Einigen deutschen Politikern ist die „Dekolonisierung des öffentlichen Raums“ wichtig. Aber wissen sie überhaupt, worüber sie genau reden, wenn es um deutsche Kolonialpolitik geht?
„Lange existierte in Deutschland kein Denkmal, das an die Gräuel der Kolonialzeit erinnert.“ Damit ist es nun endlich vorbei. Eine Bronzeskulptur, das „Earth Nest“, das, je nach Perspektive, wie eine Hütte indigener Völker oder eine Art Aluhut wirkt, soll nunmehr ein Ort sein, „um sich mit dem kolonialen deutschen Erbe auseinanderzusetzen“ – als „Dekoloniales Denkzeichen“.
„Berlin übernimmt eine Vorreiterrolle in der Dekolonisierung des öffentlichen Raums und wir sind stolz darauf, dieses Projekt unterstützt zu haben“, heißt es. Dafür macht man schon mal 1,5 Millionen Euro locker.
Ansonsten bleibt unklar, wie man den öffentlichen Raum „dekolonisiert“, die meisten Mohrenapotheken haben sich gewiss längst umbenannt. Aber ist die Klage über die Greueltaten der deutschen Kolonialisten nicht viel zu leise? Was wurde denn alles verdrängt und verschwiegen?
1,1 Milliarden Euro für Entwicklungs- und Versöhnungsprojekte
Große Aufmerksamkeit erhielt das Thema Kolonialverbrechen in Deutschlands Parlament und Presse allerdings bereits in der Kolonialzeit. Beispielsweise hat der sozialdemokratische „Vorwärts“ um die Wende zum 20. Jahrhundert minutiös dokumentiert, wenn sich höhere Kolonialbeamte in den Kolonien wie Gewaltherrscher aufführten. Beispielsweise Heinrich Leist in Kamerun, als er 1893/94 für einige Monate den Gouverneur vertrat. Seine Gewalttaten gegen „Eingeborene“ hatten eine Debatte im Reichstag und Gerichtsverfahren zur Folge. Der Reichsdisziplinarhof in Leipzig entließ ihn 1895 aus dem Beamtenverhältnis unter Verlust aller Bezüge.
Auch der wegen seiner willkürlichen Anwendung der Todesstrafe als „Hänge-Peters“ in Deutsch-Ostafrika berüchtigte Carl Peters war nicht nur Gegenstand einer aufsehenerregende Reichstagsdebatte, sondern musste ebenfalls Konsequenzen ziehen: Das kaiserliche Disziplinargericht verfügte 1897 die unehrenhafte Entlassung aus dem Reichsdienst unter Verlust seines Titels und seiner Pensionsansprüche.
Man wollte eben weder wie die Briten (in Indien) noch etwa wie der belgische König (im Kongo) hausen. Euphorisch Richard Wagner: „Wir wollen es besser machen als die Spanier, denen die neue Welt ein pfäffisches Schlächterhaus, anders als die Engländer, denen sie ein Krämerkasten wurde. Wir wollen es deutsch und herrlich machen!“ So herrlich war es nun wieder auch nicht.
Nach heutigen Maßstäben war das sicher keine angemessene, sondern zu milde Bestrafung für die brutale Machtausübung von Leist und Peters. Strafrechtlich wurden beide nicht belangt und Peters erhielt vom Kaiser 1905 den Titel eines „Reichskommissars a.D.“ und ab 1914 eine jährliche Pension. Aber verschwiegen wurden deutsche Kolonialverbrechen nicht. Und seit einigen Jahren kümmern sich deutsche Politiker auch um Buße.
Der damalige Außenminister Heiko Maas erklärte im Mai 2021: „Wir“, die Deutschen, hätten in der kurzen Kolonialzeit zwischen 1884 und 1918 in Südwestafrika, heute Namibia, „Völkermord“ betrieben, und bitten „Namibia und die Nachkommen der Opfer um Vergebung.“ Nun, 120 Jahre später, soll Deutschland in den kommenden 30 Jahren 1,1 Milliarden Euro für Entwicklungs- und Versöhnungsprojekte zahlen, zusätzlich zu der regulären Entwicklungshilfe. (Zur Wirksamkeit von Entwicklungshilfe sei das Buch von Volker Seitz "Afrika wird arm regiert" empfohlen.)
