Von Carlheinz Swaczyna.
Das jüngste Debakel der BBC – die Bearbeitung von Donald Trumps Rede – hat zu Recht Schlagzeilen gemacht. Es ist ein Skandal, der den Kern journalistischer Integrität berührt: Wenn ein Sender entscheidet, dass seine eigenen Annahmen über eine politische Figur ausreichen, um deren Worte zu verändern, ist die Grenze zwischen Berichterstattung und Propaganda längst überschritten. Doch während dieser Vorfall die öffentliche Aufmerksamkeit fesselt, bleibt ein anderes Thema von nicht minderer Bedeutung im Hintergrund: die Klimaberichterstattung der BBC. Beide Kontroversen sind Symptome derselben Krankheit – eines wahnhaften Glaubens an Objektivität, der ideologische Voreingenommenheit verschleiert.
Seit vielen Jahren weisen Kritiker darauf hin, dass die BBC ihre Unparteilichkeit in der Klimaberichterstattung aufgegeben hat. Von geheimen Redaktionssitzungen im Jahr 2006, die Skeptiker ausschlossen, bis hin zum faktischen Bann abweichender Stimmen im Jahr 2018 hat die BBC den Klimaalarmismus nicht als umstrittene wissenschaftliche Hypothese, sondern als moralische Wahrheit behandelt. Attributionsstudien – jene schnellen Behauptungen, ein Sturm oder eine Flut sei „durch Kohlenwasserstoffe verursacht“ – werden als Fakten präsentiert, obwohl ihre Grundlagen fragwürdig sind. Extremwetter wird endlos übertrieben, während unbequeme Daten wie sinkende wetterbedingte Todesfälle oder die globale Begrünung ignoriert werden. Das Muster ist unverkennbar: Abweichung wird unterdrückt, Alarmismus verstärkt, und Voreingenommenheit als Objektivität getarnt.
Die Trump‑Affäre und die Klimaberichterstattung sind keine getrennten Skandale. Sie sind zwei Seiten derselben institutionellen Haltung. Wie sich ein ehemaliger BBC‑Mitarbeiter erinnerte, war die Kultur in den Redaktionen seit jeher von einem Gruppendenken geprägt, das konservativer Politik feindlich gegenüberstand. In den 1980ern war es Margaret Thatcher; seit Jahren ist es Donald Trump. Die Mentalität ist identisch: Wenn man bereits glaubt, eine Figur sei bösartig, erscheint es „normale Praxis“, ihre Rede zu bearbeiten. Wenn man bereits fest glaubt, der Klimawandel sei eine existenzielle Krise, wirkt das Unterdrücken von Skeptikern wie verantwortungsvoller Journalismus. In beiden Fällen wird Voreingenommenheit mit Objektivität verwechselt, und Abweichung als illegitim behandelt. Die Wissenschaft bleibt auf der Strecke, NGOs übernehmen.
Frappierende Parallelen
Diese Un-Kultur ist keineswegs auf Großbritannien beschränkt. Die deutschen öffentlich‑rechtlichen Sender ZDF und ARD und auch die Mainstream-Medien spiegeln die Klimapanik der BBC fast Wort für Wort wider. Alarmistische Narrative dominieren, skeptische Stimmen werden marginalisiert, und der Ton ist moralischer Gewissheit verpflichtet, nicht der offenen Abwägung der Argumente. Die Parallelen sind frappierend: Was in Großbritannien wie Voreingenommenheit aussieht, wiederholt sich in Europa – ein pan‑kontinentaler Medienkonsens, dass die NetZero-CO2-Klimaorthodoxie über jeden Zweifel erhaben sei. Dieser Konsens war auf der „COP30 in Brasilien" in voller Pracht zu sehen, wo Politiker und Sender gleichermaßen darum wetteiferten, sich mit apokalyptischer Rhetorik zu überbieten, während skeptische Perspektiven erneut ausgeschlossen wurden. Immer dieser Trump als Störenfried!
