Jeden Tag gibt es etwas Neues zu bestaunen und bewundern! Was ihnen alles so einfällt in ihrer politmedialen Blase, um die ungeliebte Konkurrenz auszuschließen oder am liebsten endlich zu beseitigen! So den AfD-Bürgermeister-Bewerber Joachim Paul (Mitte oben im Foto).
Der neueste Cancelkandidat: J. R. R. Tolkien, ein britischer Schriftsteller, Schöpfer des Werks „Herr der Ringe“. Den international gefeierten Autor scheel anzusehen, ist schon kühn genug. Doch in Ungnade gefallen ist ebenfalls die Nibelungensage. Beiden Werken wird zur Last gelegt, dass der Geschichtslehrer Joachim Paul (Foto oben) in ihnen Vorbildliches erkennt: das Werk Tolkiens spiegele „eine konservative Geisteshaltung wider, die (…) von besonderem Wert für den zeitgenössischen Konservatismus ist. Die Protagonisten im ‚Herrn der Ringe‘ kämpfen für eine Sache, die größer ist als sie selbst, die Heimat, den Fortbestand ihrer Kultur, eine gerechte Ordnung, die Abwehr einer Weltgefahr.“ Auch die Nibelungensage habe große Bedeutung für den nationalen Stolz.
Hoho! Nationaler Stolz! Man kann das so sehen, muss man aber nicht. Man muss sich höchstens fragen, was das alles in einem Dossier des Verfassungsschutzes über Paul, den Bewerber um das Bürgermeisteramt in Ludwigshafen, zu suchen hat – und ob das Zweifel an seiner Verfassungstreue erlaubt. Oder ob Kontaktschuld allein schon reicht.
Darum geht es, denn Paul, der seit 2016 für die AfD im rheinland-pfälzischen Landtag sitzt, möchte bei der Bürgermeisterwahl in Ludwigshafen kandidieren. Oho! Deshalb hat der Wahlausschuss beim Landesverfassungsschutz, der dem SPD-geführten Innenministerium untersteht, nach Munition gefragt gegen Paul, ob er wohl verfassungsfeindlich sei und ob man ihn wegbeißen könnte. Das geschah aus reiner Not: Die AfD hat in Ludwigshafen bei der Bundestagswahl 24,3 Prozent der Zweitstimmen geholt (Helmut Kohl gewann dort dereinst als Bundestagsabgeordneter zweimal per Direktmandat). Das Ergebnis der Verfassungsschützerin der Causa Paul ist so dünn wie vorhersehbar. Doch dem Wahlausschuss genügte das: Joachim Paul darf nicht antreten.
"Krass verfassungswidrig"
Der Verfassungsrechtler Volker Boehme-Nessler nennt es das, was es ist: Machtmissbrauch und „krass“ verfassungswidrig. Eine Partei, die nicht verboten ist, darf mitwirken. Der Wähler hat zu entscheiden, nicht ein SPD-dominierter Wahlausschuss. Das dürfte auch ein Gericht so sehen.
Traurig, was aus der SPD geworden ist, meint Boehme-Nessler. In der Tat. Heute dürfte sich in der SPD kaum noch jemand an Kurt Schumacher erinnern, nach 1946 unumstrittener Führer der SPD-Fraktion, autoritär, rechthaberisch, charismatisch – und national. Heute ist die SPD die Vertreterin von Personen mit allerlei Identitäten, aber weder der Arbeiter noch eines freiheitlichen Deutschland.
Gut, die nationale Leidenschaft ist mir nicht gegeben, mit der Geschichtslehrer Paul die Nibelungen feiert. Und doch legt er den Finger in die Wunde: Die politmediale Blase in Deutschland wehrt alles ab, was anderen Ländern und Kulturen nicht nur zugestanden, sondern geradezu gefeiert wird.
Es war überaus dämlich, dass Annalena Baerbock die „Benin-Bronzen“ für etwas hielt, das nationales Erbe der Nigerianer sei (in Nigeria werden 514 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen, und es gibt mehr als die drei größten Volksgruppen), statt Artefakte eines alten Sklavenreichs. Aber es zeigt, dass man anderen Ländern durchaus zugesteht, ihr eigenes kulturelle Erbe zu bewahren – während das Nibelungenlied als nationalistisch gilt.
Deutschland ist mittlerweile einzigartig im Abstreiten all dessen, was man anderen Kulturen selbstredend zugesteht: Heimat, Fortbestand der eigenen Kultur, ja: nationaler Stolz. Wer das ganz furchtbar findet, dem wird es schwerfallen, zu begründen, warum man Deutschland im Konfliktfall verteidigen sollte. Ohne irgendetwas, das über die eigene persönliche (und möglichst woke) Identität hinausgeht, wird das nichts, vor allem nicht mit der Integration von Menschen aus anderen Kulturen, denen man außer Sozialleistungen nichts anzubieten hat. Dass uns dafür übrigens Verachtung entgegenschlägt, sollte niemanden wundern.
Wo aber ist, jenseits der AfD, ein entsprechendes Angebot nationaler Identität?