Es hält sich trotz neuerer Forschung noch immer das Zerrbild, das ein Historiker aus der DDR, Horst Drechsler, gemäß der Parteilinie absichtsvoll in die Welt gesetzt hat: Mit den Herero fing es an, mit den Juden endete es. Mit dieser Kontinuitätsthese wies Horst Drechsler allein Westdeutschland die historische Verantwortung für Kolonialverbrechen auch noch ungeheuren Ausmaßes zuwies. Der deutsche „Imperialismus“ habe an den Herero den ersten Völkermord im 20. Jahrhundert begangen.
Inzwischen ist auch der SED-Staat längst Geschichte, doch seine Geschichtsschreibung hat im Falle der Herero überlebt. Und so liest man es in dieser oder einer anderen Version immer wieder: „Die Massaker zwischen 1904 und 1908, bei denen die beiden Gruppen (Herero und Nama) fast ausgelöscht wurden, ist (sic) weithin als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts bekannt.“ Von 100.000 durch die deutsche Schutztruppe vernichteten Herero spricht der türkische Staatspräsident Erdogan 2016. Andere sprechen von 60.000, wiederum andere von 80.000, aber in Wahrheit kennt man weder die Zahl der Herero vor 1904 noch danach.
Gab es einen „Genozid“?
Horst Drechsler jedenfalls fischte im Trüben. Er bezog sich auf eine Quelle, die aus Großbritannien stammte, das sogenannte „Blue Book“ von 1917, mit dem die Briten bei den Verhandlungen in Versailles nach dem Ende des Großen Krieges belegen wollten, dass den Deutschen die moralische Eignung als Kolonialmacht fehle. Allerdings zogen sie wegen nachgewiesener Fälschungen ihre Propagandaschrift 1926 zurück, aber das Bild von der deutschen Bestie blieb bestehen und wird auch heute gern wieder aufpoliert.
Schließlich gibt es doch das Schreiben eines Kronzeugen, oder, nämlich des Mannes, der für die Bekämpfung des Herero-Aufstands zuständig war, des Oberbefehlshabers der kaiserlichen Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika, Lothar von Trotha. Im Oktober 1904 schrieb er in seiner „Proklamation an das Volk der Herero“: „Innerhalb der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen.“
Wie wörtlich muss man diese Ankündigung verstehen? In einer Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zu diesem Thema heißt es:
„In den Gesamtdarstellungen des Kolonialkrieges in ‚Deutsch-Südwestafrika‘ nimmt die Bewertung von Lothar von Trothas ‚Proklamation an das Volk der Herero‘ vom 2. Oktober 1904 eine zentrale Rolle ein. Während von Trothas Aufruf in einem Teil der wissenschaftlichen Literatur als ‚Schießbefehl‘10, ‚Vernichtungsproklamation‘11 bzw. ‚Genozid-Befehl‘12 bezeichnet wird, in dem einige Forscher den Auftakt zum systematischen Völkermord an den Herero und Nama sehen sowie Parallelen und Kontinuitäten zu den nationalsozialistischen Verbrechen hervorheben, werten andere Wissenschaftler den Operationsbefehl als eine ‚Art ‚psychologischer Kriegsführung‘‘ oder als Ausdruck einer zeitgenössischen Rhetorik verbunden mit dem Hinweis, dass mit dem Quellenbegriff ‚vernichten‘ nicht die physische Vernichtung des gesamten Volkes, sondern – formuliert ‚in der europäischen Generalstabssprache jener Zeit‘ – ‚die Brechung der militärischen Widerstandkraft der Herero‘ gemeint gewesen sei. Andere Forscher werten die Proklamation auch als ‚Eingeständnis des Scheiterns einer militärischen Mission, das Trotha durch eine mörderische Drohung‘ zu kaschieren versucht habe…“
Genauso dürfte es gewesen sein.
Dabei kam Trothas Proklamation im politischen Berlin des Jahres 1904 keineswegs gut an:
„Nachdem Reichskanzler von Bülow am 23. November 1904 durch von Schlieffens Schreiben von Trothas Proklamation erfuhr, handelte er umgehend. Am Folgetag empfahl er in einem Schreiben an Kaiser Wilhelm II. eine Rücknahme des Befehls mit der Begründung, dass er den Prinzipien des Christentums und der Menschlichkeit widerspreche, wirtschaftlich sinnlos sei, da die Arbeitskraft der Hereros benötigt werde, und dem deutschen Ansehen unter den zivilisierten Nationen schade.“
Gab es also einen „Genozid“, einen „Völkermord“ an den Herero? Brigitte Lau, bis 1996 Leiterin des Nationalarchivs in Namibia, bestreitet das in ihrer Analyse des Kriegsgeschehens als „Uncertain Certainties“. Die Herero hatten mit dem Schlachtruf „Tötet alle Deutschen!“ im Januar 1904 123 deutsche Siedler, Händler und Soldaten ermordet. Am 11. August 1904 kam es zur Konfrontation mit der deutschen Schutztruppe unter der Führung von General von Trotha am Waterberg. Schätzungsweise standen den deutschen Soldaten etwa 6.000 Hererokrieger gegenüber, die sich in der unwirtlichen Gegend weit besser auskannten. Zur Schlacht kam es nicht, nur zu kleineren Gefechten und Attacken.
