Solange die Bundesregierung ihr Transformationsprogramm, welches das Zusammenleben der Deutschen in jeder Hinsicht auf den Kopf stellen wird, beibehält, solange läuft alles wie geschmiert für die AfD. Alles, wirklich alles, was aus Berlin über die Leute kommt, erzeugt neue AfD-Wähler.
Der politische Wind in Deutschland bläst den AfD-Ballon gewaltig auf. 2017 wählten 6 Millionen Westdeutsche und 4 Millionen Ostdeutsche diese Partei. Was 12,6 Prozent entsprach. 2021 holte die AfD 10,3 Prozent. Im Moment prognostizieren die Meinungsforschungsinstitute bis 21 Prozent für die Unberührbaren. Was mehr als einer Verdopplung der Wählerstimmen entspräche. Der Trend scheint unaufhaltsam mit immer größerer Geschwindigkeit nach oben zu gehen und dabei das Märchen von der vor allem bösen Ost-Partei und deren vor allem bösen ostdeutschen Wählern abzuräumen. Ich sehe jedoch mindestens einen gewaltigen Stolperstein, den die AfD nicht abräumen kann. Dazu komme ich gleich. Zuvor noch einige Anmerkungen zur aktuellen Prognosesituation.
Das Unionswählerreservoir liegt seit 1949 zwischen 40 und 50 Prozent. Das hat sich über die Jahrzehnte nur unwesentlich geändert, CDU/CSU rufen es nur seit Merkel nicht mehr ab und treten ihre Stammwählerschaft beharrlich in die Tonne. Doch diese ehemaligen Wähler sind nicht weg, die sind frustriert und suchen sich neue Adressaten für ihre Wählerstimmen. Das ist Demokratie.
CDU/CSU stehen aktuell bei 27 Prozent, SPD bei 18, Grüne bei 15, FDP bei 7, die Linke um 5 Prozent. Die AfD liegt damit hinter CDU/CSU und vor der Regierungspartei SPD. Programmatisch fischt die AfD mit der Unionsprogrammatik der Vor-Merkel-Zeit im konservativen Wählerteich. Das gilt für die Sicht auf die Wirtschaft, auf den Energiemix, auf die Landwirtschaft, auf den Verkehrsbereich, auf die Kontrolle und Begrenzung der Zuwanderung und auf das Familienbild. Mit der EU versucht sie sich inzwischen entgegen anderslautenden Parolen zu arrangieren.
Hinkefuß ist und bleibt der NATO- und Amerikahass. Damit lädiert sie das Sicherheitsbedürfnis einer großen deutschen Mehrheit und steht an ihrer natürlichen Grenze des Wachstums. Diese Grenze kann bei 30 Prozent liegen. 30 Prozent für die AfD wäre die Verdrängung von CDU/CSU auf lange Zeit auf den zweiten Platz. Von SPD und den anderen muss gar nicht mehr gesprochen werden. Die laufen auch momentan unter „ferner liefen“ und stören sich nicht dran. Solange die Union die Transformation der Bundesrepublik ins Nirwana mitträgt, genauso lange ist die Macht auf Seiten der Transformatoren ungeachtet der einzelnen Teilwahlergebnisse.
Schafft die Union ihre Ent-Merkelisierung?
Der Ball liegt im Feld der Union. Entledigt sie sich glaubhaft und nachhaltig ihres grünen Höschens und ihres rosa Hemdchens unterm Parteikleidchen, was faktisch ihrer Ent-Merkelisierung gleichkäme, dann rückt sie wieder in Richtung ihres über Jahrzehnte gewohnten Potenzials. Sie würde größer, die AfD würde kleiner. Alle verlorenen Wähler würden aber nicht wiederkommen, dazu wurden die zu sehr verletzt. Die AfD bleibt damit auf längere Zeit eine relevante Kraft.
Schafft die Union ihre Ent-Merkelisierung tatsächlich, rutscht die AfD wieder zwischen 10 und 15 Prozent. Auszuschalten ist sie nicht mehr. Bleibt die Union linksrosagrün und nur den Plakaten nach etwas konservativ, dann landen CDU/CSU und AfD irgendwann auf gleichen Rängen zwischen 20 und 30 Prozent. Das Dilemma wollen inzwischen einige Gruppen in der Union mit dem Abriss der Brandmauer zur AfD lösen. Die AfD soll als unwillkommener Akteur im politischen Raum angenommen werden. Im kommunalen Bereich findet das ohnehin längst statt.
