Willkommen in der neuen noch schöneren Welt.
Hallo Herr Letsch, schade dass im neuen Film “Spiel mir ein anderes Lied vom Tod” die Rolle der Jill McBain gar nicht vorkommt.
Das könnte für die Techkonzerne auch nach hinten losgehen. Die Dems wollen nämlich selbst die Macht haben, daher ist die Zerschlagung ein Damoklesschwert, das über ihnen schwebt. Und dann gibt es noch die Nutzer. Den Twitter-Konkurrenten Parler konnten sie abschalten, aber Whatsapp verschiebt gerade die Einführung der neuen Nutzungsbedingungen. Es haben sich wohl zu viele Leute andere Messenger heruntergeladen und die Messengerkonkurrenz können sie nicht so einfach abschalten, an Telegram hat sich sogar Putin die Zähne ausgebissen.
Eine etwas ungewöhnliche aber stringent dargestellte Analyse. Ich teile Ihre Ansicht, dass nach wie vor die Politiker einen entscheidenden Vorteil und damit Machtvorsprung gegenüber den Medien haben: Sie können veranlassen, dass die Medienmogule morgens um 4 Uhr aus dem Schlaf gerissen und mit einem schwarzen Lieferwagen weggebracht werden. Übrigens: Wo ist Jack Ma? Nicht dass ich ihn vermisse und er ist auch kein Medienvertreter, aber ihm scheint auch nicht klar gewesen zu sein, wer der Hund und wer der Schwanz ist. Ach ja, Amerika ist nicht China? Wenn es Spitz auf Knopf steht, sind Sie da so sicher?
Es macht einfach - trotz mancher schwerverdaulicher Themen - große Freude, Herrn Letsch’s Artikel zu lesen. Flüssig, gut verständlich, informativ und auch von sympathischer Ironie gekennzeichnet. Das Bild, das hier immer mehr entsteht, deutet ja beinahe darauf hin, dass die künftige US-Administration noch unberechenbarer in jeglicher Richtung sein könnte. Ausgestattet mit reichlich verwirrten Persönlichkeiten (“Good morning, Sunday Morning”, usw.), fühlen sie sich womöglich bald von allen Seiten von Feinden (einschließlich unsichtbaren) umgeben.
Vermutlich trifft diese Analyse den Sachverhalt besser als die Filmmetapher. Das Ziel der Veranstaltung/Agenda ist ein chinesisches System und dieses zeigt die klare Macht bei der Politik, genauer bei einem Autokraten. Letztlich ist es (fast) muessig, sich mit der Frage Koch oder Kellner zu befassen, weil es einen treffenden Begriff fuer das Treiben zwischen Politik, Grosskapital und “Kommunikationsmultis” gibt, genannt Kollusion, nicht zu verwechseln mit dem Gegenteil Kollision. Das boeswillige, arglistig taeuschende (faktische) Zusammenwirken oder Zusammenspiel von mindestens 2 Parteien zur Erreichung des jeweiligen (Partei) Zieles (die naturgemaess nicht identisch sind oder sein muessen) und zu Lasten eines, natuerlich ausgeschlossenen, Dritten. Wer hier welche Rolle warum spielt, sollte klar sein. Allerdings wird bei der klassischen Schaedigungskollusion der Geschaedigte getaeuscht, da man sonst Widerstand befuerchten muesste. Die sattsam bekannten (Psycho) mechanismen der Schaediger, und auch hier handeln Politik und Multis vorsaetzlich gleich) sorgten dafuer, dass die Geschaedigten in diesem Spiel nichts merken oder sogar noch dazu jubeln. Man spielt sich die Bälle zu, uebt das “do, ut des” oder agiert frei nach dem Hannibal Lecter - Motto. Am Anfang standen sicher nicht Twitter und Co, sondern eine Bewegung aus den US-Universitäten und den 68 igern, die inzwischen den Westen zerstoert, um totalitaer zu herrschen und das Individuum auf ein infantiles, frei zur totalen Machtausuebung und zum Konsumismus konditionierbares Instrument zu regredieren. Ohne Twitter und Co. waere die schoene neue Welt nach Huxley aber nicht, zumindest nicht so schnell zu erreichen gewesen. Die Verantwortung ist und bleibt aber bei denen, die “gewählt” wurden und werden.