Die Politik verstärkt diesen unsäglichen Konsens. In Großbritannien stimmt das Conservative Environment Network (CEN) eher mehr als weniger mit der Net‑Zero‑Politik von Ed Miliband überein und hintertreibt die offizielle Politik der Konservativen. Aber auch seine Verbündeten innerhalb der CDU/CSU zeigen, wie auch hierzulande die etablierten konservativen Parteien dieselbe Klimaorthodoxie verinnerlicht haben. Daher auch kein Rollback des Heizungsgesetzes oder der Atom/Kohle-Kraftwerksstillegungen und anderer kostentreibender Maßnahmen. Die verfassungsgerichtlich abgesegnete Deindustrialisierung ist unaufhaltsam! Auf europäischer Ebene hat Ursula von der Leyens "Green Deal" diese Agenda weiter verankert, die EU auf umfassende Dekarbonisierungsziele, Verbrennerverbote etc. verpflichtet und den Klimaalarmismus in das Fundament der europäischen Regierungsführung eingebettet. Wenn Medien und politische Klasse im Gleichschritt marschieren, entsteht eine Rückkopplungsschleife, in der alarmistische Narrative durch Parteiprogramme legitimiert und durch öffentlich-rechtliche Sender wie BBC/ARD/ZDF u.a. verstärkt werden.
Die Bearbeitung von Trumps Rede durch die BBC mag ein Skandal des Augenblicks sein, doch ihre Klimaberichterstattung – gespiegelt von ZDF und ARD, verstärkt durch konservative Parteinetzwerke und widerhallend in Ursula von der Leyens Green Deal auf der COP30 in Brasilien – ist ein unbeschreiblicher Skandal. Beide entspringen derselben institutionellen Arroganz: dem Glauben, Voreingenommenheit sei Objektivität, moralische Gewissheit sei Wahrheit, und Abweichung müsse zum Schweigen gebracht werden.
Nicht nur der BBC hilft keine Reform mehr!
Carlheinz Swaczyna veröffentlicht in Fachzeitschriften und beschäftigt sich mit Verkehrs- und Infrastrukturthemen. Er lebt in Krefeld.
@Rolf Mainz: Was ist die „tatsächliche“ Demokratie? Folgendes ist keine Polemik: Trump und MAGA verachten die sog. Demokratie. Sie sagen: „Die USA sind laut Verfassung keine Demokratie, sondern eine repräsentative Republik!“ Sie erachten die Demokratie als Herrschaft des Volkes, „der Mehrheit“, interpretiert im Sinne einer direkten Demokratie. Überspitzt: Demokratie ist nichts anderes als Sozialismus, daher negativ, weil die Mehrheit nicht „oben“ sondern die breite Masse ist. Und mit der Demokratie wird wegen Namensgleichheit die Demokratische Partei mitverdammt. Eine Republik hingegen soll zum „Wohle des Volkes“ regiert werden, und zwar von einem fähigen Führer oder einer repräsentativen Gruppe mit Führungsqualitäten. So erklärt sich auch der derzeitige Hang dahin, der Exekutive und insb. dem Präsidenten mehr Macht zu übertragen. Googeln Sie „Charlie Kirk: democracy is NOT an American value“.
In den Institutionen wie BBC, dem deutschen ÖRR und den traditionellen Printmedien hat sich eine Kultur – oder besser Unkultur – entwickelt, in der der einzelne gar nicht merkt, wie er verfälscht, verzerrt und lügt. Wenn „alle“ in einer Institution lügen, wird dies bald „allen“ dort zur Wahrheit. Wenn „alle“ eine bestimmte Weltsicht haben und Dissidenten verlässlich rausgemobbt werden, wird diese Weltsicht zum Evangelium. Es gibt nur ein Heilmittel: Man muss die befallenen Institutionen auflösen.