Erleichternd für die Diskussion in der Union ist die SPD-Vorgeschichte mit deren Salonfähigmachung der SED-PDS/Linken. Bereits kurz nach dem Sturz des Kommunismus suchte die SPD-Linke den Schulterschluss mit der soeben abgelösten Diktaturpartei. Das war schmutzig und war Verrat an der Friedlichen Revolution mit ihrer Absage an linke und rechte Diktaturen.
Gegen die SED ist die AfD ein Waisenknabe. Die SED war die Partei der Diktatur und die Linke ist ihr quasi genetischer Nachfolger. Die AfD ist neu, Blut und Gefängnis hat sie nicht an ihren Händen. Ob sie jemals dazu in der Lage sein könnte, wissen wir nicht. Ich traue ihr nicht. Allein die Sympathie für die Invasoren in der Ukraine mit ihren Filtrationslagern und Verbrechen lässt mich dieser Partei nicht näherkommen.
Zurück zum Streit um die Brandmauer. Die Vorwürfe der SPD an die Adresse der Union wegen des Abrisses der Brandmauer zur AfD sind lächerlich. Die SPD machte sogar eine richtige Diktaturpartei zu ihrer Partnerin. In meinem Blog von 2013 „Die SPD spielt mit dem Geschick dieser Republik“ ist das gut nachlesbar.
CDU-Chef Merz zunehmend glücklos und feige
Die Frage wird sein, ob CDU-Chef Merz, der sich als zunehmend glücklos und feige erweist, den organisierten Schlachtrufen der linken Medienöffentlichkeit standhält. Ich vermute das nicht. Damit wird das Wachstum der AfD weitergehen. Die AfD befindet sich klar im Vorteil. Die Partei kann sich zurücklehnen. Sie muss gar nichts machen. Solange die Bundesregierung ihr Transformationsprogramm, welches das Zusammenleben der Deutschen in jeder Hinsicht beeinträchtigen wird, beibehält, solange läuft alles wie geschmiert für die AfD. Alles, wirklich alles, was aus Berlin über die Leute kommt, erzeugt neue AfD-Wähler.
Das Transformationsprogramm stand vor der Bundestagswahl 2021 auf keinem Wahlplakat und in keinem Wahlprogramm. Den Deutschen wird eine grünkommunistische Revolution von oben übergestülpt. Dabei hat die herrschende Sekte nicht einmal einen Plan B für den Fall der Katastrophe in der Tasche. Die AfD muss eigentlich nur eines machen: das Transformationsprogramm der Bundesregierung drucken und mit dem Hinweis „Danke, liebe Bundesregierung! Deine AfD“ versehen. Noch längst nicht alle Deutschen kennen dieses Programm. Das ist das Glück der Bundesregierung. Je bekannter der Umsturzversuch des Lebens in Deutschland wird, desto mehr Menschen werden AfD wählen. Denn die Union steht als Gegner der Transformation (noch) nicht zur Verfügung.
Aber, um es nochmals zu sagen, die Bäume werden für die AfD nicht in den Himmel wachsen. Die herrschenden Groß-Transformatoren mögen sie noch so sehr mit Zerstörung der Gesellschaft fördern, die Anti-NATO-Haltung und damit die Sicherheitsfrage der Deutschen setzt dem Wachstum der AfD Grenzen.
Gunter Weißgerber trat am 8. Oktober 1989 in das Neue Forum ein und war Gründungsmitglied der Leipziger SDP. Für die SDP/SPD sprach er regelmäßige als Redner der Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90. Er war von 1990 bis 2009 Bundestagsabgeordneter und in dieser Zeit 15 Jahre Vorsitzender der sächsischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion. Den Deutschen Bundestag verließ er 2009 aus freier Entscheidung. 2019 trat er aus der SPD aus. Weißgerber ist studierter Ingenieur für Tiefbohr-Technologie und derzeit Unternehmensberater und Publizist.
Beitragsbild: Pixabay

Etwas überspitzt könnte man es so formulieren: Merkel hat die AfD gegründet und Scholz hat sie zur stärksten Partei gemacht.
Herr Weißgerber, was wollen Sie auf der Achse nur immer mit dieser CDU? Diese Partei und Ihre Figuren haben den Untergang Deutschlands zu verantworten! Jeden einzelnen Nagel haben die Vertreter dieser Landesverrätervereinigung in den Sarg Deutschlands geschlagen und 2015 sogar den Deckel gezimmert! Die grün-rote Kamarilla vollendet nur, was Merkel und ihre Vorgänger hinterlassen haben. Jeder normal denkende Deutsche, der noch einen Funken Hoffnung in die sogenannte parlamentarische Demokratie setzt, kann sein Kreuz nur bei der AfD machen! Und vielleicht auch für Sie zur Erklärung: Die Ablehnung des deutschen Engagements in der sogenannten Ukraine resultiert nicht aus Liebe zu Putin, sondern aus der Liebe zu Deutschland!
