Henryk M. Broder / 10.11.2016 / 17:22 / 7 / Seite ausdrucken

Trump und die Deutschen: Ein Höhenflug von Arroganz und Verachtung

Mein erster klarer Gedanke war: Was wird Frank-Walter Steinmeier sagen, der vor Kurzem den republikanischen Kandidaten einen „Hassprediger“ genannt und ausdrücklich „vor der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten gewarnt“ hatte.

Er sei der Meinung, so die Sprecherin des Ministers, es müsse „einem echt bange werden, was aus dieser Welt wird“, wenn Trump tatsächlich Präsident würde. „Darauf macht der Außenminister aufmerksam. Und das ist sein gutes Recht.“

Angela Merkel schickte einen Giftpfeil

Ich musste nicht lange auf eine Stellungnahme des Außenministers warten. Mit einem Gesicht, als habe man ihm gerade ein großes Glas Rizinusöl zum Frühstück serviert, sagte der Chef des Auswärtigen Amtes: „Selbstverständlich werden wir dieses Wahlergebnis akzeptieren. Wir akzeptieren es!“

Was wollte Steinmeier damit sagen? Dass er das Wahlergebnis nicht vor einem Gericht anfechten wird? Hier der ganze Text - ohne Bezahlschranke.

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Magdalen Kreuzritter / 10.11.2016

Lieber Herr Broder, wie immer DANKE für Ihren Text und Ihre Kommentare. Diese sind wieder mal sehr wichtig für mich, die ich mich an TAG 2 der verheerenden Trumpkatastrophe mit vielen Leuten rumschlagen musste, die nicht ein halbes gutes Haar an diesen Mann und seine Wahl lassen konnten. In größeren Gruppe ist eine solche Hassdynamik entstanden, das dann auch mir Angst und Bange wurde, durch vorsichtige Vorschläge, sich doch mal in Akzeptanz zu üben und abzuwarten schoss ich mich bei allen direkt ins Aus und wurde komisch beäugt ;-) Und dies alles in “gebildeten” akademischen Kreisen - so macht auch mir der Wahlausgang Angst ;-)

Franz Schmitz / 10.11.2016

Wieder einmal sehr gut Herr Broder!  Steini tut gut daran Bundespräsident zu werden. Dann braucht er nicht in die USA. Der kleine Schulz wird dann Außenminister und läßt dann kein Micro aus. Merkel bleibt natürlich die nächsten vier Jahre. Oh Gott, der Horror hört nicht auf.

Wolfgang Richter / 10.11.2016

Da wird Mr. Trump aber von ziemlich vielen seiner möglichen Sorgen als Neuer US-Präsident erlöst sein, zu hören, daß Germoney durch seinen Außenminister verkünden läßt, Deutschland werde die Wahl der Amerikaner akzeptieren. Die möglichen Alternativen seitens der Meister der Alternativlosigkeit hätten ihm vermutlich den Schlaf geraubt. Und immerhin gibt es ja einen kleinen Wermutstropfen, da die Kanzlerin Richtung USA verkündete, daß man nur mit ihm zusammen arbeiten werden auf Basis der “europäischen und demokratischen Werte”, oder ähnlich. Leider hat sie -wie auch andere- die Definition derselben nicht mit geliefert. Sie hätte an einer Reihe von Beispielen z. B. erklären können, ob die Duldung 100facher Kinderehen islamgläubiger Zuwanderer u. hier religiös Getrauter einer dieser Werte sein könnte, sofern der maas-sche Juristenarbeitskreis bereits ein Ergebnis dazu erarbeitet haben sollte.

Lubomir Rehak / 10.11.2016

Ja Herr Broder, die Sache ist kompliziert. Die Eliten sehen das anders. Herr Gauck hat schon deutlich gesagt: “Die Eliten sind nicht das Problem. Das Volk ist das Problem.”  Der gute Mann muss das doch wissen, oder? Ich wünsche Ihnen weiterhin scharfe Zunge und Feder. Schöne Grüße aus Wien Lubomir Rehak

Klaus Wenzel / 10.11.2016

Es ist doch wirklich unbegreiflich, wie dumm die amerikanischen Wähler sind. Hören einfach nicht auf die ernsten Warnungen von Frank-Walter Steinmeier, ignorieren den Abscheu des Staatsmannes Stegner, lesen offenbar auch die deutschen “Leitmedien” nicht. Werden sie wenigstens die Prämissen Angela Merkels beherzigen, die diese als Ausgangspunkt für eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten der USA nannte? Beherzigen wenigstens die jungen Männer, die es massenhaft in unser Land zieht, diese oder ist das in diesem Fall täglich auszuhandeln? Was soll jetzt werden? Werden Claudia Roth,  Peter Altmaier und Martin Schulz mit einem Nachbau der “Mayflower” nach New York segeln und eine andauernde Mahnwache auf dem Times Square veranstalten? Verkaufen wir ab heute keine Mercedes-Autos mehr nach Amerika? Fragen über Fragen. “Time will tell”, sagt der Amerikaner und Donald Trump hat jetzt vier Jahre Zeit, seinen Wählern und dem Rest der Welt zu zeigen, wohin die Reise mit ihm als Präsident geht. Wie sagte schon Herbert Wehner sinngemäß: wer beleidigt den Saal verläßt, muss auch irgendwann wieder reinkommen. Das sollten auch die aufgeregten deutschen Politiker, beleidigten Journalisten und sonstige Auguren beherzigen.

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