
Die gleiche Diskussion hatte ich vor kurzem zum Thema Corona in einer bei uns erscheinenden regionalen Plattform. Ich war erschrocken, dass mir niemand von den dort Kommentierenden zur Seite gesprungen ist. Alle , zumindestens die sich zu Wort gemeldet haben , fanden eine „Auslese“ von sogenannten Coronaleugnern in Ordnung. Auf meinen Einwand, dass dann auch kettenrauchende, Drogen konsumierende, fettes Fleisch essende Bürger usw. keinen Anspruch auf ein Intensivbett hätten, kam das Argument, das diese Dinge nicht ansteckend seien…. Die Angst, die im Moment im Land geschürt wird, zeigt erste Wirkungen. Begriffe wie Solidarität, Humanität, Gemeinschaft sind Fremdwörter. Aber wen wundert das, wenn schon eine ehemalige Bischöfin uns erklärt , dass es kein Recht auf Weihnachten gibt. Mich erinnert das Ganze an Zeiten, in denen es ....Volksschädlinge ....gab, oder sehe ich da zu schwarz?
Damit wäre ich sogar voll und ganz einverstanden; soviel Eigenverantwortung für ein so minimales Risiko übernehme ich gern. Dann verlange ich andererseits aber auch, dass all die Täter, die für Lockdown, Kontaktverbote und Maulkorbzwang verantwortlich sind, sämtliche von ihnen angerichteten Schäden aus ihren eigenen Taschen bezahlen.
War es in der Schweiz eigentlich auch so, dass Regierung und Presse im Gleichschritt orwellsche Wenden vollzogen haben? Corona hat ja hierzulande als rechte Verschwörung begonnen und wurde von schmuddeligen Leuten wie Alice Weidel in die Welt gesetzt. Kurz darauf haben dann Regierung und Oppositionspartei die Plätze getauscht. Zuerst waren auch Masken wirkungslos und kurz darauf vorgeschrieben und höchste Bürgerpflicht. Wie war das denn in der Schweiz?
Als honorige Person mit einer themenbezogenen Lebenserfahrung fällt mir spontan Herr Hallmackenreuter ein.
Also wer A sagt muß auch B sagen. Insofern wäre ich dafür, daß die Corona-Skeptiker dann auch nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen müssen. Das freigewordene Geld ließe sich dann für den Aufbau eines eigenen und unabhängigen Gesundheitwesen verwenden!
Die Schweiz verhält sich bei Corona ähnlich wie in der Frage der Wartung der DC 2 der Lufthansa unter dem Hakenkreuz auf dem Seitenleitwerk. Man wartet mit ausländischen Teilen Nazideutschland sein Flugmaterial ganz neutral unter dem Gesichtspunkt des Teiletauschs. Die Schweiz täte gut daran einmal in ihre “Zivilverteidigung” zu schauen um einmal zu begreifen wie leicht sie in diesen Tagen und den heutigen zu unterwandern war. Man braucht kein WK, wenn das Ausland die Schweiz mit der Presse und der Meinung statt mit Panzern überrollen kann. Sonderwege sind in einer bescheuerten Welt nötig und sie müssen auch vertreten werden, entschlossen, notfalls autoritär. Man braucht keine Zivilschutzanlagen unterhalten, wenn der Flötenspieler aus dem großen Kanton die Meinung vorgibt, der man dann ohne jede Bedrohung an Leib und Leben aus bloßer Bequemlichkeit folgt, weil man sich an den Wohlstand der leichten Konzessionen gewöhnt hat. Die Corona - Politik ist der schwerste Verfassungseingriff in der Schweizer Geschichte OHNE Volksabstimmung zuvor. Wenn die ökonomischen Konsequenzen nicht zu den Zahlen passen werden, dann wird dieser Bundesrat eines der schwärzesten Kapitel der Schweiz geschrieben haben und in Jahrzehnten mit der Gnadenlosigkeit des öffentlichen Vergessen - Wollens bestraft werden.
Das mit dem Komitee erscheint mir zu aufwendig. An der Rampe ist nicht viel Zeit, die Schlange muss abgearbeitet sein, bevor der nächste Zug kommt. Und Mitarbeiter lassen sich bestimmt noch etwas leichter finden, wenn man ihnen eine schicke Uniform verspricht. Bleibt die Frage, ob die dann einen Äskulapstab am Kragen tragen oder ob der Totenkopf schon wieder geht.
Ich finde das nur gut. Es gibt ja auch private Intiativen gegen rechts, die es sich zur Aufgabe machen, ihre Gemeinde zu beobachten. Bürgerbeteiligung ist unbedingt auf allen Ebenen zu fördern. Aber Spott beiseite. Die Regierung und die Leitmedien betreiben in meinen Augen Spaltung der übelsten Art. Und ich sehe keinerlei Ansatz, auch den Freiheitsliebenden gerecht zu werden. Überhaupt der Freiheit gerecht zu werden. Mir kommt das ganze inzwischen wie ein Probelauf vor. Aber nicht für die Eindämmung des Virus. Sondern für die Kette Angst erzeugen, Angst über Monate aufrechterhalten, Freiheitsbeschränkungen über Monate, testen, verfolgen, Impfstoff mit neuer Technik, impfen. Ob nicht unterschwellige Angst übrig bleibt, bleiben soll? Und werden Menschen dann besonders schreckhaft? Befördert das die nächste Panikattacke? Kommt dann der Tod durchs Klima als nächstes? Dauerangst ist kein Zustand. Wie wehrt sich der Mensch dagegen? Mit Vergraben in einem innerlichen Loch, mit Gewalt gegen “den Feind”, mit dem Wählen eines tätigen, nicht diskutierenden Anführers? Ich halte die Auswirkungen von Corona für sehr bedenklich.
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