Es gibt den auf den ersten Eindruck banalen Satz, ‚Recht haben und Recht bekommen, sind zwei paar Schuhe’. Dieser erste Eindruck kann falscher nicht sein! … Nun sollte Jeder in der Lage sein Recht bei entsprechendem Anlass einzufordern, dass ist aber nicht einfach. Um nicht ins klein-klein zu gehen, bleibe ich bei der beabsichtigten Klage von Trump gegen das alte Flaggschiff GB’s die BBC. … Es soll hier um die Kleinigkeit von einer Milliarde Dollar gehen. Wenn nun die BBC verurteilt würde wirklich an Trump zählen zu müssen, muss das nicht zwangsläufig der finanzielle Untergang sein. Ich denke, dass diese Summe durchaus stemmbar ist. Sicherlich mit freundlicher Unterstützung des britischen Staates, also der Regierung, also auf dem Buckel seiner Bürger. … Viel interessanter ist wo der Prozess Stattfinden könnte, in GB oder den USA. Gewöhnlicher Weise geht es nach Standort des Unternehmens, also GB. … Das könnte Trump aber ganz anders sehen. Er möchte den Heimvorteil. Ob das so ohne Weiteres geht, wird man sehen. … Dass es der BBC ans Fell geht, ist außer Frage, zumal im Rahmen dieses Ereignisses noch mehr Dreck an die Oberfläche gespühlt wurde. Und alles zusammen könnte für den Sender fatale Folgen haben, bis zur Zerschlagung. … Die Gerichte werden hoffentlich Recht sprechen nach bestem Wissen und Gewissen. Wie man so sagt. Was immer das in heutigen Zeiten auch sein mag. … Ob das ganze repressive und verottete System mit Klimagedöns und dem Terror durch Einwanderung ohne Limit, u.A., sturmreif geschossen wird, wage ich im Moment noch zu bezweifeln. … Und wenn’s ganz dicke für GB kommen sollte, wird Deutschland ganz bestimmt Beistand leisten, und wenn Frau Bärbock selbst vorbei kommen muss. Das wird sie gerne tun.
Herr Swaczyna, das kommt auch durch mangelnde historische Bildung der Macher. Der ganze Müll unserer medialen & politischen Institutionen kommt schon aus Trump-Land. Denn, wie schon nach 2 Weltkriegen profitierten die USA von der Selbstvernichtung Europas. Vor 1914 war die Deutsche Bank die größte Bank der Welt, danach nie mehr. So schnell kanns gehen. Man hatte bei Trump halt gezockt. Ehrlich gesagt, ich wollte keinen Prozeß in den USA verlieren, allerdings könnte ich auch keinen Prozeß führen, denn ich könnte bereits für den III. Prozeß-Tag die Anwaltskosten schon nicht mehr bezahlen, die BBC schon. Wenn das Schule macht sind alle Anti-Trump-Medien, wie zB der Relotius (CIA-Gründung) in Hamburg, bald pleite.
Der deutsche Journalistenverband hat vor kurzem der BBC empfohlen, sich nicht von Trump einschüchtern zu lassen. Als ich das las, dachte ich so, ‚keinerlei Selbstkritik und nichts dazugelernt’.
Man redet beim Klima meißt gegen eine Wand. Als Milchbauern sollen wir in Zukunft ein Pulverl füttern, damit die Kühe nicht mehr so oft wiederkauen. In Deutschland gab es 1985 ca 21 Millionen Rinder ( DDR +BRD ) Inzwischen sind es nur noch die Hälfte. Es werden jährlich ca 200000 weniger. Andere Länder wie Brasilien oder Indien verdreifachten im selben Zeitraum die Anzahl der Rinder. Im übrigen auch Kenia, Tansania oder Äthiopien. In Indien gibt es inzwischen 300 Millionen Rinder. Und in der EU sollen wir wiederkauenzählen. In Brasilien wird jedes Jahr die Waldfläche Oberbayerns abgeholzt, und wir sollen jeden Baum zählen. Ähnlich die Abholzung in Indonesien. Dabei sollen wir Schuld sein, wenn die Inseln von Indonesien untergehen. Die glauben das doch selber nicht, schließlich hat doch der indonesische Präsident angekündigt, das man die Anzahl der Rinder verdreifachen will um die Milchprodukte in Zukunft nicht mehr einführen zu müssen.
hi, die alten Medien umgeben sich in ihrem Niedergang mit heimeligen Untergangsszenarien von Ausmaßen, die ihrem Größenwahn entsprechen. Dieser Todeskult ist missionarisch bis aufs Blut; die Antifa bekommt ja Geld. Man kann wie der Islam die Freiheit zum Verrecken nicht verknusen; das verbindet…