Dabei siegte nicht die deutsche Schutztruppe, geschweige denn, dass sie 100.000 Herero hätte meucheln können, die sie im Übrigen auch nicht zum Verhungern und Verdursten in die Omaheke geschickt hatte. Es waren vielmehr die Herero selbst, die sich der Konfrontation entzogen, indem sie mit Frauen, Kindern und Viehherden auf die ihnen seit langem bekannten Routen die Kalahari und Omaheke durchquerten (keine Wüste, sondern eine Savanne mit mehreren Wasserstellen), um ins britisch kontrollierte Betschuanaland zu gelangen.
Elend, Leid und Schwäche
„Eine der herausragendsten namibischen Erfahrungen (…), nämlich die totale Militarisierung des Landes durch Südafrika, wird fein säuberlich dem Südafrika von heute abgenommen und diesen (deutschen) frühen Kolonisatoren der Jahrhundertwende zur Last gelegt. Die Herero und Nama scheinen in der Rolle der Opfer hilflos gegen solche Übermedien.“ So spießt Brigitte Lau die Hybris deutscher Schuldkultur in ihrer sehr lesenswerten Studie auf.
Der deutschen Schutztruppe ging es nämlich miserabel. Krankheiten dezimierten die Truppe, Pferde und Zugtiere verendeten, Nachschub kam nicht, die Vorräte waren aufgebraucht. Die Gesamtzahl der in der Konfrontation mit den Herero eingesetzten Soldaten betrug Brigitte Lau zufolge 4.700 Mann, von denen 2.000 oder 3.000 gestorben seien. Nicht eine Kriegsmaschinerie von kaltblütigen Killern war hier am Werk, sondern es herrschte Elend, Leiden und Schwäche. Doch der DDR-Historiker mit klarer Parteilinie weiß es besser, wie Bartholomäus Grill 2016 im Spiegel beschreibt: „In seiner Studie würdigte der DDR-Historiker Drechsler die‚ ausgesprochen humane Kriegsführung‘ der Herero, die deutsche Schutztruppe erscheint hingegen als entmenschlichte Soldateska.“ Zeitgenossen sahen das anders. Die Herero waren nicht als zimperlich bekannt: sie waren keine „Ureinwohner“, sondern hatten ihrerseits die im namibischen Hochland siedelnden Khoi-San ab dem 18. Jahrhundert verdrängt. Auch gingen sie nicht gerade pfleglich mit weißen oder schwarzen Gefangenen um.
Doch einige deutsche Historiker meinen offenbar, dass die Deutschen zu keiner Zeit im Völkermorden von jemandem hätten übertroffen werden können. Das übrigens ist eine unangenehme Folge des ersten Historikerstreites: Da man vergleichen mit gleichsetzen verwechselte, wurde ab da über die Menschheitsverbrechen von Stalin und Mao nicht mehr geredet. Als ob das eine das andere relativiere. Aber so ist das eben mit dem Schuldstolz. Wir sind die Größten im Schlimmsten.
Dr. Cora Stephan ist Publizistin und Schriftstellerin. Viele ihrer Romane und Sachbücher wurden Bestseller. Ihr aktueller Roman heißt „Über alle Gräben hinweg. Roman einer Freundschaft“.
