann wächst Gras drüber. “So vertrage dich nun mit ihm und habe Frieden; daraus wird dir viel Gutes kommen. Hiob 22, 20-21

S. Marek / 08.06.2021

Ach Herr Stefan Frank, fragen Sie das nächste mal “Wie kamen den die Araber auf den Namen Palästina und Palästinenser, wenn es im arabischen kein P - Buchstaben gibt ?” Deswegen sprechen diese es eigentlich als Filistin aus. Gehören aber nicht zu den Philistern, da diese über das Mittelmeer kamen und nacht dem hebräischen פְּלִשְׁתִּים pelištīm d.h. fremde Eroberer ihren Namen erhielten.

Wilfried Cremer / 08.06.2021

Soviel statt mehr natürlich

Wilfried Cremer / 08.06.2021

Lieber Herr Frank, ich hätte dem Frollein gesagt, dass die Araber (nach St. Arafat incl. Palästinenser) 99,8 % mehr Land erobert haben als die Juden. Und tschüss

Holger Kammel / 08.06.2021

Ich formuliere es einmal so, Herr Frank:  SIe hätten mit einiger Aussicht auf Erfolg mit Hardcore-Nationalsozialisten über die Sinnlosigkeit des Antisemitismus diskutieren können oder über die Tatsache, daß im “germanischen” Erbgut jede Menge jüdische Anteile stecken und im jüdischen Erbgut jede Menge “arische”  Anteile. ( satirisch überspitzt bei Kurt Tucholsky und den Semikokken) Aber diese Leute werden Sie nicht überzeugen können. Die ideologisch-religiöse Verblendung ist zu fundamental. Wenn Sie wieder einmal eine erfolgversprechende Diskussion führen wollen, dann überreden Sie einen angeheiterten Alkoholiker, mit dem Trinken aufzuhören. Eine kleine Argumentationshilfe meinerseits: Machen Sie den Leuten doch einmal klar, daß sie in der Masse der nordafrikanischen und nahöstlichen Länder die Eindringlinge sind und das z.B. Ägypten den Kopten gehört, Algerien den Berbern, die Türkei den Griechen etc. Sie mögen sich doch erst einmal aus diesen Ländern heraus scheren. Aus Europa sowieso.  ,

lutzgerke / 08.06.2021

“Während des Ersten Weltkrieges (am 6. November 1914, einen Tag nach der Kriegserklärung an das osmanische Reich) marschierten britische Truppen und arabische Aufständische gemeinsam in den ein und besetzten 1917 Bagdad. Eigentliches unmittelbares Ziel war nur die Region um Basra gewesen, denn die Royal Navy war auf Öllieferungen aus dem benachbarten Iran angewiesen. 1920 löste Großbritannien aus dem ehemaligen osmanischen Reich die Provinzen Vilâyet Bagdad, Vilâyet Mossul und Vilâyet Basra heraus und verschmolz sie zum heutigen Irak. ... Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 war eine “geheime Übereinkunft” zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der erwarteten Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden. ” wikipedia / Die Bibel ist sicher hochinteressant, aber ein Geschichtsbuch ist sie nur bedingt. Daß die Bibel ein Geschichtsbuch sei, ist, meine ich, erst in den 90er Jahren festgelegt worden. Ich weiß nicht mehr, wer da mitgemischt hat, aber sicher waren es die Israelis und wahrscheinlich auch der Vatikan. / Kanaan stand eine Zeit unter ägyptischer Verwaltung. Als es zu einer Hungernot wegen einer Dürre in Kanaan kam, ließ der Pharao die Kanaaniter nach Ägypten kommen und speiste sie. Als die Ernte wieder fruchtbar war, gingen alle nach Hause. / Der Name “Israel” taucht das erste Mal auf einer ägyptischen Stele 1200 v. Chr. auf. Damals machten die Seevölker Ägypten zu schaffen. Sie kamen über das Mittelmeer und fielen von allen Seiten in Ägypten ein. / Sie verteidigen Dinge, die sich so nicht verteidigen lassen. Ich kann das Ansinnen verstehen, aber wenn ich die Spur der Germanen zurückverfolge, dann waren die schon vor über 40,000 Jahren hier. Ich könnte jetzt auch die Grenzen abstecken und das würde die Anreiner alle verschwinden lassen. Meinen Stamm kann ich 800 Jahre zurückverfolgen. / Das Internet ist kein Ort, jemanden zu überzeugen.

Ralf Pöhling / 08.06.2021

Das gleiche Problem wie bei der ganz harten Linken. Mit Argumenten kommt man da nicht mehr durch. Da wird nur noch nachgeplappert, was irgendwie die eigene Weltsicht bestätigen könnte. Und zwar auch dann, wenn es offensichtlicher Unfug ist. Was umso stärker durchschlägt, je emotionaler die betroffene Person sich im Vorfeld bereits bei dem Thema engagiert hat. Was darin seinen Grund findet, dass sich niemand freiwillig eingesteht, sich mit vollem Elan die ganze Zeit für etwas eingesetzt zu haben, was falsch war. Da spielt also nicht nur die Propaganda, sondern auch das Ego mit hinein. Da wird gekämpft bis zum “Endsieg”. Oder man wird zum Märtyrer, wenn der “Endsieg” ausbleibt. Das Problem komplett aus der Welt zu schaffen wird noch anstrengend und mit Sicherheit unschöne Bilder nach sich ziehen. Aber da müssen wir durch.

Wolf Kull / 08.06.2021

Es gab 1939 auch eine Palestinaflagge, siehe „wer-kennt-sie-die-judische-flagge-von-palastina-1939“, möglicherweise wegen der Fußballnationalmannschaft.

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