Cora Stephan ist Publizistin und Schriftstellerin. Viele ihrer Romane und Sachbücher wurden Bestseller. Ihr aktueller Roman heißt „Über alle Gräben hinweg. Roman einer Freundschaft“.
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Beitragsbild: AfD, New Line CinemaFair use, via Wikimedia Commons

Z.B. das Ensemble „Capella de la Torre“.
Ernst Thählmann würde heute noch härter gecancelt & gebasht werden, als Kurt Schumacher, wenn noch überhaupt wer bei den linken Vollspakken wüßte, wer das war. Mir gehen die feudalen Geschlechts-Identitäten auf den Senkel, ich erinnere nur an das Hellenistische Theben, wo die (vorchristliche) elitäre Heilige Schar aus Schwulen-Pärchen bestand, die Rücken an Rücken kämpften. Wehret den Anfängen. Zum Glück wurde Theben durch den Generalsekretär Alexander der Makedonischen KP dem Erdboden gleichgemacht. Da wurde das Abendland & die Revolution nochmal vor der totalitären Herrschaft durch Schwule gerettet. @Volker Kleinophorst … „Tolkien ist also rechts: Symbolisieren dann nicht die Orks und Sauron die Linken?“ … Tolkien war Katholik (im anglikanischen England) & konnte auch Karten zeichnen. Sauron & Mordor vegetierten im Südosten. Vielleicht verknüpfte Tolkien Sauron mit dem Abrahamitischen Gott der Christen & Musels…. und Sauron ist eigentlich der Gute, hat bloß keiner richtig verstanden.
Wir erinnern uns an den Skandal um Gauland und Frau Özögus. Letztere konnte keine spezifisch deutsche Kultur erkennen, da halfen auch 40 Jahre Deutschland nicht und der Herr Gauland wollte sie danach zur Strafe nach Anatolien exportieren. Was ist draus geworden?
Gauland wird deswegen heute noch als übelster Rechtsradikaler geframt und die gute Özögus wurde zweimal in einem Hamburger Bildungsbürgerstadtteil als Direktkandidatin in den Bundestag gewählt. Fazit?
Die Deutschen glauben mittlerweile mehrheitlich, dass sie keine Kultur haben, ihre Nationalität eine Last ist und sie ganz unten in der Nahrungskette stehen.
Die Hetzbepinkelungs-Kampagnen der nimmersatten AfD-Fresser nimmt ja rasant an Fahrt auf. Die SPD-Omas gegen das Recht erringen unbestritten den bisherigen Polit-Menopausen-Höhepunkt ihrer bösartigen „rettet die Demokratie“-Inkontinenz. So verlogen nämlich, so gezielt wirkliche Verfassungsfeinde selber. So jenseitig senil, so geballt pseudofromm, so bösartig kindisch. Irgendwie ist das auch ein echt abgedroschener Fritzle-Witz, aber eben in der handfesten Absicht der immerzu denkbar größten weapon of mass destruction gegen den durch den Verfassungschutzkakao zu ziehenden Mitbewerber AfD. Vernichtung und Auslöschung ihr einzig wahres „Höheres“, was sie damit zu befordern gedenken . Und los also: Alle Kindlein machen grad mal die Äuglein feste zu, (grad auch mit Hilfe der Zwangsdemokratie-Abgaben-Staatsfunker-Anstalten ganz ganz feste), gelle! Und wieder vernimmt der beunruhigte Zeitgeist ein um die Erhaltung der „Demokratie“ beherztes Tapp-tapp-tapp. Plitsch, platsch, ein bekannt monamisches pinkel-pinkel-Gepinkel. Ins Glied sodann ein Zurück, tapp, tapp, tapp. Dann. Höret und sehet die Zeichen an der Wand/Pennälerschultafel – nun Augen auf: „Ätsch! Und wieder hat der unheimliche Schariainkontinenz-Wächterrat SPD zugeschlagen.“ Man ersäuft schon schier bereits in ihren massig ausgebrachten Inkontinenzpfützen gegen die echte eben, nämlich eine nunmal rechtskonforme Demokratie. Und ja, sie sind auch noch stolz wie Bolle auf diese ihre senilen Notdurften, wo sie doch tatsächlich nur mit letztem Totalitären-Zipperlein, mit Killerinstinkten in Wahrheit, ihrer gewissen Einstelligkeit bei den nächsten Wahlen, ihrem nahenden Untergang (endlich auf Du und Du mit der SED/DieLinke in hehrer Blockflöten-Eintracht/Niedertracht, oder gar drunter), auf Teufel komm raus zu entfliehen trachten.
Vorsicht bei rot und grün lackierten Faschisten. Diese Gestalten sind bösartig, hinterhältig und link wie es linker nicht geht.
In Ludwigshafen ist gerade die deutsche Demokratie gestorben!
Super Artikel, Frau Stephan, auf den Punkt gebracht, besonders der vorletzte Absatz! Ich sehe es schon seit Jahren genauso und versuche auch, meinem Umfeld genau dies zu vermitteln, allerdings vergebens. Verachtung! Das ist leider das richtige Wort für den von Ihnen beschriebenen Umstand!