Beitragsbild: berlin-global-village.de

Richtig. Neben der Selbstzerfleischung, zugleich dem Drang zur Hybris, vermutlich mangels eines normalen Selbstbewusstseins, kommt dem Michel der Hang nach Uebertreibung bis ins Extreme zu haeufig in die Quere. Das Land liegt zwar geographisch in der Mitte, seinem Volk liegen aber die Extreme, in alle Richtungen, aber nicht zufaellig mit gewissen sozialistischen Praeferenzen, aber deutlich mehr. Dabei helfen ihm weitere Eigenschaften ungemein, allen voran Irrealismus und Irrationalismus. Wer diese narrativ erfolgreich triggert, kann sich einiges erlauben. Ganz allgemein und hierzulande besonders gilt die Reihenfolge, dass zuerst ein bestimmtes Bedürfnis vorhanden war bzw erzeugt wurde und sich dieses dann das geeignete Objekt aussucht, gerne das ihm „zufaellig“ von seinem Regime angebotene bzw instrumentell angepriesene. Der Fall „Herero“ bzw „Kolonialismus“ gehoert zu diesen psychologisch zur Befindlichkeit passenden bzw passend gemachten und hinterfragt wird da gar nichts, was vom REGIME kommt. Zumal nicht nur Kohl den „ wiedervereinigten“ Deutschen nicht ueber den Weg traute, sondern man sich nicht einmal selbst ueber den Weg traut und um Kontrolle durch ein zwangsläufig totalitaeres Regime fleht. Mit Demokratie und Freiheit wird es da naturgemaess schwierig. Mit Opposition und Widerstand auch. Im uebrigen reichen einige traurige Bilder, echt oder nicht spielt keine Rolle, denn es koennte ja so sein, und eine weitere, politisch gut nutzbare, Eigenschaft der feminisierten Masse bricht durch, die rational = maennlich, unmenschlich, kalt, nicht mehr einzufangende Dominanz des limbischen Systems. Auch fuer die Herero gilt, selbst wenn es realiter anders war, was niemanden mangels Bedürfnis interessiert, es haette ja sein koennen. Dass der Deutsche immer „ verspätet“ ist, wenn ueberhaupt noch dabei, und regelmaessig selbst beim vergleichsweise geringen „Kolonialismus“ das Mass verliert, koennte mit seinen speziellen Eigenschaften zusammenhängen.
Herzlichen Dank für diesen notwendigen, wunderbaren Artikel, Frau Stephan. Der von Ihnen zu Namibia zitierte B. Grill hat aber auch über die deutschen Herrenmenschen in der Kolonialzeit geschrieben. Grill beherrscht die Phraseologie des Zeitgeistes, wenn er schreibt: „Es ist der koloniale Blick, der unsere Sicht der Welt bis heute prägt.“ Auch von einigen Kolonialhistorikern und Medien wird das schmerzvolle und tief verwurzelte afrikanische „Trauma der Kolonialzeit“ bemüht. Afrikanische Politiker, oft von deutschen Gesinnungsethikern unterstützt, führen die Misere in ihren Ländern ausschließlich auf die Kolonialzeit zurück, um als Opfer von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Demgegenüber hat – nach meinen Erfahrungen in Kamerun -zum Beispiel nicht nur die ältere kamerunische Bevölkerung von der deutschen Kolonialzeit (1884 bis 1916) ein eher undifferenziertes, allerdings sehr positives Bild.
Er geht in seinem „Herrenmenschen -Buch “ auch auf die „sogenannte Flüchtlingskrise“ ein und fragt sich, ob die armen Afrikaner vielleicht in großer Zahl zuwandern, „weil sie sich an uns reichen Europäern rächen wollen“. In Kamerun nahe Limbe, in Idenau, einem „verdammt heißen und heruntergekommenen Kaff am Ende der Nationalstraße N3“, ruft ihm – wie er nicht politisch korrekt schreibt – ein im Hafen herumhängender „Tagedieb“ nach: „Grüßt Frau Merkel von mir. Sagt ihr, ich werde auch kommen!“
Grill hat mit seinen Büchern viel Erfolg in den Medien, die Bücher brauchen, die auf eine bestimmte Richtung zugeschnitten sind. Was er 2016 im Spiegel geschrieben hat war richtig, aber ein echter Diskurs war schon damals schwierig geworden. Historiker wie Jürgen Zimmerer bestimmen was gesagt werden darf.
Das Bedürfnis der Deutschen nach Selbsterniedrigung ist unerschöpflich. Genauer betrachtet ist es natürlich keine Selbsterniedrigung. Denn diejenigen, die „die Deutschen“ beschuldigen und beschimpfen, wollen sich selbst erhöhen, indem sie „die anderen Deutschen“, die sie verachten, niedermachen: diejenigen, die ihr Leben nicht mit dem Schreiben moralisierender Bücher verbringen, sondern diese Bücherschreiber ernähren, kleiden und behausen.