Ob die Weigerung der AfD, weiteres Öl ins Feuer zu gießen, so dass der Ukraine-Krieg gegen die Atommacht Russland eskaliert, dem Sicherheitsbedürfnis der Deutschen widerspricht, wage ich zu bezweifeln.
Sehr geehrter Herr Weißgerber, die Blockparteien können gar nicht anders, denn sie sind im Würgegriff des Zwangsfunks und in dessen Schlepptau auch im Sog der pervertierten Mehrheitsmeinung.
Zunächst einen guten Morgen aus dem schönen Rheinland. Seit einiger Zeit drängt sich mir ein ungeheuerlicher Verdacht auf. Lange dachte ich, dass die Regierenden + Christdemokraten einschließlich Linke einer unfassbaren Naivität erlegen sind. Natürlich mit Hinblick auf unsere immerwährende Schuld. Und somit in der Pflicht stehen, der gesamten Welt das Gutmenschentum näher zu bringen. Ganz nahe sozusagen. Dann war ich der Ansicht, dass man mangels intellektueller Fähigkeiten nicht anders kann, als sich in den eigenen Ruin zu handeln. Denn schließlich bedeutet eine bestimmte berufliche Position nicht automatisch, dass man es nicht mit geistesgestörten Protagonisten zu tun hat. Nun aber hat mich ein schrecklicher Verdacht beschlichen: Wäre es denn nicht denkbar, dass man sich parteiübergreifend klar darüber ist, dass das Thema Migration, zumindest ohne Einsatz von militärischen Mitteln, mittelfristig nicht mehr zu managen sein wird und daher alles, aber auch wirklich alles getan wird, um die AfD auf Platz 1 zu hieven und so die Verantwortung aus den Händen geben zu können?! Sollten wir es also nicht mit einem kollektiven Irrenhaus zu tun haben, in dem die Patienten die Regeln bestimmen, könnte das doch eine Erklärung für das Handeln unserer gewählten Volksvertreter sein. Bin ich allein mit dieser These? Gruß aus Sankt Augustin
…hat bisher irgendein Minister dieser Regierung etwas positives für Deutschland gestaltet ?…
Für mich haben diese alle einen Meineid geschworen…
Es genügen 2 Bemerkungen, um den Artikel zu entlarven. Weitere waeren natuerlich moeglich. Der bekannte, ich zitiere USA – Hass und das „Ich traue ihr nicht“, das Geraune, man weiss nicht, was da noch kommen koennte, mit dem bestimmte Reflexe im Publikum getriggert werden sollen. Ein Artikel, den man bestenfalls als unpolitisch bezeichnen kann, aber da ist er nicht allein. Derartige Texte gehen nicht nur an den Problemen weit vorbei, offenbar, weil sie der, seiner ewigen Dankbarkeit und Bewunderung gegenueber dem Hegemon verhaftete, Autor nicht versteht oder nicht verstehen will. Dieser Hegemon, genauer gesagt seine Elite, was wichtig ist, denn natuerlich gibt es in den USA auch andere, die aber nicht an der Macht sind und vermutlich leider auch nicht an die Macht kommen, ist Teil eines massiven ( zunaechst vor allem westlichen) Problems. Hier geht es nicht um Hass, sondern um Geopolitik, Interessen und Rollen. Wer immer nicht nicht erkannt hat, dass hier alles andere als eine identische Interessenlage vorliegt, dass es mangels Werte auch keinen Wertewesten gibt und welchen verheerenden kulturellen und mentalen Einfluss der Hegemon auf seinen ersten Vasallen ausübt, dem ist nicht zu helfen. Er ist in der „Befreiung“ stecken geblieben, so wie manche in der Bonner Republik. Und wer mit Angst oder genauer Furcht vor dem Loeschtrupp „arbeitet“, waehrend die Brandstifter das Haus anzünden, der hat wahrlich nichts verstanden. Liest der Autor eigentlich das, was auf Achgut und TE ( und anderswo) geschrieben wird? Oder kann er es nicht politisch einordnen? Hier wird gerade so ziemlich Alles zerstört, werter Herr W.. In Stuttgart wird vor 20 Uhr eine 27 jaehrige in einer Einkaufspassage von 3 Herren vergewaltigt. 2 hielten sie fest, der 3. ging ans Werk. Ethnie wie ueblich ungenannt. Manche Autoren hier sollten mit dem Sortieren beginnen, anstatt unpolitisch wie die Gruenen!!! von „Hass“ herumzuschwadronieren. Ich empfehle, von Herrn Köppel zu lernen.