Für mich ist das ein lustiges Gesellschaftsspiel mit dem Namen „Wer ist wessen nützlicher Idiot?“.
Ich finde, daß beide Hypothesen falsch sind und schlage eine Dritte vor. Richtig scheint mir zwar die Hypothese aus 2), daß Twitter nicht die Macht hat, die in 1) behauptet wird. Falsch scheint mir aber die Behauptung aus 2) zu sein, daß die Sperrung die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung ist.—- Meiner Meinung nach wäre die wirtschftliche sinnvollste Entscheidung gewesen, nicht zu sperren und nicht zu zensieren, aber stattdessen Twitter auf die ganze Welt auszudehnen und das Eigenkapital zu verwenden, um den Konzern zu vergrößern und in seinen Handlungen zu flexibilisieren.—- Zwei wesentliche Gründe spielten für Twitter eine Rolle a) die psychotrope Wirkung des Sozialismus b) die Blasenwelt, in der Sozialisten von Twitter leben verbunden mit Realitätsverweigerung und Selbstüberschätzung—> das Handeln von Twitter im vermeintlichen Dienste des Sozialismus hat positive psychische Wirkungen auf die Handelnden, zum Beispiel das Gefühl, die Guten zu sein, und die Blase führt dazu, daß die Gefahr unterschätzt wurde, daß sie sich nun selbst überflüssig machen durch das Zerstören von Vertrauen, das dazu führt, daß nun Konkurrenten wie Pilze aus dem Boden schießen—- Twitter ist für die linke Herrschaftselite nicht so wichtig, wie die Hofberichterstattung von den Staatsmedien und kann außerdem leicht durch andere Technologien ersetzt werden. Die einzige Maßnahme der Regierenden, die Twitter wirklich helfen würde, wäre, wenn Twitter per Gesetz ein Monopol in den USA erhalten würde.
Sehr geehrter Herr Letsch, die Sache sieht objektiv betrachtet völlig anders aus. Seit gestern ist bekannt, was Dorsey und Twitter in den kommenden Monaten vorhaben: Politische Gegner löschen. Und es ist bekannt, dass der Mob im Capitol von linken Aktivisten angeführt und angestachelt wurde. Es ist bekannt, dass vier Jahre lang versucht wurde, Trump aus dem Amt zu entheben mit absurden Begründungen, es ist bekannt, dass Medien und Netzwerke vor der Wahl die Berichterstattung manipulierten. Es ist bekannt, dass etliche Fälle von Wahlbetrug gab, teils großangelegt. Es ist bekannt, das noch kein Präsident vor Biden so wenige Counties gewann und niemand so viele, wie Trump. Dass Biden nur “gewann”, weil er in ein paar wenigen unplausibel hohe Gewinne einfuhr. Objektiv betrachtet heißt das: Wir haben es hier mit einem Putsch gegen Trump zu tun. Die Medien, sozialen Netzwerke und der politische Gegner inszenierten bereits seit 4 Jahren Scheinvorwürfe. Trump dafür mundtot zu machen, weil er eine Überprüfung der Wahl und der Beweise forderte, was selbstverständlich ist, zeigte allein schon, dass etwas dran sein muss. Nachdem nun auch noch der Sturm aufs Capitol von seinen Gegnern inszeniert wurde, die Leute teils einfach herein gelassen wurden, sogleich ihm daraus eine weitere Amtsenthebung angedroht wurde, ist der letzte Beweis vorhanden, dass wir es hier mit einem echten Putsch zu tun haben. Die wissen alle genau, wer welche Rolle gespielt hat.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.