Die Linken setzen die deutsche Geschichte mit Kolonialismus & Rassismus gleich, genauso wie die Nazis die Juden mit Geldgier & Kapitalismus. Letzteres ist auch ein Puzzlestück des linken Narratives. Wenn es sich herausstellen sollte, dass der deutsche Kolonialismus doch nicht ganz so schlimm gewesen war wie gewünscht, dann würde das den linken Klassenkampf auf Rassenbasis erheblich behindern. Dann ließe sich die Kolonisierung Deutschlands auch nicht mehr euphemistisch, „euthanasisch“ als „Dekolonisierung“ vermarkten. Heinrich Himmlers „Generalplan Ost“ sah die Kolonisierung und „Germanisierung“ von Teilen Osteuropas vor. Himmlers „Lebensraum im Osten“ findet ihre konsequente Fortsetzung im „Lebensraum im Westen“. Der „Seenotretter“ Axel Steier: „Nein, es wird irgendwann keine Weißbrote mehr geben, weil ihre Nachkommen in 50 bis 100 Jahren für ein´n Partner*in entscheidet, der nicht weiss ist. Die Enthomogenisierung der Gesellschaft schreitet voran. Ich unterstütze das mit meiner Arbeit.“ Der Begriff „eliminatorischer Antisemitismus“ wurde von Daniel Goldhagen geprägt. Sein Buch löste heftige Debatten aus: „Hitlers willige Vollstrecker – Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust“. Der eliminatorische Antisemitismus und der eliminatorische Rassismus findet heute ihre spiegelverkehrte Fortsetzung in der linksgrünwoken Rassenpolitik. Eine faktenorientierte Aufarbeitung der Geschichte ist im Sinne der linken, international-sozialistischen Rassenpolitik „nicht hilfreich“. Die „spiegelverkehrten Nazis“ müssen, um nicht als solche entlarvt zu werden, ihr Narrativ der untilgbaren deutschen & weißen Erbsünde aufrecht halten. Da das mit korrekten wissenschaftlichen & anständigen Mitten nicht möglich ist, richten sie sogar den Rassismus-Begriff an der Hautfarbe aus. Die „spiegelverkehrten Nazis“ sind auf dem Punkt genau so wie die echten Nazis.
Einigen deutschen Politikern ist die „Dekolonisierung des öffentlichen Raums“ wichtig. – Man könnte das auch so schreiben: Einigen deutschen Politikern ist die „Dekolonisierung(Decarbonisierung des öffentlichen Raums“ wichtig. Es sind dieselben Leute! --- „“Berlin übernimmt eine Vorreiterrolle in der Dekolonisierung des öffentlichen Raums und wir sind stolz darauf, dieses Projekt unterstützt zu haben„, heißt es. Dafür macht man schon mal 1,5 Millionen Euro locker.“ – Die Dekolonisierung wird durch die forcierte Islamisierung durchgeführt. Gibt es schon Wetten auf den Beginn des Jahres des Bürgerkriegs, der in Deutschland vom Islam ausgeht und nie mehr endet? --- „Doch einige deutsche Historiker meinen offenbar, dass die Deutschen zu keiner Zeit im Völkermorden von jemandem hätten übertroffen werden können. Das übrigens ist eine unangenehme Folge des ersten Historikerstreites: Da man vergleichen mit gleichsetzen verwechselte, wurde ab da über die Menschheitsverbrechen von Stalin und Mao nicht mehr geredet.“ – Ich bin ja immer glücklich, wenn ich jemanden treffe, der den Unterschied zwischen vergleichen und gleichsetzen verstanden hat. Von solchen Wissenden würde nämlich niemals ein derartig verdummendes Diktum wie „Das kann man nicht vergleichen“ kommen!
Nichts Neues also von den Onanievorlagen aus Wokistan. Wer es so innig mit Kolonisierung und Dekolonisierung hält, sollte sich fragen lassen, ob er nicht ein Megakolon im Kopf hat. Un- und Halbverdautes, was nicht raus kann, ist bisweilen lebensgefährlich. Siehe den armen Elvis. Aber mal im Ernst: Wer glaubt, heutigen Mädchenpensionatsmoralismus an vergangene Ruppigkeiten der Geschichte anlegen zu müssen, hat natürlich viel zu tun. Von Kain zu Abel bis Romulus und Remus, der Französischen Revolution über die Befreiungskriege bis hin zu was weiß ich…Das ist eben Kissenpupers feuchter Traum: Pensionsberechtigt in warmer Stube hockend anderer Leute( ja sogar schon längst Toter!) Handeln bewerten dürfen. Man kann festhalten: Rauhbeine wie Carl Peters gehörten zu Deutschlands Blüte, wie die spitzfingrige Wokeness zu Deutschlands Untergang. Schon ein altindisches Sprichwort sagte: Der Weise vermag nicht handeln. Millionen Geschwätzwissenschaftler können sich nicht irren. Kein Wunder also, wenn sich die aktuelle gesamtdeutsche Gemütsverfassung mit „ängstlich erwartungsvollem Stillstand“ beschreiben lässt.