Der bekannte Matratzen-Hersteller und seine 170 Mitarbeiter sehen einer ungewissen Zukunft entgegen.
Die Marke Schlaraffia könnte bald ihr Ende finden, da die zugehörige Firma Aquinos Bedding Germany Insolvenz angemeldet hat, wie moebelmarkt.de berichtete. Am 11. Juli wurde dies beim Amtsgericht Bochum beschlossen und Frauke Heier zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Insgesamt 170 Mitarbeiter an den vier Standorten Bochum-Wattenscheid, Köln, Jöhstadt (Sachsen) und Haßfurt (Bayern) sind betroffen. Ihre Gehälter sind nur bis Ende August gesichert, meldet bild.de.
Über die Gründe der Insolvenz schweigt die Firma weitgehend und nennt nur Lieferprobleme und Liquiditätsschwierigkeiten. Die Produktion steht seit mehr als zwei Wochen still, während Sanierungsoptionen geprüft und Investoren gesucht werden. Die Probleme von Schlaraffia sind in der Branche schon eine Weile bekannt, wurden aber von der Firmenleitung nach außen geheim gehalten. Die portugiesische Aquinos-Gruppe, die 2022 das Unternehmen übernommen hat und mit 600 Millionen Euro Umsatz und über 5.000 Mitarbeitern stark aufgestellt ist, könnte noch eingreifen. Schlaraffia, bekannt für seine hochwertigen Matratzen und Betten, auf denen angeblich über 4 Millionen Menschen schlafen, verzeichnete 2024 einen Umsatz von über 50 Millionen Euro und erhielt mehrfach Auszeichnungen. Gegründet 1909, feierte die Marke erst kürzlich ihr 115-jähriges Jubiläum.
